Montag, 30. März 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax ergrünt zum Wochenbeginn - große Sorge um Ölpreise

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(Foto: imago images/Marcel Lorenz)

An den europäischen Aktienmärkten hat weiter große Unsicherheit geherrscht, die Schwankungen waren unverändert hoch. Die Coronavirus-Pandemie wird auf längere Zeit das bestimmende Thema bleiben. Nun gab es jedoch einige positive Nachrichten. So soll nach Aussage aus dem Handel die tägliche Zuwachsrate an Neuerkrankungen in Deutschland leicht gesunken sein. Nach den Schreckensnachrichten der vergangenen Tage aus Südeuropa seien zudem die Todesfälle in Italien und Spanien leicht rückläufig.

An den Börsen wird nun darauf gehofft, dass die getroffenen Maßnahmen greifen und das Schlimmste möglicherweise bald überwunden sein könnte. Allerdings ist auch klar, dass sich die Zuwachsraten in den USA noch im Steigen befinden, und von dort in den kommenden Tagen schlechte Nachrichten zu erwarten sind.

In Frankfurt gelang dem Dax mit der positiven US-Handelseröffnung am Nachmittag der Sprung in den grünen Bereich. Am Ende ging der Leitindex mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 9816 Punkte aus dem Handel. Der MDax legte minimal um 0,2 Prozent auf 20.651 Zähler zu. Der TecDax gewann 2,6 Prozent auf 2572 Stellen. Der EuroStoxx50 kletterte um 1,1 Prozent auf 2758 Punkte. Große Sorge bereitete heute der Ölmarkt. Mit dem Zusammenbruch der globalen Nachfrage fielen die Ölpreise auf den tiefsten Stand bei 18 Jahren, weil zugleich auf der Angebotsseite keine Förderanpassungen abzusehen sind.

Klare Dax-Gewinner waren heute Deutsche Post mit plus 8,7 Prozent. Schlusslicht waren MTU mit einem massiven Abschlag von 8,4 Prozent.

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17:13 Uhr

IWF erwartet schwere Krisenauswirkungen in Europa

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(Foto: dpa)

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit "gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen" der Coronavirus-Pandemie in Europa. Das Virus habe Europa "mit atemberaubender Heftigkeit" getroffen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" mit Verweis auf den IWF. In den großen Volkswirtschaften falle wegen der landesweit angeordneten Schließungen ganzer Branchen rund ein Drittel der Produktion aus.

Der IWF weist darauf hin, dass die sozialen Marktwirtschaften Europas nicht auf Krisen wie diese ausgerichtet seien. Die Regierungen stemmten sich mit "aggressiven" Maßnahmen dagegen, sowohl zeitlich als auch vom Umfang her. Die von den Ländern geschnürten Rettungsprogramme und die Aussetzung fiskalischer Regeln seien die richtige Antwort.

17:04 Uhr

Pharmasektor ist ein sicherer Hafen in stürmischer See

Während die Volatilität an den Aktienmärkten unverändert hoch ist, wird nach den Branchen gesucht, in denen das Geld den erwarteten Konjunkturabschwung relativ unbeschadet überstehen kann. Diesen "sicheren Hafen" sehen die Analysten der Societe Generale im Pharmasektor.

Sie erwarten von den Unternehmen ein durchschnittliches Wachstum beim Gewinn je Aktie im hohen einstelligen Bereich bis 2024. Zu den bevorzugten Namen, auch im Hinblick auf die Medikamenten-Pipeline, gehören Astrazeneca, Sanofi, Novartis, Glaxosmithkline und Roche. Der europäische Subindex notierte gegen den Trend 0,4 Prozent im Plus.

16:46 Uhr

Corona-Pandemie drückt den Ölpreis runter

Der Ölpreis ist mit der Corona–Krise kräftig nach unten gerauscht. Wie groß sind die Chancen, dass er wieder auf die Beine kommt? Und wie können Anleger genau darauf setzen? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Kemal Bagci  von der BNP Paribas.

16:23 Uhr

Commerzbank-Aktionäre gucken in die Röhre

Die Commerzbank streicht angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten infolge der Coronavirus-Pandemie die Dividende für das Geschäftsjahr 2019. Der Vorstand werde der diesjährigen Hauptversammlung keine Gewinnausschüttung vorschlagen, teilte der MDax-Konzern in Frankfurt mit. Zudem soll das Aktionärstreffen als Online-Veranstaltung ausgerichtet werden.

Geplant war bisher, dass die seit Jahren gebeutelten Aktionäre des seit der Finanzkrise teilverstaatlichten Instituts für 2019 zumindest wieder eine Mini-Dividende von 15 Cent je Anteilsschein bekommen.

Commerzbank
Commerzbank 4,38

16:07 Uhr

Wall Street startet Woche mit Gewinnen

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(Foto: AP)

Die US-Börsen sind zum Wochenauftakt fester in den Handel gestartet. Allerdings blieb die Unsicherheit am Markt hoch, nachdem US-Präsident Donald Trump im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie den Kurs gewechselt und die Einschränkungen des öffentlichen Lebens verlängert hatte. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,7 Prozent fester bei 21.777 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 1,2 Prozent auf 2571 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq 1,3 Prozent auf 7597 Punkte.

Um 4,3 Prozent aufwärts ging es für die Aktien des Pharmakonzerns Johnson & Johnson. Das Unternehmen kündigte an, bis September klinische Tests eines experimentellen Corona-Impfstoffs zu beginnen. Ziel sei es, den Impfstoff Anfang 2021 für Notfalleinsätze zur Verfügung zu haben.

15:48 Uhr

Saudis verschärfen Ölpreiskonflikt - Trump will mit Putin reden

Im Preiskrieg mit Russland macht Saudi-Arabien noch mehr Druck. Das Königreich kündigte an, es werde seine Ölexporte ab Mai auf eine Rekordmenge von 10,6 Millionen Barrel (159 Liter) am Tag ausweiten. Damit steigere Saudi-Arabien die Ausfuhr um 600.000 Barrel pro Tag, sagte ein Vertreter des Energieministeriums in Riad der staatlichen Nachrichtenagentur SPA.

Der Ölpreis ist auch ohne diese Ankündigung unter Druck. Das macht auch den USA schwer zu schaffen, da die Unternehmen dort zu diesem Preis kein Öl per Fracking gewinnen können. US-Präsident Donald Trump kündigte in diesem Zusammenhang an, "in Kürze" mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin über den Ölpreis zu sprechen.

Die Ölpreise waren heute nochmals deutlich gefallen. Der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent gab auf gut 23 US-Dollar nach - der tiefste Stand seit November 2002. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI fiel auf rund 20 Dollar.

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15:30 Uhr

Schlechtere Zahlungsmoral der Firmen wegen Corona-Krise

Die Corona-Pandemie hat in Deutschland neben den gesundheitlichen und bereits bekannten ökonomischen Auswirkungen auch einen weiteren negativen Effekt: eine sinkende Zahlungsmoral. Demnach bezahlen die Firmen ihre Rechnungen derzeit im Schnitt 11,6 Tage nach dem Fälligkeitsdatum, nach 10,4 Tagen im Januar, wie die "Welt" unter Berufung auf Daten der Wirtschaftsauskunftei Creditreform berichtet.

"Dieser Anstieg ist alarmierend", sagt Creditreform-Hauptgeschäftsführer Volker Ulbricht dem Blatt.

  • "In den vergangenen Jahren ist der Wert in den schlimmsten Fällen um 0,5 Tage gestiegen, einen Anstieg um 1,2 Tage haben wir nie gesehen."
15:00 Uhr

Südafrika hat nur noch Ramsch-Bonität - Rand unter Druck

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(Foto: dpa)

Mal einen Blick südlich des Äquators: Die Finanzmärkte Südafrikas haben zum Wochenbeginn unter erhöhtem Druck gestanden. Zuvor hatte das Land seine letzte Qualitätsbewertung durch eine große Ratingagentur verloren. An der Börse in Johannesburg gaben vor allem Bankaktien nach, während Staatsanleihen Südafrikas von Anlegern abgestoßen wurden. Die Landeswährung Rand fiel im Verhältnis zum US-Dollar auf ein Rekordtief. Ein Dollar kostete erstmals mehr als 18 Rand.

Am Freitag hatte die Ratingagentur Moody's nach Börsenschluss die Kreditbewertung Südafrikas in den sogenannten Ramschbereich abgestuft. Dieser Bereich kennzeichnet riskante Anlagen, die für Investoren aus Sicht der Agentur eher nicht geeignet sind. Zuvor hatten schon die beiden Moody's-Konkurrenten Standard & Poor's und Fitch dem Land die Bewertung "Investment Grade" entzogen.

14:36 Uhr

Schweizer Notenbank will neuen Franken-Schock verhindern

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat die Fremdwährungskäufe zur Schwächung des Frankens in der Vorwoche Woche wohl weiter intensiviert. Zudem lässt sich Volkswirten zufolge aus den Daten zu den Sichtguthaben ablesen, dass die Notenbank zusätzlich Geld zur Bewältigung der Coronavirus-Krise für die Banken bereitstellt.

Die Sichtguthaben von Banken und Bund bei der SNB kletterten in der Woche zum 27. März auf 620,5 Milliarden Franken. Der Zuwachs um 11,6 Milliarden binnen einer Woche ist der stärkste seit dem Franken-Schock Anfang 2015, als die Zentralbank völlig unerwartet die Euro-Anbindung kippte.

14:20 Uhr

Billigeres Öl drückt deutsche Inflationsrate

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(Foto: picture alliance/dpa)

Sinkende Ölpreise haben die Inflation in Deutschland während der Corona-Pandemie deutlich gedämpft. Die Verbraucherpreise stiegen im März nur noch um durchschnittlich 1,4 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt zu seiner ersten Schätzung mitteilte. Im Februar hatte die Teuerungsrate noch bei 1,7 Prozent gelegen.

Nahrungsmittel verteuerten sich hingegen überdurchschnittlich stark um 3,7 Prozent. Dienstleistungen kosteten 1,4 Prozent mehr, wobei die Wohnungsmieten um 1,5 Prozent anzogen. Die Teuerungsrate dürfte im laufenden Jahr auf 1,1 Prozent fallen, nachdem sie 2019 noch bei 1,4 Prozent lag, sagen die Wirtschaftsweisen voraus.

14:08 Uhr

Bayer stellt eigene Kapazitäten für Virustests zur Verfügung

Ein Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2 ist zu sehen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Ein Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2 ist zu sehen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild)

Bayer stellt mehr als 40 Geräte zur Virusdiagnostik zur Verfügung, damit mehr Covid-19-Tests gemacht werden können. Die Analysekapazität steige dadurch um mehrere tausend Tests pro Tag, heißt es in einer Mitteilung des Dax-Konzerns.

Am Standort Berlin richtet Bayer auf zwei Etagen mit rund 140 freiwilligen Mitarbeitern ein eigenes Testlabor ein, in Nordrhein-Westfalen stellt das Unternehmen drei externen Laboren Geräte zur Verfügung. Deren Testkapazität wird dadurch verdoppelt.

Die Bayer-Aktie verzeichnete um die Mittagszeit ein Miniplus von 0,2 Prozent.

13:44 Uhr

Renault öffnet Werke in China und Südkorea wieder

Der Autohersteller Renault öffnet seine wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Werke in China und Südkorea wieder. Die beiden Fabriken im chinesischen Wuhan und im südkoreanischen Busan hätten die Produktion wieder aufgenommen oder stünden kurz davor, erklärten die Franzosen.

Weiter geschlossen bleiben vorerst die Renault-Werke in Frankreich und Spanien. Dort sind rund 28.000 Beschäftigte betroffen.

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13:18 Uhr

Commerzbank sieht sich massiver Anfragewelle gegenüber

Die Commerzbank hat nach eigenen Angaben in der Corona-Krise bereits gut 15.000 Finanzierungsanfragen von Firmenkunden erhalten.

  • "Insgesamt hat die Bank schon Corona-bedingte Kredite in Milliardenhöhe zur Verfügung gestellt", sagt ein Sprecher des MDax-Konzerns.

Es gebe einen sehr hohen Beratungsbedarf zu den Förderprogrammen, und das Geldhaus arbeite mit Hochdruck daran, die Anträge zügig zu prüfen.

13:05 Uhr

Wall Street sucht vor Start noch die Richtung

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(Foto: picture alliance/dpa)

Mit deutlicher Zurückhaltung dürften sich die Investoren an der Wall Street zu Beginn der neuen Woche zeigen. Die USA entwickeln sich immer mehr zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. Die entsprechenden konjunkturellen Belastungen aus der Krise dürften erst in den kommenden Wochen richtig sichtbar werden.

Der Future auf den S&P-500 pendelt um die Nulllinie und zeigt sich aktuell mit einem leichten Minus von 0,2 Prozent.

12:46 Uhr

Autozulieferer Leoni in Not - Staatsbürgschaften dringend nötig

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(Foto: picture alliance / Daniel Karman)

Der unter der Corona-Krise schwer leidende Autozulieferer Leoni will sich mit Staatsbürgschaften in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro über Wasser halten. Der Konzern wolle verzögerte Zahlungseingänge infolge der Produktionsstopps in der Autobranche sowie seine laufenden Kosten ausgleichen, sagte Finanzvorständin Ingrid Jägering.

Das Unternehmen bewerbe sich um Darlehen im Rahmen des Großbürgschaftsprogramms, bei dem der Bund und der Freistaat Bayern zusammen 90 Prozent des Ausfallrisikos übernehmen. Die Hausbanken des Unternehmens, die das restliche Risiko tragen sollen, hätten sich bereits wohlwollend über den Plan geäußert.

12:27 Uhr

Bauwerte sehr schwach - Krise belastet enorm

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Die Bauwerte haben am Vormittag überdurchschnittliche Abschläge hinnehmen müssen. Der Stoxx-Branchenindex fiel um 2 Prozent. Im Dax gaben Heidelbergcement zweitweise mehr als 5 Prozent ab. Die Geschäftsaussichten im Baugewerbe verschlechterten sich weltweit, so die Analysten der DZ Bank mit Blick auf Stornierungen, Verzögerungen und den Ausfall von Rohstoffen aufgrund der Corona-Krise.

Allerdings sollten die hohen Auftragsbestände die Geschäfte stützen, sobald die Unternehmen in der Lage zur Wiederaufnahme der Bautätigkeit seien. Zudem könnten die eingeleiteten Konjunkturmaßnahmen die Umsatzrückgänge begrenzen.

12:04 Uhr

Dax hält sich wacker - Händler: erstes Bodenbildungssignal

Nicht viel Neues von der Frankfurter Börse: Der Dax notierte zur Mittagszeit 0,5 Prozent tiefer bei 9581 Punkten - zuvor hatte sich der Leitindex kurz im positiven Bereich befunden. Der EuroStoxx50 gab um 0,7 Prozent auf 2709 Stellen nach.

Einen Hoffnungsschimmer sahen Händler in den Daten zur Wirtschaftsstimmung und im Geschäftsklima in der Eurozone im März. Beide Indikatoren waren zwar heftig eingebrochen, aber nicht ganz so stark wie befürchtet. Daraus lasse sich zumindest schließen, dass die Stimmung bereits nach unten untertrieben habe, sagte ein Börsianer: "Übertreibung nach unten ist das erste Signal vor einer Bodenbildung."

11:54 Uhr

Japan holt die Geldkanone raus

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(Foto: REUTERS)

Japan verschuldet sich im Kampf gegen die Auswirkungen der Virus-Krise nach Angaben von Insidern mit weiteren umgerechnet rund 134 Milliarden Euro. Das Land werde ab Juli zusätzliche Staatsanleihen im Volumen von 16 Billionen Yen begeben, hieß es aus Tokioter Regierungskreisen. Das Vorhaben habe in etwa den Umfang des Pakets, das die Regierung 2009 im Kampf gegen die globale Finanzkrise geschnürt habe.

Ministerpräsident Shinzo Abe hat massive Hilfen zur Stützung der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft in der Virus-Krise angekündigt, das Volumen ist aber bislang offen.

11:37 Uhr

Forcieren die Autobauer nun den Direktverkauf?

Die Coronavirus-Krise wird Autohersteller nach Experteneinschätzung dazu bringen, mehr Fahrzeuge direkt über das Internet an Verbraucher zu verkaufen. "Der IT-Teil ist nicht das zentrale Hindernis dafür", sagte der Autoanalyst der Marktforschungsfirma Gartner, Pedro Pacheco, der Deutschen Presse-Agentur. Schließlich gebe es auf einer typischen Website eines Autobauers bereits einen Konfigurator für Wunschfahrzeuge, sodass man nur einen Bezahlweg und ein Verfahren zur kontaktlosen Auslieferung hinzufügen müsste.

Die viel größere Herausforderung für den Direktvertrieb sei die Veränderung der gewohnten Denkmuster in der Industrie, meinte der Gartner-Analyst. Aber je länger die Ausgangs- und Arbeitsbeschränkungen dauerten, desto größer werde auch der der Druck für Wandel.

11:24 Uhr

Corona-Pandemie bremst Maschinenbauer massiv aus

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die deutschen Maschinenbauer klagen zunehmend über Lieferprobleme und Umsatzeinbußen durch die Corona-Pandemie. 84 Prozent der Betriebe leiden unter Beeinträchtigungen ihres Betriebsablaufs, fast jeder zweite davon unter "gravierenden" oder "merklichen" Störungen entlang der Lieferketten, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. Zwei Wochen zuvor habe der Anteil der beeinträchtigten Firmen noch bei 60 Prozent gelegen.

  • "Teile und Komponenten, die vor einigen Wochen in Asien bestellt wurden, sind nicht in den hiesigen Werken angekommen", erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Dies führe zu Produktionsbelastungen und -ausfällen.

Laut VDMA sind die Lieferketten zurzeit neben Deutschland insbesondere in Italien und China gestört. Die Lage in China und Südkorea scheine sich allerdings leicht zu entspannen, erklärte Wiechers.

Dennoch wird die Corona-Krise für nahezu alle Betriebe spürbar bleiben, wie aus den Umfrageergebnissen hervorgeht: 96 Prozent der Unternehmen rechnen mit "Umsatzrückgängen, die sie im Verlauf des Jahres nicht mehr kompensieren können".

11:14 Uhr

Wirtschaftsweise prognostizieren Einbruch des deutschen BIP

Die deutsche Wirtschaft wird wegen der Corona-Pandemie deutlich schrumpfen. Die sogenannten Wirtschaftsweisen rechnen in einem Sondergutachten mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von im schlimmsten Fall 5,4 Prozent im Gesamtjahr.

Bei einer kürzeren Dauer der Einschränkungen wegen der Krise und einer schnellen Erholung der Wirtschaft könnte das BIP demnach auch nur um 2,8 Prozent zurückgehen.

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11:05 Uhr

Ei oder Flummi? Wie es nach dem Crash weitergeht

Wie kann es nach diesem Crash mit den Märkten weitergehen? Wann wird es eine nachhaltige Erholung geben und wie lange wird sie brauchen? Friedhelm Tilgen diskutiert mit Daniel Saurenz von Feingold Research und Sven Gundermann von Taunus Investments über die aktuelle Börsensituation und worauf Anleger jetzt achten sollten.

10:43 Uhr

MTU-Papier verliert kräftig - Fondsberater empfiehlt Ausstieg

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 175,00

Massiv unter Druck stand im Dax erneut die Aktie von MTU mit einem Minus von mehr als 8 Prozent. Nachdem der Triebwerksspezialist ohnehin unter der Krise der Luftfahrtindustrie leidet und wohl die Dividende ausfallen lassen wird, ist das Papier nun auch noch von der französischen Alphavalue auf "Sell" abgestuft worden.

Die Pariser gelten als Buyside-Berater, dem auch große Fonds folgen.

10:28 Uhr

Austrian-Airlines-Chef erwartet schwere Nachkrisenzeit

Der Chef der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA), Alexis von Hoensbroech, malt ein ziemlich düsteres Zukunftsbild. Der Manager rechnet nämlich mit keiner zügigen Erholung der von der Corona-Krise gebeutelten Luftfahrtindustrie. Es könnte einige Jahre dauern, bis die Nachfrage wieder auf das Vorkrisenniveau zurückkehrt, sagte er dem Luftfahrt-Portal Austrianaviation. Entscheidend werde sein, mit der richtigen Kapazität und der richtigen Sequenz das Unternehmen wieder anzufahren, fügte von Hoensbroech an.

Die derzeitige Lage sei "außerordentlich schwierig". Die AUA habe 7000 Mitarbeiter, millionenschwere Flugzeuge und aktuell null Einnahmen. Das halte keine Airline sehr lange durch. Je länger die Krise dauere, desto mehr Unterstützung werden die Fluglinien auch vom Staat benötigen.

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(Foto: REUTERS)

10:13 Uhr

Chinas Notenbank senkt kurzfristige Zinsen für Geschäftsbanken

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die chinesische Notenbank greift der Wirtschaft des Landes im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise mit niedrigeren kurzfristigen Zinsen für die Banken unter die Arme. Der Zinssatz für Notenbankgeld, das den Geschäftsbanken den Landes für einen Zeitraum von sieben Tagen zur Verfügung gestellt wird, werde von zuvor 2,4 Prozent auf 2,2 Prozent gesenkt, teilte die Zentralbank mit.

Das Kreditgeschäft habe ein Volumen von 50 Milliarden Yuan (etwa 6,5 Milliarden Euro). Mit der Maßnahme wollen die Notenbanker für ausreichend Liquidität im Finanzsystem sorgen und damit der angeschlagenen Wirtschaft des Landes unter die Arme greifen.

10:02 Uhr

Voltabox kann Ausfälle nicht mehr aufholen - Aktie schmiert ab

Stark unter Druck stand am Vormittag die Aktie von Voltabox - Ihr Kurs stürzte um knapp 13 Prozent ab. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, die Ziele für das laufende Jahr nicht mehr erreichen zu können.

Der Bereich E-Mobilität sei eigentlich als etwas virusresistenter eingeschätzt worden, daher die Enttäuschung, meinte ein Händler. Voltabox sieht unter anderem Stornierungen und erwartet nicht, die Umsatzausfälle in diesem Jahr aufholen zu können. Voltabox stellt Batteriesystemen für Flurförderzeuge oder Bergbaufahrzeuge sowie Starterbatterien für Automobile her.

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09:44 Uhr

Easyjet lässt komplette Flotte am Boden

Der Billigflieger Easyjet lässt wegen der Corona-Krise seine gesamte Flugzeugflotte in Europa am Boden. Die Briten kündigten zudem an, weiterhin mit Regierungen für Flüge zur Rückkehr von Urlaubern zusammenzuarbeiten. Es könne derzeit nicht gesagt werden, wann der normale Flugverkehr wieder starte, so die Airline. Maßnahmen würden eingeleitet, um die Belastungen aus den Flugstreichungen abzufedern.

Die Fluggesellschaft hatte bereits vor zehn Tagen angekündigt, die Flotte größtenteils am Boden zu lassen. Easyjet war damit anderen Gesellschaften gefolgt, die wegen der Reisebeschränkungen und der Pandemie ebenfalls ihre Flotten vorübergehend stillgelegt haben.

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09:31 Uhr

VDA-Chefin sorgt sich um Arbeitsplätze in Autobranche

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Hildegard Müller

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Autobranche ist derzeit Kurzarbeit für Zehntausende Mitarbeiter angesagt. Der Lobbyverband VDA schaut im Zusammenhang mit der Corona-Krise aber bereits weiter.

  • "Wir machen uns Sorgen um die Arbeitsplätze und die Zukunft", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller in der ARD.
  • Momentan sehe sie allerdings Unternehmen, die sehr verantwortungsvoll mit ihren Mitarbeitern umgingen. Firmen schöpften die Instrumente voll aus, um die Menschen auch an Bord zu halten.

Einen Ausblick auf die Zukunft der Branche wollte Müller nicht geben:

  • "Wir möchten uns im Moment noch nicht beteiligen an Spekulationen, wie hoch eine Rezession ausfallen wird."
  • Zwar sei es richtig, im Hintergrund verschiedene Szenarien zu entwickeln. Es helfe aber nicht, wirre Spekulationen zu verbreiten.
09:13 Uhr

Gewinn sofort weg: Dax flattert in den Tag

Dax
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Nervosität an der Frankfurter Börse: Der deutsche Aktienmarkt ist uneinheitlich in die neue Handelswoche gestartet. Der Dax legte zunächst um 0,9 Prozent, verlor aber sofort wieder seinen Gewinn. Der Leitindex notierte 0,3 Prozent tiefer bei 9604 Punkten. Der MDax verlor 0,3 Prozent auf 20.546 Zähler, der TecDax gewann 0,2 Prozent auf 2514 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,3 Prozent auf 2723 Punkte nach unten.

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie werden Experten zufolge voll auf die Konjunkturdaten der neuen Woche durchschlagen. Entsprechend hoch bleibe die Nervosität der Anleger. Nach dem Einbruch des Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chefetagen  widerspiegelt, rechnen Experten mit einem ähnlich starken Rückgang des europäischen Geschäftsklima-Index.

08:43 Uhr

Ifo: Jeder vierte Industriebetrieb steht vor Kurzarbeit

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Kurzarbeit in der deutschen Industrie wird einer Prognose des Ifo-Instituts zufolge wegen der Coronavirus-Pandemie bald kräftig steigen. 25,6 Prozent aller Firmen erwarten in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit, wie die Münchner Forscher mitteilten. Das ist der höchste Stand seit 2010. Vor drei Monaten lag der Anteil noch bei 15,3 Prozent. Bereits Kurzarbeit eingeführt haben der Umfrage zufolge 9,3 Prozent der Industriefirmen. Die Bundesregierung hatte die Möglichkeiten wegen der Krise ausgeweitet.

Überdurchschnittlich betroffen sind Ifo zufolge die Schlüsselbranchen Automobile (41 Prozent), Maschinenbau (33 Prozent) und Elektro (32 Prozent).

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08:32 Uhr

US-Dollar wegen Corona-Krise im Aufwind

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(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Deutlich an Festigkeit hat im frühen Handel der US-Dollar gewonnen. Wegen der Coronavirus-Pandemie flüchten Anleger erneut in die Weltleitwährung. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, stieg um 0,3 Prozent auf 98,674 Punkte. Im Gegenzug verbilligt sich der Euro um 0,5 Prozent auf 1,1086 Dollar.

08:01 Uhr

Dax erholt sich, Nervosität bleibt hoch

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge etwas höher in den Handel starten. Am Freitag hatte der Dax 3,7 Prozent auf 9632,52 Punkte nachgegeben. Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie werden Experten zufolge voll auf die Konjunkturdaten der neuen Woche durchschlagen. Entsprechend hoch bleibe die Nervosität der Anleger an den Finanzmärkten. Nach dem Einbruch des Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt, rechnen Experten mit einem ähnlich starken Rückgang des europäischen Geschäftsklima-Index.

07:19 Uhr

Coronavirus lässt Ölpreise nach unten krachen

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 42,07

Die Ölpreise sind zum Wochenstart wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie deutlich gefallen. Der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent sackte dabei auf den tiefsten Stand seit November 2002 ab. Damals hatten die Ölpreise infolge der Terroranschläge am 11. September 2001 unter Druck gestanden. Auf der Angebotsseite herrscht aktuell zudem ein Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland, der die Ölpreise zusätzlich belastet.

Der Brent-Preis fiel am frühen Morgen um bis zu knapp acht Prozent auf 23,03 Dollar und konnte sich zuletzt nur etwas erholen auf 23,50 Dollar. Damit gab der Kurs für Brent-Öl seit dem 24. Februar, als die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Finanzmärkte voll erfasst hat, um knapp 60 Prozent nach. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI fiel um bis zu 7,4 Prozent auf 19,92 Dollar und rutschte damit wie schon einmal im Corona-Crash unter die Marke von 20 Dollar. Zuletzt kostete ein WTI-Barrel mit 20,52 Dollar noch gut 4,5 Prozent weniger als am Freitag. Das Minus des WTI-Preises seit dem Start des Corona-Crashs summiert sich auf etwas mehr als 60 Prozent.

07:07 Uhr

Galeria Karstadt Kaufhof kämpft um Staatshilfen

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof wartet weiter auf Staatshilfen. Die "Textilwirtschaft" berichtet, dass die nötigen Gespräche auch am Wochenende zu keinem Ergebnis geführt haben. Die Fachzeitschrift zitiert aus einem internen Papier, in dem es heißt, das Unternehmen führe "derzeit unter anderem Gespräche mit den Banken, um die umfangreichen Voraussetzungen für die Inanspruchnahme staatlicher Hilfsgelder zu schaffen." Dieser Prozess sei allerdings "derzeit noch sehr bürokratisch und aufwändig. Er kostet wertvolle Zeit."

Der Konzern wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Um das Warenhausunternehmen mit seinen 28.000 Mitarbeitern und rund 170 Standorten zu retten, ist Eigentümerin Signa offenbar auch selbst bereit, "signifikante finanzielle Unterstützung" zu leisten. Der Konzern musste aufgrund der sich ausbreitenden Coronavirus-Pandemie seine Filialen schließen.

06:48 Uhr

Singapurs Zentralbank ergreift drastische Maßnahmen

In Singapur hat die Zentralbank (MAS) ihre Geldpolitik angesichts der erwarteten Rezession erwartungsgemäß deutlich gelockert. Volkswirte sprechen von dem aggressivsten Schritt seit der Finanzkrise 2009. Die MAS steuert ihre Geldpolitik vor allem über die Festlegung von Wechselkursen für den heimischen Singapur-Dollar.