Montag, 30. September 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax geht mit Plus in die neue Woche

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(Foto: imago/Sven Simon)

Lange Zeit fehlte dem Dax heute nach zwei Gewinntagen in Folge der Schwung. Doch am Nachmittag schaltete der Frankfurter Leitindex dann doch einen Gang höher und bewegte sich im positiven Bereich. Grund war der positive Handelsbeginn an der Wall Street. Der Dax gewann schlussendlich 0,4 Prozent auf 12.428 Punkte. Der MDax legte um 0,2 Prozent auf 25.887 Zähler zu. Der TecDax verlor dagegen 0,3 Prozent auf 2814 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,6 Prozent auf 3568 Punkte nach oben. Im Blick blieb die Frage, wie stark der Handelsstreit zwischen den USA und China die Konjunktur beeinflusst. Vor der neuen Verhandlungsrunde im dem Konflikt, die wohl am 10. Oktober stattfinden soll, hatte sich die vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Stimmung in den kleineren und mittleren chinesischen Unternehmen gebessert.

Die Thyssenkrupp-Aktie büßten 1,3 Prozent ein. Der Aufsichtsrat des kürzlich in den MDax abgestiegenen Konzerns einigte sich wie erwartet mit dem bisherigen Vorstandsvorsitzenden Guido Kerkhoff auf die einvernehmliche Auflösung seines Vertrages. Von Dienstag an übernimmt die bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Martina Merz vorübergehend das Ruder in der Essener Konzernzentrale.

Im Dax gab es nichts Spektakuläres. Am stärksten legten heute Lufthansa zu - um 2,1 Prozent. Das Index-Ende zierten Fresenius mit minus 2,4 Prozent.

17:15 Uhr

Euro rutscht unter 1,09-Dollar-Marke

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,11

Mit dem Eurokurs geht es weiter bergab. Die Gemeinschaftswährung knüpfte heute an die Verluste der vergangenen Handelstage an, rutschte unter die Marke von 1,09 US-Dollar und erreichte bei 1,0885 Dollar den tiefsten Stand seit Mai 2017. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,0889 (Freitag: 1,0935) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9184 (0,9145) Euro.

Stärkster Belastungsfaktor für den Euro ist die extrem lockere Geldpolitik der EZB. Der scheidende Notenbankchef Mario Draghi bekräftigte gegenüber der "Financial Times" seine Linie, dass die Geldpolitik noch stärker gelockert werden könnte.

17:08 Uhr

Deutsche Bank erwartet erneut sinkendes deutsches BIP

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das zweite Quartal war bereits schwach, aber das dritte wird wohl noch schwächer: Die Deutsche Bank erwartet nämlich, dass die Wirtschaftsleistung Deutschlands auch zwischen Juli und September gesunken ist. "Für das dritte Quartal erwarten wir eine Kontraktion des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1/2 Prozent", heißt es in einem aktuellen Kommentar der Bank. Damit rutschte die deutsche Wirtschaft in eine technische Rezession. Im zweiten Quartal war das BIP um 0,1 Prozent gesunken.

Das Geldinstitut geht davon aus, dass privater Konsum und Bausektor weiter für Wachstumsimpulse sorgen werden, und rechnet deshalb für 2020 mit einer Stabilisierung. "Dies setzt allerdings voraus, dass die geopolitischen Risiken nicht weiter eskalieren", heißt es.

16:52 Uhr

Nachfrage nach Apples iPhone 11 höher als erwartet

Apple erfreut sich einer höheren Nachfrage nach dem iPhone 11 als Analysten erwartet hatten. Daher hat JP Morgan nun die Absatzprognosen angehoben und nennt für die Aktie ein Kursziel von 265 US-Dollar nach zuvor 243 Dollar. Die Analysten rechnen für das im September endende Quartal mit einer zusätzlichen Million an Auslieferungen und für das Dezember-Quartal mit zusätzlichen drei Millionen.

Die positiven Auswirkungen dieser höheren Verkäufe würden etwas vermindert wegen der Währungsentwicklung und weil Apple einen niedrigeren Preis für das iPhone 11 angesetzt habe, verglichen mit dem Vorläufer.

16:24 Uhr

Iran will Ölterminal aus Persischem Golf verlegen

Der Iran will die Verlegung seines wichtigsten Ölterminals aus dem Persischen Golf schneller vorantreiben. Die Errichtung eines neuen Ölterminals in Bandar-e Dschask und der Bau einer Pipeline von der Hafenstadt am Golf von Oman nach Goreh in der Provinz Buschehr gehörten zu den "Plänen mit Priorität", erklärte das Ölministerium in Teheran. Dschask werde damit als zweitgrößtes Ölterminal "strategische Bedeutung" erlangen.

Präsident Hassan Ruhani hatte vor einem Jahr angekündigt, dass ein "bedeutender Teil" der iranischen Ölexporte in Zukunft nicht mehr über das Ölterminal auf der Insel Chark im Persischen Golf abgewickelt werde, sondern über Dschask. Um das neue Ölterminal zu erreichen, müssen Tanker künftig nicht mehr die Seestraße von Hormus durchqueren. Amtlichen Angaben zufolge soll das neue Terminal in 18 Monaten in Betrieb gehen.

16:02 Uhr

Techwerte treiben Handel an der Wall Street an

Kursgewinne bei Technologieaktien haben den US-Börsen zum Wochenauftakt zu einem Plus verholfen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,3 Prozent fester bei 26.880 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,3 Prozent auf 2970 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte ebenfalls 0,3 Prozent höher bei 7962 Punkten. Dennoch steuern die Börsenbarometer auf das schwächste Quartal in diesem Jahr zu. Dabei spielen vor allem die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China eine Rolle.

Zu den größten Gewinnern gehörten die Apple-Aktien mit einem Plus von 1,3 Prozent. Die Experten von JP Morgan haben ihre Prognose für den Verkauf der iPhones angehoben.

15:39 Uhr

n-tv Zertifikate: Trügerische Ruhe am Ölmarkt?

Die Anschläge auf saudische Ölanlagen Mitte September hatten den Ölpreis kräftig nach oben springen lassen. Inwieweit sich die Lage mittlerweile wieder beruhigt hat und was Anleger mit dem Rohstoff Öl anfangen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

15:18 Uhr

Französische XL Airways unterbricht Flugbetrieb

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(Foto: REUTERS)

Die in finanzielle Schwierigkeiten geratene französische Fluggesellschaft XL Airways stellt vorübergehend ihren Flugbetrieb ein. Die Unterbrechung dauere von heute Nachmittag bis einschließlich Donnerstag, teilte die Airline auf ihrer Internetseite mit. Die Fluggesellschaft strebt laut früheren Interview-Äußerungen ihres Chefs Laurent Magnin eine Rettung durch den Konkurrenten Air France an.

XL Airways mit rund 600 Beschäftigten ist auf Langstreckenflüge spezialisiert, beispielsweise in die Karibik, in den Indischen Ozean oder in die USA. Sie befördert nach eigenen Angaben pro Jahr annähernd eine Million Menschen. Die Flotte besteht aus vier Airbus des Typs A330.

14:59 Uhr

Springer baut Jobs ab und senkt Prognose

Axel Springer
Axel Springer 63,50

Der Medienkonzern Axel Springer baut Arbeitsplätze in der Mediensparte ab und wirft deshalb seine Geschäftsziele für 2019 über Bord. Springer nannte keine konkrete Zahl für den Jobabbau. Man werde erst einmal mit der Belegschaft reden, hieß es. Geplant sind Kosteneinsparungen von 50 Millionen Euro.

"Personalreduktion" werde es geben "in den Verlagsstrukturen, den Redaktionen, bei Media Impact und Sales Impact". Zudem sollen die Redaktionen von "Bild" und "Bild am Sonntag" noch weiter zusammengeführt werden. Wegen des Umbaus, aber auch wegen schwächerer Geschäfte in bestimmten Bereichen senkt der Konzern seine Ziele für das laufende Jahr.

14:31 Uhr

Yachtbauer Ferretti peilt Milliardenbewertung an

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(Foto: imago images/Mandoga Media)

Der italienische Yachtbauer Ferretti treibt seinen geplanten Börsengang voran, nachdem die Borsa Italiana einem Listing der Aktien in Mailand zugestimmt hat. Geplant ist laut einer Mitteilung von Ferretti die Platzierung von 30 Prozent des Aktienkapitals. Bei einem Verkaufspreis zwischen 2,50 und 3,70 Euro je Aktie wäre Ferretti zwischen 727 Millionen und 1,08 Milliarden Euro wert.

Ferretti baut Luxusyachten, die auch mehrere zig Millionen Euro kosten können. Zu dem Unternehmen gehören die Marken Riva, Pershing und Mochi Craft.

14:01 Uhr

Insider: Institute senken Prognosen - "Industrie in Rezession"

Die führenden Institute senken Insidern zufolge ihre Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 0,5 und 2020 um 1,1 Prozent wachsen, sagten Insider Reuters. Im Frühjahr waren die Ökonomen noch von 0,8 und 1,8 Prozent ausgegangen.

Seither hat sich die Weltkonjunktur durch Handelskonflikte abgekühlt, während sich Risiken wie ein ungeordneter Brexit erhärtet haben. Darunter leidet besonders die exportabhängige Industrie. "Konjunktur kühlt ab - Industrie in der Rezession", lautet daher der Titel des Gutachtens. Für 2021 wird dann wieder ein stärkeres Wachstum von 1,4 Prozent vorausgesagt.

13:40 Uhr

Aktien von Henkel und Reckitt stehen unter Druck

Kräftig unter Druck haben die Aktien von Reckitt Benckiser mit 4,1 Prozent Minus gestanden. Angesichts der tendenziell zunehmenden Lust auf Zykliker seien Sichere-Hafen-Aktien wie Konsumgüterhersteller weniger beliebt. Dies zeige auch die Abstufung durch die Bank of America für Henkel, die den Dax-Wert um 2,3 Prozent drückt.

"Reckitt hat dazu aber noch das hauseigene Problem eines sub-optimalen Portfolios", sagt ein Händler. Dies habe sich in den enttäuschenden Zahlen Ende Juli gezeigt.

13:19 Uhr

Nasdaq erschwert chinesische Börsengänge

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der US-Börsenbetreiber Nasdaq greift mitten im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit bei Neuemissionen (IPO) von Kleinunternehmen aus dem Reich der Mitte hart durch. So werden zum Beispiel die Vorschriften für geplante Börsengänge verschärft, wie aus offiziellen Mitteilungen hervorgeht.

Die US-Regierung erwägt Insidern zufolge sogar, die Börsennotierung chinesischer Firmen in den USA einzustellen. China warnte seinerseits, dass ein solcher Schritt zu Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten führen könnte.

13:06 Uhr

Grüne Vorzeichen an der Wall Street

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Mit einem leichten Plus dürfte die Wall Street in die neue Woche starten. Es ist gleichzeitig aber auch der letzte Handelstag des dritten Quartals, das nach Aussage von Teilnehmern besonders volatil verlaufen ist. Dies nicht zuletzt durch die weiter stockenden Verhandlungen im US-chinesischen Handelsstreit, die Attacken auf saudi-arabische Raffinerien, die jüngsten Zinssenkungen der US-Notenbank und die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank.

Der Future auf den S&P-500 verzeichnet ein Plus von 0,4 Prozent. Gestützt wird die Stimmung von guten chinesischen Konjunkturdaten. Aus den USA steht am Montag lediglich der Einkaufsmanagerindex Chicago für den September auf der Agenda. Hier wird mit einer leichten Zunahme gerechnet. Aber auch die innenpolitischen Entwicklungen in den USA bleiben ein zentrales Thema. Die Ukraine-Affäre setzt US-Präsident Donald Trump weiterhin unter Druck.

12:57 Uhr

Asiensparte von AB InBev mit starkem Börsendebüt

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(Foto: REUTERS)

Die Aktien des Asien-Geschäfts der weltweit führenden Brauerei AB InBev sind heute mit Kursgewinnen an der Börse begrüßt worden. Die Papiere von Budweiser APAC legten an ihrem ersten Handelstag in Hongkong bis zu sechs Prozent zu und schlossen 4,4 Prozent höher.

AB InBev nahm bei dem Börsengang etwa fünf Milliarden US-Dollar ein. Es ist damit die weltweit zweitgrößte Erstnotiz nach Uber: Der Mitfahrdienst hatte 8,1 Milliarden Dollar bei Anlegern eingesammelt.

12:14 Uhr

Arbeitslosigkeit in Eurozone auf tiefstem Stand seit Mai 2008

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone geht weiter zurück. Im August fiel die Arbeitslosenquote in den 19 Euro-Ländern um 0,1 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit Mai 2008. Analysten hatten im Mittel eine unveränderte Quote erwartet. In der gesamten Europäischen Union fiel die Quote von 6,3 auf 6,2 Prozent. Das ist der tiefste jemals gemessene Wert seit Beginn der monatlichen Erhebung im Jahr 2000.

Nach wie vor ist die Arbeitsmarktlage in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich. In der Eurozone wies Deutschland die niedrigste Arbeitslosigkeit auf. In Griechenland und Spanien ist sie weiterhin am höchsten, auch wenn sie dort in den vergangenen Jahren deutlich gefallen ist.

11:49 Uhr

Dax klebt fest

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Wenig Bewegung in Frankfurt: Der deutsche Aktienmarkt hat sich bis zum Mittag ziemlich unbeweglich präsentiert. Dax und MDax notierten fast unverändert bei 12.383 beziehungsweise 25.845 Punkten. Der TecDax verlor 0,6 Prozent auf 2807 Stellen. Der EuroStoxx50 verzeichnete ein kleines Plus von 0,1 Prozent auf 3551 Zähler.

Dax-Spitzenreiter waren Covestro mit plus 2,3 Prozent. Am Leitindex-Ende lagen Fresenius mit minus 2,5 Prozent.

11:36 Uhr

Rheinmetall heimst Rüstungsauftrag in Ungarn ein

Rheinmetall
Rheinmetall 96,12

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat in Ungarn einen Großauftrag im Wert von 300 Millionen Euro erhalten. Rheinmetall liefert für 44 Leopard 2-Panzer Waffenanlagen und Feuerleittechnik sowie Waffenanlagen, Feuerleittechnik und Fahrgestelle für 24 Panzerhaubitzen. Zudem gehören 13 Lkw zum Auftragspaket. Die Lieferungen sollen zwischen 2021 und 2025 erfolgen.

Rheinmetall ist bei den Bestellungen Partner von Krauss-Maffei-Wegmann, die den Auftrag über die Panzer und Haubitzen erhalten hatten. Ungarn ist damit der 19. Staat, der Leopard-Panzer nutzt.

11:14 Uhr

RWE will bis 2040 klimaneutral werden

RWE
RWE 26,01

Der Energiekonzern RWE will bis zum Jahr 2040 klimaneutral werden. Deutschlands größter Braunkohleverstromer wird ab heute zum Produzenten von Ökostrom. Zur strategischen Neuausrichtung gehört auch, den CO2-Ausstoß in den nächsten Jahren drastisch zu senken. Der dreistufige CO2-Minderungsplan sieht bis 2030 eine Verringerung um 70 Prozent vor.

RWE übernimmt die erneuerbaren Energien des bisherigen Konkurrenten Eon. Demnächst kommen auch die regenerativen Energien der früheren RWE-Tochter Innogy hinzu. Dadurch wird RWE zu einem der führenden Unternehmen bei grünem Strom - bei Strom aus Windkraftanlagen auf See rangiert RWE nach eigenen Angaben sogar weltweit auf Platz zwei.

10:51 Uhr

Bitcoin rutscht auf tiefsten Stand seit Juni

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(Foto: picture alliance / Jens Kalaene/)

Kräftig abwärts geht es heute mit dem Bitcoin. Er fiel am Vormittag auf den niedrigsten Stand seit dreieinhalb Monaten. Die Cyber-Devise gab 4,7 Prozent nach und kostete mit 7683,24 US-Dollar so wenig wie seit Mitte Juni nicht mehr.

10:32 Uhr

Ifo-Beschäftigungsbarometer steigt dank Dienstleistern

Die Personalabteilungen in deutschen Unternehmen schreiben nach Erkenntnissen des Münchener Ifo-Instituts wieder mehr Stellen aus. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im September auf 98,9 (August: 98,1) Punkte. Die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt bleibe jedoch weiterhin schwach ausgeprägt, urteilt Ifo.

Der Treiber des Anstiegs waren demnach die Dienstleister. Vor allem Hotels und Gaststätten wollen mehr Personal einstellen. Aber auch Unternehmensberater sind vermehrt gesucht. In der Industrie werden dagegen weiter Stellen abgebaut.

10:11 Uhr

Weniger Arbeitslose in Deutschland wegen statistischer Effekte

In Deutschland haben sich im September überraschend weniger Menschen arbeitslos gemeldet als erwartet. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, fiel die Arbeitslosenzahl bereinigt um saisonale Einflüsse gegenüber August um 10.000 Personen. Dieser Rückgang ging laut BA allein auf statistische Gründe zurück, die mit der Entwicklung im Bereich der Grundsicherung Hartz IV zu tun haben. Anders sah es bei der "konjunkturnäheren Arbeitslosenversicherung" für Empfänger von Arbeitslosengeld aus, wo sich die schwache Konjunktur negativ ausgewirkt habe und die Arbeitslosigkeit gestiegen sei, so die BA.

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Im Vorfeld befragte Volkswirte hatten für September eine Zunahme der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl um 5.000 erwartet. Im August hatte sie sich um 2000 erhöht. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote verharrte im September bei 5,0 Prozent, was den Erwartungen der Ökonomen entsprach. Bei der Saisonbereinigung werden jahreszeitliche Schwankungen, wie beispielsweise die Auswirkungen des Wetters, berücksichtigt.

10:06 Uhr

Abstimmen für die ZertifikateAwards 2019

Es gibt viele Zertifikate, doch welches ist das Beste? Unter anderem darüber können auch Sie ab heute unter www.zertifikateawards.de abstimmen. Worüber genau, darüber spricht Bianca Thomas mit Tobias Kramer von der Zeitschrift „Der Zertifikateberater“.

09:47 Uhr

US-Billig-Modekette ist am Ende

Die 1984 gegründete US-Billig-Modekette Forever 21 mit 815 Geschäften in 57 Ländern hat den Kampf mit den Online-Rivalen Amazon & Co verloren und Insolvenz angemeldet. Es wurde Gläubigerschutz beantragt, wie das in Los Angeles ansässige Unternehmen mitteilte. Die nun geplante Restrukturierung soll es ermöglichen, sich auf den profitablen Kern zu konzentrieren. Im Zuge dessen sollen 178 Filialen in den USA und die meisten Filialen in Asien und Europa geschlossen werden.

Der Trend zum Online-Einkauf hat in den USA seit Anfang 2017 mehr als 20 US-Einzelhändler in die Pleite getrieben, darunter Sears und Toys 'R' Us.

09:15 Uhr

Dax startet schwächer in die Woche

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Verlusten in den Tag. Der Dax gibt 0,2 Prozent auf 12.352 Punkte ab, der MDax 0,1 Prozent auf 25.795 Zähler. Der TecDax büßt 0,6 Prozent auf 2804 Punkte ein.

09:01 Uhr

Ölmarkt hakt Drohnen-Attacken ab

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REUTERS

Die Ölpreise bewegen sich kaum. Derzeit kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 61,72 US-Dollar. Das sind 19 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt ebenfalls geringfügig um acht Cent auf 55,83 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 63,18

Mit anderen Worten: Am Ölmarkt hat sich die Lage etwas beruhigt. Vor zwei Wochen waren die Preise nach Drohnen-Angriffen auf saudische Ölanlagen stark gestiegen. Der Großteil dieser Aufschläge ist mittlerweile wieder verschwunden. Am Markt wird dies mit Meldungen erklärt, wonach Saudi-Arabien seine Produktionskapazitäten überwiegend wiederhergestellt habe.

Tendenziell niedrig gehalten werden die Rohölpreise auch durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China. Die Logik dahinter: Der Zoff drosselt die ohnehin schwächelnde globale Konjunktur und dämpft damit die Rohölnachfrage.

08:31 Uhr

Einzelhandel erweist sich als Konjunkturstütze

Die Geschäfte im deutschen Einzelhandel laufen gut. Der Umsatz bleibt im August im Rahmen der Erwartungen. Die konjunkturstützende Wirkung der Binnennachfrage der Verbraucher bleibt vorerst erhalten.

  • Gegenüber dem Vormonat stieg der Umsatz preis- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.
  • Volkswirte hatten einen Anstieg von 0,6 Prozent prognostiziert. Und: Der für Juli vorläufig gemeldete Rückgang von 1,6 Prozent wurde auf 0,8 Prozent revidiert.
  • Das Niveau des Vorjahresmonats überstieg der Einzelhandelsumsatz im August um 3,2 (Juli: 5,2) Prozent.
08:11 Uhr

VW-Prozess beunruhigt Börsianer

Was rollt bei der juristischen Aufarbeitung des Dieselskandals noch auf Europas größten Automobilkonzern zu? Vor dem Oberlandesgericht Braunschweig beginnt am Morgen der bislang größte deutsche Prozess in der VW-Abgasaffäre.

  • In dem Musterverfahren geht es um Schadenersatzforderungen Hunderttausender VW-Kunden.
  • Mit der Klage will der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) gemeinsam mit dem Automobilclub ADAC feststellen lassen, ob Volkswagen Kunden im Dieselskandal "vorsätzlich und sittenwidrig" geschädigt hat und deshalb grundsätzlich Schadenersatz zahlen muss.
  • Der Klage angeschlossen haben sich mehr als 440.000 Volkswagen-Kunden. Die Verhandlung über die Musterfeststellungsklage von Verbraucherschützern gegen den Autobauer startet gegen 10.00 Uhr.

Gespannt warten Marktbeobachter, wie Aktionäre mit der Aussicht auf hohe Schadenersatzzahlungen umgehen werden. Die im Dax notierten Vorzugsaktien von Volkswagen waren vor dem Wochenende 0,1 Prozent fester bei 154,22 Euro aus dem Handel gegangen.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 174,74

07:55 Uhr

China-Daten deuten Erholung an

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Peking im Morgennebel: Die Staatsführung will den großen Jahrestag mit viel Pomp begehen.

(Foto: REUTERS)

Aufatmen in Peking: Kurz vor den Feierlichkeiten zur Gründung der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949 - also vor 70 Jahren - gibt es Anzeichen für eine leichte Aufhellung der Lage an der Konjunkturfront.

  • Der offizielle Einkaufsmanager-Index (PMI) zeigt wieder aufwärts, auch wenn er sich noch immer im Kontraktionsbereich befindet.
  • Mit einem aktuellen Stand von 49,8 Punkten nähert sich das Stimmungsbarometer der chinesischen Einkaufsmanager aber wieder deutlich der Expansionsschwelle von 50 Punkten an, unter der er sich nun seit fünf Monaten befindet.
  • Ökonomen hatten mit einem geringeren Wert um 49,6 gerechnet. Positiv sei vor allem der Anstieg der Export-Aufträge, betonten Beobachter.
07:25 Uhr

So sieht die Lage am Arbeitsmarkt aus

Fällt die saisonal übliche Herbstbelebung in diesem Jahr aus? Am Morgen vor der Veröffentlichung des aktuellen Monatsberichts der Bundesagentur für Arbeit (BA) zur Lage im September lohnt vorab ein Blick auf die jahreszeitlich üblichen Schwankungen bei der deutschen Arbeitslosenquote.

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Zu erwarten wäre im September eigentlich eine Aufhellung der Lage: In den vergangenen Jahren sank der Anteil der Erwerbslosen von August bis September mit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres und der herbstlichen Aktivitäten in der Wirtschaft üblicherweise um 0,1 oder gar 0,2 Prozentpunkte. Wie stark die Exportaussichten und die Unsicherheiten in der Weltwirtschaft diesmal auf den deutschen Arbeitsmarkt durchschlagen, werden die BA-Statistiker wie üblich gegen 9.55 Uhr vorstellen.

07:10 Uhr

Dax steuert unsicher ins Schlussquartal

Die neue Woche mit dem Start ins Schlussquartal des Jahres 2019 beginnt deutschen Aktienmarkt mit vereinzelt freundlichen Signalen in einem insgesamt unverändert stürmischen Umfeld. Mit Blick auf den Auftakt an der Frankfurter Börse rechnen Beobachter mit einem verhaltenen Start.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Leitindex Dax zur Eröffnung bei 12.385,00 Punkten gesehen, was einem prozentual unveränderten Wochenauftakt entspricht.
  • Vor dem Wochenende war das prominenteste deutsche Kursbarometer 0,8 Prozent fester bei 12.380,94 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • Der Dax könnte nach seiner Konsolidierung in den vergangenen Wochen nun wieder "Angriffe auf das Jahreshoch" versuchen, meinte ein Börsianer.
Dax
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Positiv für die Märkte werden erholte Konjunkturdaten aus China gewertet. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen daneben Inflationsdaten aus Deutschland, Italien und Spanien. Dafür spreche vor allem die Erholung der Zykliker, hieß es. Gut für diese ausgesprochen konjunktursensiblen Titel sind demnach vor allem die fortgesetzten Handelsgespräche zwischen den USA und die China-Daten. Auch das Wahlergebnis aus Österreich dürfte die Stimmung stützen: Die Konservativen um Sebastian Kurz errangen in Wien einen klaren Wahlsieg.

06:58 Uhr

So hat Österreich gewählt

Die konservative ÖVP hat bei der Parlamentswahl in Österreich laut vorläufigem Endergebnis ohne Briefwähler 38,4 Prozent der Stimmen erhalten. Auf die SPÖ entfielen 21,5 Prozent der Stimmen, auf die FPÖ 17,3 Prozent. Die Grünen konnten 12,4 Prozent der Wähler überzeugen und springen damit deutlich über die Vier-Prozent-Hürde, an der die Partei vor zwei Jahren noch gescheitert war. Ebenfalls ins Parlament geschafft haben es die liberalen Neos mit 7,4 Prozent, während die "Liste Jetzt" mit einem mageren Ergebnis von 1,9 Prozent nicht erneut in den Nationalrat einzieht.

*Datenschutz

Bis das endgültige Wahlergebnis feststeht, dürften noch einige Tage vergehen: Rund eine Million der insgesamt 6,4 Millionen Wahlberechtigten gaben ihre Stimme bei der vorgezogenen Neuwahl per Briefwahl ab. Die Auszählung der Briefwahlstimmen dürfte bis Donnerstag andauern.

Für die Hochrechnungen wurde das Stimmverhalten dieser Wählergruppe bereits geschätzt und eingerechnet, für das vorläufigen Endergebnis wurden sie nicht berücksichtigt. In den Hochrechnungen kommt die ÖVP auf 37,1 Prozent, die SPÖ auf 21,7 Prozent, die FPÖ auf 16,1 Prozent, die Grünen auf 14 Prozent und die Neos auf 7,8 Prozent.

Mehr zum Ausgang der Nationalratswahl in Österreich können Sie hier nachlesen. Die voraussichtlichen Bündnisoptionen mit dem Koalitionsrechner finden Sie hier.

06:31 Uhr

Euro verneigt sich vor dem Oktober

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picture alliance / Jens Büttner/

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Frische Daten aus dem Zentrum der Eurozone: Wie steht es um den deutschen Arbeitsmarkt?

(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Im Devisenhandel beginnt die neue Woche mit einem leichten Abwärtstrend beim Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung bleibt dabei jedoch weiterhin in seinem Korridor der vergangenen Tagen zwischen den Linien bei 1,10 und 1,09 Dollar.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,0934 Dollar und damit 0,07 Prozent unter dem Niveau von Ende vergangener Woche.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag mit 1,0935 Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,9145 Euro.
  • Im asiatischen Devisengeschehen blieb der Dollar in der Nacht auf Montag (aus europäischer Sicht) fast unverändert bei 107,89 Yen und 7,1228 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar ebenfalls kaum verändert bei 0,9909 Franken. Das Pfund Sterling hielt sich bei 1,2288 Dollar.

Für neue Impulse könnten kurz vor dem Monatswechsel unter anderem Daten aus dem deutschen Arbeitsmarkt sorgen. Der Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit der aktuellen Erwerbslosenquote wird wie üblich gegen 9.55 Uhr erwartet.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

06:00 Uhr

Schlagzeilen vom Wochenende