Montag, 25. November 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

Dax geht gestärkt in die Woche

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(Foto: imago/Sven Simon)

Der deutsche Aktienmarkt hat heute von positiv aufgenommenen Nachrichten zum amerikanisch-chinesischen Handelsstreit profitiert. Der zufriedenstellende Ifo-Index spielte nur eine untergeordnete Rolle. Der Dax stieg um 0,6 Prozent und schloss bei 13.246 Punkten. Der MDax legte um 0,7 Prozent auf 27.283 Zähler zu. Der TecDax gewann 1,1 Prozent auf 3046 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,5 Prozent auf 3707 Punkte nach oben.

Im Dax stand die Aktie von Infineon mit einem Plus von 2,6 Prozent an erster Stelle. Daimler verteuerten sich um 1,4 Prozent. Ein Analyst führte die Stärke auch auf Spekulationen zurück, wonach ein strategischer Investor derzeit dabei sein könnte, eine Beteiligung bei den Stuttgartern aufzubauen.

17:18 Uhr

Ebay beugt sich Hedgefonds und verkauft Plattform

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(Foto: picture alliance / Ralf Hirschbe)

Milliardendeal in den USA: Die Online-Handelsplattform Ebay verkauft ihre Internet-Ticketbörse Stubhub für 4,05 Milliarden Dollar an deren Schweizer Rivalen Viagogo. Eine entsprechende Einigung gaben die Unternehmen am Montag bekannt. Der Deal soll bis Ende des ersten Quartals 2020 abgeschlossen werden, muss dafür aber noch von Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

Viagogo will den Kaufpreis komplett bar zahlen. Ebay veräußert den Geschäftsbereich unter dem Druck einflussreicher Hedgefonds, die zur Erhöhung des Aktienwerts schon länger eine Aufspaltung des US-Konzerns forderten.

17:03 Uhr

Mietroller-Anbieter Coup stellt Betrieb ein

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(Foto: picture alliance / Lino Mirgeler)

Ein Mietroller-Anbieter macht in Deutschland schlapp: Coup stellt wegen hoher Kosten seinen Betrieb ein. Mitte Dezember werden die Elektro-Roller aus Berlin und Tübingen abgezogen, in Kürze auch aus Paris und Madrid, wie das zu Bosch gehörende Unternehmen in Berlin mitteilte. Von der Schließung betroffen sind 120 Beschäftigte, davon 75 in Berlin.

Coup war 2016 gestartet, die schwarz-grünen Roller fahren ausschließlich mit Elektromotoren. Der Markt ist umkämpft: Nach einer Recherche des Berliner Konkurrenten Unu ist die Zahl der Elektro-Roller allein in Deutschland in diesem Jahr um rund die Hälfte auf knapp 4200 Fahrzeuge gewachsen.

16:35 Uhr

Wirtschaftsindex der Chicago-Fed fällt im Oktober

Die Wirtschaftsaktivität in den USA hat sich im Oktober abgeschwächt. Der Chicago Fed National Activity Index fiel auf einen Stand von minus 0,71. Für den September wurde der Indexstand von minus 0,45 bestätigt. Der aussagekräftigere gleitende Dreimonatsdurchschnitt verschlechterte sich ebenfalls und notierte im Oktober bei minus 0,31. Für den September wurde ein revidierter Wert von minus 0,21 ausgewiesen, nachdem zuvor ein Stand von minus 0,24 gemeldet worden war.

Ein Index von Null signalisiert ein Wirtschaftswachstum auf historischem Trendniveau. Weist der Index einen negativen Stand auf, deutet dies auf eine Expansion unterhalb des historischen Trendniveaus hin, ein positiver Wert zeigt ein darüber liegendes Wachstum an.

16:09 Uhr

US-Börsen eröffnen fester

Die Hoffnung auf einen Durchbruch in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China hat die Anleger an der Wall Street zu Aktienkäufen bewegt. Auch die Milliardenübernahme des US-Brokerhauses TD Ameritrade durch den größeren Rivalen Charles Schwab hob die Stimmung bei den Investoren. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,4 Prozent fester bei 27.979 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,3 Prozent auf 3120 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,6 Prozent höher bei 8570 Punkten.

Die Aktien des Luxus-Juweliers Tiffany & Co legten fast sechs Prozent zu. Das Unternehmen wird für insgesamt 16,2 Milliarden Dollar vom französischen Luxusgüter-Konzern LVMH übernommen. Um 2,4 Prozent abwärts ging es dagegen für die Aktien des Mitfahrdienstes Uber. Die Verkehrsbehörde in London entzog dem Unternehmen zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren die Lizenz und begründete das mit Sicherheitsverstößen.

16:03 Uhr

Analysten: Spannungen mit USA schwächen türkische Lira

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(Foto: dpa)

Die große Politik setzt einmal mehr der türkischen Lira zu. Laut Devisenstrategen der Rabobank besteht für die Währung wegen wachsender Spannungen mit den USA das Risiko einer Abwertung. Gemäß Berichten plant das türkische Militär einen Test des kürzlich in Russland erworbenen Flugabwehrsystems. US-Parlamentarier würden wohl auf solche Berichte irritiert reagieren, hieß es. Viele befürworteten Strafmaßnahmen gegen das Nato-Mitglied Türkei wegen des Waffenkaufs in Russland.

Der US-Dollar versuche derzeit auch aus charttechnischer Sicht, den Abwärtstrend zur Lira aus dem Oktoberhoch nach oben zu brechen. Im Erfolgsfall bilde sich ein stützendes Kurzfristsignal mit dem Novemberhoch bei 5,7955 Lira je Dollar als erstem Ziel aus, sagt ein Stratege voraus. Aktuell steigt der Dollar um 0,6 Prozent auf 5,750 Lira.

15:50 Uhr

n-tv Zertifikate: mehr Chancen mit Hebel

Es ist unklar, wohin die Reise für den Dax bis Weihnachten gehen kann. Wer bei den momentanen Mini-Bewegungen mehr rausholen möchte, setzt Hebel ein. Wann sich deren Einsatz lohnen kann und wie sie funktionieren, bespricht Bianca Thomas mit Anouch Wilhelms von der Commerzbank.

15:31 Uhr

Ex-VW-Entwicklungschef scheitert vor Gericht

Der frühere Entwicklungschef bei Volkswagen, Heinz-Jakob Neußer, ist mit seiner Kündigungsschutzklage gegen den Dax-Konzern gescheitert. Das Braunschweiger Arbeitsgericht wies die Klage des Ex-Markenvorstands ab. Die Kammer sei der Auffassung, dass die fristlose Kündigung vom August 2018 Wirksamkeit habe, sagte ein Gerichtssprecher. Das Gericht gehe davon aus, dass sich die Kündigung auf einen dringenden Verdacht der Datenvernichtung stütze und damit gerechtfertigt werden könne, hieß es zur Begründung.

Volkswagen hatte den Manager nach dem Bekanntwerden der Dieselaffäre beurlaubt. Er wurde zudem in den USA angeklagt, weil auch die dortigen Behörden eine Mitverantwortung des Ex-Markenvorstands für die Abgasmanipulationen sehen. Der Richter wies aber auch die Widerklage von VW ab, mit der der Konzern die Feststellung erreichen wollte, dass Neußer schadenersatzpflichtig ist. Berufung ist für beide Seiten möglich.

15:22 Uhr

Warum Frauen seltener in Aktien investieren

Während rund 22 Prozent aller Männer in Deutschland Aktien besitzen, sind es bei den Frauen nur rund 9,5 Prozent. Dabei sind Aktien im Gegensatz zum Sparbuch oder der Lebensversicherung wesentlich lukrativer. Und mit einigen Faustregeln lassen sich die Risiken minimieren.

15:05 Uhr

Isra Vision mit Kurseinbruch - TecDax-Platz gefährdet

Isra Vision
Isra Vision 41,12

Das nennt man einen Kurssturz: Die Aktie von Isra Vision hat am Nachmittag 16,2 Prozent verloren, der Kurs lag nur noch bei 37,02 Euro. Der Spezialist für industrielle Bildverarbeitung und Oberflächeninspektion hat die Anleger davor gewarnt, dass sich das Wachstum im üblicherweise starken vierten Quartal von Juli bis September abgeschwächt habe. Einige Aufträge seien so spät gekommen, dass die Einnahmen erst im neuen Geschäftsjahr 2019/20 verbucht werden könnten.

Mit dem Kursrückgang ist auch der Platz von Isra Vision im TecDax gefährdet. Sollten Teamviewer und Varta im Dezember aufsteigen, könnte neben Draegerwerk auch Teamviewer den TecDax verlassen müssen.

14:47 Uhr

Siemens-Chef Kaeser beklagt zunehmende Cyber-Attacken

Ein Mann tippt auf einer Laptoptastatur. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild

(Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild)

Joe Kaeser sieht den von ihm geführten Konzern immer stärker als Ziel von Hackern. Bei Siemens gebe es jeden Monat rund 1000 Cyber-Attacken, sagte der Vorstandschef beim Internet Governance Forum der Vereinten Nationen in Berlin. "Ich kenne Unternehmen, die bekommen sogar täglich 1000."

Angreifer seien häufig "sehr starke staatliche Nachrichtendienste, auch im privaten Sektor", so Kaeser. Denn Wissen und Daten hätten einen Wert, darauf zielten die Hacker ab.

14:24 Uhr

Mega-Deal bei US-Brokern - Charles Schwab schluckt Rivalen

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(Foto: imago/imagebroker)

Bei den US-Brokern tut sich was: Der Wertpapierhändler TD Ameritrade flüchtet sich in die Arme des größeren Rivalen Charles Schwab. Für 26 Milliarden Dollar schluckt Schwab den Discount-Broker und will so zum unangefochtenen Branchenführer in dem hart umkämpften Markt werden.

Anleger von TD Ameritrade erhalten je Anteilschein 1,084 Schwab-Aktien. Die beiden Broker, die seit mehr als 40 Jahren Aktiengeschäfte an der Wall Street betreiben, versprechen sich von dem Zusammenschluss vor allem Kostenersparnisse und eine größere Schlagkraft. Gemeinsam bedienen sie 24 Millionen Kunden und erzielten zuletzt Gewinne von rund 7 Milliarden Dollar.

14:03 Uhr

Clemens Fuest zum Ifo-Index: "Nicht nur gute Nachrichten"

Der Ifo-Index legt leicht zu. Die Gründe dafür sind vielfältig: Vor allem der Dienstleistungssektor sorgt für ein bessere Stimmung in der Wirtschaft. Dennoch ist an der Nachricht nicht alles positiv, weiß der Chef des Ifo-Instituts, Clemens Fuest.

13:51 Uhr

Unicredit lotet Rückzug aus türkischem Joint Venture aus

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(Foto: picture alliance / Mattia Sedda/)

Die italienische Unicredit stellt ihr Joint Venture in der Türkei auf den Prüfstand. Wie die Bank mitteilte, führt sie Gespräche mit dem türkischen Industriekonglomerat Koc Holdings über die Zukunft des Gemeinschaftsunternehmens Yapi ve Kredi Bankasi AS.

Mit der Mitteilung reagiert die Bank auf Medienberichte, nach denen sie ihre Beteiligung an dem mit der Koc Holdings betriebenen paritätischen Joint Venture zurückfahren will. Reuters hatte unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtet, dass Unicredit seinen Anteil komplett verkaufen wolle.

13:30 Uhr

Herabstufung drückt Thyssenkrupp-Kurs runter

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 11,57

Mit dem Kurs der Thyssenkrupp-Aktie ist es bergab gegangen. Grund war eine Herabstufung durch das französische Finanzhaus Exane BNP Paribas. Seine Experten senkten ihre Empfehlung auf "Neutral" von "Outperform" und reduzierten das Kursziel auf 12,50 von 16,70 Euro. Zuvor schon hatten die US-Bank Citigroup ihr Kursziel auf 15,50 von 16 Euro und die Investmentbank Jefferies ihr Kursziel auf 14,80 von 16 Euro gekappt.

Das Papier gab am frühen Nachmittag um 3,3 Prozent auf 11,55 Euro nach und lag damit am MDax-Ende.

12:57 Uhr

Grünliche Vorzeichen an der Wall Street

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Mit leichten Gewinnen dürfte die Wall Street in die neue Handelswoche starten und damit die positive Tendenz vom Freitag fortsetzen. Im Fokus dürfte wieder einmal der Handelsstreit zwischen China und den USA stehen. Neusten Meldungen zufolge, soll Peking bereit sein, gegen chinesische Unternehmen wegen des Diebstahls geistigen Eigentums vorzugehen. Damit würde ein bedeutender Stolperstein für die Aushandlung eines so genannten Phase-Eins-Abkommens aus dem Weg geräumt. Zudem hatte sich US-Präsident Donald Trump zuletzt wieder zuversichtlich zu einem baldigen Abschluss geäußert. Vor diesem Hintergrund legt der Future auf den S&P-500 leicht zu.

Konjunkturseitig ist die Agenda zu Wochenbeginn übersichtlich. Es steht lediglich der Chicago Fed National Activity Index für Oktober zur Veröffentlichung an.

12:35 Uhr

Einem Schweizer Stahlhersteller geht's schlecht

Hiobsbotschaft aus der Schweiz: Der Stahlhersteller Schmolz + Bickenbach muss seine Pläne zu einer notwendigen Kapitalerhöhung begraben, weil die eidgenössische Übernahmekommission dagegen ist.

Der Aktienkurs von  Schmolz + Bickenbach brach daraufhin um 20 Prozent ein. Das Unternehmen warnte vor dem Risiko einer drohenden Insolvenz. Nach der dritten Gewinnwarnung in diesem Jahr hatte die Ratingagentur S&P die Aktien auf "CCC" gesenkt und von einer "nicht aufrechterhaltbaren Kapitalstruktur" gesprochen.

Schmolz + Bickenbach
Schmolz + Bickenbach ,23

12:14 Uhr

Immer weniger Unternehmen im Maschinenbau tarifgebunden

Der Einfluss der Gewerkschaften hat in den letzten Jahren auch im deutschen Maschinenbau abgenommen: In der Branche sind nur noch knapp drei von zehn Unternehmen (29 Prozent) tarifgebunden. Dies zeigt eine Umfrage des Branchenverbands VDMA unter den Mitgliedsfirmen, an der sich knapp 450 Betriebe beteiligt haben, wie das "Handelsblatt" berichtete.

Als Gründe für Tarifabstinenz nannten die Befragten demnach vor allem eine mangelnde Flexibilität und einen zu geringen Spielraum für betriebliche Lösungen innerhalb des Flächentarifs der Metall- und Elektroindustrie. Von den tarifgebundenen Unternehmen denkt der Umfrage zufolge fast jedes zweite (45 Prozent) über eine Beendigung des Flächentarifs nach.

11:53 Uhr

Chinesen wollen wohl Anteil an Daimler erhöhen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Daimlers wichtigstes Partnerunternehmen in China, BAIC, hat Insidern zufolge seine Bereitschaft signalisiert, seinen Anteil an dem Stuttgarter Autobauer zu erhöhen. Der Kurs der Daimler-Aktie stieg nach dieser Nachricht um 1,5 Prozent.   

BAIC hatte im Juli fünf Prozent an Daimler erworben. Die Chinesen verschafften sich Einfluss auf den deutschen Premiumhersteller vor dem Hintergrund des Aufstiegs von BAIC-Konkurrent Geely zu Daimlers Großaktionär im vergangenen Jahr.

11:23 Uhr

Schwerkranke Alitalia benötigt neue Geldspritze

Die Alitalia ist ein Fass ohne Boden: Die italienische Regierung will der strauchelnden Fluggesellschaft Insidern zufolge zusätzliches Geld leihen. Durch die Gewährung eines neuen Kredits über 400 Millionen Euro könnte die Regierung allerdings wegen der Vorschriften für staatliche Beihilfen den Ärger der EU-Kommission auf sich ziehen, sagte einer der Insider. Das Wirtschaftsministerium gab dazu noch keine Stellungnahme ab.

Alitalia hat seit Mai 2017 bereits 900 Millionen Euro von der Regierung erhalten. Zum Jahresende wird der angeschlagenen staatlichen Fluggesellschaft wohl das Geld ausgehen.

11:00 Uhr

Goldbestand bei Deutscher Börse kräftig gestiegen

Goldbarren (100 Gramm) liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/Archiv

(Foto: Armin Weigel/Archiv)

Eine kräftige Nachfrage nach Gold als Anlage hat den Goldbestand bei der Deutschen Börse erstmals über die Marke von 200 Tonnen getrieben. Knapp 200,1 Tonnen des Edelmetalls lagern nach Angaben des Dax-Unternehmens aktuell in seinen Frankfurter Tresoren. Zum Jahreswechsel waren es noch 181,5 Tonnen.

Neues Gold kommt immer dann hinzu, wenn Anleger die sogenannte Xetra-Gold-Anleihe erwerben. Für jeden Anteilschein wird ein Gramm des Edelmetalls hinterlegt. Derzeit hat der Goldbestand einen Wert von 8,5 Milliarden Euro - ebenfalls ein Höchststand. Gold gilt in turbulenten Zeiten für Anleger als sicherer Hafen.

10:39 Uhr

Reaktionen auf den Ifo-Index

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Clemens Fuest

(Foto: picture alliance/dpa)

Verhalten optimistisch sind die Reaktionen aus der Wirtschaft auf den Ifo-Konjunkturindex. "Die deutsche Konjunktur zeigt sich widerstandsfähig", betonte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Von einer Trendwende zu sprechen sei aber noch zu früh, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

Die deutsche Konjunktur sei "widerstandsfähig, aber schwach", sagte DekaBank-Ökonom Andreas Scheuerle. "Für eine Entwarnung ist es immer noch zu früh." Denn eine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie Europa sei noch nicht in trockenen Tüchern. "Die Autozölle schweben weiterhin wie ein Damoklesschwert über der deutschen Automobilindustrie."

Den Dax tangierte der Ifo-Index kaum. Der Leitindex notierte am späten Vormittag 0,4 Prozent höher bei 13.218 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,5 Prozent auf 3704 Stellen. Die Anleger überwiegend die US-chinesischen Handelsgespräche im Auge.

10:09 Uhr

Gutes Konjunktursignal - Ifo-Index steigt

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die deutsche Konjunktur zeigt sich widerstandsfähig gegenüber den derzeitigen globalen Herausforderungen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im November auf  95,0 Punkte - das ist der höchste Stand seit Juli dieses Jahres. Damit lag er nur unwesentlich unter der Analystenerwartung von 95,1 Punkten.

Leicht positiv, aber ohne großen Überraschungseffekt wird der Ifo-Index im Handel gewertet. "Angesichts einer eventuell kurz bevorstehenden Einigung zwischen den USA und China im Handelskonflikt war der etwas in den Hintergrund gerutscht", sagt ein Händler. Wichtig und positiv sei, dass die Markterwartungen von einem Anstieg des Index und auch beider Komponenten erfüllt worden seien. Dies stütze die These, dass eine Einigung im Handelsstreit eine nur milde Konjunkturdelle zur Folge haben werde.

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09:48 Uhr

Banken- und Rohstoffwerte dank China-Hoffnung gesucht

Die sich abzeichnende Entspannung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit sorgt in wichtigen Branchen für steigende Kurse. Hauptgewinner in Europa sind wie üblich die konjunktursensitiven Sektoren, sie legten um 2,1 Prozent zu.

Für Auto- und Bankenwerte ging es um 1,5 Prozent nach oben. Bei den Geldinstituten führten Commerzbank mit plus 3 Prozent, Bei den Stahlwerten lagen Voestalpine und Arcelormittal mit je 2,5 Prozent Plus. Selbst die Autozulieferer zogen wieder an, so Schaeffler um 3 Prozent sowie Leoni und Valeo um je 2,2 Prozent.

09:36 Uhr

n-tv Zertifikate Talk: Gerät die Rally ins Stocken?

Der Dax hat sich zwar zuletzt konstant über der 13.000-Punkte-Marke gehalten, schaffte es aber noch nicht an sein bisheriges Rekordhoch von 13.596 Punkten heran. Warum geht es nicht weiter? Ist die Rally schon wieder zuende? Friedhelm Tilgen spricht mit Metin Simsek von der UBS und Ingmar Königshofen vom Finanzportal Börse Daily über die Faktoren, die den Markt beeinflussen, und die Trading-Instrumente, die jetzt sinnvoll sind.

09:15 Uhr

Teslas Cybertruck wohl heiß begehrt - Bestellzahlen stimmen

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Elon Musk bei der Vorstellung des Cybertrucks.

(Foto: AP)

Der Cybertruck von Tesla kommt nur wenige Tage nach der Präsentation bereits auf 187.000 Vorbestellungen. Diese aktuelle Zahl twitterte der Tesla-Chef Elon Musk. Auf der Webseite nimmt Tesla Vorbestellungen gegen eine Anzahlung von 100 US-Dollar an.

Musk hatte das nächste Modell seines vollelektrischen Fuhrparks am Donnerstag präsentiert. Der Eintritt auf den lukrativen Pickup-Markt könnte Musk helfen, sein Unternehmen von einem Nischenanbieter zu einem etablieren Elektroautobauer auszubauen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

09:06 Uhr

Dax kommt gut aus den Startlöchern

Der deutsche Aktienmarkt ist mit ordentlichen Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Der Dax stieg kurz nach Handelsbeginn um 0,6 Prozent auf 13.249 Punkte. Der MDax gewann 0,5 Prozent auf 27.217 Zähler. Der TecDax legte um ebenfalls 0,5 Prozent auf 3027 Stellen zu.

08:55 Uhr

Baubranche mit bestem Neugeschäft seit 24 Jahren

Baukräne am Abend in der Dämmerung bei untergehender Sonne. Foto: Jens Kalaene/Archivbild

(Foto: Jens Kalaene/ZB/dpa)

Der Immobilienboom in Deutschland beschert der Baubranche weiter brummende Geschäfte. Im September stiegen die Auftragseingänge gemessen am Vorjahresmonat um 8,6 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt mit. Ein besseres Neugeschäft in einem September hatte das Bauhauptgewerbe zuletzt vor 24 Jahren verzeichnet: 1995 hatten die Auftragseingänge im Bauboom nach der Wiedervereinigung 7,6 Milliarden Euro erreicht.

Bereinigt um den Effekt von Preissteigerungen und Arbeitstagen lag das Plus in diesem September bei 1,4 Prozent. In den ersten neun Monaten 2019 wuchsen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe um 9,6 Prozent und bereinigt um 4,0 Prozent.

08:46 Uhr

Zugewinne in Japan und China

Wieder wachsende Hoffnungen auf eine baldige Entschärfung des Zollstreits zwischen den USA und China hat Anleger zum Einstieg in die asiatischen Aktienmärkte ermuntert. Der japanische Nikkei-Index stieg zu Wochenbeginn um 0,8 Prozent auf 23.293 Punkte und die Börse Shanghai gewann 0,6 Prozent auf 2903 Zähler. Der Hongkonger Hang Seng legte nach dem Wahlsieg des demokratischen Lagers bei den dortigen Bezirkswahlen sogar 1,5 Prozent zu.

Der staatsnahen chinesischen Zeitung "Global Times" zufolge ist ein Handelsabkommen mit den USA "sehr nah". Darüber hinaus reiche die Regierung in Peking US-Präsident Donald Trump einen Olivenzweig, indem sie die Strafen für den Diebstahl geistigen Eigentums verschärfen wolle, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.

08:32 Uhr

BVB-Aktie unter Druck

BVB
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Unmittelbar vor Beginn der Hauptversammlung steigen Anleger beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund aus. Der Kurs der BVB-Aktie fiel vorbörslich um 2,5 Prozent.

Der selbsternannte Meisterschaftsaspirant hatte am Freitag gegen Schlusslicht SC Paderborn nur 3:3 gespielt. Der Stuhl von Trainer Lucien Favre wackelt bedenklich.

08:18 Uhr

Schweizer Milliarden-Deal mischt Pharma-Branche auf

Dieser Großeinkauf in den USA schlägt in der Welt der Tabletten- und Wirkstoffhersteller hohe Wellen: Der Schweizer Pharmakonzern Novartis baut sein Standbein im US-Markt für Herzmedikamente aus.

  • Novartis übernimmt den US-Wettbewerber The Medicines Co für knapp 10 Milliarden Dollar, wie die beteiligten Unternehmen zu Wochenbeginn mitteilten.
  • Je Aktie zahlt Novartis damit einen Übernahmepreis von 85 Dollar. Der Großeinkauf kommt damit auf einen Gesamtwert von rund 9,7 Milliarden Dollar.
  • Analysten sehen die Übernahme positiv: Das Geschäft helfe den Schweizern, heißt es, sich in einem Segment zu etablieren, auf das sie bereits mit Medikamenten wie "Entresto" zur Behandlung von Herzschwächen abzielten.

Der Konzern aus Basel setzte große Hoffnungen auf "Entresto". Die Vorarbeiten zur Entwicklungs dieses Präparats waren sehr kostspielig. Der Umsatz mit diesem Mittel liege jedoch noch weit unter den Analysten-Schätzungen. Im US-Markt, so lautet die Prognose, könnte Novartis dank des Zukaufs künftig auch mehr "Entresto" absetzen.

Novartis
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07:58 Uhr

Daimler fordert mehr Geld für Gaia-X

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Personal- und Arbeitsdirektor bei Daimler: Wilfried Porth.

picture alliance/dpa

Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth hat sich für rasche Investitionen zum Aufbau einer europäischen Daten-Infrastruktur als Alternative zu Diensten aus den USA und China ausgesprochen.

  • "Eine europäische Cloud wäre aus meiner Sicht wichtiger als ein europäisches Raumfahrtprogramm, deshalb sollte man hier Geld und Energie investieren", sagte Porth Blick auf laufende Gespräche über die Zukunft der Raumfahrt in Europa und deren Finanzierung.
  • In Sachen Cloud-Architektur müsse dringend gehandelt werden, betonte Porth. Es sei nicht sinnvoll, nur darüber zu jammern, "dass bislang keiner eine europäische Cloud aufgebaut hat, die Amerikanern und Chinesen Wettbewerb bieten kann".
  • Seiner Einschätzung nach fehlt es "bundes- und europaweit keineswegs an Innovationskraft", um eine konkurrenzfähige europäische Daten-Infrastruktur aufzubauen.

Nach Plänen der Bundesregierung sollen sich deutsche und europäische IT-Anbieter künftig zu einem Netzwerk zusammenschließen, bei dem Unternehmen ihre Daten sicher und selbstbestimmt speichern und verarbeiten können. Dieses Cloud-Netzwerk namens Gaia-X solle unter anderem europäischen Firmen den Weg zu digitalen Geschäftsmodellen ebnen.

Schon Ende 2020 soll der Live-Betrieb mit ersten Anbietern und Anwendern starten.

07:23 Uhr

Was sagt der Ifo-Index? Dax schiebt sich in Ausgangsposition

Daumen hoch an der Frankfurter Börse: Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich ein freundlicher Start in letzte Novemberwoche ab.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax zum Auftakt bei 13.238,00 Punkten gesehen, was einem Plus von 0,6 Prozent entspricht.
  • Vor dem Wochenende war das bekannteste deutsche Börsenbarometer bereits 0,2 Prozent im Plus bei 13.164,88 Zählern aus dem Handel gegangen. Auf Wochensicht lag der Dax damit allerdings noch knapp 0,6 Prozent im Minus.
  • Anleger, die seit Jahresbeginn 2019 im Dax investiert sind, können rein rechnerisch allerdings noch immer ein sattes Plus von 24,7 Prozent verbuchen.

Zu Wochenbeginn können sich Börsianer gleich auf ein richtungsweisendes Signal zur Konjunkturlage einstellen. Gegen 10.00 Uhr (MEZ) wird der Ifo-Index zum deutschen Geschäftsklima im November erwartet.

Daneben dürfte der Handels- und Zollstreit zwischen den USA und China die Investoren weiter in Atem halten: Ungeachtet des jüngsten Hickhack haben viele Anleger die Hoffnung auf ein Teil-Handelsabkommen der beiden weltgrößten Volkswirtschaften noch nicht aufgegeben.

Offen ist zudem noch, wie die Volksrepublik auf den sich abzeichnenden Wahlausgang in Hongkong reagieren wird. Beobachter werten die hohe Wahlbeteiligung und den erwarteten Stimmenzuwachs prodemokratischer Kräfte als klares Votum gegen die drohende Einflussnahme Pekings.

Dax
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07:15 Uhr

Infografik: So sah der Ifo-Index im Oktober aus

Wie schätzen Unternehmer und Entscheider die konjunkturellen Perspektiven aus Sicht der deutschen Wirtschaft ein? Gespannt warten Börsianer auf die Veröffentlichung des Ifo-Index zum Geschäftsklima in Deutschland.

Das Stimmungsbarometer der Münchner Wirtschaftsforscher spiegelt die Erwartungen in den deutschen Chef-Etagen wider. Angesichts schwelender Brand- und Krisenherde wie etwa dem weiter in der Luft hängenden Brexit-Drama, dem US-Protektionismus und dem Handelsstreit zwischen US-Präsident Donald Trump und der Volksrepublik China kommt den November-Daten aus Deutschland besondere Bedeutung zu: Kann sich die Stimmung stabilisieren? Oder ist die "Bodenbildung", die im Oktober ansatzweise zu erkennen war, schon wieder vorbei.

Den aktuelle Index-Stand hat das Ifo-Institut für 10.00 Uhr (MEZ) angekündigt. Experten erwarten einen Anstieg von zuletzt 94,6 auf 95 Punkte.

*Datenschutz

Stimmen und Hintergründe zur den Konjunkturaussichten, wie sie sich im Oktober darstellten, finden Sie hier.

07:08 Uhr

Wework poliert sein angekratztes Image auf

Wework, einst mit 47 Milliarden US-Dollar bewertet, hat kurz vor dem geplanten IPO das Vertrauen der Investoren verloren. Sie monierten den hohen IPO-Preis, die sich auftürmenden Verluste und denn erratischen Führungsstil des Mitgründers und damaligen CEOs Adam Neumann. Der Börsengang wurde abgeblasen, Neumann im September rausgeworfen.

Jetzt will der gefallene Büroraumvermittler sein angekratztes Image aufpolieren und bestellt den bekannten Werbemanager Maurice Levy interimsmäßig zum Chief Marketing Officer. Der 77-jährige hat aus der Publicis-Gruppe, eine bis dato auf den Heimatmarkt Frankreich fokussierte Werbeagentur, den weltweit drittgrößten Werbekonzern nach Umsatz gemacht.

Levy hat seinen CEO-Posten bei Publicis 2017 aufgegeben, ist aber weiterhin Chef des Verwaltungsrats. Zu den Klienten des Pariser Konzerns gehören große Marken wie Samsung Electronics, Procter & Gamble und General Motors.

06:45 Uhr

Asiatische Aktien erholen sich trotz schwankender Handelsstimmung

Trotz des andauernden Handelstreits der USA und China haben sich die asiatischen Anleger freundlich gezeigt. "Die Märkte zeigen einige Ermüdungsanzeichen von den stetigen optimistischen Kommentaren von US-Regierungsbeamten, obwohl es keine Anzeichen für eine endgültige Einigung gibt", sagte Robert Rennie, Leiter der Finanzmarktstrategie bei der Bank Westpac.

Nikkei
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Sechs Wochen seien vergangen, seit der "Phase-eins"-Deal im Prinzip vereinbart wurde, aber es gäbe immer noch keine Einigung. Ein ehrgeiziges zweites Handelsabkommen ist laut Vertretern beider Seiten, Handelsexperten und Regierungsmitgliedern auch noch nicht absehbar.

Die Börse in Tokio zeigt sich zunächst stärker. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent höher bei 23.327 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,8 Prozent und lag bei 1705 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,5 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,3 Prozent.

06:00 Uhr

Schlagzeilen vom Wochenende