Montag, 29. April 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
17:57 Uhr

Dax rettet nur ein kleines Plus

Dax
Dax 12.254,05

Der Dax legt nach seiner jüngsten Rally eine Verschnaufpause ein. Der deutsche Leitindex ist zum Wochenbeginn im frühen Handel zwar noch auf das höchste Niveau seit Ende September letzten Jahres geklettert, verliert dann aber schnell wieder an Schwung. Am Ende steht noch ein Plus von 0,10 Prozent auf 12.328 Punkte zu Buche.

Bayer
Bayer 54,83

Die Bayer-Aktionäre haben Konzernchef Werner Baumann wegen der unkalkulierbaren Monsanto-Risiken auf der Hauptversammlung am Freitag das Vertrauen entzogen. Dort wurde der gesamte Vorstand für seine Tätigkeit im vergangenen Jahr nicht entlastet, ein wohl einmaliger Vorgang in Deutschland bei noch amtierenden Managern von Dax-Unternehmen. Rechtlich hat der "Denkzettel" aber keine Bedeutung, wie ein Marktteilnehmer sagt. Bereinigt um die Dividende schließt die Aktie (minus 3,5 Prozent) aber leicht im Plus.

Neben Bayer schütteten auch Merck (unverändert) und Continental (minus 2,7 Prozent) Dividenden an die Aktionäre aus. Nach der Gewinnwarnung am Freitag geht es für die Aktie von Aurubis um weitere 3,7 Prozent nach unten. Nach besser als erwarteten Zahlen und einem in den oberen Bereich der Gewinnspanne angehobenen Ausblick gewinnen Salzgitter 2,9 Prozent. Mit Abgaben von 2,1 Prozent ergeht es Thyssenkrupp weniger gut. Grund der neuerlichen Verluste ist eine Abstufung auf "Sell" durch das Bankhaus Metzler.

17:18 Uhr

Frankreich und Deutschland planen Konsortium zur Batteriefertigung

PSA Peugeot Citroën
PSA Peugeot Citroën 20,78

Im Rennen um eine europäische Batteriezellfertigung für Elektroautos erzielen Deutschland und Frankreich einem Zeitungsbericht eine Einigung über ein erstes Konsortium. Die beiden Wirtschaftsministerien hätten der EU-Kommission eine Interessengemeinschaft aus dem französischen Autobauer PSA Peugeot Citroen und dessen deutscher Tochter Opel mit dem Batteriehersteller Saft vorgeschlagen, das sie fördern wollten, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

  • Geplant sei eine "großformatige und nachhaltige Batteriefertigung in Frankreich und Deutschland".
  • Auch andere Autobauer wollen sich in Konsortien mit Batterieherstellern verbünden, um staatliche Förderung zu erhalten.
  • Volkswagen hatte sich unlängst mit dem schwedigschen Akku-Hersteller Northvolt zusammengetan.
  • Northvolt bewirbt sich bereits um Fördergelder des Bundes für die Massenproduktion von Batteriezellen, die in Elektroautos zum Einsatz kommen sollen.

Insgesamt haben sich mehr als 30 Unternehmen nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums um die milliardenschwere Förderung beworben. Mit einer eigenen Batteriezellfertigung will Europa von Lieferungen asiatischer Hersteller unabhängiger werden, die auf diesem Gebiet führend sind.

16:52 Uhr

Dollar verteidigt seine jüngsten Gewinne

Euro / Dollar
Euro / Dollar ,00

Während der Dollar am Devisenmarkt weiter Gewinn einfährt, kann sich der Euro etwas erholen. Ein Euro kostet 1,1157 US-Dollar. Somit gibt die Gemeinschaftswährung seit Freitagabend nicht weiter nach, auch wenn die spanischen Parlamentswahlen einige Unsicherheit nach sich ziehen. Denn die Gefahr einer rechts-konservativen Anti-Europa-Koalition ist vom Tisch.

Die Unicredit ist sogar der Ansicht, dass ein weiterer Anstieg des Greenback unwahrscheinlich sei und verweist auf die nur verhaltene Reaktion auf das überraschend deutlich gestiegene US-Bruttoinlandsprodukt am vergangenen Freitag.

16:31 Uhr

Flugzeugabstürze belasten Boeing

Dow Jones
Dow Jones 26.728,00

Der Dow Jones beginnt den Handel mit einem minimalen Plus von 0,06 Prozent bei 26.544 Punkten. Die Boeing-Aktien geben 0,6 Prozent nach. Boeing-Chef Dennis Muilenburg stellt sich zum ersten Mal seit dem weltweiten Flugverbot für die 737 Max 8-Maschinen nach zwei Abstürzen den Fragen der Aktionäre.

Die Disney-Aktien legen dagegem nach dem Filmstart von "Avengers: Endgame" ein Prozent zu. Insgesamt wurden Tickets für 1,2 Milliarden Dollar für das Superhelden-Spektakel verkauft - und Rekorde in mehreren Ländern aufgestellt. Der Index der Technologiebörse Nasdaq startet mit einem geringen Aufschlag von 0,02 Prozent bei 8150 Punkten und pendelt im Anschluss um den Vortagesschluss.

Boeing
Boeing 373,99

Die jüngsten Inflationsdaten werden mit Zurückhaltung aufgenommen. Zwar legten die Konsumausgaben im März so stark zu wie seit mehr als neuneinhalb Jahren nicht mehr. "Man muss diese Zahlen aber mit Vorsicht genießen", sagt Scott Brown, Chefvolkswirt beim Vermögensverwalter Raymond James. Der Sektor sei vom Regierungsstillstand Anfang des Jahres besonders stark getroffen worden. "Deswegen sehen wir hier Nachholeffekte."

16:17 Uhr

Dax bleibt knapp im Minus

Dax-Anleger lassen nach einem bisher erfolgreichen Börsenmonat zuletzt Vorsicht walten. Der deutsche Leitindex ist im frühen Handel zwar auf das höchste Niveau seit Ende September 2018 geklettert, verlor dann jedoch wieder an Schwung. Zuletzt stand das Börsenbarometer 0,07 Prozent im Minus bei 12.306 Punkten.

Zwar war der Kunststoffhersteller Covestro trotz starker Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis besser als befürchtet in das Jahr gestartet. Die Anleger zeigten sich vom Ausblick aber verunsichert. Die Aktien liegen zuletzt rund 2 Prozent im Minus. Am Dax-Ende versammeln sich die Papiere des Pharma- und Agrarchemiekonzerns Bayer sowie des Reifenherstellers und Autozulieferers Continental.

16:00 Uhr

100 Millionen Abonnenten geben Spotify Umsatz-Schub

Spotify profitiert im ersten Quartal von einer deutlich höheren Zahl an Premium-Kunden. Der Umsatz ist deshalb um ein Drittel auf 1,51 Milliarden Euro gestiegen, wie der weltweit größte Musikstreaming-Anbieter mitteilt. Analysten hatten mit weniger Erlösen gerechnet. Die Aktien klettern im vorbörslichen US-Handel um fast fünf Prozent.

Spotify
Spotify 150,04

Ende des ersten Quartals zählt das schwedische Unternehmen 100 Millionen Abonnenten, die für das Streamen von Musik eine monatliche Gebühr bezahlen. Das sind 25 Millionen mehr als drei Monate zuvor. Der Konzern will die Zahl der zahlenden Kunden bis zum Ende des zweiten Quartals um weitere zehn Prozent ausbauen und den Konkurrenten Apple damit weiter auf Abstand halten, der auf etwa halb so viele Premium-Nutzer kommt.

Trotz des gestiegenen Umsatzes schreibt Spotify im ersten Quartal rote Zahlen und erwartet auch für das Gesamtjahr Verluste. Der operative Fehlbetrag werde zwischen 180 Millionen und 340 Millionen Euro liegen und damit etwas geringer ausfallen als bisher prognostiziert. Der Umsatz 2019 soll den Angaben zufolge auf 6,35 Milliarden bis 6,8 Milliarden Euro zulegen.

15:29 Uhr

"Avengers: Endgame" spielt Rekorderlös ein und treibt Disney-Aktie

Disney
Disney 121,86

Die Disney-Aktie gewinnt vorbörslich knapp 2 Prozent auf 142,60 Dollar, nachdem das Superheldenepos "Avengers: Endgame" einen Rekorderlös eingespielt hat. Erstmals hat ein Film bei seinem Debüt an den weltweiten Kinokassen mehr als 1 Milliarde US-Dollar eingespielt.

In nur fünf Tagen kamen geschätzt 1,2 Milliarden Dollar zusammen, wobei der Erfolg neben dem Heimatmarkt in China am größten ist. Bisheriger Rekordhalter war "Avengers: Infinity War", der es auf rund 82 Millionen Dollar weniger brachte. "Endgame" ist der letzte Teil der seit 2007 laufenden Filmreihe.

 

 

15:05 Uhr

Gewinnwarnungen in Autobranche drücken Thyssenkrupp ins Minus

Die Aktien von Thyssenkrupp sind mit einem Minus von 3,2 Prozent auf 12,43 Euro Schlusslicht im Dax. Damit weiten die Papiere des Industriekonzerns ihre Verluste vom Freitag weiter aus und bewegen sich wieder auf dem Niveau von Mitte April.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 11,74

Mehrere Gewinnwarnungen in der Autobranche und erst jüngst auch vom Stahlhändler Klöckner & Co ließen die Ziele von Thyssenkrupp in anderem Licht erscheinen, schreibt Analyst David Varga vom Bankhaus Metzler. Selbst eine Nachfrageerholung seitens der Autohersteller und wieder steigende Stahlpreise kämen wohl für das laufende Geschäftsjahr zu spät.

14:40 Uhr

Anleger schauen besonders auf Boeing

Boeing
Boeing 373,99

Bei den US-Einzelwerten könnten Boeing in den Blick geraten. Das Stabilisierungssystem MCAS der Boeing-Maschine 737 Max ist bereits im vergangenen Jahr ins Visier der US-Flugaufsicht FAA geraten. Inspektoren erwogen 2018, einen Flugstopp für Maschinen dieses Typs anzuordnen, wie informierte Kreise am Sonntag bestätigten. Grund war, dass Boeing ein Warnsystem für Fehlfunktionen des MCAS deaktiviert hatte - offenbar, ohne Fluggesellschaften darüber in Kenntnis zu setzen.

Für Boeing sind die Abstürze eine erheblich Belastung. In der vergangenen Woche hatte das Unternehmen die anfänglichen Folgekosten der Abstürze auf bislang rund eine Milliarde Dollar (900 Millionen Euro) beziffert. Nicht in die Summe einkalkuliert sind allerdings Schadenersatzzahlungen an die Fluggesellschaften sowie Hinterbliebene, die auf Boeing noch zukommen könnten.

14:34 Uhr

US-Börsen im Plus erwartet

Dow Jones
Dow Jones 26.728,00

Leichte Verluste dürften die US-Börsen zum Start verbuchen, nachdem sie am Freitag Allzeithochs erklommen hatten. Für manchen Anleger sind die hohen Indexstände ein Anreiz für Gewinnmitnahmen. Nachdem das starke Wirtschaftswachstum zum Wochenausklang Ängste wegen einer nachlassenden Konjunktur zerstreut hatte, bleiben in der laufenden Woche Konjunkturdaten und die Sitzung der Notenbank als Orientierungsmarken im Fokus.

Vorbörslich werden die persönlichen Einkommen und Ausgaben veröffentlicht. Daneben achten die Anleger weiter auf die Quartalsberichte der Unternehmen, so nachbörslich von Google-Mutter Alphabet. Dauerthema im Hintergrund bleiben die Handelsgespräche zwischen Amerika und China, zu deren neuer Runde am Dienstag US-Vertreter nach Peking reisen werden.

14:14 Uhr

Metro AG treibt Partnersuche voran

Metro AG
Metro AG 15,93

Der Handelsriese Metro stößt mit der Partnersuche für sein China-Geschäft offenbar auf reges Interesse. "Wir haben einen formalen Prozess von Gesprächen mit einer Reihe von potenziellen Partnern eingeleitet, der sehr gut vorankommt", teilte die Metro mit.

  • Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen berichtet, sind das Startup Meicai und der Supermarktbetreiber Wumart Stores in die nächste Bieterrunde gekommen.
  • Auch von der chinesischen Lebensmittelkette Yonghui Superstores und der Suning Holdings Group hätten die Düsseldorfer Zweitrundenangebote erbeten
  • In einer Stellungnahme erklärte Metro, man strebe eine strategische Partnerschaft an, um das Wachstumspotenzial des chinesischen Geschäfts zu maximieren.
  • "Wir haben einen formalen Prozess von Gesprächen mit einer Reihe von potenziellen Partnern eingeleitet, der sehr gut vorankommt", hieß es weiter.
  • Die Liste der Partner für weitere Gespräche werde nun deutlich eingeschränkt. Weitere Details oder Namen wollte der Konzern nicht preisgeben.
13:42 Uhr

Analysten senken Kursziele der Deutschen Bank

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,24

Nach mehreren negativen Analystenkommentaren werfen Anleger Deutsche-Bank-Aktien aus ihren Depots. Die Titel verlieren 1,3 Prozent auf 7,24 Euro und waren unter den schwächsten Werten im Dax, der leicht im Plus liegt.

  • Das Institut, das nun doch nicht mit der Commerzbank zusammengehen will, hatte am Freitag nach einem schwachen ersten Quartal die Ertragsprognose für das Gesamtjahr nach unten korrigiert.
  • Die Analysten des Brokers CFRA senkten ihre Einstufung für die Deutsche Bank auf "Sell" von "Hold" und reduzierten das Kursziel auf 6,50 Euro von 8,50 Euro.
  • Das erste Quartal sei schlechter gelaufen als erwartet und das Institut sehe sich auf der Ertragsbasis weiterhin starken Gegenwinden ausgesetzt, erläuterte CFRA-Experte Firdaus Ibrahim.
13:04 Uhr

Investoren halten Bayer trotz Watsche für Vorstand vorerst die Stange

Bayer
Bayer 54,83

Seit dem Monsanto-Kauf im vergangenen Sommer hat Bayer gut 38 Milliarden Euro an Börsenwert verloren, in den USA sieht sich der Konzern mit etwa 13.400 Klägern wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des von Monsanto entwickelten Herbizids Glyphosat konfrontiert.

Anteilseigner hatten der Bayer-Führung bei dem Aktionärstreffen in Bonn vergangene Woche eine schwere Niederlage zugefügt: Der Bayer-Vorstand wurde nicht entlastet, nur dem Aufsichtsrat sprachen die Eigner knapp das Vertrauen aus. Werner Baumann ist damit der erste amtierende Vorstandschef eines Dax-Konzerns, dem die Aktionäre das Vertrauen entzogen haben.

Die wichtigsten deutschen Bayer-Eigner halten dem Vorstand trotz des Misstrauensvotums durch die Aktionäre vorerst weiter die Stange. Sie wollen dem Management eine zweite Chance geben und warnen vor einem vorzeitigen Wechsel. "Einen Austausch des Managements würden wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht für sinnvoll erachten", teilte der größte deutsche Einzelinvestor, die Fondsgesellschaft DWS, mit.

12:23 Uhr

Chefaufseher bekommen Rekordgehalt

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Deutsche-Bank-Chefaufseher Paul Achleitner verdiente vergangenes Jahr 858.000 Euro.

picture alliance / dpa

Die Chefkontrolleure der deutschen Dax-Konzerne haben 2018 laut einer Studie des Beratungsunternehmens hkp so viel verdient wie nie zuvor - allen voran Deutsche-Bank-Chefaufseher Paul Achleitner. Mit 858.000 Euro liegt der ehemalige Investmentbanker an der Spitze der Rangliste. Das sind sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

  • Deutsche Bank
    Deutsche Bank 6,24
    Auf den Plätzen folgten BMW-Aufsichtsratschef Norbert Reithofer und Fresenius-Chefkontrolleur Gerd Krick mit je 640.000 Euro sowie Volkswagen-Aufsichtsratslenker Hans Dieter Pötsch mit 584.500 Euro.
  • Mit 228.000 Euro erhielt Reinhard Pöllath von Beiersdorf die geringste Vergütung eines ganzjährig amtierenden Dax-Aufsichtsratschef.
  • Die durchschnittliche Gesamtvergütung der Aufsichtsratsvorsitzenden börsennotierten Unternehmen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent auf den Rekordwert von 424.000 Euro.

Trotz dieser Steigerung liegt die Vergütung der Aufsichtsratschefs weiterhin deutlich unter denen der Vorstandsvorsitzenden der von ihnen kontrollierten Konzerne. Nach hkp-Zahlen kletterte 2018 die durchschnittliche Vergütung der Dax-Vorstandschefs, die das ganze Jahr im Amt waren, um 3,6 Prozent auf 7,5 Millionen Euro. Somit verdienen sie im Schnitt das 15-fache ihrer Aufsichtsratschefs.

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11:36 Uhr

Bosch treibt die Brennstoffzelle voran

Der Autozulieferer Bosch steigt in großem Maßstab in die Entwicklung und Produktion von Brennstoffzellen für Autos und Lastwagen ein. Gemeinsam mit dem schwedischen Hersteller Powercell will Bosch die sogenannten Stacks zur Serienreife bringen und dann für den weltweiten Markt produzieren, wie es in einer Mitteilung heißt. Der Stack ist das Herzstück der Brennstoffzelle, in dem Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt wird.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 146,42

Das System soll spätestens 2022 auf den Markt kommen. Obwohl die Brennstoffzelle derzeit noch unverhältnismäßig teuer ist, geht Bosch von einem Marktdurchbruch aus. Bis 2030 könnten mit der Technik bis zu 20 Prozent aller Elektrofahrzeuge weltweit angetrieben werden, schätzt der Konzern.

Bisher sind Brennstoffzellen nur in wenigen Lastwagenmodellen und Bussen im Einsatz. Nach Einschätzung von Bosch kann die Antriebstechnik künftig aber auch für Pkw günstig genug werden. Derzeit bevorzugen die Autobauer unter dem Druck strengerer Klimaschutzvorschriften in Europa und China die schon weiter entwickelten, vergleichsweise günstigeren Batterien für Elektroantriebe. Volkswagen-Chef Herbert Diess hatte gefordert, sich auf diese Technik zu konzentrieren. Auch Bosch will auf diesem Feld der führende Zulieferer sein und investierte nach eigenen Angaben rund 20 Milliarden Euro.

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11:06 Uhr

Wirecard will mit Softbank-Investment auf Zukäufe setzen

Wirecard
Wirecard 151,35

Die 900 Millionen Euro schwere Kooperation mit dem japanischen Softbank-Konzern eröffnet Wirecard neue finanzielle Spielräume, die auch in Zukäufe und strategische Kooperationen insbesondere mit neuen Bankpartnern fließen sollen. "Zukäufe sind für uns opportunistisch, um neue Märkte oder Kundenportfolios zu erschließen", sagte Wirecard-Finanzvorstand Alexander von Knoop EamS.

Das Softbank-Investment bei Wirecard sehe er im übrigen nicht als ersten Schritt in Richtung einer Übernahme des deutschen Zahlungsabwicklers durch die Japaner, sagte von Knoop. "Unser Interesse war in erster Linie eine strategische Partnerschaft, auch um im asiatischen Markt stärker Fuß zu fassen. Die Aktie setzt sich zum Wochenstart an die Dax-Spitze und legt 1,7 Prozent zu.

10:42 Uhr

Dax auf neuem Jahreshoch

Der Dax steigt im Verlauf des Vormittaghandels auf ein neues Jahreshoch bei 12.376 Punkten. Damit handelt der Index weiter über dem langfristigen Abwärtstrend, der bei etwa 12.300 Punkten verläuft. "Sollte er ihn herausnehmen, könnte er über 12.500 in den Bereich zwischen 12.900 und 13.000 vorstoßen", sagt ein Marktteilnehmer. Die Berichtssaison verlaufe positiv. Gestützt wird die Stimmung auch von günstigen Daten zur Geldmengenentwicklung.

Wegen der Osterferienzeit waren die Umsätze im Handel in den vergangenen Tagen eher dünn geblieben, mit einem Plus von inzwischen fast sieben Prozent im Dax dürfte sich der April jedoch als ein Erfolgsmonat erweisen.

10:30 Uhr

Patt-Situation schickt Madrider Börse ins Minus

Ibex 35
Ibex 35 9.192,50

In Erwartung einer schwierigen Regierungsbildung nach der Parlamentswahl in Spanien gehen Anleger an der Madrider Börse in Deckung. Der Leitindex Ibex verliert 0,7 Prozent auf 9438 Punkte und ist damit eines der schwächsten Börsenbarometer in Europa.

Beim Wahlsieg der regierenden Sozialisten am Sonntag konnte weder das linke noch das rechte Lager eine klare Mehrheit auf sich vereinigen. "Damit droht Spanien eine komplizierte Patt-Situation, wie es sie bereits 2016 gab", sagte Analyst Martin Siegert von der LBBW."

Zwar herrscht am Markt Erleichterung darüber, dass die rechtsextreme Vox-Partei keine Mehrheitskoalition mit den Konservativen etablieren und somit Spaniens Politik auf Anti-Europakurs drücken kann. Allerdings droht trotz des Sieges der Sozialdemokraten eine Hängepartie bei der Regierungsbildung, weil eine Mehrheitsfindung sehr schwierig erscheint. Das Wahlergebnis mache eine Regierungsbildung schwierig, räumt auch die Commerzbank ein.

10:08 Uhr

Gegenwind im Europa-Geschäft macht Philips zu schaffen

Philips
Philips 38,39

Einen Tick besser als erwartet werden die Geschäftszahlen von Philips im Handel in einer ersten Einschätzung bewertet. Der leichte Anstieg der adjustierten Ebita-Marge zusammen mit einem etwas höheren Umsatzanstieg habe zum Überbieten der Gewinnschätzungen geführt. Philips habe sich im Ausblick relativ optimistisch für das laufende Jahr gezeigt.

Besserung erhofft sich Konzernchef Frans van Houten nun in den nächsten Monaten. Nach dem enttäuschenden Jahresauftakt werde im zweiten und dritten Quartal in Europa und den USA ein deutlich stärkeres Umsatzwachstum erwartet.

Philips bekräftigte das Ziel, bis zum Jahr 2020 bei den vergleichbaren Umsätzen um vier bis sechs Prozent pro Jahr zulegen zu wollen. Die Aussichten erfreuten Anleger: Zum Handelsstart legten Philips-Aktien um zwei Prozent zu. Der ehemals mit Elektronik und Lichttechnik breit aufgestellte Konzern konzentriert sich mittlerweile auf Medizintechnik.

09:25 Uhr

Covestro kann Investoren nicht überzeugen

Dax
Dax 12.254,05

Nach der jüngsten Kursrally halten sich Anleger zu Beginn der neuen Börsenwoche zurück. Der Dax startet unverändert mit 12.317 Punkten in den Handel.

Bei den Investoren kommt besonders das das Zahlenwerk von Covestro wenig an. Die im Dax notierten Titel verlieren 1,5 Prozent. Das Ergebnis des Kunststoff-Herstellers ist im ersten Quartal deutlich zurückgegangen.

"Momentan richtet sich die Aufmerksamkeit der Investoren auf die laufende Berichtssaison der Unternehmen, welche bisher zumindest teilweise ebenfalls zu überzeugen wusste. Hält dieser Trend an, dürften die Kurse noch etwas weiter anziehen", sagte Thomas Metzger, Chef der Vermögensverwaltung beim Bankhaus Bauer.

 

08:44 Uhr

Ölpreise geben weiter nach

WTI Oil
WTI Oil 57,88

Die Ölpreise haben zu Wochenbeginn an ihre Tendenz vom Freitag angeknüpft und sind weiter gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 71,75 US-Dollar. Das waren 40 Cent weniger als vor dem Wochenende. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 42 Cent auf 62,88 Dollar.

08:05 Uhr

Euro stabil über 1,11 US-Dollar

Euro / Dollar
Euro / Dollar ,00

Der Euro hält sich stabil über der Marke von 1,11 US-Dollar. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1155 Dollar und damit in etwa so viel wie am Freitagabend. Vor dem Wochenende war der Euro mit rund 1,11 Dollar auf den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1133 Dollar festgesetzt.

07:44 Uhr

Optikerkette Fielmann wächst profitabel

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picture alliance/dpa

Fielmann
Fielmann 62,90

Die Optikerkette Fielmann hat den Gewinn zu Jahresbeginn stärker als den Umsatz gesteigert. Während die Umsatzerlöse in den ersten drei Monaten um 6,3 Prozent auf rund 372 Millionen Euro kletterten, legte der Vorsteuergewinn um fast zehn Prozent auf 67 Millionen Euro zu, wie das Familienunternehmen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ergebnis von 65 Millionen Euro gerechnet.

Den Brillenabsatz steigerte Fielmann im Auftaktquartal um drei Prozent auf 1,99 Millionen Stück. Das deutet darauf hin, dass erneut mehr aufwändige Gleitsichtbrillen verkauft wurden, an denen das Unternehmen mehr verdient. Für das Gesamtjahr zeigte sich der Vorstand zuversichtlich, gab wie üblich aber keine konkreten Geschäftsziele bekannt.

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07:33 Uhr

Konkurrenzdruck schmälert Gewinn bei Covestro

Der Kunststoff-Hersteller Covestro ist wie erwartet mit einem deutlichen Gewinnrückgang ins Jahr gestartet. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) fiel im ersten Quartal um 58 Prozent auf 442 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

  • Covestro
    Covestro 43,47
    Unter dem Strich blieben 179 Millionen Euro, ein Minus von 72 Prozent binnen Jahresfrist. Gestiegener Wettbewerb und ein deutlicher Preisrückgang setzen dem Leverkusener Unternehmen zu.
  • Zudem ging der Absatz im Kerngeschäft leicht zurück. Der Umsatz fiel um 16 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr bekräftigte Covestro gleichwohl seine Ziele.

"Das erste Quartal entsprach unserer Prognose und bestätigt unsere gedämpften Erwartungen für das Gesamtjahr", erklärte Vorstandschef Markus Steilemann. "Umso wichtiger ist es daher jetzt, mit Investitionen und Effizienzanstrengungen die richtigen Weichen für unseren zukünftigen Wachstumskurs zu stellen."

06:41 Uhr

Asiatische Börsen ziehen leicht an

Nikkei
Nikkei 21.193,81

Dank überraschend starker Daten für das US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal sind die asiatischen Börsen leicht gestiegen. Begrenzt wurden die Gewinne durch eine gewisse Vorsicht der Händler angesichts weniger erfreulicher Aspekte des Wachstumsberichts, die auf eine etwas schwächere Entwicklung in der Zukunft hindeuten. Die Investoren warten zudem auf ein Treffen der US-Notenbank Fed diese Woche und Produktionsdaten aus China, um Anhaltspunkte zur künftigen Marschrichtung in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zu bekommen.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans kletterte um weniger als 0,1 Prozent und hangelt sich damit nach einem Einbruch vergangene Woche langsam wieder hoch. Die Börsen in Japan sind wegen mehrerer Feiertage geschlossen. Im fernöstlichen Devisenhandel verharrte der Dollar zum Yen bei 111,61 Yen. Auch der Euro veränderte sich kaum und stieg um lediglich 0,2 Prozent auf 1,1150 Dollar.