Montag, 23. November 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Dax macht nach gutem Start noch schlapp

Der Dax hat heute seinen Aufstieg wieder unterbrochen. Im frühen Handel war der Leitindex sogar über die Marke von 13.300 Punkten auf den höchsten Stand seit September gestiegen. Doch am Nachmittag trauten die Anleger dem Braten noch nicht ganz und es setzten Gewinnmitnahmen ein, die den Dax-Gewinn schmelzen ließen.

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Am Ende schloss der Dax 0,1 Prozent tiefer bei 13.127 Punkten. Der MDax ging kaum verändert mit 28.999 Zählern aus dem Handel. Der TecDax verlor 0,4 Prozent auf 3054 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent höher bei 3473 Punkten.

Stahlwerte profitierten von Hoffnungen auf Staatsgelder und zählten zu den Favoriten. Die Papiere von Thyssenkrupp stiegen im MDax um 9,5 Prozent, jene von Salzgitter um 8,6 Prozent. Die Anteilsscheine des Stahlhändlers KlöCo legten um 5,3 Prozent zu. Die SPD-Fraktion in Nordrhein-Westfalen fordert akute Maßnahmen der Landesregierung in Reaktion auf die sich zuspitzende Lage in der Stahlindustrie.

Corona-Verlierer wie MTU, Lufthansa und Airbus bekamen angesichts der Hoffnung auf eine schnelle Einführung eines wirksamen Corona-Impfstoffs wieder Oberwasser. Krisengewinner wie Delivery Hero, Shop Apotheke oder auch Hellofresh verloren hingegen.

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(Foto: imago stock&people)

17:10 Uhr

US-Einkaufsmanagerindizes schicken Goldpreis nach unten

Nach der Veröffentlichung der Daten zum US-Einkaufsmanagerindex weitet der Goldpreis seine Verluste aus. Eine Feinunze (31 Gramm) kostete mit 1842,43 Dollar 1,5 Prozent weniger.

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(Foto: imago images / blickwinkel)

Der IHS-Markit-Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, signalisierte im November das stärkste Wachstum seit mehr als fünf Jahren. Bei der Industrie lief es sogar so gut wie seit September 2014 nicht mehr. Experten hatten nicht mit einem derart großen Plus gerechnet.

16:28 Uhr

Fortschritte bei Impfstoffen stützen US-Börsen

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(Foto: AP)

Fortschritte bei Corona-Impfstoffen haben den US-Börsen zu einem freundlichen Wochenauftakt verholfen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,8 Prozent fester bei 29.490 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,6 Prozent zu auf 3578 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,6 Prozent auf 11.920 Stellen.

Die Aussicht, dass binnen weniger Wochen die ersten Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden könnten, weckt Hoffnung auf eine rasche Konjunkturerholung im kommenden Jahr. Doch auch bei der Behandlung der durch das Coronavirus ausgelösten Erkrankung gibt es Fortschritte: Die US-Pharmaaufsicht FDA erteilte einem Medikament von Regeneron die Notfallzulassung. Die Regeneron-Aktien legten 3,9 Prozent zu.

16:13 Uhr

Netzprobleme bei Vodafone - mehr als 100 000 Kunden betroffen

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Beim Mobilfunk-Betreiber Vodafone ist es zu gravierenden Netzproblemen gekommen. Es sei überregional "zu massiven Einschränkungen bei der Nutzung der mobilen Daten und Telefonie 2G/3G/4G" gekommen, hieß es auf einer Webseite des Düsseldorfer Unternehmens. Eine Ursache wurde nicht genannt.

Aktuell könnten mehr als 100.000 Kunden das Netz nicht oder nicht in der gewohnten Qualität nutzen, teilte ein Vodafone-Sprecher mit. Technikexperten arbeiteten mit Hochdruck an der Ursachenanalyse und der Entstörung.

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16:00 Uhr

Kommt der Dax-40? Deutsche Börse verkündet neue Index-Regeln

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Dax steht möglicherweise vor der größten Reform seiner mehr als 30-jährigen Geschichte. Am Dienstag will die Deutsche Börse unter anderem verkünden, ob der Dax von 30 auf 40 Werte aufgestockt wird. Auch soll die Mitgliedschaft nach dem Zusammenbruch des Zahlungsabwicklers Wirecard künftig an strengere Voraussetzungen geknüpft werden. Diese sollen nicht nur finanzielle, sondern auch ethische Aspekte berücksichtigen.

So könnte der Flugzeugbauer Airbus aus allen großen Indizes der Börse verbannt werden, da eine Tochterfirma die Trägerraketen für französische Atomwaffen wartet. Die Regeländerungen sollen im Laufe des Jahres 2021 in Kraft treten.

15:32 Uhr

Darauf müssen Anleger beim Dax jetzt achten

Die zunehmende Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff hält den Dax über der Marke von 13.000 Punkten. Die Stimmung der Anleger hellt sich sichtlich auf. Aber reicht das aus, damit die Börsen zum Jahresende doch noch in den Rallymodus schalten? Wie können sich Anleger jetzt am besten positionieren auch für den Fall, dass es doch noch mal zu Rücksetzern kommt? Anne-Kathrin Cyrus spricht darüber mit Dirk Heß von der Citigroup.

15:16 Uhr

Weitere Durchsuchungen zur VW-Abhöraffäre in Wolfsburg

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(Foto: picture alliance/dpa)

Für Ermittlungen zur VW-Abhöraffäre hat es weitere Durchsuchungen beim Autobauer in Wolfsburg gegeben. Ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Braunschweig bestätigte die Aktion, bei der "das Unternehmen Dokumente und Dateien übergeben" habe. Zunächst hatte das Online-Wirtschaftsmagazin "Business Insider" über eine mögliche Ausweitung der Affäre berichtet.

Bei der Abhöraktion geht es um den Mitschnitt von vertraulichem Audiomaterial aus einer VW-Arbeitsgruppe. Bevor der Dax-Konzern im März 2018 alle Verträge mit dem Zulieferer Prevent kündigte, sollen Unternehmensvertreter länger über den künftigen Umgang mit der Firma beraten haben. Ende Juli dieses Jahres wurde der mutmaßliche Maulwurf aus der VW-internen Arbeitsgruppe enttarnt. Kurz darauf wurde dessen Leiche in einem ausgebrannten Auto in Rottorf (Niedersachsen) gefunden. Für die Ermittler deutet vieles auf einen Suizid hin.

14:51 Uhr

Chicago-Fed-Index geht im Oktober hoch

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Blick auf Chicago.

(Foto: imago images/Imaginechina-Tuchong)

Die Wirtschaftsaktivität in den USA hat sich im Oktober verstärkt. Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) stieg auf einen Stand von plus 0,83, wie die Federal Reserve Bank of Chicago mitteilte. Für den September wurde der Indexstand auf plus 0,32 revidiert, nachdem zunächst ein Wert von plus 0,27 genannt worden war.

Der aussagekräftigere gleitende Dreimonatsdurchschnitt verschlechterte sich hingegen und notierte im Oktober bei plus 0,75. Für den September wurde ein revidierter Wert von plus 1,37 ausgewiesen, nachdem zuvor ein Stand von plus 1,33 gemeldet worden war.

14:28 Uhr

Metro bekommt eine Doppelspitze

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Eine Doppelspitze soll den Großhandelskonzern Metro  führen, bis ein Nachfolger für den scheidenden Vorstandschef Olaf Koch gefunden ist. Der Aufsichtsrat habe "die interimistische Führung" für die Übergangszeit nach dem Ausscheiden Kochs zum 31. Dezember geregelt, teilte der MDax-Konzern mit. Danach werden Finanzchef Christian Baier und Chief Operating Officer Rafael Gasset gemeinsam für die Interimszeit die Position des Vorstandsvorsitzenden übernehmen.

Koch hatte im August angekündigt, Metro zum Jahresende den Rücken kehren zu wollen.

14:00 Uhr

Astrazeneca fallen wegen niedriger Impfstoff-Effektivität

Für Astrazeneca ist es an der Londoner Börse um 1,9 Prozent nach unten gegangen. Der Pharmakonzern und die Universität Oxford haben bekannt gegeben, dass ihr Corona-Impfstoffkandidat eine Effektivität von 62 bis 90 Prozent aufweist, je nach verabreichter Dosis. Das sorgt erst einmal für Enttäuschung bei den Anlegern, liegt doch die Effektivität bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer sowie Moderna deutlich höher.

Im Handel heißt es allerdings, dass sich die Nachricht nur als kurzfristiger Belastungsfaktor für das Astrazeneca-Papier erweisen sollte. Viel Geld ist mit den Impfstoffen für die großen Pharmakonzerne vermutlich nicht zu verdienen.

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13:49 Uhr

Wall Street funkt grünes Signal

Die Hoffnung auf einen bald verfügbaren Coronavirus-Impfstoff dürfte zu Wochenbeginn an der Wall Street für Gewinne sorgen. Nach Biontech/Pfizer, die am Freitag eine Zulassung in den USA beantragt haben, und Moderna hat auch Astrazeneca einen Erfolg bei einem Impfstoff-Kandidaten vermeldet.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Future auf den S&P-500 steigt aktuell um 0,6 Prozent. Für etwas Bewegung könnten auch die anstehenden Markit-Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Service-Bereich sorgen, die kurz nach der Startglocke veröffentlicht werden.

Auf Unternehmensseite gibt es dagegen nur wenige Nachrichten. Nova Lifestyle reduzieren sich vor der Startglocke um 4,0 Prozent. Der Drittquartalsbericht hatte niedrigere Umsätze und ein schwächeres Ergebnis des Möbelherstellers gezeigt.

MetLife legen um 0,5 Prozent zu. Zurich Insurance befindet sich in Gesprächen über den Kauf des Schadens- und Unfallgeschäft des US-Versicherers. Medienberichte spekulieren über einen Kaufpreis um 4 Milliarden Dollar.

13:25 Uhr

Stufe 2 des Berliner Mietendeckels drückt Aktienkurse

Die Schwäche der Wohnimmobilien-Aktien hat sich heute ausgeweitet. Im Dax fielen Vonovia gegen einen freundlichen Gesamtmarkt um 1,4 Prozent und Deutsche Wohnen um 2,4 Prozent.

Heute trat die zweite Stufe des Berliner Mietendeckels in Kraft. Überhöhte Mieten sind dann verboten und müssen abgesenkt werden. Der Mietausfall wird auf 21 Millionen Euro taxiert, wie ein Händler sagte.

12:59 Uhr

Wasserstoff-Bahn tut der Siemens-Aktie gut

Die Siemens-Aktie hat sich bislang sehr fest präsentiert. Der Kurs legte kurz nach Mittag um 2 Prozent zu. Die Deutsche Bahn will im Raum Tübingen den Regionaltriebzug Mireo Plus von Siemens mit einem Wasserstoffantrieb erproben.

  • "Das Thema liegt im Trend, das Potenzial ist groß, aber die Zeit drängt", sagt ein Marktteilnehmer.

Wettbewerber wie der Wasserstoffzug Coradida iLint von Alstom sollen im kommenden Jahr bereits in den Regelbetrieb gehen.

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12:39 Uhr

Öl- und Gaspreisverfall macht Wintershall zu schaffen

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(Foto: imago images/Panthermedia)

Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea hat im dritten Quartal wegen der gefallenen Rohstoffpreise operativ deutlich weniger verdient. Vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Explorationskosten (Ebitdax) habe das Unternehmen von Juli bis Ende September ein Ergebnis von 397 Millionen Euro erzielt - ein Rückgang um 44 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, teilte Wintershall Dea mit.

Der Konzern halte unter anderen mit Kostensenkungen dagegen. Die Ölpreise seien jedoch im Jahresvergleich um 30 Prozent gefallen, die Gaspreise sogar um 40 Prozent. Die Investitionen in Produktion und Entwicklung seien um 33,5 Prozent auf 252 Millionen Euro gesenkt worden, womit der Konzern auf einem guten Weg sei, die Gesamtjahresprognose von 1,2 Milliarden Euro einzuhalten.

12:12 Uhr

Kursfeuerwerk bei Cineworld dank neuer Kredite

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Mit Erleichterung haben Anleger auf neue Kreditlinien für Cineworld reagiert. Der Aktienkurs der weltweit zweitgrößten Kinokette stieg in London um fast 27 Prozent. Das Unternehmen sicherte sich den Angaben zufolge zusätzliche Kredite im Volumen von 450 Millionen US-Dollar.

Da ein Corona-Impfstoff zum Greifen nahe sei, verfüge Cineworld um ausreichend Mittel, um bis zur Wiedereröffnung der Kinos durchzuhalten, kommentiert Analyst James Wheatcroft von der Investmentbank Jefferies.

11:50 Uhr

Audi will Autowerke bis 2025 klimaneutral machen

Die Audi-Werke Brüssel und Györ in Ungarn produzieren schon CO2-neutral - jetzt will der Autobauer im Stammwerk Ingolstadt, in Neckarsulm und im Werk San José Chiapa in Mexiko nachziehen.

  • "Bis 2025 sollen alle Audi-Produktionsstandorte bilanziell CO2-neutral produzieren", teilte die VW-Tochter mit.

In Ingolstadt werde heute zu 70 Prozent, in Neckarsulm und in Mexiko zu 75 Prozent klimaneutral produziert, sagte der Audi- Umweltschutzbeauftragte Rüdiger Recknagel. Im Werk Brüssel erreichte Audi eine komplett klimaneutrale Produktion mit Solaranlagen, Biogas und Ausgleichszertifikaten. Auf dem Werk in Györ stehe das größte Solardach Europas, es erzeuge jährlich 9,5 Gigawattstunden Strom. Außerdem werde in großem Umfang Erdwärme zum Heizen genutzt, sagte Peter Elias, Umweltbeauftragter des Werks. Aber Geothermie funktioniere nicht in Ingolstadt - dort solle das Ziel mit Holz und einem Biomasse-Kraftwerk erreicht werden.

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(Foto: picture alliance/dpa)

 

11:00 Uhr

Eurozonen-Wirtschaft schrumpft wegen Corona-Maßnahmen

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(Foto: imago images/CHROMORANGE)

Die Wirtschaft im Euroraum befindet sich im November aufgrund der verschärften Corona-Restriktionen auf einem Schrumpfungskurs. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 45,1 Zähler von 50,0 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Das ist der tiefste Stand seit Mai. Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf 47,1 Punkte vorhergesagt.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes fiel auf 53,6 Punkte von 54,8 im Vormonat. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 53,1 Zähler prognostiziert. Der Index für den Servicesektor reduzierte sich auf 41,3 Punkte von 46,9 im Vormonat. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 42,4 Punkte erwartet.

  • "Aufgrund der neuerlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionszahlen ist die Eurozone im November wieder in eine ernste Krise geschlittert", sagte IHS-Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.
10:25 Uhr

Katastrophale Umsatzlage beim innerstädtischen Einzelhandel

Die Situation im innerstädtischen Einzelhandel bleibt einer Umfrage zufolge im Teil-Lockdown kritisch. Die Umsätze seien in der vergangenen Woche um durchschnittlich rund ein Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gefallen, teilte der Branchenverband HDE unter Berufung auf seine Umfrage unter 580 Händlern mit. Im Bekleidungshandel sei das Minus mit 40 Prozent besonders groß ausgefallen. Die Kundenzahl in den Innenstädten habe in der dritten Novemberwoche im Schnitt um rund 40 Prozent niedriger gelegen als ein Jahr zuvor.

Bund und Länder werden am Mittwoch mit großer Sicherheit weiterreichende Corona-Maßnahmen beschließen. In einer Ländervorlage ist von einer weiteren Schließung von Gastronomie und Freizeiteinrichtungen bis zum 20. Dezember die Rede.

09:52 Uhr

Einkaufsmanager schieben Dax an - nächster Ausbruchsversuch?

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(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Dax rückt der Widerstandsbereich um 13.300 Punkte zunehmend in den Blick. "Der Dax könnte heute den nächsten Ausbruchsversuch unternehmen, sagt Christian Henke von IG Markets. Auch von anderer Seite heißt es, die Konsolidierung sei bereits "weit fortgeschritten" und weise einen trendbestätigenden Charakter auf.

Am Vormittag notierte der Dax 1,1 Prozent höher bei auf 13.280 Punkten. Die deutschen Einkaufsmanager-Indizes lagen beide über den Prognosen.

09:29 Uhr

Bahn kündigt Probebetrieb mit Wasserstoffzug an

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(Foto: dpa)

Wasserstoffzüge könnten bei der Deutschen Bahn eines Tages Dieselzüge ersetzen und so die Klimabilanz verbessern. Dafür ist für 2024 ein Probebetrieb im Raum Tübingen geplant, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Zug von Siemens soll eine Reichweite von 600 Kilometern haben.

Die Bahn will in 30 Jahren klimaneutral unterwegs sein. Dafür müssen unter anderem 1300 Dieseltriebzüge ersetzt werden. Denn 13.000 Kilometer Schiene haben keine Oberleitung, das sind 39 Prozent des Netzes. Die Elektrifizierung geht nur sehr langsam voran. Oft sind die Strecken ohne Stromanschluss aber auch nicht besonders stark befahren. Für solche Abschnitte testet die Bahn auch Hybrid-Loks mit Diesel und Batterie. Es soll zudem reine Batteriezüge geben.

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09:11 Uhr

Dax startet frohgemut in die Woche

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Optimismus an der Frankfurter Börse: Der deutsche Aktienmarkt ist mit Aufschlägen in die neue Woche gestartet. Der Dax legte um 0,7 Prozent auf 13.231 Punkte zu. Der MDax stieg um 0,4 Prozent auf 29.122 Zähler, der TecDax um 0,3 Prozent auf 3077 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,6 Prozent höher bei 3489 Punkten.

Hauptgesprächsthema der Börsianer bleiben die Corona-Pandemie und die Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs. Daneben richten sie ihre Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung der Stimmungsbarometer der deutschen Einkaufsmanager.

08:58 Uhr

Ölpreise legen zu - Hoffnung auf Corona-Impfstoff stützt

Die Hoffnung auf eine schnelle Einführung eines wirksamen Corona-Impfstoffes hat die Ölpreise zu Wochenbeginn einmal mehr steigen lassen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 45,27 US-Dollar. Das waren 31 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 27 Cent auf 42,69 Dollar.

Nach Angaben von Regierungsvertretern aus den USA könnte ein von Biontech und Pfizer entwickelter Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung erhalten und dann ab dem 11. Dezember in den Vereinigten Staaten zur Verfügung stehen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA berief für den 10. Dezember die Sitzung eines Expertenrats zu der Impfstoffzulassung ein, weswegen eine Genehmigung zu einem früheren Zeitpunkt unwahrscheinlich erscheint.

08:44 Uhr

RWE verkauft Anteil an britischem Windpark

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Der Versorger RWE veräußert einen großen Anteil an einem britischen Windpark und kassiert dafür 648 Millionen Pfund (rund 727 Millionen Euro). Das Paket an dem Windpark Humber Gateway übernehme die Investmentgesellschaft Greencoat, teilte der Essener Dax-Konzern mit. Der Erlös solle zur Finanzierung des weiteren Wachstums im Bereich Erneuerbare Energien verwendet werden.

Greencoat ist bereits an weiteren Windparks von RWE beteiligt. RWE setzt in dem kapitalintensiven Geschäft auf Partnerschaften und Co-Investoren.

08:24 Uhr

Herunterstufung setzt BMW vorbörslich zu

Ein negativer Analystenkommentar drückt die BMW-Aktie ans Dax-Ende. Das Papier des Autobauers verlor vorbörslich 1,1 Prozent auf etwa 73,30 Euro.

Die Experten von Morgan Stanley haben die Titel auf "Equal-Weight" von "Overweight" heruntergestuft, das Kursziel aber auf 66 von 64 Euro angehoben.

08:02 Uhr

Euro weiter in engem Korsett - leichte Gewinne zum Auftakt

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,22

Der Kurs des Euro legt zum Wochenstart etwas zu. Am Morgen notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,1877 US-Dollar, nachdem sie im frühen asiatischen Handel bei etwa 1,850 Dollar gestanden hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1863 Dollar festgesetzt. Damit hielt sich der Euro weiter in seiner vergleichsweise engen Handelsspanne, in der er sich bereits seit mehr als einer Woche befindet. Während auch auf den Finanzmärkten die Hoffnung auf eine schnelle Einführung eines wirksamen Corona-Impfstoffs die Kauflaune stützt, sorgt die nach wie vor hohe Zahl von Neuinfektionen für Belastungen.

07:37 Uhr

Impfstoff-Sause beim Dax? Steigende Kurse erwartet

Zum Auftakt der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge zum Wochenbeginn höher starten. Am Freitag hatte er 0,4 Prozent auf 13.137,5 Punkte zugelegt. Hauptgesprächsthema der Börsianer bleiben die Coronavirus-Pandemie und die Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs. Daneben richten sie ihre Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung der Stimmungsbarometer der deutschen Einkaufsmanager.

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07:16 Uhr

Hellofresh übernimmt US-Anbieter von Fertiggerichten

Der Lebensmittel-Lieferant Hellofresh übernimmt Factor75, einen Anbieter von Fertiggerichten in den USA. Der Gesamtkaufpreis beläuft sich auf bis zu 277 Millionen Dollar in bar, 100 Millionen davon sind erfolgsabhängig. Mit dem Vollzug der Transaktion werde innerhalb der nächsten Monate gerechnet, teilt das Unternehmen mit.

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06:31 Uhr

Impfstoff-Hoffnung treibt Asiens Börsen an

Trotz weltweit steigender Coronavirus-Fälle hat die Aussicht auf den Beginn eines Impfprogramms in den USA bereits Mitte Dezember den Fokus der Anleger wieder auf die Impf-Hoffnungen gelegt. "Es ist faszinierend, dass Investoren bereit sind, sich nur auf diesen Aspekt zu konzentrieren. Dafür muss man schon die Augen zusammenkneifen und die steigenden Infektionsraten ausblenden, die wir gerade sehen. Aber es gibt einen echten Optimismus", sagte Michael McCarthy, Marktstratege bei CMC Markets in Sydney.

Insgesamt wurden am Wochenende in den USA die Marke von 12 Millionen bestätigten Fällen überschritten und mehr als 255.000 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Die Börse in Tokio blieb wegen eines Feiertags geschlossen. Die Börse in Shanghai liegt zuletzt 0,9 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 0,9 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans steigt um 0,8 Prozent und überschreitet damit ein früheres Rekordhoch, das am Freitag erreicht wurde.

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,1 Prozent auf 103,75 Yen und stagniert bei 6,5631 Yuan. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9103 Franken. Parallel dazu steigt der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1871 Dollar und zieht um 0,1 Prozent auf 1,0807 Franken an. Das Pfund Sterling gewinnt 0,2 Prozent auf 1,3313 Dollar.