Montag, 27. Mai 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Hedviga Nyarsik
17:51 Uhr

Aufatmen nach Europawahl: Dax verteidigt 12.000er Marke

Dax
Dax 12.684,02

Der deutsche Aktienmarkt ist mit dem Rückenwind steigender Autoaktien freundlich in die neue Woche gestartet. Ohne Stolpersteine von der Europawahl und relevante Neuigkeiten zum amerikanisch-chinesischen Handelsstreit schließt der Dax 0,50 Prozent höher bei 12.071 Punkten, nachdem er in der Vorwoche noch um knapp 2 Prozent abgerutscht war. Der MDax mit den enthaltenen mittelgroßen Werten gewinnt 0,29 Prozent auf 25.234 Punkte.

  • Auf Unternehmensseite standen die Fusionspläne von Fiat Chrysler und Renault im Fokus: Anteile der beiden Autobauer schnellen in Mailand und Paris im zweistelligen Prozentbereich in die Höhe, nachdem der italienisch-amerikanische Autobauer eine Fusion mit dem französischen Rivalen vorschlug. Andere Branchenwerte werden davon mitgetrieben, Volkswagen legen als Branchenbester im Dax um 1,2 Prozent zu. Allerdings waren die ersten Reaktionen am Morgen mit bis zu 2,5 Prozent Plus noch deutlich euphorischer.
  • Wirecard
    Wirecard 120,50
    Auch die Aktien von Wirecard fallen an der Dax-Spitze positiv auf mit dem Sprung um mehr als 2 Prozent auf den höchsten Stand seit Ende Januar. Bei 159 Euro fehlen der Aktie nur noch etwas mehr als 10 Euro, um den Kurseinbruch im Frühjahr wieder aufzuholen.
  • Einen auffällig positiven Schwung gibt es in der Dax-Familie bei den Aktien von Siltronic wegen einer Analystenstimme: Eine Kaufempfehlung des Bankhauses Lampe zieht bei den Papieren, die zuletzt auf einem Tief seit zwei Jahren angekommen waren, eine Erholung um fast 4 Prozent nach sich.

In den USA bleibt aufgrund des "Memorial Day" die Wall Street heute geschlossen. Und auch in Großbritannien wurde wegen des "Spring Bank Holiday" nicht gehandelt.

17:10 Uhr

Zentralbank-Aktion pusht türkische Lira

Verschärfte Anforderungen der türkischen Zentralbank an Geldanlagen in Fremdwährungen geben der Währung des Landes Auftrieb. Im Gegenzug verbilligt sich der Dollar um 0,4 Prozent auf 6,0543 Lira.

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 5,89

Die Notenbank hob den Angaben zufolge die Mindestreserve-Anforderung für Sicherheiten, die Geschäftsbanken für Devisen-Guthaben hinterlegen müssen, um zwei Prozentpunkte an. Dies entziehe dem türkischen Geldmarkt Fremdwährungen im Volumen von 4,2 Milliarden Dollar. Damit sollten die Geschäftsbanken dazu ermuntert werden, ihren Kunden Geldanlagen in Lira zu empfehlen, sagte ein Börsianer.

Die Regierung in Ankara versucht seit längerem, der Spekulation gegen ihre Währung einen Riegel vorzuschieben. Unter anderem ordnete die Bankenaufsicht an, dass Devisenkäufe ab einem Volumen von 100.000 Dollar erst mit Verzögerung von einem Tag abgerechnet werden.

16:16 Uhr

Platzt Volkswagens Traum von der E-Revolution?

Der Autobauer Volkswagen muss seinen Plan zum Einkauf von Batterien Insidern zufolge womöglich überarbeiten. Es gebe Bedenken, dass ein Liefervertrag mit Samsung in Höhe von rund 50 Milliarden Euro platzen könnte, berichtete die Nachrichtenagentur "Bloomberg" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

  • VW St.
    VW St. 168,80
    Samsung habe sich bereit erklärt, Batterien für etwas mehr als 20 Gigawattstunden zu liefern.
  • Damit sollten 200.000 Autos mit 100 Kilowattstunden-Paketen versorgt werden.
  • Allerdings hätten sich während der Verhandlungen unterschiedliche Vorstellungen zu Produktionsvolumen und Zeitplan offenbart.

VW wollte den Bericht nicht weiter kommentieren. Die Wolfsburger wollen in den kommenden Jahren deutlich mehr Elektroautos bauen. Bis 2028 stehen knapp 70 neue Elektromodelle auf dem Plan. Dafür braucht VW auch die Versorgungssicherheit bei den Batterien.

15:55 Uhr

Auf Sparkurs: Hornbach schnallt den Gürtel enger

Eine Mitarbeiterin steht in einem Baumarkt der Firma Hornbach hinter einem Einkaufswagen. Foto: Uwe Anspach/Archivbild

(Foto: Uwe Anspach/dpa)

Hornbach will nach einem substanziellen Gewinnrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr den Trend jetzt wieder umkehren. Dazu will die Hornbach Holding AG auf die Kostenbremse treten und die Investitionen herunterfahren. "Unsere Kosten müssen wieder langsamer wachsen als die Umsätze", sagte Konzernchef Albrecht Hornbach bei der Bilanzvorlage. Gespart werden soll sowohl in den Filialen als auch in der Verwaltung, die Investitionen sollen 110 bis 130 Millionen Euro nicht überschreiten. Die Schließung von Märkten oder Entlassungen seien aber nicht geplant.

Hornbach
Hornbach 18,45

Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Baumarktkette mehr als unzufrieden: Die vorgelegte Geschäftsbilanz für 2018/19 wich nur wenig von den bereits Ende März veröffentlichten Zahlen ab. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag demnach bei rund 135 Millionen Euro. Das war nach 166 Millionen Euro im Jahr davor ein Minus von fast 19 Prozent. Beim Umsatz stand 2018/19 ein Plus von 5,3 Prozent auf 4,36 Milliarden Euro.

15:30 Uhr

Neuwahlen angekündigt: Griechische Anleihen fallen auf Rekordtief

Die Europawahl hat in ganz Europa kaum Bewegung in die Kurse der Staatsanleihen gebraucht - außer in Griechenland. Das europäische Land im Süden fällt aus der Reihe:

Um satte 33 Basispunkte (0,33 Prozentpunkte) fällt die Rendite der zehnjährigen griechischen Staatsanleihe. Bei 3,06 Prozent ist die Rendite damit so niedrig wie noch nie zuvor. Selbst 2005, lange bevor von einer globalen Finanzkrise und einer Staatspleite Griechenlands die Rede war, rentierte der zehnjährige Hellas-Bond am tiefsten Punkt noch mit 3,23 Prozent.

Grund der Rally ist die Ankündigung des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras in Reaktion auf das schlechte Abschneiden seiner Partei Syriza, schon Ende Juni Neuwahlen durchzuführen. Investoren rechnen nun mit einem Regierungswechsel hin zur konservativen Neo Demokratia und mit einer stärker wachstumsorientierten und investorenfreundlichen Politik.

15:13 Uhr

Französische Regierung begrüßt Fusionspläne von Renault

Renault
Renault 55,13

Die französische Regierung befürwortet eine mögliche Fusion von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) mit dem heimischen Autobauer Renault.

  • Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye sagte, die Regierung sei dem Projekt zugetan, müsse "sich aber die Bedingungen ansehen, unter denen der Deal zustande kommt".
  • "Dies ist eine Diskussion, die wir, auch als Renault-Aktionär, mit dem Unternehmen führen werden", fügte sie in einem Interview mit dem französischen Business-Fernsehsender BFTMTV und RMC Radio hinzu.
  • Finanzminister Bruno Le Maire habe sich bereits Ende vergangener Woche mit dem Renault-Chef Jean-Dominique Senard getroffen, um über den Fusionsvorschlag zu reden, so Ndiaye.

Die französische Regierung ist mit einem Anteil von 15 Prozent der Hauptaktionär von Renault.

 

14:46 Uhr

Rheinmetall will in den USA Munition herstellen

Rheinmetall
Rheinmetall 105,70

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat in den USA mit der Fraen Corporation ein Joint Venture zur Produktion von Munition gegründet. Das Düsseldorfer Unternehmen hält an der Rheinmetall Fraen Fuzes LLC (RFF) 51 Prozent, der Hersteller von Spritzguss-, Stanz- und Drehmetallkomponenten 49 Prozent. Erstes Ziel ist Firmenangaben zufolge der Aufbau einer Fertigung, die bis 2020/21 den ersten Prototypen von militärischen Zündern entwickeln und erstellen soll. Rheinmetall erwartet in den Folgejahren ein deutliches Wachstum des Gemeinschaftsunternehmens.

14:41 Uhr

Hunderte Loewe-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs

Wie geht es weiter für die rund 500 Beschäftigten des in Schieflage geratenen Fernsehherstellers Loewe? Der Vorstand will ihnen darüber am Dienstag auf einer Betriebsversammlung am Firmensitz im oberfränkischen Kronach Auskunft geben. Das Unternehmen hatte Anfang Mai ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge steht eine Verlagerung der Produktion ins Ausland im Raum sowie der Abbau eines Großteils der Stellen am Firmensitz.

"Es liegen mehrere Optionen vor, die mit unserem Betriebsrat zur Zeit verhandelt werden", teilte Geschäftsführer Ralf Vogt mit. "Es ist aber richtig, dass es bei Loewe zu größeren Einschnitten kommen kann, solange das Unternehmen ohne neuen Investor agieren muss." Das Unternehmen stehe mit einer Reihe potenzieller Investoren in Kontakt.

Das 1923 gegründete Unternehmen steckt seit längerem in finanziellen Schwierigkeiten. Mehrere Zulieferer hatten zwischenzeitlich ihre Lieferungen eingestellt. Seit vergangener Woche seien sie aber wieder aufgenommen, hieß es aus Unternehmenskreisen.

13:48 Uhr

"Ein großer Witz": Huawei-Chef zieht über Trump her

Nach den US-Sanktionen gegen den chinesischen Huawei-Konzern hat dessen Chef Ren Zhengfei US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. "Ich sehe seine Tweets und finde es lächerlich, weil sie sich widersprechen", sagte Ren Zhengfei in einem Interview von "Bloomberg". Der Chef des Smartphone-Anbieters und Netzwerk-Ausrüsters bezog sich dabei auf eine Äußerung von Trump, wonach die gegen Huawei verhängten Strafen auch Teil der Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen China und den USA werden könnten. Ren Zhengfei nannte Trumps Vorschlag einen "großen Witz".

Apple
Apple 234,37

Die USA hatten Huawei zuvor wegen Sicherheitsbedenken gegen die Technik aus China auf eine schwarze Liste gesetzt. Vorwürfe des Technologiediebstahls wies Ren Zhengfei in dem Interview zurück. "Wir sind den USA voraus", sagte er: "Wenn wir zurückliegen würden, müsste Trump uns nicht so heftig angreifen." 

Kritisch äußerte sich Ren Zhengfei zu der Möglichkeit, dass China als Vergeltung den US-Konkurrenten Apple ins Visier nehmen könnte. "Das wird erstens nicht passieren. Und wenn es doch passieren sollte, werde ich der erste sein, der dagegen protestiert", sagte er. Apple sei für ihn ein Lehrer, der in Führung sei. "Warum würde ich als Schüler gegen meinen Lehrer vorgehen? Niemals", sagte Ren Zhengfei. Huawei hatte jüngst Apple vom zweiten Platz in der Rangliste der größten Smartphone-Anbieter nach verkauften Stückzahlen verdrängt.

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12:58 Uhr

Im Handelsstreit kein Ende in Sicht: "Trump braucht ein Feindbild"

Handelsstreit, Brexit und der Nahost-Konflikt: viele politische Themen bestimmen gerade das Geschehen. Was bedeutet das alles für den Anleger und die Börse? Und welche Investitionsmöglichkeiten haben Anleger? Darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von der BNP Paribas und Daniel Saurenz von Feingold Research.

 

12:34 Uhr

Tommy Hilfiger will Adidas Konkurrenz machen

Adidas
Adidas 283,15

Jogginghosen und Trainingshirts in rot-weiß-blau: Der Modekonzern Tommy Hilfiger will in den Markt für Sportbekleidung expandieren. Dieser sei im Aufschwung und die Nachfrage groß, begründet Daniel Grieder, Vorstandschef von Tommy Hilfiger, gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" seine Pläne.

Vom Expansionswillen des künftigen Konkurrenten zeigt sich Adidas unbeeindruckt - zumindest an der Börse. 43 Prozent hat die Aktie 2019 zugelegt. Vergangene Woche kletterte Adidas mit 264, 35 Euro auf den höchsten Stand aller Zeiten. Zum Wochenstart notiert Adidas weiter über der 260-Euro-Marke.

Dass Adidas uneinholbar ist, muss auch der Tommy-Hilfiger-Chef einsehen. Dennoch will er ein Stück von dem Kuchen abhaben und setzt dabei auf Golfer und Tennisspieler. Außerdem "belebt Konkurrenz das Geschäft", sagt Grieder mit Blick auf Adidas.

 

11:47 Uhr

Erfolg der Grünen bremst VW, Daimler und BMW aus

Daimler
Daimler 49,08

Die Skepsis zu den Autotiteln bleibt laut Händlern hoch. Zwar legen Fiat Chrysler und Renault mit der geplanten Fusion deutlich zu. VW, Daimler und BMW geben die frühen Aufschläge aber schon wieder weitgehend ab, auch der Stoxx-Auto-Index steht unter Tageshoch.

Händler verweisen auf den strukturellen und den politischen Gegenwind. "Die Branche ist im Umbruch, und niemand weiß, ob und gegebenenfalls wie sich die Elektromobilität tatsächlich durchsetzt", so ein Marktteilnehmer. Hinzu komme das starke Abschneiden der Grünen bei der Europawahl, die nicht gerade als Auto-freundlich gelten.

11:15 Uhr

Bitcoin flirtet mit der 9000-Dollar-Marke

Die Bitcoin-Rally geht weiter: Die älteste und wichtigste Kryptowährung verteuert sich zum Wochenbeginn um gut zehn Prozent und ist mit 8957,70 Dollar so teuer wie zuletzt vor einem Jahr.

Sie profitiere weiterhin von Spekulationen auf ein verstärktes Engagement institutioneller Investoren am Kryptowährungsmarkt, sagte ein Analyst. Außerdem werfe das sogenannte Halving im kommenden Jahr seine Schatten voraus. Alle vier Jahre halbiert sich die Zahl der Bitcoins, die sogenannte Schürfer innerhalb einer bestimmten Zeitspanne gewinnen können. Der oder die unbekannten Erfinder der Kryptowährung wollen damit eine Inflation verhindern. Maximal können 21 Millionen Bitcoin in Umlauf gebracht werden. Aktuell sind es etwa 17,7 Millionen.

Bitcoin-„Schürfer“, die sogenannten „Miner“ stellen Rechenpower zur Verfügung, mit denen die Transaktionen der Kryptowährung verschlüsselt und verifiziert werden. Als Lohn erhalten sie dafür Bitcoin.

 

11:00 Uhr

Asiatische Anleger fassen nach Trumps Japan-Besuch Mut

Nikkei
Nikkei 22.451,86

In der Hoffnung auf Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und Japan steigen Anleger in den Tokioter Aktienmarkt ein. Der Nikkei-Index legte am Montag um 0,3 Prozent auf 21.181 Punkte zu. Mut schöpften Investoren vor allem aus den Medienberichten vom Wochenende über die positive Stimmung beim Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump bei dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, sagte Analyst Ryohei Yoshida vom Brokerhaus Daiwa.

Vor diesem Hintergrund griffen Investoren unter anderem bei exportorientierten Werten zu. Die Aktien der Elektronik-Konzerne Sony und Hitachi sowie des Autobauers Subaru gewannen bis zu 1,8 Prozent.

Sony
Sony 54,39

Trotz "großer Fortschritte", wie Trump am Wochenende twitterte, ist Japans großer Überschuss im Handel mit den USA dem US-Präsidenten nach wie vor ein Dorn im Auge. Somit drängen die USA auf ein rasches Handelsabkommen mit Japan. Trump sagte, sein Ziel sei eine Beseitigung von Handelsbarrieren, damit US-Exporte fairere Chancen in Japan hätten. Er hoffe, schon sehr bald eine Einigung bekanntgeben zu können.

Trump verband das Thema Handel ausdrücklich mit dem Thema Sicherheit. Hier müsse es insgesamt einen Ausgleich geben. Für Japan ist dies eine heikle Verknüpfung, denn das Land stützt seine Verteidigung auf sein enges Bündnis mit den USA.

10:26 Uhr

USA verdonnern Ratiopharm-Mutter zu Millionenstrafe

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Das einst eigenständige Unternehmen Ratiopharm ist durch den Kauf 2010 in den israelischen Teva Konzern aufgegangen.

(Foto: picture alliance / Stefan Puchne)

Der israelische Pharmakonzern Teva muss in den USA eine Millionenstrafe wegen seiner Beteiligung am Missbrauch von stark wirkenden Schmerzmitteln, sogenannten Opioiden, zahlen. Die Mutter des deutschen Pharmaherstellers Ratiopharm zahlt 85 Millionen Dollar (knapp 76 Millionen Euro) an den Bundesstaat Oklahoma. Im Gegenzug wird ein Strafverfahren gegen den Konzern eingestellt.

Oklahomas Generalstaatsanwalt Mike Hunter erklärte, die Einigung mit Teva zeige die Entschlossenheit des Staates, die "Angeklagten in diesem Fall für die Schmerzmittel-Überdosen und -Abhängigkeit verantwortlich zu machen, die jedes Jahr tausende Leben kostet". Das Geld fließe in Programme zur Bekämpfung der Opioid-Krise in Oklahoma.

Der Missbrauch von Schmerzmitteln hat in den USA in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Durch Überdosen starben dort 2017 rund 70.000 Menschen, zehn Prozent mehr als 2016.

Teva
Teva 6,38

 

09:57 Uhr

Ringen um Osloer Börse: Nasdaq gibt sich geschlagen

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(Foto: picture alliance / Patrick Pleul)

Im Bieterwettstreit um die Osloer Börse zieht die New Yorker Elektronikbörse Nasdaq überraschend ihr Angebot zurück. Dabei hatte sie erst im März ihr Angebot auf 158 Norwegische Kronen je Aktie erhöht. Unter den aktuellen Umständen sei allerdings nicht gewährleistet, dass die Mindestbedingungen für die Annahme erfüllt seien, teilt Nasdaq über ihre skandinavische Tochter mit. Nun ist der französisch dominierte Börsenbetreiber Euronext der einzige Bieter für die Osloer Börse.

Mit der Übernahme soll die Präsenz im nordeuropäischen Raum gestärkt werden. Euronext hat sich bereits 50,5 Prozent der Anteile gesichert. Der Betreiber der Börsen in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon ist zuversichtlich, die geplante Übernahme im zweiten Quartal abschließen zu können. Die Nasdaq betreibt seit der Übernahme der Börse OMX bereits die Börsen in Kopenhagen, Stockholm und Helsinki.

09:26 Uhr

Fusionsfantasien beflügeln Autobranche zum Börsenstart

Dax
Dax 12.684,02

Anleger atmen nach der Europawahl auf: Rechtspopulistische Parteien haben nicht so stark abgeschnitten wie gedacht, sagen Börsianer. Eine Blockade des Europäischen Parlaments sei nicht zu befürchten.

Dementsprechend legt der Dax zum Wochenstart 0,6 Prozent auf 12.085 Punkte zu. Zu den größten Gewinnern gehören hierbei die Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen, deren Aktien sich um bis zu 2,1 Prozent verteuerten.

Sie profitieren Experten zufolge von der allgemeinen Fusionsfantasie in der Branche, nachdem die Konkurrenten Fiat Chrysler und Renault ihre Pläne für einen Zusammenschluss bestätigt hatten. Fiat-Aktien schnellen in den ersten Minuten um 19 Prozent in die Höhe. Für Renault konnte zunächst kein Aktienkurs ermittelt werden.

08:35 Uhr

EU-Wahl bewegt Euro kaum

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Euro ist zunächst kaum durch den Ausgang der Europawahl bewegt worden. Im Vergleich zum US-Dollar legt er zu Wochenbeginn etwas auf 1,1210 Dollar zu. Am Devisenmarkt ist die Lage generell ruhig. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs des Euro am Freitagnachmittag auf 1,1187 Dollar festgesetzt.

Die Europawahl ist nach vorläufigen Ergebnissen in etwa wie erwartet ausgegangen. Die großen Parteiblöcke im Europaparlament der Volksparteien haben Stimmen verloren, nationalistische und populistische Parteien haben hinzugewonnen. Zu einem mitunter prognostizierten kräftigen Rechtsruck ist es jedoch nicht gekommen.

08:01 Uhr

Angriff auf VW: Fiat Chrysler schlägt eine Fusion mit Renault vor

Die beiden Autokonzerne Fiat Chrysler Automobiles NV (FCA) und Renault prüfen eine Fusion. Fiat Chrysler teilt mit, der Konzern habe Renault das Angebot eines Zusammenschlusses unterbreitet. Renault erklärte, der Verwaltungsrat komme heute zusammen, um das Angebot zu prüfen. Im Anschluss daran will Renault eine Pressemitteilung veröffentlichen.

FCA hatte in der Vergangenheit mehrmals erklärt, offen für eine Zusammenarbeit mit anderen Herstellern zu sein. Dies könne weit über eine rein technische Kooperation hinausgehen, sagten sowohl FCA-CEO Mike Manley als auch John Elkann, Chef von Exor, des mit einem Kapitalanteil von 29 Prozent und einem Stimmenanteil von 44 Prozent größten Fiat-Chrysler-Aktionärs. Als mögliche Partner für Fiat Chrysler galten auch die chinesische Geely, die koreanische Hyundai sowie die Peugeot-Citroen-Opel.

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07:39 Uhr

Anleger reagieren erleichtert auf Wahl-Ausgang

Nach der EU-Wahl werden die Aktienmärkte am Morgen gut behauptet erwartet. Es wird darauf verwiesen, dass die EU-kritischen Rechtsparteien nicht so stark abgeschnitten haben wie befürchtet, das könnte die Märkte erst einmal etwas stützen.

  • In Deutschland wird der Niedergang der SPD zwar als Problem für die Regierung Merkel gesehen. "Die SPD wird aber vermutlich erst einmal in der Regierung bleiben, zumindest bis zu den Wahlen in einigen ostdeutschen Bundesländern im September", sagt Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding.
  • Weiter meint Schmieding, nun suche das neue Parlament erst einmal nach Mehrheiten. Sollte Manfred Weber nicht EU-Kommissionschef werden, stiegen die Chancen von Jens Weidmann auf den EZB-Vorsitz.
  • Wenig Einfluss auf die Märkte wird laut Schmieding das vergleichsweise gute Abschneiden der Rechtsradikalen in Frankreich haben.
  • In Italien war das gute Abschneiden der Lega mehr oder weniger erwartet worden, und der erste Platz der Brexit-Partei in Großbritannien wird durch das ebenfalls gute Abschneiden der Liberaldemokraten und der Grünen relativiert.

Dennoch könnte es ein Handelstag mit mageren Umsätzen werden, denn die Märkte in London und New York sind feiertagsbedingt geschlossen. Zudem stehen keine relevanten Konjunkturdaten auf der Agenda.

07:18 Uhr

Spekulation über Fusion treibt Nissan an

Nikkei
Nikkei 22.451,86

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich zu Wochenbeginn uneinheitlich. Während Tokio leichte Gewinne verbucht, geht es in Hongkong etwas nach unten. Bestimmt wird der Handel weiterhin von Zurückhaltung aufgrund des andauernden Handelsstreits zwischen China und den USA. Von der Wall Street kommen wenige Impulse, auch weil hier heute wegen des "Memorial Days" kein Handel stattfindet.

In Tokio gewinnt der Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 21.179 Punkte. Hongkong zeigt sich mit Abgaben von 0,6 Prozent. An der Börse in Schanghai geht es hingegen um 0,3 Prozent aufwärts. Kaum verändert zeigt sich der S&P/ASX-200 in Sydney.

Nissan Motor
Nissan Motor 5,65

Unter den Einzelwerten geht es für Nissan um 0,6 Prozent in Tokio nach oben. Am Wochenende sind Spekulationen über eine intensivere Zusammenarbeit zwischen dem Nissan-Partner Renault und Fiat Chrysler aufgekommen. Auch eine mögliche Fusion beider Konzerne soll Gegenstand von Gesprächen gewesen sein. Renault habe eine Vorstandssitzung für Montag einberufen, hieß es von mit der Angelegenheit vertrauten Personen.

06:43 Uhr

Nervöser Ölmarkt: Für Verbraucher wird es an Zapfsäule teuer

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"Tanken ist derzeit zu teuer", heißt es vom ADAC.

picture alliance/dpa

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 58,97

Die Preise für Sprit und Heizöl sind in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Mit ungefähr 1,52 Euro für einen Liter Superbenzin E10 und 1,31 Euro für Diesel im bundesweiten Durchschnitt kostet der Sprit so viel wie zuletzt im vergangenen Herbst, geht aus den Daten der offiziellen Markttransparenzstelle hervor, die über zahlreiche Portale abrufbar sind.

Diesel hat sich damit seit Jahresbeginn um rund sieben Cent je Liter verteuert, Superbenzin sogar um 22 Cent. Beim Heizöl kletterten die Preise von 64 auf 72 Euro für 100 Liter (bei Abnahme von 3000 Litern, inkl. MwSt) - ein ähnlicher Anstieg wie beim Diesel. Vor allem der starke Anstieg der Preise für Superbenzin beunruhigt den Autofahrer-Club ADAC.