Montag, 08. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:40 Uhr

Starker Start, schwacher Abgang: Dax glänzt mit Allzeithoch

Der Auftakt in die neue Handelswoche hält für den Dax direkt ein neues Allzeithoch bereit. Der Dax markiert es bereits am Vormittag mit 14.169 Punkten. Bislang lag der Rekord des deutschen Börsenleitindex bei 14.132 Zählern. Am Nachmittag kann der Dax sein Niveau - trotz eines neuen S&P-500-Rekords an der Wall Street - nicht halten. Aus dem Handel verabschiedet er sich nur noch wenige Punkte im Plus bei 14.060 Zählern.

"Ein weiterhin starker Handel - aber mit dünneren Umsätzen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Die Börsianer schauen bereits auf die Zeit nach dem Ende der Lockdowns. Nach wie vor ist der Glaube daran gegeben, dass die Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf durchstarten wird."

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten zeigen sich Deutsche Bank und Covestro mit jeweils mehr oder rund zwei Prozent Kursaufschlägen an der Spitze der Dax-Gewinner. Zu den Verlieren zählen etwa RWE und Delivery Hero.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,58
RWE
RWE 31,30

 

17:02 Uhr

Schnellerer Impfstoff? Curevac-Aktienkurs steigt

Curevac-Aktien setzen ihren Aufwärtstrend auch in der neuen Handelswoche fort. Die Titel der Tübinger Biotechnologiefirma ziehen an der Nasdaq rund vier Prozent an und notieren um 125,00 Dollar. Kurstreiber: Die klinische Studie mit dem Covid-19-Impstoff von Curevac mit der Universitätsmedizin Mainz soll schneller als geplant abgeschlossen werden. Die im Dezember begonnene Phase-3-Studie, in der der Impfstoff an mehr als 2500 Mitarbeitern im Gesundheitswesen der Universitätsmedizin getestet werden sollte, soll nun auch für Angehörige aller Gesundheitsberufe in der Region Mainz geöffnet werden. Damit könne die Dauer der Studie um drei Wochen verkürzt und dieser Abschnitt bereits Ende März abgeschlossen werden, teilt die Universitätsmedizin am Montag mit.

CureVac
CureVac 77,52

16:41 Uhr

Rendite von Bundesanleihen klettern auf Fünfmonats-hoch

In der Hoffnung auf einen Wachstumsschub für die Weltwirtschaft ziehen Investoren Geld aus Staatsanleihen ab, um es woanders potenziell gewinnbringender anzulegen. Dies treibt die Rendite der zehnjährigen Bundespapiere auf ein Fünfmonatshoch von minus 0,412 Prozent. Dank wachsender Chancen auf eine italienische Regierung unter dem ehemaligen EZB-Chef Mario Draghi bleiben italienische Bonds gefragt. Dies drückt den Renditeaufschlag für zehnjährige Titel zu vergleichbaren Bundesanleihen auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren.

In Erwartung eines Inflationsschubs durch die geplanten billionenschweren Corona-Staatshilfen trennen sich Investoren von US-Anleihen. Dies treibt die Rendite der zehnjährigen T-Bonds auf 1,2 Prozent, den höchsten Stand seit elf Monaten. Der Rendite-Abstand zu den fünfjährigen Treasuries ist so groß wie zuletzt im Herbst 2015. Genährt würden die Inflationsspekulationen von der Prognose der neuen US-Finanzministerin Janet Yellen, mit Hilfe des Konjunkturpakets werde 2022 wieder Vollbeschäftigung erreicht, schreiben die Analysten der Rabobank.

16:25 Uhr

Wall Street in Rekordlaune: S&P-500 erstmals über 3900 Punkte

Die Aussicht auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung in den USA durch ein massives Konjunkturpaket lässt die New Yorker Börsen zum Wochenanfang auf neue Höchstmarken steigen. Der Dow-Jones-Index klettert 0,4 Prozent auf 31.267 Punkte. Der S&P-500 steigt 0,5 Prozent auf 3904 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq gewinnt 0,6 Prozent auf 13.935 Punkte. Alle drei Indizes markierten damit frische Bestmarken.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der S&P 500 und der Nasdaq aufgrund positiver Gewinn- und Wirtschaftsdaten den höchsten Wochenzuwachs seit den Präsidentschaftswahlen in den USA verbucht. Für Optimismus sorgte vor allem die Aussicht, dass das 1,9 Billionen Dollar schwere Konjunkturprogramm bereits in den kommenden Wochen auf den Weg gebracht werden kann. Die Stimmung beflügelten auch Äußerungen von US-Finanzministerin Janet Yellen, dass das Land im nächsten Jahr wieder Vollbeschäftigung erreichen würde, wenn der Kongress die Corona-Hilfen billigt.

Auch auf dem Ölmarkt rechnen Anleger mit einer anziehenden Nachfrage. Die Ölpreise kletterten auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr und ließen auch die Aktien der Ölkonzerne anziehen. So stiegen die Anteilsscheine von Marathon Oil, Schlumberger, Exxon Mobil, Chevron und Occidental Petroleum zwischen 1,7 und 5,5 Prozent.

16:04 Uhr

Börsianer sehen Euroraum-Konjunktur skeptischer

Die Lockdowns und der schleppende Start der Impfkampagne in vielen Staaten des Euroraums trüben den Konjunkturoptimismus der Börsianer. Das Barometer für die Erwartungen an die Entwicklung der Wirtschaft in den kommenden sechs Monaten fiel im Februar um 2,0 auf 31,5 Punkte zurück, wie die veröffentlichte Umfrage der Investment-Beratungsfirma Sentix unter 1252 Anlegern ergab. "Die Lockdowns in vielen europäischen Ländern hinterlassen ihre Spuren", so das Fazit von Sentix-Geschäftsführer Patrick Hussy. Zuletzt habe die Erholung sehr stark auf der Erwartung einer erfolgreich verlaufenden Impfkampagne gefußt: "Das EU-Bestelldebakel und die dadurch langsamere Impfgeschwindigkeit drücken aufs Gemüt und legen die bürokratischen Defizite in Euroland offen."

Das Barometer für die Erwartungen an die Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den kommenden sechs Monaten sank um 1,7 Punkte auf 35,8 Zähler. Wenn sich der Lockdown weiter hinziehe, könne den Investoren der Geduldsfaden irgendwann reißen, erklärte Sentix-Manager Hussy. Insgesamt präsentiere sich die Wirtschaft hierzulande jedoch immer noch besser als der europäische Durchschnitt.

14:46 Uhr

Chef weg: Grenke mit zweitgrößtem Kurssturz der Firmengeschichte

Der Abgang des Vorstands Mark Kindermann löst einen Ausverkauf bei den Aktien von Grenke aus. Sie fallen um zeitweise bis zu 37 Prozent. Das ist der größte Kurssturz seit dem Shortseller-Angriff vom September 2020 und der zweitgrößte der Firmengeschichte. Der Rückzug Kindermanns steht mit laufenden Prüfungen in Zusammenhang. Der Hedgedfonds Perring hatte Grenke unter anderem Geldwäsche und Bilanzfälschung vorgeworfen.

Grenke
Grenke 29,60

14:25 Uhr

Tesla fährt Bitcoin über die 40.000er Marke

Das Bekenntnis von Tesla zu Bitcoin gibt der älteste und wichtigste Cyber-Devise Rückenwind. Sie steigt um elf Prozent auf 41.995 Dollar. Der Elektroautobauer hat nach eigenen Angaben 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert. Außerdem wolle das Unternehmen die Kryptowährung unter bestimmten Voraussetzungen demnächst als Zahlungsmittel für seine Produkte akzeptieren. Tesla-Chef Elon Musk gilt als Krypto-Fan und hat in den vergangenen Wochen sowohl Bitcoin als auch anderen Internet-Währungen mit positiven Tweets Auftrieb gegeben.

 

Bitcoin
Bitcoin 46.898,75

 

13:54 Uhr

Kommt Sondersteuer? Boohoo-Kurs gibt nach

Medienberichte über geplante britische Sondersteuern für Online-Händler schickt die Aktien der Branche auf Talfahrt. Die Titel der Modehändler Boohoo und Asos sowie des Online-Supermarktes Ocado fallen um bis zu 4,6 Prozent. Der "Sunday Times" zufolge will die Regierung mit Firmen über eine Online-Umsatzsteuer diskutieren. Angedacht sei auch eine Sondersteuer für Technologie- und Internetfirmen, deren Gewinne durch die Coronavirus-Pandemie stark gestiegen sind.

Boohoo
Boohoo 334,80

13:20 Uhr

US-Anleger bleiben in Rekordstimmung

Die Aktienindizes an der Wall Street werden erneut auf Rekordkurs erwartet. Zugleich zeigen sich die Anleiherenditen wie die Ölpreise befestigt - dies alles vor dem Hintergrund, dass eine neue Runde von Stimulierungsmaßnahmen die Wirtschaft beflügeln dürfte. Das hierdurch beförderte Wachstum kommt zu einem Zeitpunkt, da die Unternehmensberichte für das vergangene Jahr beziehungsweise das vierte Quartal robuste Gewinne verzeichnen. Allerdings bleibt der Ausblick für die gesamte Ökonomie wegen der Corona-Pandemie einstweilen gemischt. Stimulierung und starke Zahlen lieferten eine äußerst börsenfreundliche Kombination, sagt Chefmarktstratege Daniel Morris von BNP Paribas Asset Management: "Es ist wie Geburtstag und Weihnachten an einem Tag, und die Märkte sind glücklich." Da es zugleich in China gut laufe, sei dies äußerst positiv für die gesamte Weltwirtschaft.

Die Berichtsaison setzt sich noch in einem moderaten Tempo fort. Vorbörslich wird der Spielzeughersteller Hasbro Zahlen ausweisen. Von den bisher publizierten 295 Unternehmensberichten aus dem S&P-500 haben 81 Prozent die Erwartungen beim Gewinnwachstum übertroffen.

12:37 Uhr

"Pessimismus hat derzeit an der Börse keinen Platz"

Nach dem fulminanten Start in den Montagshandel und einem neuen Allzeithoch bei 14.169 Punkten ist am Mittag beim Dax erst einmal die Luft raus. Der deutsche Börsenleitindex notiert bei 14.100 Zählern. Er liegt damit aber weiterhin im Plus: 0,3 Prozent. "Pessimismus hat an der Börse derzeit keinen Platz", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Einige Investoren gehen mittlerweile sogar davon aus, dass der Dax noch in der ersten Jahreshälfte die 15.000-Punkte-Marke knackt."

11:27 Uhr

Softbank verzwanzigfacht Gewinn

Der japanische Technologieinvestor Softbank hat seinen Gewinn dank wieder erfolgreicher Beteiligungen verzwanzigfacht. Von Oktober bis Dezember sprang das Nettoergebnis auf 1,17 Billionen Yen, umgerechnet 9,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilt. Analysten hatten damit überhaupt nicht gerechnet.

Das Plus ist hauptsächlich auf Wertsteigerungen bei beiden Vision Funds des Unternehmens zurückzuführen, die an zahlreichen Startups beteiligt sind. Sie profitierten vom Höhenflug der Technologiefirmen an den Aktienmärkten und den Börsengängen mehrerer Beteiligungen. Im dritten Geschäftsquartal zu Ende Dezember debütierten allein der Essenslieferdienst Doordash und die Eigenheim-Verkaufsplattform Opendoor erfolgreich auf dem Parkett, kürzlich folgte der Berliner Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1.

Nach einer Durststrecke - ausgelöst vor allem durch die Probleme beim Bürovermittler WeWork und dem US-Fahrdienst Uber - erholte sich das 82 Startups umfassende Portfolio von Softbanks weltweit agierendem Vision Fund 1. Ende Dezember war es mit 90 Milliarden Dollar wieder deutlich mehr wert als der summierte Kaufpreis von etwa 76 Milliarden Dollar. Zu Beginn der Pandemie war Softbank gezwungen, Anteile etwa an der Telekom-Tochter T-Mobile US zu verkaufen und Aktien zurückzukaufen, um Anleger bei Laune zu halten.

Inzwischen ist Firmenchef Masayoshi Son jedoch wieder gewohnt optimistisch: "Man kann nicht sagen, dass der Vision Fund faule Eier legt." Son vergleicht seine Investitionen gern mit der Gans, die goldene Eier legt. 

Softbank
Softbank 77,00

11:51 Uhr

Anleger nehmen Kupfer und Öl in den Fokus

In Erwartung einer anziehenden Nachfrage decken sich Anleger mit Rohstoffen ein. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee stieg um 1,2 Prozent auf ein Zwölfmonatshoch von 60,06 Dollar je Barrel. Das wichtige Industriemetall Kupfer verteuerte sich ebenfalls um 1,2 Prozent auf 8008,50 Dollar je Tonne.

11:06 Uhr

Hyundai-Kurs stürzt nach Apple-Aus ab

In Seoul brachen die Papiere von Hyundai und der Beteiligung Kia um sechs beziehungsweise 15 Prozent ein. Hyundai hatte seine Gespräche mit Apple über die Entwicklung von Roboterautos offenbar wieder beendet. Derzeit werde mit dem US-Konzern nicht verhandelt, teilte der südkoreanische Autobauer am Montag mit. Erst vor gut einem Monat hatte der Konzern bestätigt, mit dem iPhone-Hersteller Gespräche über autonomes Fahren zu führen - und damit eine Rally am Aktienmarkt ausgelöst. Am Montag gab die Hyundai-Aktie dann mehr als sechs Prozent nach, während die Tochter Kia sogar fast 15 Prozent an Börsenwert verlor. Kia wurde als Partner von Apple vor Ort gehandelt. Insidern zufolge hatte man sich intern wohl gesorgt, letztlich bei einem Deal die Position eines bloßen Auftragsfertigers für Apple nach dem Beispiel von Foxconn einzunehmen.

Ursprünglich hieß es, beide Firmen wollten bis 2027 selbstfahrende E-Autos und Akkus entwickeln. Apple hatte sich zu solchen Plänen nie geäußert. Reuters hatte kurz vor Weihnachten unter Berufung auf Insider berichtet, der Silicon-Valley-Konzern wolle bis 2024 ein autonomes Fahrzeug an den Start bringen. Nun gab Hyundai lediglich bekannt, regelmäßig Anfragen von Firmen für die gemeinsame Entwicklung von autonom fahrenden Elektrofahrzeugen zu erhalten.

Hyundai Motor
Hyundai Motor 39,80
Apple
Apple 99,43

 

10:50 Uhr

Erneute Bundesliga-Schlappe drückt BVB-Kurs

Die 1:2-Niederlage gegen den SC Freiburg drückt die Aktien von Borussia Dortmund ans Ende des Kleinwerteindex SDax. Die Papiere des Fußball-Bundesligisten fallen rund 3,5 Prozent. Das ausgegebene Saisonziel, Qualifikation für die Champions League, gerät in Gefahr. Statt des dafür benötigten Platz vier rangieren die Dortmunder derzeit auf Rang sechs, vier Punkte hinter dem Viertplatzierten Eintracht Frankfurt.

BVB
BVB 5,38

10:23 Uhr

Zockt sich Robinhood in Finanzprobleme?

Die wahnsinnige Gamestop-Wette lässt die Kassen von Robinhood klingeln. Im Anschluss sammelt das Startup innerhalb von zwei Tagen bei seinen Investoren 3,4 Milliarden Dollar ein. Möglicherweise ist das aber keine Belohnung, sondern ein Rettungsanker. Wie das Geschäftsmodell mit Payment For Order Flow und Krediten für Aktienkäufe funktioniert und wie die Reddit-Armee Neobroker wie Robinhood damit in die Bredouille bringen kann, erfahren Sie in der neuen Folge des ntv-Podcasts "Wieder was gelernt".

09:57 Uhr

Deutsche Produktion reißt Erfolgsserie

Die deutsche Wirtschaft hat ihre Produktion im Dezember inmitten des verschärften Corona-Lockdowns nicht erneut steigern können. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen genauso viel her wie im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt. Ökonomen hatten einen Anstieg von 0,3 Prozent erwartet, nachdem es im November mit 1,5 Prozent noch den siebten Wachstumsmonat in Folge gegeben hatte. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Corona-Einschränkungen, lag die Produktion noch 3,6 Prozent niedriger. Im gesamten Jahr 2020 fiel sie um 8,5 Prozent.

In den einzelnen Branchen fielen die Ergebnisse am Jahresende sehr unterschiedlich aus. Die Industrie steigerte ihre Erzeugung trotz verschärften Lockdowns um 0,9 Prozent, während es im Baugewerbe zu einem Rückgang von 3,2 Prozent kam. "Der weitere Ausblick für die Industriekonjunktur bleibt allerdings angesichts des allgemeinen Pandemiegeschehens und aufgrund von Lieferengpässen in der Halbleiterindustrie verhalten", warnt das Ministerium.

Hoffnung machen steigende Produktionserwartungen der Industriebetriebe. Das entsprechende Barometer stieg im Januar auf 8,4 Punkte, nach 5,1 im Dezember, wie das Ifo-Institut bei seiner monatlichen Umfrage unter 2000 Firmen herausfand. "In der Autoindustrie und der Pharmazie sind die Erwartungen deutlich gestiegen", sagt Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. "Hingegen deutlich gesunken ist der Indikator bei den Herstellern von Möbeln und von Bekleidung."

09:42 Uhr

Dax schließt Gap

Der Dax fällt wieder unter das ehemalige Allzeithoch von 14.132 Punkten zurück. Er schließt damit auch das Gap bei 14.114 Zählern. "Nun sollte er wieder nach oben drehen", sagt ein Marktteilnehmer. Sonst drohe ein so gananntes False Break als neagatives Chartmuster. Der deutsche Börsenleitindex notiert 0,4 Prozent im Plus bei 14.115 Punkten.

Dax
Dax 13.879,33

09:22 Uhr

Wann geht's wieder abwärts?

An den Märkten kennen S&P 500 und Nasdaq Composite seit vielen Monaten nur eine Richtung: Es geht immer weiter nach oben. Dabei ist eine Korrektur eigentlich in Reichweite. Bei Gamestop gab's die schon, nach dem Hype sind viele Zocker auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Über diese und weitere Themen sprechen die ntv-Moderatoren Raimund Brichta und Etienne Bell in dieser Folge von "Brichta und Bell - Wirtschaft einfach und schnell".

09:04 Uhr

Dax startet mit Allzeithoch

Der Dax wartet zum Start in die neue Handelswoche direkt mit einem neuen Rekordstand auf. Nachdem er in der Vorwoche bereits rund 4,5 Prozent zulegen und an vier Handelstagen Gewinne verbuchen konnte, notiert er zu Beginn des Montagsgeschäfts 0,7 Prozent im Plus bei 14.152 Punkten. Das bisherige Allzeithoch hatte bei 14.131,50 Zählern gelegen. Positive Vorgaben von Seiten der Wall Street auch aus Tokio, wo der Nikkei ein 30-Jahreshoch markiert hat, helfen den Kursen am deutschen Aktienmarkt.

"Nach einer sehr starken Vorwoche hält der Optimismus am Markt an", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Man baut auf weitere Konjunkturhilfen, vor allem in Amerika. Das sorgt zum Wochenauftakt auch hierzulande für gute Laune bei den Anlegern."

08:49 Uhr

Nikkei feiert 30-Jahreshoch

In Erwartung eines Wachstumsschubs decken sich Anleger mit asiatischen Aktien ein. Der japanische Nikkei-Index stieg am Montag um 2,1 Prozent und schloss mit 29.388,50 Punkten so hoch wie zuletzt seit etwas mehr als 30 Jahren nicht. Die Börse Shanghai gewann ein Prozent auf 3532,45 Zähler. "Mit den angelaufenen Massen-Impfungen bei gleichzeitig fallenden Corona-Infektionszahlen wächst die Hoffnung auf eine Normalisierung der Wirtschaft", sagte Sichiro Matsumotot, Chef-Anleger für Japan bei der Bank Credit Suisse.

Die überraschend positiven US-Firmenbilanzen hellten die Stimmung ebenfalls auf. Sie nährten die Hoffnung, dass vor allem exportorientierte japanische Unternehmen ebenfalls starke Zahlen vorlegen werden. Zu den Favoriten an der Börse Tokio gehörte Kobe Steel mit einem Plus von 17,5 Prozent. Das ist der größte Tagesgewinn seit fast acht Jahren. Der Stahlkocher hatte seine Gesamtjahresziele angehoben. Konkurrent Nippon Steel reduzierte seine Verlust-Erwartung und verbuchte ein Kursplus von zehn Prozent.

Nikkei
Nikkei 29.265,72

08:12 Uhr

Ölpreise setzen Höhenflug fort

Die Ölpreise erholen sich auch zum Start in die neue Handelswoche weiter. Die Aussicht auf eine steigende Nachfrage und ein derzeit begrenztes Angebot sorgen am Markt für Auftrieb. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet kurzzeitig mehr als 60 Dollar. Zuletzt waren es 59,88 Dollar und damit 32 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 56 Cent auf 57,41 Dollar.

Zur Zeit rangieren die Erdölpreise auf dem höchsten Niveau seit gut einem Jahr. Ausschlaggebend ist die Hoffnung, dass die Nachfrage nach Rohöl und Ölprodukten wie Benzin stärker anzieht. Sollte die Corona-Pandemie durch Impfungen zunehmend zurückgedrängt werden, könnten Beschränkungen des öffentlichen Lebens aufgehoben werden. Dies würde der Wirtschaft zugute kommen und die Ölnachfrage steigen lassen.

Bis es soweit ist, wird das Ölangebot künstlich verknappt. Dafür sorgt in erster Linie der Ölgigant Saudi-Arabien, der seine Förderung übergangsweise deutlich zurückgeschraubt hat. Die kurzfristigen Risiken gelten wegen des ungewissen Fortgangs der Pandemie jedoch auch am Ölmarkt als hoch.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67
WTI Oil
WTI Oil 63,17

 

08:24 Uhr

Dax nimmt neues Rekordhoch ins Visier

Dax
Dax 13.879,33

Zum Auftakt der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Freitag war er nahezu unverändert aus dem Handel gegangen. Mit 14.056,72 Punkten lag er rund 75 Zähler unter seinem Rekordhoch von Anfang Januar. Nun wird der deutsche Leitindex vorbörslich bei gut 14.160 Punkten erwartet, was leicht über dem bisherigen Allzeithoch von 14.132 Punkten liegt.

Marktteilnehmer verweisen auf die günstigen Vorlagen von den US-Märkten und den asiatischen Börsen, aber auch darauf, dass der Euro seinen Rücksetzer erst einmal beendet hat und sich oberhalb der Marke von 1,20 Dollar stabilisiert. "Der Reflation-Trade ist zurück", sagt ein Marktteilnehmer. Gestützt wird die Stimmung auch von der Spekulation auf umfangreiche Stimuli in den USA. Am Sonntag hat die neue US-Finanzministerin Janet Yellen die Bedeutung des Konjunkturpakets für eine schnelle Erholung des Arbeitsmarkts betont. Im Blick stehen zudem Zahlen zur deutschen Industrieproduktion für Dezember sowie der Sentix-Konjunkturindex für Februar.

07:49 Uhr

Schwäbisch-britischer Apple-Zulieferer bekommt Milliarden-Offerte

Dialog Semiconductor
Dialog Semiconductor 64,00

Der schwäbisch-britische Apple-Zulieferer Dialog Semiconductor verhandelt über einen mehr als 4,8 Milliarden Euro schweren Verkauf nach Japan. Der japanische Halbleiterkonzern Renesas Electronics habe ein Angebot von 67,50 Euro je Aktie in Aussicht gestellt, teilte Dialog mit. Das wären gut 20 Prozent mehr als der Xetra-Schlusskurs vom Freitag. Die Aktie war am letzten Handelstag der Woche bereits um 6,8 Prozent auf ein Jahreshoch von 56,12 Euro gestiegen. Die Verhandlungen mit Renesas seien fortgeschritten, liefen aber noch, hieß es in der Mitteilung.

  • Dialog hat sich vor allem als Entwickler von Chips für den iPhone-Hersteller Apple einen Namen gemacht.
  • Allerdings übernahm der US-Computerriese einen Teil des Geschäfts mit iPhone-Chips 2019 selbst. Bis 2022 soll der Anteil von Apple am Dialog-Umsatz deshalb auf 35 bis 40 Prozent schrumpfen.
  • Die Wurzeln von Dialog liegen in Kirchheim/Teck bei Stuttgart. Das Unternehmen hat seinen Firmensitz in London.
07:31 Uhr

Euro hält sich über Marke von 1,20 US-Dollar

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,22

Der Euro hat sich zu Wochenbeginn über der Marke von 1,20 US-Dollar gehalten. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2040 Dollar und damit in etwa so viel wie am Freitagabend. Starke Impulse gab es für den Devisenhandel zunächst nicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1983 Dollar festgelegt.

Zum Wochenstart blicken die Anleger auf Konjunkturdaten aus der Eurozone. In Deutschland werden Produktionsdaten aus der Industrie erwartet. Zudem veröffentlicht das Institut Sentix sein Barometer für die Anlegerstimmung in der Eurozone. Aus der EZB äußert sich Präsidentin Christine Lagarde.

07:02 Uhr

Vodafone schaltet zusätzliches Frequenzband für LTE-Nutzung frei

Vodafone
Vodafone 1,44

Vodafone hat eine Erweiterung seines LTE-Netzes (4G) freigeschaltet. Die damit verbundene Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit und der Kapazität wird mithilfe eines zusätzlichen Spektrums im 2100-MHz-Frequenzband gewährleistet. Die Nutzungsrechte dieser zusätzlichen Bandbreite hatte der Provider bei einer Auktionsrunde der Bundesnetzagentur im Sommer 2019 ersteigert. Mit der Erweiterung wurde die Bandbreite um 50 Prozent von 10 MHz auf 15 MHz erhöht. "Die Erweiterung gilt für beide Transportwege, den Weg zum Kunden und zurück", sagte Vodafone-Netzplaner Guido Weißbrich. "Wir geben heute in beide Richtungen eine zusätzliche Fahrspur auf unserer LTE-Autobahn frei."

Mit der Abschaltung des veralteten 3G-Netzes UMTS Ende Juni soll sich die LTE-Kapazität noch weiter erhöhen. Die LTE-Bandbreite im 2100er Band steige dann um weitere 5 MHz auf 20 MHz. Die Systemtechnik in 17.000 von insgesamt 18.000 Mobilfunkstationen sei inzwischen auf die UMTS-Abschaltung vorbereitet worden. Getestet hat Vodafone die 3G-Abschaltung bereits in Suhl (Thüringen) mit seinen rund 35.000 Einwohnern. Dort habe man eine um bis zu 40 Prozent höhere Datenrate messen können. Anwender, die noch nicht über ein modernes Smartphone verfügen, konnten im herkömmlichen 2G-Netz (GSM) telefonieren. Für den Ausbau der LTE-Netze und neuen 5G-Netzwerken schaltet nicht nur Vodafone die alten UMTS-Netze ab, sondern auch Telefónica und die Deutsche Telekom.

06:21 Uhr

Aussicht auf US-Konjunkturhilfen: Asiens Märkte auf Rekordjagd

Nikkei
Nikkei 29.265,72

Getrieben von Hoffnungen auf die Verabschiedung des billionenschweren US-Hilfspakets noch in diesem Monat sind die asiatischen Aktien zum Wochenstart auf Rekordjagd. Mit der Erwartung der Pandemiehilfen und der erfolgreichen Einführung von Impfstoffen hoffen die Anleger auf eine schnellere wirtschaftliche Erholung. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,9 Prozent höher bei 29.321 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,5 Prozent und lag bei 1919 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,6 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 105,49 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4572 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,8996 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2035 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0830 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3731 Dollar.