Montag, 28. Mai 2018Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel
17:44 Uhr

Italien-Ängste lassen Dax einknicken

Dax
Dax 12.331,75

Nach einem verheißungsvollen Start gerät der Dax nach und nach in die Defensive und verliert am Ende 0,6 Prozent auf 12.863 Punkte. Der deutsche Leitindex leidet wie alle europäische unter der negativen Gesamtstimmung in Europa. Diese rührt aus der gescheiterten Regierungsbildung in Italien, die nicht die erhoffte Entspannung an den Märkten gebracht hat.

"Neuwahlen in Italien sind damit wieder wahrscheinlicher geworden und dies könnte de facto zu einem Referendum über die Euro-Mitgliedschaft werden", so die Societe Generale. Eine "populistische Regierung ist möglicherweise nur aufgeschoben", ergänzt ein Teilnehmer. Dies spiegelt auch der MIB-Index wieder, der in Mailand zur Eröffnung knapp 2 Prozent ins Plus sprang, diese Gewinne allerdings schnell wieder einbüßte und am Ende 1,8 Prozent sinkt.

Stärkste Aktie im Dax ist am Ende Lufthansa, die 1,4 Prozent zulegt. Im oberen Feld halten sich auch Adidas und Covestro mit Aufschlägen von bis zu 0,9 Prozent. Von den abrutschenden Bank-Aktien an der italienischen Börse wird auch Commerzbank in Mitleidenschaft gezogen: minus 2,3 Prozent. Größter Verlierer ist jedoch die Bayer-Aktie mit einem Minus von 2,9 Prozent.

16:27 Uhr

Anleger machen Bogen um VW und Daimler

VW Vorzüge
VW Vorzüge 143,19

Zu den größten Verlierern am Aktienmarkt zählen heute Autotitel. Hier bremsen neue Entwicklungen im Diesel-Skandal die Papiere. So hat Volkswagen die Produktion bestimmter Dieselmodelle wegen eines Problems mit der Motorkontrollleuchte gestoppt. "Weniger Produktion heißt zunächst einmal weniger Gewinn", sagt ein Marktteilnehmer.

Bei Daimler belasten Medienberichte: Von möglicherweise unzulässigen Abschalteinrichtungen seien nicht nur bestimmte Vito-Modelle betroffen, sondern auch die C-Klasse. Die VW-Papiere fallen um 1,6 Prozent, die Daimler-Aktie gibt um 1,9 Prozent nach.

Daimler
Daimler 48,30

 

15:48 Uhr

Briten kaufen E-Transporter der Deutschen Post

Deutsche Post
Deutsche Post 28,02

Die Deutsche Post-Tochter Streetscooter verkauft erstmals Elektrotransporter in großem Stil an einen einzelnen Kunden ins Ausland. Die britische Firma Milk & More habe 200 der Elektrofahrzeuge bestellt, teilte die Post mit.

Britische Milchmänner werden damit künftig mit dem Streetscooter über die Insel kurven. Die zur deutschen Müller-Gruppe gehörende Milk & More beliefere jede Woche über 1,5 Millionen Mal mehr als 500.000 Haushalte in Großbritannien.

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Die Post ist mit dem Streetscooter zu einem führenden Hersteller von Elektrotransportern aufgestiegen.

(Foto: Deutsche Post DHL / Oliver Lang)

 

15:11 Uhr

Dax im Minus - doch diese Aktie steigt kräftig

Lufthansa
Lufthansa 15,28

Wie in ganz Europa sinken auch an der deutschen Börse die Kurse reihenweise ins Minus. Der Dax verliert mittlerweile rund 0,7 Prozent und fällt auf 12.845 Punkte. Zwei Drittel der Dax-Aktien verbuchen mittlerweile einen Verlust.

An der Spitze sticht jedoch ein Papier heraus: Die Aktie der Lufthansa legt 1,4 Prozent zu auf 24,79 Euro und ist damit der mit Abstand größte Gewinner im Dax. Sie stemmt sich wie der gesamte Airline-Sektor erfolgreich gegen den Abwärtstrend. Stützend wirkt da der jüngste Einbruch des Ölpreises, der in den vergangenen zwei Tagen mehr als 5 Prozent verloren hat. Aktuell gibt der Preis für ein Fass der Sorte WTI um weitere 1,6 Prozent nach.

14:21 Uhr

Euro stürzt auf neues Jahrestief

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,12

Der Euro kann seine Gewinne am Vormittag im Vergleich zum Dollar nicht halten und dreht mit Kursen klar unter 1,17 Dollar ins Minus. Aktuell wird die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,1640 Dollar um 0,4 Prozent leichter gehandelt. Gleichzeitig markiert der Euro damit ein neues Jahrestief. Im frühen europäischen Handel hielt die Marke von 1,17 Dollar noch Stand.

Nach Ansicht der Rabobank könnte die Erleichterung der Anleger über die durch Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella verhinderte eurokritische Regierung schnell wieder verfliegen. Sollte es nun zu Neuwahlen kommen.

13:36 Uhr

Apple gewährt tiefere Einblicke

Apple
Apple 198,45

Apple will Software-Entwicklern etwas mehr Zugang zum NFC-Funkchip für kontaktloses Bezahlen in den iPhones gewähren, schreibt die Technologie-Website "The Information". Voraussichtlich mit dem nächsten iPhone-Betriebssystem sollen mit den Telefonen auch Türschlösser einiger Marken geöffnet werden können.

Apple agiert bisher sehr restriktiv, was den Zugang zum NFC-Chip der iPhones angeht. So kann als einziger Bezahldienst das hauseigene Apple Pay darauf zugreifen. Banken und Apple-Pay-Konkurrenten plädieren schon seit Längerem für eine weitere Öffnung der Funktionalität - wie es sie zum Beispiel auf Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android gibt.

Bei Apple Pay muss man die Geräte kurz an Kassen-Terminals halten, die kontaktlose Zahlungen über den NFC-Nahfunk unterstützen. Foto: Monica Davey

Bisher kann als einziger Bezahldienst das hauseigene Apple Pay auf die NFC-Chips zugreifen.

(Foto: dpa)

 

13:01 Uhr

Italiens Leitindex rutscht 800 Punkte ab

Nach einem positiven Start und Gewinnen von mehr als 2 Prozent ziehen über der Mailänder Börse wieder graue Wolken auf. Am frühen Nachmittag geht es für den Leitindex MIB wieder deutlich nach unten - um etwa 1,6 Prozent. Damit verliert er mehr als 800 Punkte auf nun 22.046 Zähler.

Besonders stark fällt der negative Swing bei den Banken aus. Die kurzfristigen Positionen seien angepasst, strategische Käufe aber ausgeblieben, heißt es am Markt. "Der Markt bleibt volatil, so wie auch die Bonds", so ein Marktteilnehmer. Die Renditen italienischer Staatsanleihen ziehen wieder auf 2,45 Prozent an, also das Niveau vom späten Freitag.

12:04 Uhr

Nutzloses Krebs-Medikament - Aktie bricht ein

Genmab
Genmab 157,31

Steil nach unten geht es an der Börse Kopenhagen für die Aktien der dänischen Biotechfirma Genmab. Zeitweise verliert das Papier rund 26 Prozent an Wert und steuert damit auf den größten Tagesverlust seit fast neun Jahren zu.

Auslöser für den Kurssturz ist der enttäuschende Verlauf einer Studie zur Behandlung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Den diese ergab: Das Krebsmittel Darzalex von Genmab brachte in Kombination mit der Krebsimmuntherapie Tecentriq von Roche keinen Vorteil.

Genmabs US-Partner Janssen, eine Tochter von Johnson & Johnson, brach die Tests deshalb auf Empfehlung eines Komitees der US-Gesundheitsbehörde FDA ab. Ein erfolgreicher Abschluss der Studie war von einigen Analysten als wichtigster Kurstreiber für die Genmab-Aktie in diesem Jahr angesehen worden.

11:19 Uhr

Türkische Lira springt nahe dem Abgrund

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 5,84

Ein Rekordtief nach dem anderen hat die türkische Währung in den vergangenen Wochen erreicht - vor ein paar Tagen mussten für einen Dollar sogar schon fast 5 Lira bezahlt werden. Zum Wochenbeginn geht es jedoch erstmal in die andere Richtung - nach oben.

Denn wegen Spekulationen auf eine Normalisierung der türkischen Geldpolitik decken sich Anleger wieder mit Lira ein. Dies drückt den Kurs des Dollar um bis zu 2,3 Prozent auf 4,5979 Lira.

Auslöser sind Aussagen des türkischen Notenbankchefs Murat Cetinkaya und des Vize-Ministerpräsidenten Mehmet Simsek, die beide auf einer Investorenveranstaltung eine Rückkehr zu einer konventionelleren Geldpolitik signalisiert hätten, wie ein Teilnehmer sagte.

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Die türkische Lira beschleunigt seit März ihre Talfahrt.

 

10:40 Uhr

Coca-Cola verkauft erstmals Alkohol

Coca-Cola
Coca-Cola 45,42

Zwar ist das wohl berühmteste Erfrischungsgetränk der Welt Coca-Cola bereits lange etabliert in Bars in aller Welt - etwa als Bestandteil von Longdrinks wie Cuba Libre. Bisher jedoch ließ der Weltkonzern selbst die Finger von alkoholhaltigen Getränken. Bis jetzt.

Denn in Japan steigt das US-Unternehmen in das Geschäft mit berauschenden Flüssigkeiten ein - in Form einer sprudeligen Zitronenlimonade namens Lemon-Do, wie das "Wall Street Journal" berichtet. Diese gibt es mit einem Alkoholgehalt in drei verschiedenen Abstufungen: 3 Prozent, 5 Prozent und 7 Prozent. Cola ist allerdings keine enthalten.

"Wir haben begonnen, zu experimentieren", sagte Cola-Chef James Quincey zu dem Vorstoß. "Denn letztendlich versuchen wir nur dem Konsumenten zu folgen." Und im Fall von Japan gebe es bereits einen gut entwickelten Markt für Getränke mit vergleichsweise niedrigem Alkoholanteil.

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125 Jahre nüchtern, jetzt ist das vorbei: Coca-Cola steigt in das Geschäft mit Alkohol ein.

(Foto: REUTERS)

 

10:03 Uhr

Aufatmen an der Mailänder Börse

Die gescheiterten Pläne in Italien zur Bildung einer euro-kritischen Regierung sorgen für Erleichterung an der Börse in Mailand. Der Mailänder Leitindex startet zwei Prozent höher, vor allem die in den vergangenen Tagen unter die Räder gekommenen Bank-Aktien sind gefragt. Der entsprechende Branchenindex legt zeitweise mehr als drei Prozent zu.

Auch Anleihen sind begehrt. Die Rendite der zehnjährigen italienischen Titel geben zehn Basispunkte auf 2,35 Prozent nach. Die Rendite der zweijährigen Anleihen verliert sogar 14 Basispunkte auf 0,33 Prozent.

In Italien gab der designierte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagabend wegen eines Streits über die Ernennung eines Euro-Skeptikers zum Wirtschaftsminister seinen Regierungsauftrag zurück. Der ehemalige IWF-Vertreter Carlo Cottarelli könnte nun eine Übergangsregierung leiten.

09:23 Uhr

Anleger begrüßen Scheitern der Populisten

Dax
Dax 12.331,75

Vorerst eine Sorge weniger haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt: Belasteten die Pläne der sich anbahnenden Regierung in Italien die Märkte in der Vorwoche, sorgt das vorläufige Scheitern der Regierungsbildung in Rom und die Aussicht auf Neuwahlen für Erleichterung bei den Wählern. Der Dax legt zu Handelsbeginn um 0,8 Prozent zu auf 13.038 Punkte.

Allerdings warnen Experten vor zu viel Optimismus. "Der Ausgang von Neuwahlen ist offen und die Unsicherheiten darüber könnten die Börsen und den Euro jederzeit wieder unter Druck bringen", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:59 Uhr

Nikkei schließt mit kleinem Plus

Anleger in Japan haben zu Wochenbeginn vorsichtig agiert. haben sich kaum aus der Deckung gewagt. Die weiterhin fallenden Preise für Rohöl drückten einerseits auf die Stimmung der Investoren. Auf der anderen Seite sorgte für Zuversicht, dass das lang erwartete Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un womöglich doch zustande kommt.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss den Handel 0,1 Prozent fester bei 22.481 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,1 Prozent auf 1770 Zähler. Die Börse in Südkorea legte ein Prozent zu.

08:24 Uhr

Italien-Ereignisse sorgen für Euro-Erholung

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Euro hat nach der gescheiterten Regierungsbildung in Italien und der wahrscheinlich anstehenden Neuwahlen zugelegt. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung stieg im asiatischen Handel wieder über die Marke von 1,17 US-Dollar, nachdem er am Freitag noch deutlich unter diese Marke gerutscht war. Zuletzt stand der Euro bei 1,1718 Dollar. Am späten Freitagabend hatte der Euro zwischenzeitlich nur noch 1,1646 Dollar gekostet und damit so wenig wie seit November vergangenen Jahres nicht mehr.

Am Devisenmarkt herrscht erst einmal Erleichterung darüber, dass es nicht zu einer Regierung der europakritischen Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtspopulistischen Lega kommt. Doch angesichts der jetzt weiter anstehenden Hängepartie in Italien könnte die Unsicherheit schnell zurückkommen, sagten Devisenhändler in Asien. Am Sonntagabend hatte der gemeinsame Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Giuseppe Conte, überraschend den Regierungsauftrag an Staatspräsident Sergio Mattarella zurückgegeben.

Grund für das Scheitern der Allianz war vor allem der Streit der Bündnispartner mit dem Staatschef über die geplante Ernennung des ausgewiesenen Euro- und Deutschland-Kritikers Paolo Savona zum Finanzminister. Mattarella sagte, er könne keinen Kandidaten akzeptieren, der einen Euro-Ausstieg Italiens ins Spiel bringe.

07:48 Uhr

Ölpreise setzen Talfahrt fort

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(Foto: picture alliance / Friso Gentsch)

Die Ölpreise standen im frühen Handel stark unter Druck. Am Markt gelten weiterhin Signale für ein höheres Rohölangebot als Auslöser. Mit Russland und Saudi-Arabien haben führende Ölstaaten höhere Fördermengen in Aussicht gestellt. Damit setzen die Ölpreise ihre seit Mittwoch andauernde Talfahrt fort, am Dienstag hatte der WTI-Ölpreis noch den höchsten Stand seit November 2014 erreicht.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juli kostete am Morgen 75,01 US-Dollar. Das waren 1,43 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,64 Dollar auf 66,24 US-Dollar.

Außerdem hat sich seit Mittwoch auch der deutliche Anstieg der Lagerbestände an Rohöl in den USA belastend ausgewirkt.

07:39 Uhr

Dax wird etwas fester erwartet

Die gescheiterten Regierungspläne und die Aussicht auf Neuwahlen in Italien lassen Börsianer zu Beginn der neuen Handelswoche aufatmen. Nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern wird der Dax leicht im Plus erwartet. Am Freitag war er um 0,7 Prozent auf 12.938 Punkte geklettert. Vorbörslich notiert der Dax nun 0,2 Prozent höher bei 12.970 Punkten.

"Neuwahlen verlängern die politische Unsicherheit zwar gleich um mehrere Monate, dafür werden bis zu Neuwahlen aber keine politischen Katastrophen passieren", sagte Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Das reicht für die Börsianer schon aus, um erst mal durchzuatmen."

In Italien gab der designierte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagabend wegen eines Streits über die Ernennung eines Euro-Skeptikers zum Wirtschaftsminister seinen Regierungsauftrag zurück. Der ehemalige IWF-Vertreter Carlo Cottarelli könnte nun eine Übergangsregierung leiten. Fachleute gehen davon aus, dass es im Herbst Neuwahlen gibt.

07:30 Uhr

Autoaktien stehen unter Druck

VW Vorzüge
VW Vorzüge 143,19

Die Marktteilnehmer erwarten heute Druck auf die Aktien der Autohersteller. So ist bei Volkswagen die Produktionsdrosselung für wichtige Diesel-Modelle der Grund. "Weniger Produktion heißt zunächst einmal weniger Gewinn", sagt ein Börsianer.

Die Diesel-Problematik dürfte nun auch Daimler stärker belasten, heißt es am Markt. Grund sind Berichte, von möglicherweise unzulässigen Abschalteinrichtungen seien nicht nur bestimmte Vito-Modelle betroffen, sondern auch die C-Klasse. "Anleger könnten erst einmal vorsichtig bleiben", sagt ein Händler.

07:07 Uhr

Dax schaut auf Italien - kein Handel an Wall Street

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(Foto: picture alliance / dpa)

Italien bleibt das prägende Thema an den europäischen Märkten. "Das Aus für die eurokritische Regierung dürfte nun Gegenbewegungen zur vergangenen Woche auslösen", sagt ein Marktteilnehmer. Die Spreads - die Differenz zwischen dem notierten Kauf- und Verkaufskurs - italienischer Anleihen dürften erst einmal wieder leicht zusammenlaufen. "Für den Dax bedeutet das eher relative Schwäche", so ein Teilnehmer. Der Frankfurter Leitindex notiert vorbörslich 0,3 Prozent höher bei 12.973 Punkten.

Ausgehen dürfte die Bewegung von den Future-Märkten. "Diese reagieren unmittelbar auf die veränderte Lage", sagt der Marktteilnehmer. Strategische Käufe seien dagegen unwahrscheinlich. "Denn die Krise in Italien ist nicht gelöst, und eine populistische Regierung möglicherweise nur aufgeschoben", so der Händler mit Blick auf mögliche Neuwahlen.

Darüber hinaus sei mit einem ruhigen Geschäft zu rechnen. Dazu tragen auch die Feiertage in Großbritannien und den USA bei.

06:21 Uhr

Italien und Ölpreise halten Nikkei in Schach

Nikkei
Nikkei 21.321,17

Die Anleger in Japan haben sich zu Wochenbeginn kaum aus der Deckung gewagt. Der weiter sinkende Ölpreis und die politische Entwicklung in Italien belasteten die Börse in Tokio. Signale, dass es nun doch noch zu einem Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un kommen könnte, reichten nicht aus, um die Stimmung maßgeblich zu heben.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab im Tagesverlauf erste Gewinne ab und tendierte nahezu unverändert bei 22.446 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,2 Prozent auf 1768 Zähler. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte dagegen 0,2 Prozent zu.

Die Lage in Italien ließ Anleger zögern. Der designierte Ministerpräsident Giuseppe Conte gab zwar seinen Auftrag zur Bildung einer euroskeptischen Regierung zurück. Doch gleichzeitig drohen dem wichtigen Euroland damit politische Unsicherheit und Neuwahlen im Herbst.

Der Euro verteuerte sich im fernöstlichen Devisenhandel um 0,45 Prozent auf 1,1703 US-Dollar. Anleger reagierten hier einerseits positiv darauf, dass die Regierungsbildung in Italien nun doch scheiterte. Die daraus resultierende Ungewissheit über die weitere Entwicklung begrenzte jedoch einen stärkeren Anstieg der Gemeinschaftswährung, die am Freitag auf den niedrigsten Stand seit Mitte November gefallen war. Der Dollar wurde mit 109,41 Yen gehandelt.