Montag, 23. September 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Düstere Wirtschaftssignale setzen Dax zu

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(Foto: imago/Sven Simon)

Der deutsche Aktienmarkt ist wegen Konjunktursorgen mit Verlusten in die neue Börsenwoche gestartet. Enttäuschende Wirtschaftsdaten aus Europa und ein Dämpfer im US-chinesischen Zollstreit drückten bei den Anlegern auf die Stimmung. Der Dax fiel um 1,0 Prozent und schloss bei 12.342 Punkten. Der MDax verlor 1,2 Prozent auf 25.592 Zähler. Der TecDax gab um 1,4 Prozent auf 2828 Stellen nach. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,9 Prozent auf 3539 Punkte nach unten.

Im Dax konnten sich nur wenige Aktien im Plus halten, darunter die 1,0 Prozent höheren Papiere der Lufthansa. Die Airline gilt als Profiteur, weil viele Flieger nach der Thomas-Cook-Pleite am Boden bleiben. Unter Druck standen dagegen die 3,5 Prozent schwächeren Aktien der Deutschen Bank, auch wenn das Finanzhaus beim Verkauf von Teilen des Aktienhandels vorankommt.

17:23 Uhr

Commerzbank-Chef spricht von "stürmischen Zeiten"

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(Foto: picture alliance/dpa)

Bei der vor einem tiefgreifenden Umbau stehende Commerzbank rechnet man einem Zeitungsbericht zufolge mit weiteren Bankfusionen und Übernahmen in Europa. Durch das aktuelle Zinsniveau und die Konjunkturabkühlung verschärfe sich die Lage für die Branche, schrieb Vorstandschef Martin Zielke in einem Brief an die Mitarbeiter, aus dem das "Handelsblatt" zitierte.

  • "Wir gehen davon aus, dass weitere Marktbereinigungen in der europäischen Bankenlandschaft bevorstehen. Es sind stürmische Zeiten."
17:00 Uhr

Türkei nach Cook-Pleite mit Kreditpaket - Drohung gegen Hotels

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(Foto: dpa)

Die Türkei hat nach der Thomas-Cook-Pleite ein millionenschweres Kreditpaket angekündigt, um die von der Insolvenz betroffenen einheimischen Firmen zu unterstützen. Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy sagte, dass das Kreditpaket 50 Millionen Euro umfassen werde. Die Küstenregionen um Antalya, Bodrum und Dalaman gehörten zu den Topzielen des britischen Reiseanbieters, der Insolvenz anmelden musste.

Laut Ersoy befinden sich derzeit 21.000 britische Urlauber mit Thomas Cook in der Türkei. Sie sollen in den kommenden Wochen nach Hause gebracht werden. Sollten auch die deutschen Tochterfirmen von Thomas Cook in Insolvenz gehen, könnte sich die Zahl der auf Hilfe bei der Rückkehr angewiesenen Urlauber um weitere 20.000 erhöhen. Insgesamt sind demnach 80.000 Touristen mit den verschiedenen Tochterfirmen in der Türkei.

"Unsere Priorität ist es, dass die ausländischen Gäste hier ohne zu große Unannehmlichkeiten nach Hause zurückkehren können", sagte Ersoy. Er warnte, türkischen Hotels drohten Strafen, sollten sie von britischen Thomas-Cook-Kunden zusätzliches Geld verlangen. Er verwies darauf, dass britische Pauschalurlauber durch die Air Travel Organiser's Licence (ATOL) abgesichert seien.

16:50 Uhr

Gericht spricht US-Chemieriesen Entschädigung zu

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(Foto: picture alliance / dpa)

Dem US-Chemiekonzern Dow winkt eine beträchtliche Entschädigungszahlung. Wie das Unternehmen mitteilte, hat ein kanadisches Gericht Nova Chemicals angewiesen, 1,43 Milliarden kanadische Dollar (umgerechnet 978 Millionen Euro) an Dow zu zahlen. Es geht dabei um Schäden, die Dow während eines mit Nova betriebenen Ethylen-Geschäfts in der Zeit bis 2012 entstanden sind. Dow geht für das dritte Quartal von einem Sonderertrag aus. Allerdings kann das Urteil noch angefochten werden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Nova es mehr als zehn Jahre lang versäumt hat, das Werk bei voller Kapazität laufen zu lassen und mehrere Vertragsvereinbarungen verletzt hat. Laut Dow wird es noch ein Urteil geben für Schäden nach 2012.

16:23 Uhr

US-Wirtschaft verliert an Schwung

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das Wachstum in der US-Wirtschaft hat sich im September verlangsamt. Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 51,0 von 50,7 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes erhöhte sich auf 51,0 von 50,3 Punkten im Vormonat. Der Index für den Servicesektor legte zu auf 50,9 von 50,7 Punkten.

  • "Die Umfrage zeigt, dass die Unternehmen weiterhin mit dem Gegenwind der Handelssorgen und der erhöhten Unsicherheit über die Aussichten zu kämpfen haben", sagte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson.
  • "Erstmals seit Januar 2010 werden in den befragten Unternehmen nun auch Arbeitsplätze abgebaut, da die Unternehmen risikoaverser und kostenbewusster geworden sind."
16:11 Uhr

US-Anleger halten sich zurück - Handelssorgen belasten

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Anleger an der Wall Street zum Wochenauftakt vorsichtig gestimmt. Auf die Kauflaune drückte weiterhin der überraschende Abbruch des USA-Besuchs der chinesischen Delegation vom Freitag - auch wenn beide Seiten anschließend die Gespräche als "produktiv" und "konstruktiv" beschrieben haben.

Der Dow Jones gab 0,1 Prozent nach auf 26.909 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 2985 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,1 Prozent auf 8110 Punkte. Zollausnahmen kamen dem iPhone-Hersteller Apple zugute: Die Aktien legten 0,6 Prozent zu. Die US-Behörden genehmigten zehn von 15 beantragten Ausnahmen für Computerteile. Apple stellt seine Mac Pro-Rechner in Texas her, bezieht aber viele Teile dafür aus China.

16:00 Uhr

"Nutella"-Glas-Hersteller Verallia strebt an die Börse

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der französische Glasbehälter-Hersteller Verallia steht kurz vor einem Börsengang. Mit einem Emissionsvolumen von bis zu einer Milliarde Euro wäre es die größte Aktienplatzierung in Paris in diesem Jahr. Der Konzern, der unter anderem Gläser für "Nutella" und "Dom Perignon" herstellt, gehört seit 2015 mehrheitlich dem US-Finanzinvestor Apollo.

Verallia legte die Preisspanne auf 26,50 bis 29,50 Euro je Aktie fest. Damit würde sich der Börsenwert des Unternehmens auf 3,1 bis 3,5 Milliarden Euro belaufen. Erster Handelstag soll der 8. Oktober sein.

15:15 Uhr

Ratingagentur hält nicht viel von Commerzbank-Umbauplänen

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(Foto: imago images / Schöning)

Die Ratingagentur Moody's lässt kein gutes Haar an den Umbauplänen der Commerzbank. Durch den geplanten Verkauf der polnischen Tochter mBank verliere die Bank einen wichtigen Ertragsbringer und erhöhe gleichzeitig ihre Abhängigkeit vom chronisch margenschwachen deutschen Heimatmarkt, kritisierte Moody's.

Die Bank werde sich schwer tun, ihre Erträge zu stabilisieren. Selbst bei einem Erreichen der selbstgesteckten Ziele werde die Commerzbank nur eine Rendite von vier Prozent schaffen, eine im internationalen Vergleich "sehr niedrige Zahl". Aus diesen Gründen bewerte Moody's die Umbaupläne als negativ für die Kreditwürdigkeit des Geldinstituts.

14:54 Uhr

Hyundai und Aptiv gründen Joint Venture

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(Foto: REUTERS)

Der südkoreanische Autoriese Hyundai und die in der irischen Hauptstadt Dublin ansässige Autotechnikfirma Aptiv gründen ein Gemeinschaftsunternehmen für autonomes Fahren. An dem Joint Venture im Wert von vier Milliarden US-Dollar sind Hyundai und Aptiv mit jeweils 50 Prozent beteiligt.

Das Gemeinschaftsunternehmen solle nächstes Jahr mit dem Testen von vollständig fahrerlosen Systemen beginnen und 2022 eine serienreife autonome Fahrplattform für Roboteraxi-Anbieter, Flottenbetreiber und Autobauer bereitstellen. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und wird voraussichtlich Anfang des zweiten Quartals 2020 abgeschlossen.

14:14 Uhr

Zinstief setzt Banken zu - Minuszinsen für Kunden?

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(Foto: imago/Christian Ohde)

Immer mehr Banken schließen angesichts der Dauerbelastung durch das Zinstief Minuszinsen für Kunden nicht mehr aus. Mehr als 40 Prozent der kleinen und mittleren Institute in Deutschland planen einer Umfrage von Bafin und Bundesbank zufolge mittelfristig die Weitergabe von negativen Zinsen. Bei der letzten Erhebung vor zwei Jahren waren es erst 24 Prozent. Nach derzeitigen Planungen würden 9 Prozent auch Einlagen von Privatkunden nicht verschonen.

  • "Die grundsätzliche Bereitschaft ist da, und das ist auch nicht verwunderlich", sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling in Frankfurt.

Noch seien die Ergebnisse der meisten Institute solide, aber der ungünstige Mix aus schwächelnder Konjunktur und anhaltender Niedrigzinsphase erhöht den Handlungsdruck für die Branche.

13:54 Uhr

Maschinenbauer erwarten dickes Produktionsminus

Die globale Konjunkturschwäche, die Handelsstreitigkeiten, der Brexit und der Strukturwandel bei wichtigen Kundengruppen belastet das Geschäft der deutschen Maschinenbauer. Eine baldige, nachhaltige Änderung zum Positiven sei nicht absehbar, erklärte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

Daher rechnet der Verband 2020 mit einem realen Produktionsrückgang von 2 Prozent im Maschinenbau. Die Produktionsprognose für das laufende Jahr - ebenfalls minus 2 Prozent zum Vorjahr - wurde von den VDMA-Volkswirten bestätigt.

13:30 Uhr

Kredit für Condor? Bundesregierung arbeitet "mit Hochdruck"

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(Foto: dpa)

Nach der Insolvenz des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook prüft die Bundesregierung den Antrag der deutschen Tochter Condor auf einen Überbrückungskredit. Noch sei hier keine Entscheidung getroffen, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Regierung arbeite aber "mit Hochdruck" daran. Condor hatte den Kredit am Morgen beantragt. Zur Höhe könne er keine Angaben machen, sagte der Ministeriumssprecher.

Die Landesregierung in Hessen, wo Condor seinen Sitz hat, erklärte, sie sei bereits in Gesprächen mit Condor über eine mögliche Unterstützung. Sie sei offen, Condor bei der Überbrückung der aktuellen Krise zusammen mit dem Bund behilflich zu sein, "etwa durch eine ergänzende Landesbürgschaft".

13:23 Uhr

Rote Vorzeichen an der Wall Street

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Die Aktienindizes an der Wall Street dürften heute mit Abschlägen starten. Neue Nahrung erhielten die globalen Rezessionssorgen mit den Einkaufsmanagerindizes für das Produktionsgewerbe in Europa, wo die Daten aus Deutschland, Frankreich und der Eurozone deutlich schwächer ausfielen als erwartet. Vor allem die dräuende Rezession in Deutschland wird an den Märkten mit Sorge verfolgt. Hinzu gesellt sich neuer Pessimismus rund um die US-chinesischen Handelsgespräche.

Am Aktienmarkt dürfte die Apple-Aktie gesucht sein. Der Konzern kann sich über Ausnahmeregelungen bei Strafzöllen freuen. Die US-Regierung hat dem Konzern in zehn Fällen eine Ausnahme von den Strafzöllen auf aus China importierte Waren gewährt. Darunter sind eine Hauptplatine und ein Bauteil zu Stromversorgung, die Apple aus China bezieht. Derweil geht der Streik bei General Motors in die zweite Woche. Eine lange Reihe von Streitpunkten harrt weiter der Einigung zwischen Gewerkschaft und Konzern. Es ist der längste nationale Streik bei dem Autounternehmen seit 1970.

13:00 Uhr

Cook-Pleite kommt vor allem Tui und Easyjet zugute

Tui und Easyjet dürften nach Ansicht der Citigroup die größten Profiteure der Insolvenz von Thomas Cook sein. Thomas Cook habe in Großbritannien einen Marktanteil von 8 Prozent, während der von Tui bei rund 19 Prozent liege. Auf dem deutschen Reisemarkt lägen Thomas Cook bei 10 Prozent und Tui bei 17 Prozent. Bei den Flügen von Thomas Cook gebe es mit Easyjet eine Überschneidung von 35 Prozent, bei IAG von 15 Prozent, bei Ryanair von 20 Prozent und bei Tui von 65 Prozent.

Tui bleibe in Großbritannien der einzige Reiseanbieter mit einem signifikanten Filialnetz und in Europa der einzige vollintegrierte Reise-Veranstalter.

12:38 Uhr

Luxus-Yachtbauer Sanlorenzo will an die Börse

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(Foto: imago stock&people)

Der italienische Luxus-Yachtbauer Sanlorenzo strebt noch in diesem Jahr an die Börse. Ein entsprechender Antrag auf Aktiennotierung sei an der Mailänder Börse gestellt worden, teilte das Unternehmen mit. Im Rahmen des Börsengangs sei vorgesehen, bis zu 35 Prozent des Kapitals zu platzieren, darunter sowohl neue als auch bestehende Aktien.

Der Erlös aus der Kapitalerhöhung will Sanlorenzo zur Finanzierung künftigen Wachstums und zur Nutzung von Marktchancen verwenden.

12:09 Uhr

Türkei rechnet mit Touristenschwund infolge der Cook-Pleite

Die türkische Tourismusbranche befürchtet deutliche Einbußen durch die Pleite von Thomas Cook. Der Präsident des Hotelverbandes, Osman Ayik, rechnet mit einem Besucherschwund. Als Folge des Firmenzusammenbruchs könnten jährlich 600.000 bis 700.000 Urlauber weniger in die Türkei kommen, sagte er. Derzeit befänden sich 45.000 Urlauber im Land, die aus Großbritannien und anderen europäischen Ländern stammten und mit Thomas Cook reisten.

Ayiks Worten zufolge hat der Konzern Schulden bei einigen kleinen Hotels. Er bezifferte den Betrag auf 100.000 bis 200.000 Pfund.

12:00 Uhr

Dax leidet unter schlechten Konjunkturdaten

Weiter lange Gesichter gibt es an den europäischen Aktienmärkten. Grund dafür sind schwach ausgefallene Einkaufsmanagerindizes für Deutschland, Frankreich und die Eurozone. Der Dax baute zum Mittag allerdings einen kleinen Teil seiner Verluste wieder ab und gab um 1,1 Prozent auf 12.325 Punkte nach. Der MDax verlor 1,3 Prozent auf 25.572 Zähler. Der TecDax sank um 1,1 Prozent auf 2838 Stellen. Der EuroStoxx50 ging um 1,0 Prozent auf 3535 Punkte nach unten.

11:40 Uhr

Adler Real Estate greift nach Rivalen Ado Properties

Adler Real Estate
Adler Real Estate 10,82

Die Konsolidierung auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt geht weiter. Adler Real Estate übernimmt für 708 Millionen Euro die israelische Muttergesellschaft der auf den begehrten Berliner Wohnungsmarkt spezialisierten und an der Frankfurter Börse gelisteten Ado Properties, wie Adler mitteilte. Damit soll die im Kleinwerteindex SDax gelistete Adler mit 33 Prozent zum größten Aktionär von Ado Properties werden, die an der Börse etwa doppelt so viel wert ist wie sie selbst.

Die beiden Großaktionäre der israelischen Ado Group, der Finanzinvestor Apollo (32 Prozent) und die Gruppe um Ado-Properties-Verwaltungsratschef Moshe Dayan (rund 20 Prozent), haben der Übernahme bereits zugestimmt.

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11:24 Uhr

Luftfahrtbehörde: Thomas Cook hat Modernisierung verschlafen

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(Foto: dpa)

Nach Expertenangaben sind die Ursachen für die Thomas-Cook-Pleite zum Teil hausgemacht. So habe der britische Reisekonzern nach Ansicht der nationalen Luftfahrtbehörde CAA die Modernisierung der Branche verschlafen. Thomas Cook habe weiterhin mit Broschüren gearbeitet, während die Konkurrenz schon auf Barcodes umgestellt habe, sagte CAA-Chefin Deirdre Hutton der BBC. Es gebe aber noch andere Gründe für die Pleite des Unternehmens, etwa den "unglaublichen" Wettbewerb im Markt.

Die CAA werde dafür sorgen, dass etwa 150 000 Thomas-Cook-Kunden von 55 Zielen weltweit kostenlos nach Großbritannien zurückfliegen, kündigte Hutton an. "Jeder einzelne da draußen wird zu der Zeit zurück nach Hause kommen, zu der sein Urlaub endet."

Artikel zu Thomas Cook:

Thomas Cook ist pleite und streicht alle Flüge

Deutsche Tochter Condor fliegt trotzdem

Die wichtigsten Antworten zur Insolvenz

Was die Thomas-Cook-Pleite für Kunden bedeutet

11:02 Uhr

"Uninspirierende Pläne": Commerzbank-Aktie verliert kräftig

Commerzbank
Commerzbank 5,59

Unter Druck befand sich am Vormittag die Aktie der Commerzbank. Das im MDax notierte Papier verlor 6,5 Prozent auf 5,36 Euro.

Citi-Analysten halten die neuen Pläne des Geldhauses für "uninspirierend". Die neuen Ziele seien nicht besonders "ambitioniert", es mangle an Profitabilität, hieß es. Die Commerzbank will 20 Prozent der etwa 1000 Filialen streichen, die Comdirect wieder integrieren und die Mehrheitsbeteiligung an der Bank M verkaufen. Die Kosten sollen bis 2023 um jährlich 600 Millionen Euro sinken.

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10:44 Uhr

Dax leidet unter Konsolidierungsdruck - dickes Minus

Der Konsolidierungsdruck auf den Dax hat im Verlauf des Vormittagshandels noch weiter zugenommen. Der Frankfurter Leitindex fiel um 1,5 Prozent auf 12.276 Punkte und markierte den tiefsten Stand seit mehr als zwei Wochen.

  • "Nachdem vor zwei Wochen alle Dax-Titel über ihrer 20-Tage-Linie notierten, ist dieser Indikator inzwischen auf 80 Prozent zurückgefallen", sagt Thomas Bopp vom Magazin Traders'.
  • "In aller Regel setzt die kurzfristige Marktbreite nach einer Übertreibung bis auf eine Quote von mindestens 50 Prozent zurück", ergänzt er.

Eine erste Unterstützung sieht Bopp beim Aufwärtstrend bei 12.210 Punkten. Nur Beiersdorf, Lufthansa und RWE verzeichneten im Dax Zugewinne. Am Dax-Ende lagen Deutsche Bank mit minus 4,0 Prozent.

10:30 Uhr

n-tv Zertifikate Talk: Ölpreissprung und Wackeldax

Die jüngsten Drohnenangriffe auf Saudi-Arabiens größte Ölraffinerie haben den Ölpreis auf ein neues Jahreshoch getrieben. Wie sich der Preis pro Barrel weiter entwickeln wird, welche Folgen das für den Dax haben kann und auf welche Aktien sich Anleger jetzt konzentrieren sollten, diskutiert Friedhelm Tilgen mit Jörg Scherer von der HSBC und Christian Schlegel von Schlegel Trading.

10:16 Uhr

Grottige Einkaufsmanagerdaten drücken Dax kräftig runter

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Eine beschleunigte Talfahrt der Industrie und eine nachlassende Dynamik im Servicesektor hat die deutsche Wirtschaft im September in den Schrumpfungsbereich gedrückt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 49,1 Zähler von 51,7 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut im Zuge der ersten Veröffentlichung mitteilte. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes fiel auf 41,4 Zähler von 43,5 im Vormonat. Volkswirte hatten im Mittel einen Indexanstieg auf 44,0 prognostiziert. Auch für Frankreich und die Eurozone waren die Werte schwächer als von Analysten erwartet.

Nach Veröffentlichung dieser Daten ging es mit dem Dax kräftig abwärts. Der Dax verlor am Vormittag 1,3 Prozent auf 12.303 Punkte. MDax und TecDax sackten um je 1,4 Prozent ab. Der EuroStoxx50 gab um 0,9 Prozent auf 3539 Stellen nach.

10:10 Uhr

Deutsche Bank verkauft Hedgefonds-Geschäft an BNP Paribas

Die Deutsche Bank hat sich endgültig auf einen Verkauf ihres Geschäfts mit Hedgefonds (Global Prime Finance) und im elektronischen Aktienhandel (Electronic Equities) an die französische Großbank BNP Paribas geeinigt. Gemäß der Vereinbarung werde die Deutsche Bank das Geschäft weiter betreiben, bis die Kunden an BNP Paribas übertragen werden können, teilten die beiden Geldhäuser mit.

Deutschlands größtes Geldhaus hatte bereits im Juli angekündigt, im Zuge seines Radikalumbaus die beiden Geschäftsbereiche an BNP verkaufen zu wollen. Zu den Details der nun getroffenen Vereinbarung wollte sich ein Sprecher der Deutschen Bank nicht äußern.

09:53 Uhr

Condor darf Thomas-Cook-Fluggäste nicht mehr annehmen

Der Ferienflieger Condor darf aus rechtlichen Gründen Urlauber, die mit Thomas-Cook-Veranstaltern gebucht haben, nicht mehr an ihr Reiseziel bringen, teilte die Airline mit. Die deutsche Thomas Cook hatte nach der Insolvenz der britischen Mutter mitgeteilt, man könne nicht gewährleisten, dass gebuchte Reisen mit Abreisedatum 23. und 24. September stattfänden.

09:34 Uhr

Tui-Aktienkurs schießt nach Thomas-Cook-Pleite hoch

Die Reise- und Freizeit-Aktien sind die Profiteure der Insolvenz von Thomas Cook. Marktteilnehmer setzten darauf, dass der Preiskampf in der Branche nachlässt, sagte ein Händler.

So sind Tui mit einem Plus von 9,5 Prozent stärkster Titel. Aber auch Aktien der Fluggesellschaften sind gefragt: So steigen Lufthansa um 1,2 Prozent, IAG um 1,4 Prozent, Air France-KLM um 1,9 Prozent und Ryanair um 2,9 Prozent.

09:11 Uhr

Dax startet mit Minus in die neue Handelswoche

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Der deutsche Aktienmarkt ist mit leichten Verlusten in die neue Woche gestartet. Kurz nach Handelsbeginn in Frankfurt verlor der Dax 0,3 auf 12.435 Punkte. MDax und TecDax gaben je 0,4 Prozent auf 25.797 beziehungsweise 2855 Zähler nach.

Für Gesprächsstoff sorgen dürfte weiterhin der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Beide Seiten sprachen von "produktiven Diskussionen". Die Verhandlungen sollen im Oktober fortgesetzt werden. Aufschluss darüber, wie stark der Konflikt die Wirtschaft bereits jetzt belastet, dürften die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone liefern. Bei den Einzelwerten steht die Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook und ihre möglichen Auswirkungen im Mittelpunkt.

09:04 Uhr

Bankenverband erwartet für 2019 geringes deutsches BIP-Plus

Die Chefvolkswirte der privaten Banken sehen Deutschland "aktuell in einer wirtschaftlichen Stagnation" und erwarten insgesamt für das gesamte Jahr 2019 ein Plus von 0,5 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt (BIP). 2020 sollen es dann aber wieder 1,0 Prozent sein, erklärte der Bundesverband deutscher Banken in seiner aktuellen Prognose.

Die internationalen Handelskonflikte und die schwächere Weltkonjunktur hätten die deutsche Wirtschaft stark getroffen. Während sich die deutsche Industrie sogar in einer Rezession befinde, sei die Binnenkonjunktur noch intakt. Es sei nicht zu erwarten, dass die deutsche Konjunktur in eine scharfe Rezession abrutsche, in der auch die Arbeitslosigkeit deutlich steigen würde.

  • "Die Verlangsamung der Weltwirtschaft sollte nächstes Jahr ein Ende finden", sagte Christian Ossig, der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes. "Das wird auch der deutschen Wirtschaft wieder Halt geben."
08:50 Uhr

Condor beantragt Überbrückungskredit

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(Foto: picture alliance / Daniel Bockwo)

Der Ferienflieger Condor hat bei der Bundesregierung einen Überbrückungskredit beantragt. Dieser solle Liquiditätsengpässen vorbeugen, teilte das Unternehmen mit. Der Flugbetrieb solle aufrechterhalten werden, obwohl die britische Muttergesellschaft Thomas Cook Insolvenz eingereicht habe.

Die Bundesregierung prüfe den Antrag gerade, so Condor. Zur Höhe des möglichen Darlehens wurden keine Angaben gemacht.

08:47 Uhr

Minuszeichen in China - Japan geschlossen

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(Foto: imago/China Foto Press)

Unklarheit über die jüngsten Handelsgespräche zwischen den USA und China hat zum Wochenauftakt die asiatischen Aktienmärkte belastet. Vor allem die Frage, ob die beiden weltweit führenden Wirtschaftsmächte bald ein Handelsabkommen abschließen, sorgte für Gesprächsstoff bei Anlegern. Am Wochenende hatte das Büro des US-Handelsbeauftragen eine Erklärung veröffentlicht, wonach die jüngsten Gespräche "produktiv" verlaufen seien. Auch China äußerte sich ähnlich. Die nächste Runde ist für Oktober angesetzt.

Insgesamt war das Handelsvolumen gering, weil die japanische Börse wegen eines Feiertags geschlossen blieb. In China gaben die Kurse 1,6 Prozent nach. Der Hang Seng in Hongkong verlor 0,7 Prozent. Am Wochenende war es zu Zusammenstößen in der Metropole gekommen.

08:02 Uhr

Pleite von Thomas Cook setzt Gläubiger unter Druck

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REUTERS

Zum Wochenbeginn rechnen Marktteilnehmer mit etwas leichteren Kursen an den europäischen Aktienmärkten. Der Dax dürfte allerdings deutlich über 12.400 Punkten in die Sitzung starten und damit über den Tiefstständen vom späten Freitag. Im Blick stehen zunächst die "Nachwehen" des großen Verfalls vom Freitag mit dem Verschieben von Aktienkörben.

Auf der Makro-Seite könnten die Einkaufsmanager-Indizes Aufschluss über die Situation im verarbeitenden Gewerbe geben. Dieses hatte zuletzt deutliche Schwächeanzeichen geliefert, während der Dienstleistungsbereich robust geblieben ist.

Die Insolvenz von Thomas Cook dürfte die Gläubiger-Banken unter Druck setzen. Das Unternehmen hat laut Marktteilnehmern 1,6 Milliarden Pfund Schulden. Wie es heißt, soll der Rettungsplan für den Touristik-Konzern vor allem an zusätzlichen Kapitalforderungen der Lloyds Bank und der RBS gescheitert sein. TUI könnten von der Entwicklung profitieren, heißt es am Markt.

Die Aktie von Thomas Cook war bereits am Freitag mit der steigenden Insolvenzgefahr oder der beabsichtigten Verwässerung durch den Rettungsplan auf ein Allzeit-Tief von nur noch knapp 3,5 Pence gefallen. Der neue Schaden für die meisten Aktionäre dürfte sich von daher nun in Grenzen halten.

08:02 Uhr

Eurokurs kaum verändert

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Euro startet mit wenig Bewegung in die neue Woche. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1022 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1030 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Wochenauftakt. Am Vormittag könnte die Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten aus der Eurozone für mehr Bewegung beim Eurokurs sorgen. Auf dem Programm stehen Kennzahlen zur Stimmung der Einkaufsmanager im September, die am Markt stark beachtet werden.

07:22 Uhr

Zweifel an schneller Reparatur bremsen Ölpreis

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 55,79

Die Ölpreise legen zwar weiter zu, aber mit etwas gebremstem Tempo. Der Commerzbank zufolge hat die Meldung vom Vortag, dass Saudi-Arabien verarbeitete Ölprodukte einführen muss, Zweifel daran geweckt, ob die Zerstörungen der saudi-arabischen Ölanlagen tatsächlich so rasch behoben werden können wie bislang behauptet.

Im US-Settlement steigt die Sorte WTI um 0,1 Prozent auf 58.09 Dollar je Fass. Auf Wochensicht erhöhte er sich um 6 Prozent - es war der stärkste Wochengewinn seit drei Monaten.

07:04 Uhr

Skepsis gewinnt in Shanghai und Hongkong Oberhand

Nikkei
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Die Skepsis bezüglich des US-chinesischen Handelsstreits gewinnt zu Wochenbeginn wieder die Oberhand an den ostasiatischen Börsen. Insbesondere in Shanghai und in Hongkong geben die Aktienkurse nach, in Schanghai mit 1,3 Prozent am stärksten in der Region. In Japan wird wegen eines Feiertags nicht gehandelt.

Im südkoreanischen Seoul lautet die Tendenz knapp behauptet, in Sydney steigt das Marktbarometer dagegen um 0,3 Prozent. In Indien ziehen die Kurse derweil weiter an. Nach dem 5-prozentigen Kursfeuerwerk vom Freitag in Reaktion auf die Ankündigung von Steuersenkungen legt der BSE Sensex im Frühhandel um nochmals gut 2 Prozent zu.

Händler berichten von einem insgesamt eher gedämpften Geschäft. Nachdem in der Vorwoche erstmals seit zwei Monaten vorbereitende Gespräche für ein Treffen auf höherer Ebene im Oktober geführt wurden, warnte der Berater des Weißen Hauses, Michael Pillsbury, in einem Interview mit der South China Morning Post vor weiter steigenden US-Strafzöllen auf 50 oder gar 100 Prozent, sollten beide Seiten keine Einigung erzielen.