Montag, 08. April 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Lahmer Wochenbeginn - Dax rutscht unter 12.000

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(Foto: imago/Sven Simon)

Dieser Handelstag war wohl ein gebrauchter: Zum Start in die Woche ist es an den europäischen Börsen nach unten gegangen. Teilnehmer sprachen von einer Verschnaufpause nach den jüngsten Kursgewinnen. Der Dax beendete erst einmal seinen Ausflug über die 12.000er-Marke und schloss um 0,4 Prozent leichter bei 11.963 Punkten. Der MDax sackte ebenfalls um 0,4 Prozent auf 25.438 Zähler ab. Der TecDax fiel um 0,3 Prozent auf 2767 Stellen. Der EuroStoxx50 gab um 0,4 Prozent auf 3435 Punkte nach.

Zur Bewegungsarmut trug auch ein kleines Nachrichtenvakuum bei, insbesondere von Unternehmensseite. Zudem warten die Anleger ab, wie es mit dem Brexit weitergeht. In den Blick gerät derweil die bevorstehende Berichtssaison. Hier wird sich zeigen, ob die Aktienmärkte mit ihren Gewinnen seit Jahresbeginn der Gewinnentwicklung der Unternehmen möglicherweise enteilt sind.

Dax-Gewinner waren heute Henkel mit plus 2,5 Prozent. Schlusslicht waren Deutsche Bank und Thyssenkrupp mit je minus 1,9 Prozent.

Mir bleibt dann nur noch, Ihnen einen schönen Abend zu wünschen. Tschüss, bis morgen.

17:18 Uhr

Deutsche Biotech-Branche wächst kräftig

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Morphosys 90,20

Der wachsende Markt für biotechnologisch hergestellte Medikamente in Deutschland lockt Investoren. Der Umsatz der Biotech-Branche stieg 2018 gemessen am Vorjahr kräftig um 9 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro, wie die Beratungsgesellschaft EY berichtete.

Beim eingeworbenen Kapital gab es einen Rekord: Die Gelder für Biotech-Unternehmen, darunter börsennotierte wie Qiagen oder Morphosys ebenso wie noch junge Firmen, verdoppelten sich auf gut 1,2 Milliarden Euro.

17:04 Uhr

Bericht: Bayer streicht 4500 Stellen in Deutschland

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Bayer 54,83

Nun ist die Katze wohl aus dem Sack: In seinem nach der Übernahme vom Monsanto begonnenen Konzernumbau will der Chemiekonzern Bayer einem Bericht zufolge 4500 Stellen in Deutschland abbauen. Dies sei Teil des angekündigten Wegfalls von weltweit 12.000 Arbeitsplätzen, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Ein Bayer-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

16:44 Uhr

US-Industrie leidet unter Auftragsschwund

Die US-Industrie hat im Februar weniger Aufträge eingesammelt. Das Neugeschäft fiel zum Vormonat um 0,5 Prozent, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte.

Eine Reihe von Konjunkturdaten signalisieren derzeit eine Konjunkturabkühlung in den USA.  Für das erste Quartal erwarten Experten einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt von auf das Jahr hochgerechnet 1,4 bis 2,1 Prozent. Im letzten Quartal 2018 waren noch 2,2 Prozent erreicht worden und im Sommer vorigen Jahres sogar 3,4 Prozent.

16:25 Uhr

Boeing-Probleme lassen Southwest-Aktie leiden

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(Foto: AP)

Die Aktie der US-Fluggesellschaft Southwest Airlines ist im frühen Handel unter Abgabedruck geraten - sie verlor 1,8 Prozent. Zuvor hatte der Broker Raymond James die Aktien der Gesellschaft abgestuft und das mit wachsenden Risiken durch die zwangsweise Stilllegung der Flotte vom Typ 737 Max durch Hersteller Boeing begründet.

Southwest-Aktien sind seit Jahresbeginn um 14,6 Prozent gestiegen, während der Branchenindex Nyse Arca Airline 12,9 Prozent vorrückte und der breite S&P-500 15,4 hinzu gewann.

16:18 Uhr

n-tv Zertifikate: Springt der Markt jetzt richtig an?

Der Dax hat sich zwar wieder stabilisiert und die meisten Aktien sind wieder nach oben geklettert. Doch manche Anleger sehen trotzdem nur wenig Chancen, dass es noch viel weiter nach oben geht. Für diese Anleger könnte ein Blick auf Anlagezertifikate lohnen, mit denen sich auch bei Seitwärtsentwicklungen Rendite machen lässt. Welche Möglichkeiten es gibt, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Patrick Kesselhut von der Commerzbank.

16:00 Uhr

Windkraftanlagenbauer Senvion droht die Insolvenz

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Hiobsbotschaft aus dem deutschen Norden: Senvion droht wegen der schleppenden Verhandlungen mit seinen Geldgebern die Insolvenz. Das Hamburger Windkraft-Unternehmen braucht nach Verzögerungen bei großen Projekten frisches Geld - zwei Insidern zufolge rund 100 Millionen Euro -, um weitermachen zu können.

Die Gespräche mit den Gläubigerbanken und zwei Hedgefonds sowie dem eigenen Großaktionär Centerbridge dauerten an, teilte Senvion mit. "Im Zusammenhang mit diesen Gesprächen evaluiert die Gesellschaft derzeit sowohl alle verfügbaren gerichtlichen als auch außergerichtlichen Reorganisationsoptionen." Gerichte spielen in Deutschland erst bei der Insolvenz eine Rolle. Wenn sich die Gläubiger nicht noch vorher einigten, könne diese eine Frage von Tagen sein, hieß es in Finanzkreisen.

15:53 Uhr

Wall Street mit Abschlägen - Boeing-Aktie auf Sinkflug

Die Aussicht auf schrumpfende Unternehmensgewinne hat die Stimmung an den US-Aktienmärkten gedrückt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,7 Prozent schwächer bei 26.252 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,4 Prozent nach auf 2882 Zähler und auch der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf 7905 Stellen.

Fachleute stellen sich bei der in dieser Woche beginnenden Berichtssaison auf einen Rückgang der Gewinne der 500 führenden US-Firmen um 2,2 Prozent ein, wie aus Refinitiv-Daten hervorgeht - das wäre das erste Minus seit 2016. Die Großbanken JPMorgan Chase und Wells Fargo legen am Freitag Zahlen vor.

Dazu kommt die Produktionsdrosselung beim Boeing-Flugzeug 737 Max, welche die Aktien des Airbus-Rivalen belastete. Die Boeing-Aktie gab 4 Prozent nach.

15:42 Uhr

Merck legt bei Bieterkampf um Versum drauf

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(Foto: dpa)

Der Chemie- und Pharmakonzern Merck hat sein Übernahmeangebot für Versum Materials deutlich aufgestockt und damit die Gunst des US-Konzerns gewonnen: Merck habe die Offerte auf 53 US-Dollar von zuvor 48 Dollar je Aktie erhöht, teilte Versum mit. Das verbesserte Angebot in Höhe von insgesamt rund 5,78 Milliarden Dollar sei nach einstimmiger Einschätzung des Boards der bislang geplanten Fusion unter Gleichen mit Entegris überlegen.

Noch aber hat der Darmstädter Dax-Konzern die Akquisition nicht in trockenen Tüchern. Entegris hat nun bis zum 11. April Zeit, um darauf zu reagieren und gegebenenfalls ein verbessertes Angebot für einen Zusammenschluss zu unterbreiten.

15:25 Uhr

SocGen rechnet mit erhöhter Pfund-Volatilität

Eine nervenaufreibende Woche mit einer Stimmung zwischen Hoffnung und Verzweiflung erwarten die Devisenexperten der Societe Generale für das britische Pfund. Als wahrscheinlich gelte derzeit, dass die EU im letzten Moment noch einen Brexit-Aufschub gewähre, so die französische Großbank. Das könne aber abhängig gemacht werden von der Zustimmung für das Abkommen bis spätestens 23.00 Uhr Londoner Zeit am Freitag.

Derzeit wird das Pfund wenig verändert gehandelt. Der Euro notiert bei 0,8615 Pfund. Zum US-Dollar notiert das Pfund bei 1,3047 Dollar.

15:08 Uhr

Anleihen könnten Saudi Aramco sehr viel Geld bringen

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(Foto: REUTERS)

Der größte Ölkonzern der Welt, Saudi Aramco, rechnet damit, dass Investoren für Anleihen mehr als 30 Milliarden US-Dollar bereitstellen könnten. Auf eine entsprechende Frage sagte Saudi-Arabiens Energieminister Chalid al-Falih bei einer Konferenz in Riad: "Ich glaube das." Die Bücher seien aber noch nicht geschlossen, es handele sich um einen dynamischen Prozess. In der vergangenen Woche hatte der staatliche Ölkonzern international um Investoren für die Anleihen geworben. Eine endgültige Entscheidung stellte der Minister für Mittwoch in Aussicht.

  • "Die Anleihen sind momentan in einem kritischen Stadium", sagte Al-Falih im Gespräch mit Bloomberg TV beim saudi-arabischen Energieforum in Riad. "Aramco wird eine permanente Präsenz am Kapitalmarkt aufbauen."

Der teilweise Börsengang des weltweit größten Ölkonzerns war immer wieder verschoben worden. Zuletzt stellte Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman den Börsengang nicht vor Ende 2020 in Aussicht.

14:51 Uhr

Boeing vorbörslich kräftig unter Druck

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Die Drosselung der Produktion der Unglücksflieger-Baureihe 737 Max belastet Boeing an der Börse. Die Aktien des US-Luftfahrtriesen sackten im vorbörslichen US-Handel um mehr als 4 Prozent ab. Nach zwei Flugzeugabstürzen baugleicher Maschinen vom Typ 737 Max 8 in weniger als einem halben Jahr und weltweiten Startverboten für die gesamte Baureihe steht Boeing massiv unter Druck.

Am Freitag hatte der US-Hersteller mitgeteilt, die monatliche Fertigungsrate der 737-Max-Serie von Mitte April an um fast ein Fünftel von 52 auf 42 Maschinen zu kürzen. Eigentlich war geplant gewesen, die Produktion der bestverkauften Modellreihe bis zum Sommer deutlich zu erhöhen.

14:34 Uhr

Dax verringert Verlust etwas

Wegen der nahenden Entscheidung in Sachen Brexit gehen Europa-Anleger auf Nummer sicher und nehmen Gewinne mit. Die Hoffnung auf eine baldige Lösung für den Zollstreit zwischen den USA und China verhindere aber größere Verluste, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. "Derzeit ist das Glas halb voll."

Der Dax sackte am Nachmittag um 0,2 Prozent auf 11.983 Punkte ab. Der MDax verlor 0,3 Prozent auf 25.478 Stellen, der TecDax ebenfalls 0,3 Prozent auf 2769 Zähler. Der EuroStoxx50 fiel um 0,1 Prozent auf 3443 Punkte. Diese Indizes konnten damit ihre Verluste etwas abbauen.

14:18 Uhr

Rheinmetall liefert Artilleriegeschosse an Bundeswehr

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen Auftrag von der Bundeswehr für Artilleriemunition erhalten. Wie das MDax-Unternehmen mitteilte, umfasst der Rahmenvertrag über 109 Millionen Euro die Lieferung von über 32.000 Geschossen mit der Option auf weitere 11.000 Stück im Wert von rund 37 Millionen Euro.

Die Lieferungen sollen noch 2019 beginnen, der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

14:02 Uhr

Verkaufsempfehlung lässt GE-Aktie abstürzen

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General Electric 10,28

Die Aktie von General Electric (GE) fällt im vorbörslichen Handel auf nasdaq.com um gut 5 Prozent auf 9,50 Dollar, nachdem JP Morgan den Titel auf Underweight von Neutral zurückgestuft hat. JPM-Analyst Stephen Tusa senkte überdies das Kursziel auf 5 Dollar.

Seit Jahresbeginn ist der Kurs der GE-Aktie um 38 Prozent gestiegen. Nach Meinung von Tusa ist die Börse zu optimistisch, was den Cashflow des Mischkonzerns in den kommenden Jahren angeht. Der Analyst rechnet mit einem freien Cashflow von null.

13:54 Uhr

Pinterest vorsichtig bei Preisspanne für Börsengang

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(Foto: picture alliance / Julian Strate)

Der Fotodienst Pinterest gibt sich bei der Preisspanne für seinen anstehenden Börsengang zurückhaltend. Die Plattform will die Papiere für 15 bis 17 US-Dollar an Investoren verkaufen, wie aus einem aktualisierten Börsenprospekt hervorgeht. Damit würde Pinterest ohne die sogenannte Mehrzuteilungsoption für teilnehmende Banken rund 1,3 Milliarden Dollar einnehmen.

Die Preisspanne liegt damit unter den Erwartungen, die zuvor geschürt wurden. In Medienberichten hatte es geheißen, Pinterest wolle mindestens die Gesamtbewertung von zwölf Milliarden Dollar aus der vergangenen Finanzierungsrunde im Jahr 2017 erreichen. Damals wurden die Anteilsscheine für jeweils 21,54 Dollar verkauft.

13:34 Uhr

Boeing-Probleme treiben Airbus-Kurs nach oben

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Die Aktie von Airbus hat die Konsolidierung der vergangenen drei Wochen mit neuen Allzeithochs beendet. Der Kurs gewann im MDax 1,8 Prozent auf 120,76 Euro. Airbus profitiere von den Problemen bei Boeing, so ein Händler.

Boeing hatte am Freitag einen weiteren Softwarefehler in den wegen zweier Abstürze im Fokus stehenden 737-Max-Maschinen eingeräumt und will die Produktionsrate Mitte April von 52 Maschinen pro Monat auf 42 senken. Der Boeing-Kurs verlor nach der Ankündigung nachbörslich 2,2 Prozent.

13:20 Uhr

Argonaut: Kobaltpreis dank China reif für Erholung

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(Foto: imago/Science Photo Library)

Nach dem Rückfall in den Bereich eines Zweieinhalbjahrestiefs hält Helen Lau, Analystin bei Argonaut Securities, den Kobalt-Preis für reif für eine Erholung. In China dürften die Verkäufe von Elektroautos anziehen und Kobalt werde vor allem benötigt für Lithium-Ionen-Akkus in Elektrofahrzeugen. China sei der weltweit größte Markt für elektrisch betriebene Fahrzeuge.

Der Kobaltpreis dürfte innerhalb eines Jahres um mindestens 20 Prozent steigen, vermutet Lau. Aktuell liege er bei 32.000 US-Dollar je Tonne.

13:03 Uhr

Hellrote Vorzeichen an der Wall Street

Mit einem leichten Minus dürfte die New Yorker Wall Street in die neue Woche starten. Es fehlten Impulse für einen neuerlichen Anstieg, heißt es. So gibt es weiterhin keinen Zeitplan, wann die Handelsgespräche zum Abschluss kommen sollen. Auch das "Brexit-Drama" bleibt ungelöst - und ein harter Brexit damit möglich.

Zudem steht die US-Berichtssaison vor der Tür, am Freitag gewähren JP Morgan und Wells Fargo einen Blick in die Bücher für das erste Quartal. Damit wird die Luft dünner, nachdem Dow Jones und S&P-500 zum Wochenausklang erneut auf Jahreshochs geklettert waren. Aktuell gibt der Future auf den S&P-500 um 0,1 Prozent nach.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist zu Wochenbeginn überschaubar. Es steht nur der Auftragseingang Industrie für Februar auf der Agenda. Er wird eine halbe Stunde nach der Startglocke veröffentlicht. Die Boeing-Aktie dürfte unter Druck bleiben. Der Konzern kündigte Produktionskürzungen an, um auf den Auslieferstopp bei den 737 Max zu reagieren.

12:45 Uhr

Scheuer: Festlegung nur auf E-Mobilität ist "komplett falsch"

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(Foto: picture alliance / Sebastian Gol)

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat sich gegen die Festlegung auf eine einzelne Antriebstechnologie der Zukunft ausgesprochen.

  • "Nur auf Elektromobilität zu setzen, ist mir zu eingegrenzt. Wir brauchen Kombilösungen, technologieoffen, verkehrsträgerübergreifend", sagte der CSU-Politiker nach Angaben des "Tagesspiegel" beim Future Mobility Summit der Zeitung in Berlin.

Die Aussage von VW-Chef Herbert Diess, Technologieoffenheit sei der falsche Weg und es müsse ganz auf E-Mobilität gesetzt werden, sei "komplett falsch". Es werde zu sehr über die Hardware diskutiert, aber zu wenig darüber, "was man in die Hardware reingibt", also etwa über synthetische Kraftstoffe, sagte Scheuer demnach. Es gehe nicht um Verbote, sondern neue Chancen: "In Deutschland ist man so geil auf Verbote - ich nicht."

12:34 Uhr

Uganda Airlines bestellt zwei A330-800

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(Foto: REUTERS)

Kleinvieh macht auch Mist, ist ein läufiges Sprichwort. Airbus hat einen kleineren Auftrag aus dem ostafrikanischen Uganda erhalten. Die Uganda Airlines hat zwei Maschinen des Modells A330-800 fest bestellt.

Dabei handelt es sich um die neueste Version aus der populären A330neo-Familie. Die Fluggesellschaft plane, die beiden Maschinen zum Aufbau ihres Mittel- und Langstreckennetzes einzusetzen, teilte Airbus mit.

12:14 Uhr

Bonus von Credit-Suisse-Chef Thiam abgelehnt

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Tidjane Thiam

(Foto: REUTERS)

Credit Suisse steht Ärger ins Haus. Der Stimmrechtsberater Glass Lewis lehnt den Vergütungsbericht der Schweizer Großbank ab. Die Erhöhung des Bonus für Konzernchef Tidjane Thiam sei nicht gerechtfertigt, erklärte er einer Empfehlung zur Aktionärsversammlung vom 26. April.

Einige Finanzkennzahlen der Bank seien schlechter ausgefallen als bei vergleichbaren Instituten, zudem habe der Aktienkurs schlechter abgeschnitten als der Schweizer Gesamtmarkt. Thiam erhielt für 2018 eine Gesamtvergütung von 12,7 Millionen Franken und damit deutlich mehr als im Vorjahr. Davon entfielen 4,9 Millionen Franken auf den kurzfristigen und 4,4 Millionen Franken auf den langfristigen Bonus.

11:55 Uhr

Ifo: Chinesen kaufen oft große und schwächelnde Firmen

Chinesische Investoren kaufen im Ausland größere und höher verschuldete Firmen als andere Investoren. Das ist das Ergebnis einer großen Studie des Münchner Ifo-Instituts, für die die Wirtschaftsforscher mehr als 70.000 Firmenübernahmen in 92 Ländern seit dem Jahr 2002 ausgewertet haben. Darunter waren 1900 Firmenübernahmen durch chinesische Käufer, 171 davon waren deutsche Unternehmen.

Im Durchschnitt seien die von Chinesen gekauften Firmen "sieben Mal so groß wie Firmen, die von Investoren aus anderen Ländern gekauft werden", teilte das Ifo-Institut mit. Aber die Verschuldungsquote liege um 6,5 Prozentpunkte höher und die durchschnittliche Profitabilität zum Zeitpunkt der Übernahme "nahe null, während sich andere Investoren auf Unternehmen mit positiven Erträgen konzentrieren". Meist seien diese Unternehmen billiger und ohne Bieterkämpfe zu haben.

Mehr dazu lesen Sie hier.

11:51 Uhr

Henkel stellt sich auf Bedürfnisse des Onlinehandels ein

Henkel
Henkel 84,02

Auch Henkel geht mit der Zeit. Der Waschmittel-, Kosmetik- und Klebstoffhersteller orientiert sich bei seinen Verpackungen und Rezepturen zunehmend an den Bedürfnissen des Internethandels. Der Markenartikler vertiefe aktuell seine Kooperationen mit wichtigen Partnern im Onlinehandel, sagte Konzernchef Hans Van Bylen auf der Hauptversammlung in Düsseldorf.

  • "Dafür haben wir neue Verpackungen entwickelt. Sie sind speziell für den Versand geeignet."

Zudem verwende das Dax-Unternehmen konzentriertere Rezepturen für die Produkte, wodurch Gewicht und Volumen gespart würden. Der digitale Umsatz von Henkel sei währungsbereinigt im vergangenen Geschäftsjahr zweistellig gewachsen, betonte Van Bylen.

11:39 Uhr

Autotitel bauen Verluste ab

Es gibt doch einen kleinen Lichtblick für den heutigen Handel. Die Autoaktien haben sich nämlich von den Eröffnungsverlusten erholt. VW und Daimler drehten ins Plus und legten 0,5 beziehungsweise 0,1 Prozent zu. BMW lagen nach deutlichen Verlusten im frühen Geschäft nur noch 0,4 Prozent im Minus.

  • "Das Momentum in den Titeln ist hoch", sagt ein Händler. Rücksetzer würden deshalb schnell zum Einstieg genutzt. "Die Frage ist, was wirklich von der EU kommt", so ein Händler. Der Markt habe sich entschieden, erst einmal die harten Fakten abzuwarten, sagt er.

Im frühen Geschäft waren die Kurse noch deutlich gefallen, weil BMW wegen des EU-Kartellverfahrens zu Absprachen in der Industrie bezüglich der Emissionen über eine Milliarde Euro zurückstellt. Daimler meinte allerdings bereits, wegen der Kronzeugenregelung werde es zu keinem Bußgeld kommen, und VW will ebenfalls die Kronzeugenregelung beanspruchen.

11:30 Uhr

Dax macht eine Rally-Pause

Der deutsche Aktienmarkt hat bislang nicht an seine siebentägige Gewinnstrecke anknüpfen können. Der Dax fiel kurz vor Mittag um 0,5 Prozent auf 11.953 Punkte. Der MDax verlor 0,4 Prozent auf 25.444 Zähler, der TecDax 0,6 Prozent auf 2762 Stellen. Der EuroStoxx50 gab um 0,4 Prozent auf 3436 Punkte nach. Stark im Blick steht nun in dieser Woche auch die weitere Brexit-Entwicklung. Im schier unendlichen Gezerre beginnt erneut eine entscheidende Woche, denn nach jetzigem Stand sollen die Briten die EU an diesem Freitag verlassen.

An die Dax-Spitze setzten sich Henkel mit plus 1,4 Prozent. Die Düsseldorfer wollen sich besser auf den Onlinehandel einstellen. Am Dax-Ende standen SAP nach dem Rücktritt eines Vorstandsmitglieds mit minus 2,1 Prozent.

11:19 Uhr

LBBW: Brent-Ölpreis dürfte Niveau von 70 USD halten

Brent Rohöl
Brent Rohöl 64,67

Bleibe die Opec ihrem restriktiven Kurs treu, steuere der Ölmarkt auf ein Angebotsdefizit im zweiten Halbjahr zu. Anhaltend hohe Ölpreise wären damit vorprogrammiert, sagt LBBW-Rohstoffexperte Frank Schallenberger. Er gehe daher davon aus, dass der Brent-Ölpreis das relativ hohe Niveau von 70 US-Dollar in den nächsten Monaten trotz trüberer Konjunkturaussichten halten werde. Aktuell liegt der Preis bei 70,72 Dollar.

Auslöser für den jüngsten Anstieg dürften die politischen Spannungen in Libyen gewesen sein. Der Grund für die Ende 2018 einsetzende Ölhausse ist laut Schallenberger jedoch das knapper werdende Angebot am Ölmarkt.

10:59 Uhr

Gerry Weber haussieren nach Einigung mit Arbeitnehmern

Gerry Weber
Gerry Weber ,31

Die Aktien des Modeunternehmens Gerry Weber sind heute mit einem Kurssprung in den Handel gestartet. Investoren werteten offensichtlich eine am Freitag erzielte Einigung mit den Arbeitnehmervertretern des Modekonzerns über einen Abbau von insgesamt 454 Vollzeitstellen positiv. Am Vormittag notierte das Papier bei 48 Cent, rund 20 Prozent höher als zum Wochenschluss.

Der Eckpunkteplan zum Interessensausgleich sieht vor, das bis Ende 2021 insgesamt 120 Filialen im Inland geschlossen werden, womit 309 Vollzeitstellen wegfallen. Weitere 145 Stellen werden in der Verwaltung gestrichen. Die Betroffenen sollen Abfindungen bekommen oder von Transfermaßnahmen profitieren. Europaweit sollen nach dem Sanierungsplan 180 Filialen geschlossen werden.

10:44 Uhr

Deutsche Exporte mit starkem Rückgang - "Luft ist raus"

Die schwächere Weltkonjunktur, Brexit-Turbulenzen und Handelskonflikte haben die deutschen Exporte im Februar so stark fallen lassen wie seit einem Jahr nicht mehr. Sie sanken um 1,3 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet, nachdem es im Januar noch ein Mini-Plus von 0,1 Prozent gegeben hatte.

  • "Die Luft ist erst einmal raus", sagte der Außenhandelschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier. "Es besteht kaum Hoffnung, dass sich das in den nächsten Monaten ändert."
10:35 Uhr

Mögliche Bankenfusion unter strenger Aufsicht

Noch ist völlig unklar, ob die Deutsche Bank und die Commerzbank überhaupt zusammenfinden. Doch die europäischen Bankenaufseher senden dazu bereits ein Signal. Sie wollen einem Medienbericht zufolge an eine mögliche Fusion strenge Maßstäbe anlegen.

So forderten die Kontrolleure einen detaillierten Plan für den Personalabbau, um zu prüfen, ob sich der Deal betriebswirtschaftlich rechne, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Insider. Die Geldinstitute müssten genau darlegen, wie viele Stellen bis zu welchem Zeitpunkt wegfallen sollen und mit welchen Abfindungskosten sie rechnen würden.

10:16 Uhr

Fiat will Flotte wegen drohender EU-Abgasbußen mit Tesla poolen

Der Autobauer Fiat Chrysler geht einen Deal mit Tesla ein, um hohe Geldbußen für die Verletzung verschärfter Abgasvorschriften in der EU zu umgehen. Fiat Chrysler will die Elektroautos von Tesla mit seiner eigenen Flotte poolen, um den ab 2021 vorgeschriebenen CO2-Grenzwert im Durchschnitt zu erreichen, wie aus einem Antrag an die EU-Kommission hervorgeht.

Der Schritt würde Fiat Chrysler ermöglichen, seinen CO2-Ausstoß mit jenem von Tesla zu verrechnen und so die Emissionsziele der EU zu erfüllen. Laut der Zeitung will der italienisch-amerikanische Konzern Tesla für den Abgas-Deal mehrere Hundert Millionen US-Dollar zahlen. Fiat und Tesla gaben dazu bislang noch keine Stellungnahme ab.

Mehr dazu lesen Sie hier.

10:02 Uhr

Türkische Lira bleibt unter Druck

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(Foto: imago/Altan Gocher)

Die türkische Lira hat ihre Abwärtsbewegung vom Ende der vergangenen Woche fortgesetzt. Aktuell kostete der US-Dollar 5,6562 Lira, verglichen mit 5,6223 am späten Freitag und 5,6007 am späten Donnerstag.

Ein Auslöser für die Lira-Schwäche könnte die Ankündigung von Präsident Erdogan gewesen sein, dass die russischen S400-Lieferungen voraussichtlich im Juli begännen, so ein Commerzbank-Analyst. Dies könnte Befürchtungen vor neuen Sanktionen der US-Regierung geweckt haben. Die genauen Auslöser seien aber auch im Nachhinein nur schwer zu ermitteln.

09:44 Uhr

SAP-Aktie sackt nach Weggang von Cloud-Vorstand ab

SAP
SAP 119,20

Nach dem Rücktritt eines Vorstandsmitglieds bei SAP gehen Anleger auf Abstand zu dem Softwarekonzern. Die Aktien rutschten kurz nach Handelsbeginn in Frankfurt um 1,7 Prozent auf 100,74 Euro ab und waren zeitweise Schlusslicht im Dax.

Der Weggang von Robert Enslin, der für das für SAP wichtige Geschäft mit der Datenwolke - der sogenannten Cloud - zuständig war, werde am Markt negativ aufgenommen, sagte ein Händler. Der Manager sei außerdem als potenzieller Nachfolger für SAP-Boss Bill McDermott im Gespräch gewesen. In den vergangenen Monaten haben mehrere hochkarätige Manager den Walldorfer IT-Riesen verlassen.

09:26 Uhr

Honda kehrt der Türkei den Rücken

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Autobauer Honda will über das Jahr 2021 hinaus keine Autos mehr in der Türkei produzieren. Als einen Grund nannten die Japaner Anpassungen im globalen Produktionsnetzwerk wegen der zunehmenden Bedeutung der Elektromobilität.

Derzeit baut Honda in der Türkei Fahrzeuge des Typs Civic Sedan. Im Februar hatte Japans drittgrößter Autobauer, der 2018 einen Gewinneinbruch verbuchte, angekündigt, sein einziges Werk in Großbritannien mit 3500 Beschäftigten im Jahr 2021 zu schließen.

09:13 Uhr

Sodexo krallt sich britischen Pflegedienstleister

Sodexo übernimmt den britischen Pflegedienstleister The Good Care Group. Der französische Catering-Anbieter und Facility Manager verspricht sich von dem Kauf nach eigenen Angaben einen Zugang zum Markt für Pflege in der Häuslichkeit auf der britischen Insel. Angaben zu finanziellen Details der Übernahme machte Sodexo nicht.

09:07 Uhr

Dax startet mit Minus in die Woche

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Dax 12.248,37

Der deutsche Aktienmarkt ist mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Der Dax verlor 0,3 Prozent auf 11.978 Punkte. Der MDax gab um 0,2 Prozent auf 25.491 Zähler nach. Der TecDax sackte um 0,4 Prozent auf 2764 Stellen ab.

Mein Name ist Wolfram Neidhard. Ich begleite Sie durch den heutigen Börsen-Tag.

08:55 Uhr

Gewinnmitnahmen in Asien

Nach der Kursrally in der vergangenen Woche haben sich Anleger an den Aktienmärkten in Asien zu Wochenbeginn Gewinne gesichert. In Tokio verlor der Nikkei 0,2 Prozent auf 21.772 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,4 Prozent nach. Auch an den Börsen in China zeigten die Pfeile nach unten.

Analysten verwiesen auf eine Zurückhaltung angesichts der in dieser Woche beginnenden Bilanzsaison in den USA und in Japan. Zudem gebe es nach den jüngsten Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten vermehrt Unsicherheiten über die nächsten Zinsschritte der US-Notenbank Fed, erklärten die Experten des Brokerhauses TD Securities.

08:25 Uhr

Dax legt Verschnaufpause ein

Nach den Kursgewinnen in den vergangenen Tagen halten sich Börsianer am Montag in der Defensive. Der Dax wird nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern niedriger in den Handel starten. Am Freitag hatte er 0,2 Prozent fester geschlossen bei 12.009 Punkten. Auf Wochensicht machte das ein Plus von gut vier Prozent.

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Auf die Stimmung schlägt Analysten zufolge vor allem, dass es wenige Tage vor dem richtungsweisenden EU-Gipfel noch immer keine Lösung für den Brexit gibt. Gespräche zwischen der britischen Premierministerin Theresa May und Oppositionsführer Jeremy Corbyn brachten am Wochenende keine Verständigung. Kommt bis Freitag keine Einigung mit der EU zustande, droht ein harter Brexit mit schwerwiegenden Folgen für die Wirtschaft in Großbritannien und auf dem europäischen Kontinent.

Positiv kamen bei Anlegern dagegen Nachrichten bezüglich des Handelsstreits zwischen China und den USA an. Die beiden Länder erklärten, in wichtigen Verhandlungsrunden seien Fortschritte erzielt worden.

07:49 Uhr

Ölpreise klettern auf den höchsten Stand seit fünf Monaten

Die Ölpreise sind am Montag auf den höchsten Stand seit fünf Monaten gestiegen. Hauptgrund ist die Förderbremse der Opec-Staaten und verbündeter Exportländer. Händler verwiesen zudem auf die guten US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag. Allerdings verknappen auch die US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela das Angebot.

Der Preis für die führende Ölsorte Brent verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 70,69 Dollar je Barrel. US-Leichtöl WTI stieg um 0,6 Prozent auf 63,43 Dollar.

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07:41 Uhr

Hawesko hält Dividende stabil

Der Weinhändler Hawesko will für das vergangene Jahr eine stabile Dividende von 1,30 Euro je Aktie ausschütten. Beim aktuellen Kursniveau von rund 35 Euro entspreche die vorgeschlagene Ausschüttung einer Dividendenrendite von 3,7 Prozent, teilte Hawesko mit.

Die Hamburger hatten 2018 unter der lang anhaltenden Sommerhitze gelitten. In Deutschland wurde deswegen im dritten Quartal weniger Wein getrunken. Zudem hat sich die Nachfrage hin zu günstigen und niedrigmargigeren leichten Weiß- und Roséweinen verschoben. Die im Herbst gedämpfte Prognose für das Ebit für das Gesamtjahr haben die Hamburger auf Basis vorläufiger Ergebnisse erreicht.

07:21 Uhr

China will Privatsektor stützen

Führende Politiker Chinas haben Wege zur Unterstützung des Privatsektors vorbereitet. So sollen die Banken ihren Kapitalpuffer senken können, womit die Kreditvergabe an kleinere und mittlere Firmen angekurbelt werden soll, schreibt Xinhua unter Berufung auf ein Grundsatzpapier des Kabinetts. Die Behörden wollen auch den Prozess für kleine und mittlere Unternehmen beschleunigen, damit diese schneller an die Börse gehen könnten.

Die Banken dazu zu ermutigen, Kredite an Privatunternehmen zu vergeben und diese an den Kapitalmarkt zu locken, waren bisher Maßnahmen, auf die sich Peking zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums verlassen hat. Aber die Firmen aus dem Privatsektor sind weiterhin vorsichtig, weil die Regierungspolitik weiterhin staatliche Unternehmen bevorzugt.

06:57 Uhr

Nissan schmeißt Ghosn aus Verwaltungsrat

Nissan Motor
Nissan Motor 6,33

Seine Ämter ist der ehemalige Konzernchef der mächtigen Autoallianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi nun alle los. Der japanische Autobauer Nissan hat Carlos Ghosn aus dem Verwaltungsrat geworfen. Eine außerordentliche Aktionärsversammlung stimmte zu, den 65-Jährigen aus dem Gremium zu entfernen.

Ghosn war vergangenen Donnerstag wegen einer neuen Anklage der Staatsanwaltschaft erneut in Untersuchungshaft in Tokio gebracht worden. Zugleich stimmten die Anteilseigner für die Aufnahme von Renaults neuem Chef Jean-Dominique Senard in den Verwaltungsrat.