Montag, 27. April 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
17:59 Uhr

Dax schließt auf Tageshoch

Dax
Dax 12.645,75

Der Dax ist zum Wochenstart mit kräftigen Gewinnen in die wegen des 1. Mai-Feiertags verkürzte Handelswoche gestartet. Der deutsche Leitindex schließt mit plus 3,13 Prozent auf 10.659 Punkten auf Tageshoch. Für den MDax, in dem sich überwiegend mittelgroße Werte befinden, ging es um 1,54 Prozent auf 22.584 Punkte hoch. Auch in Asien, europaweit und in den USA wurden Gewinne verzeichnet.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 8,12

"Es gibt das Gefühl am Markt, dass es zurück zur Normalität geht, wenngleich in einem langsamen Tempo", sagte David Madden, Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets. Bei den Aktienwerten gehört die Deutsche Bank mit einem Kursplus von 12,7 Prozent zu den Favoriten. Das Quartalsergebnis des Geldhauses habe über den Erwartungen gelegen, sagte ein Aktienhändler. Allerdings drohten steigende Kreditausfälle. "Banken sind die geborenen Verlierer dieser Virus-Krise."

Gefragt waren auch die Luftfahrtwerte, nachdem sich Air France ein staatliches Hilfspaket über sieben Milliarden Euro gesichert hatte. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier signalisierte grundsätzliche Bereitschaft für eine ähnliche Unterstützung der Lufthansa. Dem Ferienflieger Condor griff der Bund mit einem 550 Millionen Euro schweren Kredit unter die Arme. Die Aktien von Air France und Lufthansa gewannen in der Spitze jeweils etwa zehn Prozent.

17:23 Uhr

US-Öl-Aktien leiden unter Lager-Sorgen

Angesichts schwindender Lagerkapazitäten in den USA steigen Anleger aus Öl- und Gasfirmen aus. Der entsprechende S&P-Index gibt 1,8 Prozent nach. Die Papiere von Marathon Oil, Occidental Petroleum oder Apache verlieren bis zu 8,7 Prozent, die Aktien der Multis Exxon Mobil oder Chevron verlieren gut drei Prozent.

17:05 Uhr

Fielmann verkauft 1,7 Millionen Brillen weniger

Fielmann
Fielmann 68,50

Die Optiker-Kette Fielmann bekommt die Coronavirus-Pandemie in ihren Läden im ersten Quartal deutlich zu spüren. Mit 1,7 Millionen Brillen sank der Absatz um 14,4 Prozent, wie das im MDax notierte Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilt. Der Umsatz schrumpfte um 4,4 Prozent auf 355,3 Millionen Euro. Unter dem Strich brach der Quartalsgewinn um drei Viertel auf 11,8 Millionen Euro ein.

Fielmann hatte Mitte März Niederlassungen geschlossen, seitdem sei der Umsatz um mehr als 80 Prozent eingebrochen, während Januar und Februar den Angaben zufolge noch gut liefen. Eingeleitete kostensenkende Maßnahmen würden ab dem zweiten Quartal greifen, hieß es.

16:32 Uhr

VW erteilt Coronavirus "Werksverbot"

Wochenlang stehen in der Corona-Krise die Bänder bei VW still. Nun will auch Deutschlands größter Autobauer langsam wieder zu einer Form von Normalität zurück. Das Hauptwerk in Wolfsburg nimmt den Betrieb wieder auf - unter strengen Vorkehrungen.

 

16:15 Uhr

Boeing mit deutlichen Abschlägen

Boeing
Boeing 167,36

Unter den Einzelaktien geben Boeing um 2,7 Prozent nach. Der US-Flugzeugbauer hat einen Kaufvertrag über 4,2 Milliarden Dollar mit seinem brasilianischen Konkurrenten Embraer platzen lassen.

Für die Apple-Aktie geht es um 0,2 Prozent nach unten. Der Technologieriese will offenbar mit den neuen iPhone-Modellen erst einen Monat später als bislang geplant in die Massenproduktion gehen. Damit werde der Umstand berücksichtigt, dass die Pandemie die Nachfrage beeinträchtige und die Lieferkette in Asien gestört habe, berichten mehrere Informanten.

GM verlieren 0,8 Prozent. Der Autobauer setzt die Quartalsdividende und das Aktienrückkaufprogramm wegen den Auswirkungen der Pandemie aus, um seine Bilanz zu stärken.

16:09 Uhr

Lockerungen versetzen US-Anleger in Kauflaune

Die Aussicht auf Lockerungen einiger Coronavirus-Einschränkungen in mehreren US-Bundesstaaten versetzt US-Anleger zu Wochenauftakt in Kauflaune. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,5 Prozent fester bei 23.918 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 0,8 Prozent auf 2859 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notiert 0,9 Prozent höher bei 8715 Punkten.

"Was wir jetzt sehen, ist sehr vielversprechend, einschließlich der Tatsache, dass in US-Bundesstaaten und europäischen Ländern zumindest für das Ende der Eindämmungsmaßnahmen geplant wird", sagte Craig Erlam, Analyst beim Brokerhaus Oanda. Eine Reihe von US-Bundesstaaten, darunter Mississippi, Minnesota, Georgia oder Oklahoma, haben bereits damit begonnen, ihre Wirtschaft wieder zu starten oder planen einen Neubeginn. Die USA sind inzwischen das Land, das am stärksten von der Pandemie betroffen ist.

16:02 Uhr

Ifo-Beschäftigungsbarometer sinkt auf "historisches Tief"

Die Corona-Krise könnte tiefe Spuren auf dem deutschen Arbeitsmarkt hinterlassen. Das Beschäftigungsbarometer, das vom Ifo-Institut monatlich für das "Handelsblatt" berechnet wird, ist im April auf 86,3 Punkte von 93,4 Zählern im März abgesackt. "Dies ist ein historisches Tief", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe der Zeitung. Der Indikator spiegelt die Beschäftigungsabsichten von rund 9000 Firmen wider. Im Verarbeitenden Gewerbe, bei den Dienstleistern, beim Bau und im Handel ist das Barometer demnach nie zuvor im Monatsvergleich so stark gesunken.

Bei den Dienstleistern ist es auf ein neues historisches Tief gefallen. "Erstmals seit der Finanzkrise wird es hier wieder zu Entlassungen kommen", sagte Wohlrabe voraus. Im Handel wird die Mitarbeiterzahl nach Einschätzung des Ifo-Instituts ebenfalls sinken. Einzige Ausnahme seien die Supermärkte. Auch der zuletzt boomende Bausektor könne sich der negativen Beschäftigungsdynamik nicht mehr entziehen.

15:38 Uhr

Warum der Goldpreis abhebt

Im Zuge der Corona-Krise bricht der Goldpreis immer neue Rekorde. Woran das genau liegt, wie viel Luft nach oben noch bleibt und wie Anleger und Trader auf das Edelmetall setzen können, darüber spricht Bianca Thomas mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.

15:18 Uhr

US-Autoriese stärkt weiter seine Bilanz, Aktie reagiert mit Kursverlusten

General Motors (GM)
General Motors (GM) 36,83

Der größte US-Autobauer General Motors (GM) ergreift weitere Schritte zur Stärkung der Bilanz in der Corona-Krise. Das Unternehmen teilt mit, die Quartalsdividende und Aktienrückkäufe ausgesetzt sowie weitere erhebliche Sparmaßnahmen beschlossen zu haben, um in der Pandemie das Geld beisammenzuhalten.

Bei Anlegern kam die Nachricht nicht gut an, die Aktie reagierte vorbörslich zunächst mit Kursverlusten. GM gab außerdem bekannt, Kreditvereinbarungen im Volumen von 3,6 Milliarden Dollar (3,3 Mrd Euro) bis April 2022 verlängert zu haben. Der Konzern erhöhe die Liquidität, um durch das ungewisse Marktumfeld steuern zu können, zu dem die Pandemie geführt habe, erklärte GM-Finanzchefin Dhivya Suryadevara.

15:02 Uhr

Söder: Kriselnde Lufthansa soll nicht verstaatlicht werden

In der Debatte um eine staatliche Unterstützung für die wegen der Corona-Pandemie in finanzielle Not geratene Lufthansa spricht sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für eine stille Beteiligung aus. "Natürlich ist es wichtig, die Lufthansa zu retten. Die Lufthansa ist ein systemrelevantes Unternehmen", sagte Söder nach einer Vorstandssitzung seiner Partei in München.

Der Staat sollte dabei aber eher "als stiller Teilhaber denn als Aktionär" auftreten. Die Lufthansa solle nicht verstaatlicht werden, der Bund nicht das Kommando übernehmen, sondern den Konzern als "stilles Beiboot" begleiten, führte Söder weiter aus. Dabei gehe es darum, sich darauf zu konzentrieren, dass die Lufthansa "ein kräftiges Unternehmen" auch in der Zukunft bleibe.

14:34 Uhr

Apple muss wohl Produktion neuer iPhones verschieben

Apple
Apple 115,04

Der US-Konzern Apple verschiebt einem Medienbericht zufolge die Massenproduktion seiner neuen iPhone-Modelle wegen der Coronavirus-Pandemie um etwa einen Monat. Dies hänge mit der schwächelnden Nachfrage und Unterbrechungen in der Lieferkette zusammen, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen laut "Wall Street Journal".

Zudem rechne das Unternehmen damit, in der zweiten Jahreshälfte rund ein Fünftel weniger Geräte zu verkaufen. Geplant sei, vier neue, 5G-fähige Modelle auf den Markt zu bringen. In der Regel präsentiert der US-Konzern neue Geräte im September. Apple war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

13:57 Uhr

Sanofi und Regeneron brechen teilweise ihre Covid-19-Studie ab

Die Pharmakonzerne Regeneron und Sanofi stoppen einen Teil ihrer klinischen Tests mit einem zur Behandlung von rheumatischen Gelenkerkrankungen zugelassenen Mittel als mögliche Arznei für Covid-19-Patienten. Ersten Ergebnissen zufolge half das Mittel Kevzara mit dem Wirkstoff Sarilumab Krankenhauspatienten mit einer schweren Form der Lungenerkrankung, die aber nicht beatmet werden mussten, nicht.

Weitergeführt werde die Studie bei stärker Erkrankten, die beatmet werden müssten, teilen die Unternehmen mit. Bei diesen Patienten seien relativ kleine Vorteile gegenüber Placebo-Behandlungen festgestellt worden. Ergebnisse sollen im Juni vorliegen.

13:22 Uhr

Airbus-Aktien fallen gegen den Trend

Der pessimistische Ausblick von Firmenchef Guillaume Faury setzt Airbus zu. Die Aktien des Flugzeugbauers fallen in Paris gegen den Trend um 2,3 Prozent. Faury stimmte die Belegschaft wegen des Absatz-Einbruchs durch die Coronavirus-Krise auf härtere Einschnitte ein.

12:47 Uhr

Kartellamt erlaubt Verkauf von Vossloh-Loks nach China - trotz Bedenken

Vossloh
Vossloh 33,55

Das Bundeskartellamt gibt grünes Licht für den Verkauf des Lokomotivengeschäfts der Vossloh AG nach China. Das teilten die Wettbewerbshüter mit. Käufer ist das chinesische Staatsunternehmen CRRC, der weltweit größte Hersteller von Schienenfahrzeugen.

Das Bundeskartellamt habe "alle Besonderheiten, die mit der Übernahme eines europäischen Unternehmens durch ein chinesisches Staatsunternehmen einhergehen, sehr gründlich geprüft", sagte Behördenchef Andreas Mundt. "Am Ende haben unsere durchaus vorhandenen Bedenken aber keine Untersagung des Vorhabens begründen können." Auch das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für den Deal erteilt, wie ein Sprecher sagte.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:57 Uhr

DIW-Ökonomen fordern kurzfristige Steuerentlastungen

Die Bundesregierung sollte den Ökonomen des Berliner Wirtschaftsforschungsinstituts DIW zufolge die Steuern in der Corona-Krise senken. Später seien dann aber Steuererhöhungen angebracht, damit die Staatsverschuldung nicht aus dem Ruder laufe, teilt das DIW mit. Die Forscher können sich einen Solidaritätszuschlag auf hohe Einkommen sowie eine Abgabe auf hohe Vermögen vorstellen - ähnlich wie SPD-Co-Chefin Saskia Esken. Der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, hatte solche Überlegungen zuletzt als "Irrsinn" bezeichnet. Der beste Weg, Schulden abzuzahlen, sei eine intelligente Wachstumsstrategie.

Zur akuten Krisenbewältigung sind laut DIW zunächst steuerliche Entlastungen für Unternehmen und Privathaushalte angebracht: "So können Erleichterungen bei Abschreibungen und Verlustverrechnung die Unternehmen unterstützen. Diese Maßnahmen vermindern das längerfristige Steueraufkommen nur wenig, da im Wesentlichen steuerpflichtige Einkünfte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden." Eine temporäre Mehrwertsteuersenkung könnte zudem den privaten Verbrauch stärken, sofern diese über Preissenkungen auch weitergegeben werde.

11:09 Uhr

Kuka rutscht in die Verlustzone

Kuka
Kuka 35,80

Der Roboterhersteller Kuka ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Unterm Strich stand ein Verlust von 22 Millionen Euro nach einem Gewinn von 15 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Wie das Augsburger Unternehmen weiter berichtete, sank der Umsatz um etwa 15 Prozent auf 625 Millionen Euro. Der Auftragseingang brach von Januar bis März 2020 um fast ein Viertel auf 689 Millionen Euro ein.

Das Unternehmen begründete den Rückgang mit der Corona-Krise. Weltweit hätten zahlreiche Kunden ihre Produktion geschlossen und Investitionen aufgrund der nicht absehbaren Auswirkungen der Pandemie verschoben, teilte Kuka mit. Wegen der Krise hatte das Unternehmen bereits auf einen Jahresausblick verzichtet. Die Auswirkungen der Pandemie könnten noch nicht abgeschätzt werden, hatte das Unternehmen bei der Vorlage der Bilanz 2019 Ende März erklärt.

10:27 Uhr

Faury: "Das Überleben von Airbus steht infrage"

Airbus
Airbus 67,72

Airbus-Chef Guillaume Faury stellt die Belegschaft des europäischen Flugzeugbauers auf tiefgreifende Einschnitte ein. "Das Überleben von Airbus steht infrage, wenn wir jetzt nicht handeln", schreibt der Franzose in einem Brief an die 135.000 Mitarbeiter, der am Freitagabend versandt wurde. Airbus "verbrennt Geld in einem nie dagewesenen Tempo", heißt es in dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur Reuters in englischer Sprache vorlag. 3000 Mitarbeiter in Frankreich auf Kurzarbeit zu setzen, sei nur der Anfang gewesen. "Wir müssen jetzt womöglich viel weitreichendere Maßnahmen planen", schrieb Faury.

Innerhalb weniger Wochen habe Airbus etwa ein Drittel des Geschäfts verloren - "aber, ehrlich gesagt, ist das noch nicht einmal das Worst-Case-Szenario, auf das wir uns einstellen müssen". Airbus wollte sich zu dem internen Schreiben nicht äußern. Der Konzern legt am Mittwoch seine Zahlen für das erste Quartal vor.

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09:46 Uhr

Adidas bekommt Corona-Pandemie drastisch zu spüren

Adidas
Adidas 281,70

Aktien von Adidas fallen hingegen um vier Prozent. Der Sportartikelhersteller bekommt die Krise noch stärker zu spüren. Der Einbruch des operativen Gewinns fällt größer aus als befürchtet.

Im ersten Quartal, in dem sich vor allem die Folgen der Ladenschließungen zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr in China zeigten, brach der Umsatz schon um 19 Prozent auf 4,75 Milliarden Euro ein, wie Adidas mitteilte. Im zweiten Quartal, in dem die Krise den Rest der Welt erfasst hat, rechnet das Management um Vorstandschef Kasper Rorsted sogar mit einem Rückgang um 40 Prozent.

09:24 Uhr

Lufthansa erholen sich kräftig

Deutsche Bank
Deutsche Bank 8,12

Zu den größten Gewinnern zählt die Deutsche Bank mit einem Kursplus von 6,6 Prozent. Das Quartalsergebnis des Geldhauses habe über den Erwartungen gelegen, sagte ein Börsianer. Allerdings drohten steigende Kreditausfälle. "Banken sind die geborenen Verlierer dieser Virus-Krise."

Auch Bayer überraschte mit seinem Quartalsergebnis positiv. Die Titel des Pharma- und Agrarchemie-Konzerns gewinnen 3,6 Prozent.

Spitzenreiter im Dax sind Papiere der Lufthansa, die sich um 9,3 Prozent verteuern. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier signalisierte grundsätzliche Bereitschaft, der durch die Pandemie in Turbulenzen geratenen Fluggesellschaft unter die Arme zu greifen.

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09:13 Uhr

Lockerungen stützen den Dax

Dax
Dax 12.645,75

Spekulationen auf zusätzliche Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) geben dem Dax Auftrieb.

Die Lockerung der Coronavirus-Restriktionen und ermutigende Firmenbilanzen hoben die Anlegerstimmung Börsianern zufolge zusätzlich. Der deutsche Leitindex legt zur Eröffnung 2,1 Prozent auf 10.555 Punkte zu.

08:26 Uhr

Ölpreise rutschen wieder ab

Nach einer Stabilisierung zum Ende vergangener Woche geben die Ölpreise nun wieder nach. Der Preis für US-Öl fiel wegen knapper werdender Öllager im asiatischen Handel unter die Marke von 16 Dollar.Besonders im Fokus steht die Lage in Cushing im Bundesstaat Oklahoma, dem Hauptumschlagplatz für US-Erdöl. Vor einer Woche war der Preis für US-Öl zum Kontraktwechsel zeitweise in den Negativbereich gerutscht.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 41,59

Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 20,84 Dollar. Das waren 60 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für die US-Sorte WTI sank um 1,69 Dollar auf 15,25 Dollar je Barrel. Marktbeobachter verwiesen auf die geringe Nachfrage nach Rohöl in führenden Industriestaaten.

08:03 Uhr

Euro legt wieder zu

Der Euro knüpft an die Kurserholung vom Freitag an und legt weiter leicht zu. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0844 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,0800 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Damit sind die jüngsten Kursverluste des Euro vorerst gestoppt. In der vergangenen Woche war die Gemeinschaftswährung noch etwa um zwei Cent gefallen und am Freitag zeitweise bis auf 1,0727 Dollar gesunken.

Der Kurs des japanischen Yen konnte am Morgen im Handel mit dem Dollar ebenfalls leicht zulegen, obwohl die Notenbank des Landes die Geldpolitik weiter gelockert hat. Zu den Gewinnern zählte auch der australische Dollar, der zu allen anderen wichtigen Währungen zulegen konnte.

07:49 Uhr

Dax schöpft neuen Mut und blickt auf Adidas und Bayer

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge wieder höher starten. Am Freitag hatten Anleger ihre Hoffnungen auf eine schnelle Börsenerholung nach dem EU-Gipfel zur Corona-Pandemie begraben. Der Leitindex verlor 1,7 Prozent auf 10.336 Punkte.

Dax
Dax 12.645,75

Neuen Mut machte Börsianern die Ausweitung der Wertpapierkäufe durch die Bank von Japan (BOJ). Sie setzten darauf, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag ebenfalls zusätzliche Konjunkturhilfen beschließen wird. Die US-Notenbank Fed werde nach ihren Beratungen am Mittwoch zumindest ihren Willen unterstreichen, alles zu tun, um die Wirtschaft zu unterstützen.

Bei den Unternehmen legen unter anderem Adidas und Bayer ihre Quartalszahlen vor. Beim fränkischen Sportartikelhersteller werden zwar keine roten Zahlen, dafür aber überproportionale Gewinnrückgänge im Vergleich zu den rückläufigen Umsätzen erwartet. Auch der Pharmariese aus Leverkusen dürfte im ersten Quartal von den Auswirkungen der Corona-Krise weitgehend unbehelligt geblieben sein. Relevante Konjunkturdaten stehen nicht an.

06:45 Uhr

Asien-Werte frohlocken über japanische Geldpolitik

Die Asiatischen Aktien steigen nach der Ankündigung weiterer Konjunkturmaßnahmen der Bank of Japan (BOJ). An der Börse in Tokio liegt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index im Verlauf 2,2 Prozent höher bei 19.694 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt um 1,5 Prozent und liegt bei 1442 Punkten.

Nikkei
Nikkei 23.516,59

Die Börse in Shanghai liegt 0,7 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 1,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fällt um 0,9 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verliert der US-Dollar 0,1 Prozent auf 107,36 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 7,0781 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er kaum verändert bei 0,9734 Franken. Parallel dazu steigt der Euro um 0,1 Prozent auf 1,0830 US-Dollar und zieht um 0,2 Prozent auf 1,0544 Franken an. Das Pfund Sterling gewinnt 0,2 Prozent auf 1,2397 US-Dollar.

Die japanische Notenbank BOJ hatte zuvor mitgeteilt, unbegrenzt Staatsanleihen kaufen zu wollen. Sie erhöhte zudem den Ankauf von Unternehmens- und Handelsschulden und lockerte die Anforderungen für diese. In Marktkreisen war eine weitere Lockerung der geldpolitischen Zügel erwartet worden, nachdem die BOJ bereits im März weitere Schritte ergriffen hatte.

06:29 Uhr

Deutsche Bank erzielt trotz Corona-Krise Gewinn

Deutsche Bank
Deutsche Bank 8,12

Die Deutsche Bank hat trotz der Corona-Krise im ersten Quartal einen Gewinn geschrieben und damit die Analystenerwartungen übertroffen.

  • Vor Steuern habe der Konzern ein Gewinn von 206 Mio. Euro geschrieben, teilte Deutschlands größtes Geldhaus mit.
  • Nach Steuern seien es 66 Mio. Euro gewesen.
  • Auch bei den Erträgen schlug sich die Deutsche Bank besser als erwartet: Sie verbuchte im ersten Quartal Einnahmen von 6,4 Milliarden Euro.
  • Das Kapitalpolster der Bank indes schrumpfte unter anderem wegen der Belastungen aus der Corona-Krise per Ende März auf 12,8 Prozent von 13,6 Prozent.

 

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