Montag, 16. Dezember 2019Der Börsen-Tag

18:06 Uhr

Jahresendrally läuft: Dax genießt die Aussicht

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Der Höhenflug geht weiter.

imago images / Westend61

Der deutsche Aktienmarkt hat einen guten Start in die Woche erwischt. Die vorweihnachtliche Rally hat noch mal an Schwung gewonnen.

Dax
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Börsianern zufolge profitierten die Kurse vom US-chinesischen Handelsdeal und dem klaren Wahlsieg des britischen Premiers Boris Johnson in der Vorwoche. Später sorgte dann eine festere Eröffnung an der New Yorker Wall Street für zusätzlich positive Impulse.

Das Wachstum in der US-Wirtschaft hat sich im Dezember beschleunigt. Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 52,2 von 52,0 Punkten im Vormonat.

Mit diesem Rückenwind stieg der Dax am Nachmittag auf den höchsten Stand seit Januar 2018. Am Ende schloss er mit einem Plus von 0,94 Prozent bei 13.407 Punkten. Der MDax als Indikator für die Aktien der mittelgroßen deutschen Unternehmen erklomm ein weiteres Rekordhoch von 28.307 Punkten und endete 1,73 Prozent höher bei 28.254 Zählern.

Bei den Einzeltiteln standen Übernahmen im Immobiliensektor im Fokus. Gleich drei Unternehmen wollen sich zusammenschließen: Ado Properties, Adler Real Estate und Consus.

Die Ankündigung des neuen Immobilienkonzerns am deutschen Wohnungsmarkt drückt bei den Aktionären von Ado Properties zumindest kurzfristig die Stimmung. Das auf den Berliner Wohnungsmarkt ausgerichtete Unternehmen bezahlte die Ankündigung des Zusammenschlusses mit Adler Real Estate mit einem Minus von 8,4 Prozent im SDax.

Ein Grund dafür dürfte nicht nur der Preis, sondern auch die Komplexität des Deals sein. Zusätzlich zur Fusion mit Adler kündigte Ado Properties auch die Übernahme des Projektentwicklers Consus Real Estate an. Adler Real Estate gewannen 6,4 Prozent und Consus 23,5 Prozent.

17:03 Uhr

Handelsdeal treibt Kupfer auf Rekordhoch

Die Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China und das überraschend starke Wachstum der chinesischen Industrie treiben den Kupferpreis auf ein Rekordhoch.

Eine Tonne kostet mit 6198,59 Dollar 1,1 Prozent mehr als am Freitag. China ist der weltweit wichtigste Kupfer-Importeur.

Kupfer (LME)
Kupfer (LME) 5.747,00

 

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16:45 Uhr

Analysten prophezeien große Pfund-Schwankungen

Das Pfund Sterling dürfte in den kommenden sechs Monaten von seinem derzeitigen Niveau bei 1,3374 US-Dollar auf 1,24 Dollar fallen, so BMO Capital Markets. Als Gründe werden die Bedenken über den Verlauf des Brexits und die weltwirtschaftliche Entwicklung genannt.

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,30

Der erwartete Rückgang "spiegelt unseren relativen Pessimismus bezüglich der globalen Wachstumsaussichten und des Übergangs Großbritanniens aus dem regulatorischen Gebiet der EU wider", sagte Devisenstratege Stephen Gallo.

Ein Handelsabkommen mit der EU, das bis zum Ende der Brexit-Übergangsphase im Dezember 2020 abgeschlossen sei, könne das Pfund Sterling aber auch wieder wieder auf bis zu 1,30 Dollar heben.

16:18 Uhr

China-Daten hieven US-Börsen auf Rekordstände

Die Wall Street startet positiv in die neue Handelswoche. Für Rückenwind sorgen gute Konjunkturdaten aus China. Sowohl die Industrieproduktion als auch der Einzelhandelsumsatz kletterten im November teils deutlich stärker als erwartet.

S&P 500
S&P 500 3.280,50

Damit mehren sich die Anzeichen, dass die Abwärtsrisiken für die zweitgrößte Volkswirtschaft abnehmen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte klettert 0,6 Prozent auf 28.317 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legt 0,7 Prozent zu und markiert ein Rekordhoch bei 3193 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notiert 0,9 Prozent höher und mit 8815 Punkten so hoch wie nie.

Das zwischen den USA und China ausgehandelte erste Teilabkommen im Handelskonflikt sorgt kaum mehr für Bewegung, gleichwohl bleibt es Gesprächsthema. Denn noch ist das Abkommen nicht unterschrieben.

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Boeing 286,00

Einfacher dürfte es nicht werden, denn die Spannungen zwischen beiden Ländern bestehen weiterhin. Einem Bericht zufolge haben die USA zwei chinesische Diplomaten wegen des Vorwurfs der Spionage ausgewiesen.

Unter den Einzelwerten stehen Boeing im Fokus. Angesichts weiterer Verzögerungen bei der Wiederfreigabe der Boeing 737 Max für den Flugdienst prüft der US-Flugzeughersteller laut Insiders eine Kürzung oder eine komplette Produktionsunterbrechung. Die Aktie gibt vorbörslich 3,8 Prozent nach.

 

16:02 Uhr

Bis 2040: Flugpassagierzahl wird sich wohl verdoppeln

Die Zahl der Flugpassagiere weltweit wird sich in den kommenden 20 Jahren mehr als verdoppeln, die Zahl der Flüge jährlich zunehmen und die Passagiermaschinen werden deutlich mehr Menschen an Bord haben. Diese Prognose veröffentlichte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Forscher berücksichtigten dabei Flughafenkapazitäten und Flottenentwicklung.

Die Passagierzahlen werden laut DLR-Prognose von rund vier Milliarden im Jahr 2016 auf über 9,4 Milliarden 2040 steigen. Die Zahl der Flüge wachse dabei von 35,5 Millionen auf etwa 53 Millionen im selben Zeitraum - das entspreche einer jährlichen Steigerung von 1,6 Prozent.

Die Forscher erwarten daher den vermehrten Einsatz größerer Maschinen zur Vermeidung von Kapazitätsengpässen. In 20 Jahren dürften ihrer Prognose zufolge im Schnitt 179 Passagiere pro Flug an Bord sein, 2016 waren es 111 Fluggäste.

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15:44 Uhr

Tuifly zahlt Beschäftigten mehr Geld

Die rund 2400 Beschäftigten der Konzernairline TUIfly bekommen ab Januar 2021 mehr Gehalt. Man habe mit dem Unternehmen einen Tarifabschluss für das Boden- und Kabinenpersonal mit 24 Monaten Laufzeit erzielt, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

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Demnach erhalten die Angestellten und die Auszubildenden eine lineare Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent. Die Lehrlinge bekommen zudem mehr Mietzuschuss und höhere Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit.

Weitere Details sollen bereits zum Januar 2020 in Kraft treten. Die Tarifeinigung gilt als wichtige Voraussetzung dafür, dass TUIfly in Deutschland ab dem Winterflugplan 2020/21 mit zwei Maschinen Langstreckenziele in der Karibik und Mexiko anfliegen kann.

14:49 Uhr

Gewinnmitnahmen: War's das mit der Pfund-Rally?

Das Pfund kommt seit Freitag von den Höchstständen der vergangenen Woche zurück. Es sei unwahrscheinlich, dass die Sitzung der Bank of England in dieser Woche die Währung ankurbeln werde, prognostizieren die Devisenanalysten von Unicredit.

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,30

Die Experten rechnen mit sich fortsetzenden Gewinnmitnahmen. Die britische Währung zog nach dem Wahlsieg der Konservativen sowohl gegenüber US-Dollar als auch Euro stark an und erreichte seinen Höchststand. "Die Zeit für weitere Konsolidierung und Gewinnmitnahmen ist wahrscheinlich gekommen", ergänzt die Bank.

Die Unicredit geht davon aus, dass das Pfund möglicherweise keine größere Unterstützung von der Bank of England erhalten werde. Das britische Pfund fällt auf 1,3338 US-Dollar nach einem Freitagshoch über der Marke von 1,35 Dollar.

14:30 Uhr

Studie: Deutsche Banken werden weiter schrumpfen

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Die Branche hat seit 2008 rund 100.000 Beschäftigte und 10.600 Filialen abgebaut.

picture alliance / dpa

Deutschlands Banken drohen laut einer Studie mittelfristig rote Zahlen. Die Branche komme um weitere Einschnitte und Zusammenschlüsse nicht herum, heißt es in einer Studie der Unternehmensberatung Bain & Company. "Die Banken haben keine andere Wahl, als ihr Filialnetz noch mehr auszudünnen und die Zahl ihrer Beschäftigten weiter zu reduzieren", sagte Bain-Deutschlandchef Walter Sinn.

Zwar habe die Branche seit dem Jahr 2008 schon rund 100.000 Beschäftigte und 10.600 Filialen abgebaut. Dennoch droht der Studie zufolge in einem negativen Szenario die gesamte deutsche Kreditwirtschaft in die roten Zahlen zu geraten. 

Steigende Aufwendungen für die Digitalisierung und eine verschärfte Regulierung machten bisher sämtliche Sparanstrengungen zunichte, sagte Sinn. Zudem drücke die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank auf die Zinsüberschüsse, und die Provisionsüberschüsse stagnierten seit Jahren.

14:04 Uhr

VW-Anlegerprozess: Gericht nimmt jetzt Bilanzen unter die Lupe

Im milliardenschweren VW-Anlegerprozess prüft das Oberlandesgericht Braunschweig eine Schadensersatzpflicht von Volkswagen wegen möglicherweise fehlerhafter Bilanzen.

VW Vorzüge
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Richter Christian Jäde bezeichnete eine von den Klägeranwälten beantragte Erweiterung der Feststellungsziele um solche Punkte als "teilweise zulässig". Dabei geht es um die Frage, ob Volkswagen im Abgasskandal schon früher Rückstellungen für den Fall hätte bilden müssen, dass der Konzern wegen des Einbaus einer illegalen Abschalteinrichtung in Dieselautos zur Rechenschaft gezogen würde.

Klägeranwalt Andreas Tilp geht davon aus, dass Volkswagen die Risiken nach dem unterstellten Beschluss zum Einbau der Abschalteinrichtung 2007 in seinen Bilanzen hätte ausweisen und dafür Rückstellungen bilden müssen.

13:47 Uhr

So können Anleger in Saudi Aramco investieren

Laut Marketwatch ist eine der einfachsten Möglichkeiten sich in Saudi Aramco zu engagieren, die, in den iShares MSCI Saudi Arabia ETF KSA zu investieren. Der ETF bildet den Index MSCI Saudi Arabia IMI 25/50 ab.

Sobald der Index neu zusammengestellt wird, wird der Fonds des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock nachziehen und seine Zusammensetzung entsprechend anpassen. Das wird deshalb passieren, weil Aramco seit dem Börsengang durchgestartet und seitdem das am höchsten bewertete Unternehmen der Welt ist.

MSCI bestätigte MarketWatch gegenüber, dass Aramco "voraussichtlich die Mindestanforderungen an die Marktkapitalisierung für eine vorzeitige Einbeziehung erfüllen wird", was es zum Ende des 17. Dezember in seinen Index aufnehmen würde und somit für den Handel am 18. Dezember wirksam wird.

Wenn das Unternehmen diese Kriterien aus irgendeinem Grund nicht erfüllte, würde MSCI die Aufnahme bis nach dem 5. Januar 2020 verschieben.

Bei einem Engagement ist politisch gesehen jedoch Vorsicht geboten.

 

13:26 Uhr

Nach Protesten: Kaeser schaltet sich bei Kohleminen-Auftrag ein

Nach Protesten prüft Siemens die geplante Lieferung einer Zugsignalanlage für eine Kohlemine in Australien. "Ich werde mir die Sache sorgfältig ansehen und mich bald zurückmelden", schrieb Siemens-Chef Joe Kaeser auf Twitter.

Siemens
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Ein Sprecher erklärte am Montag, der Konzernchef reagiere damit insbesondere auf die Kommunikation in den sozialen Medien, habe aber natürlich auch die Protestaktionen wahrgenommen.

Erst vergangene Woche hatte beispielsweise ein Aktivist seine Hand an ein Fenster in der Siemens-Zentrale in München geklebt. Auch in den sozialen Medien war das Projekt und die Beteiligung von Siemens kritisiert worden.

Das Milliardenprojekt des indischen Industriekonzerns Adani wird von Umweltschützern seit Jahren heftig bekämpft. Es soll eines der größten Kohlebergwerke der Welt werden und aus fünf Untertageminen sowie sechs Tagebaustätten jährlich bis zu 60 Millionen Tonnen Kohle fördern.

13:00 Uhr

Für mehr Neubauten: Dreierfusion im deutschen Immo-Markt

Der Berliner Mietendeckel und die Wohnungsknappheit treiben deutsche Immobilienfirmen in eine Dreier-Fusion. Die bisher nur in der Hauptstadt vertretene ADO Properties will sich mit ihrem in Norddeutschland aktiven Großaktionär Adler Real Estate zusammenschließen und sich anschließend den Projektentwickler Consus Real Estate einverleiben, der für Nachschub an Mietwohnungen und Wohnvierteln im ganzen Land sorgen soll.

Aus Ado, Adler und Consus entstehe das drittgrößte börsennotierte Wohnungsunternehmen in Deutschland mit rund 80.000 Einheiten im Wert von 8,6 Milliarden Euro, sagte Thierry Baudemoulin, seit der vergangenen Woche Ado-Vorstandschef. Nummer eins und zwei sind Vonovia und Deutsche Wohnen.

Die Ado-Aktionäre sehen die Übernahme kritisch: Das Papier brach um 14 Prozent ein, während Adler um 3,7 Prozent stiegen und Consus um 22 Prozent nach oben schnellten.

12:31 Uhr

Italienische Regierung muss die nächste Krisenbank retten

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In den vergangenen Jahren musste der italienische Staat immer wieder Banken retten. Wegen der langjährigen Wirtschaftsflaute haben die Geldhäuser viele problematische Kredite angehäuft.

REUTERS

Für Italien beginnt und endet das Jahr 2019 mit einer Bankenrettung. Und der italienische Steuerzahler ist wieder mal der Gekniffene ...

Der Staat stellt für die angeschlagene Volksbank Banca Popolare di Bari 900 Millionen Euro bereit. Die Regierung bekräftige am Sonntagabend, dass alles getan werde, um Sparer zu schützen.

Die Bank - mit rund 2700 Mitarbeitern eine der größten in Süditalien - nannte "Vermögensverluste" als Hintergrund. Der Geschäftsbetrieb soll regulär weiterlaufen. Medien zufolge führten faule Kredite und schlechtes Management zu der Krise.

Nach einem am Sonntagabend vom Ministerrat beschlossenen Dekret sollen die Mittel aus dem Finanzministerium nicht direkt an die Bank fließen. Vielmehr soll damit das Kapital der staatlichen Entwicklungsbank Banca del Mezzogiorno-Mediocredito Centrale (MCC) erhöht werden. Diese soll so mit dem Einlagensicherungsfonds FITD und möglichen anderen Investoren die Sanierung der Volksbank in Bari übernehmen können.

11:54 Uhr

Britische Kinokette will Cineplex kaufen

Cineworld will den kanadischen Konkurrenten Cineplex für 2,1 Milliarden US-Dollar (1,89 Milliarden Euro) kaufen, wie das Unternehmen in London mitteilte. Damit würde die größte Kinokette in Nordamerika entstehen.

Cineworld hatte erst vor zwei Jahren die US-Kinokette Regal erworben. Das Angebot für Cineplex unterstreiche den "Glauben an das Kino-Geschäft", erklärte Cineworld-Chef Mooky Greidinger. Kino sei "eine der erschwinglichsten Formen der Unterhaltung außer Haus".

Die Kartellbehörden müssen die Übernahme genehmigen. Cineworld will den Kauf bereits im ersten Halbjahr 2020 abschließen.

11:11 Uhr

Herabstufung drückt Schaeffler

Schaeffler Vz
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Die Aktien von Schaeffler sind mit einem Abschlag von 3,6 Prozent auf 9,88 Euro einer der größten Verlierer im SDax. Händler verweisen auf eine Herabstufung durch Morgan Stanley auf "Underweight" von "Equal-Weight".

10:26 Uhr

Euro-Zone bleibt ohne Schwung: "Tiefste Krise seit 2013"

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Die Industrie leidet unter der globalen Investitionsschwäche, die nicht zuletzt durch die Handelskonflikte ausgelöst wurde.

www.imago-images.de

Die Wirtschaft im Euro-Raum kommt auch am Jahresende nicht richtig vom Fleck. Der Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, verharrte im Dezember bei 50,6 Punkten, wie aus der monatlichen Umfrage des Instituts IHS Markit unter rund 4000 Firmen hervorgeht.

Das Barometer blieb damit knapp über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Ökonomen hatten einen leichten Anstieg erwartet. "Die Euro-Zone beendet das Jahr in der tiefsten Krise seit 2013", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

10:19 Uhr

Bei SAP dürfen frischgebackene Väter kürzer treten

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Angesichts des Fachkräftemangels in etlichen Branchen und vieler junger Arbeitnehmer ohne ausgeprägtes Karrieredenken wächst der Druck auf Firmen, gute Mitarbeiter bei Laune und im Betrieb zu halten.

dpa

Der Softwarekonzern SAP zeigt ein Herz für frischgebackene Papas.

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Von Januar an dürfen sie ihre Arbeitszeit in den ersten acht Wochen nach der Geburt eines eigenen Kindes ohne Gehaltseinbußen um 20 Prozent reduzieren. Das kündigte SAP-Personalchef Cawa Younosi an. Der Zeitraum dieses Angebots verlängere sich von acht auf zwölf Wochen, wenn es sich um eine Mehrlingsgeburt handle. Man orientiere sich hier am gesetzlich geregelten Mutterschutz.

Väter, die sofort mit der Geburt gesetzliche Elternzeit beantragen, kommen nicht in den Genuss des SAP-Angebots. Younosi betonte: "Unser Angebot zielt nicht darauf ab, dass Väter generell weniger gesetzliche Elternzeit nehmen sollen."

SAP hat hierzulande inklusive Teilzeitkräften rund 24.000 Mitarbeiter - mehrheitlich Männer.

09:50 Uhr

Was ist vom Handelsdeal zu halten? Frank Meyer fragt nach

Die teilweise Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China bekommt an der Börse reichlich Vorschusslorbeeren. Details des Abkommens sind dabei bislang kaum bekannt. Sind die Hoffnungen zu hoch gesteckt?

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VDax 15,72

Der Handelsdisput zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zählt immerhin zu den größten Konjunkturrisiken. n-tv Börsenexperte Frank Meyer fragt Chefvolkswirt der DZ Bank, Stefan Bielmeier, nach den Risiken:

"Zur Zeit werden noch zwei weitere Verträge geplant und das passt auch sehr gut in den Wahlkampf von Herrn Trump. Er hat jede Menge Möglichkeiten, sich gut darzustellen", sagt Bielmeier.

Natürlich sei die Gefahr, "dass die Chinesen das nicht machen, was sie machen sollen weiterhin gegeben. Es gibt ja doch Sanktionsmöglichkeiten. Man wird das genau beobachten. Für Volatilität dürfte hier gesorgt sein."

 

09:32 Uhr

Dax setzt Kletterpartie fort

Der Dax startet wie erwartet freundlicher in die neue Handelswoche.  Zum Auftak legt der deutsche Leitindex 0,5 Prozent zu auf 13.353 Zähler zu.

Dax
Dax 13.323,69

Die Bestätigung, dass der erhoffte "Phase-1-Handelsdeal" zwischen den USA und China kommen wird, sorgt weiter für Erleichterung. Damit ist auch die Gefahr einer weiteren Zollerhöhungsrunde entfallen.

Indes, die Börsen hatten dies bereits vergangene Woche gefeiert; einen Überraschungseffekt erwarten Händler daher nicht mehr. Im Handel werden deshalb später einsetzende Gewinnmitnahmen nicht ausgeschlossen.

Am Freitag hatte der Dax sich ein halbes Prozent auf 13.282,72 Punkte hochgearbeitet und sich damit bis auf etwas mehr als 300 Zähler seinem Rekordhoch genähert. Auftrieb erhielt er dabei neben dem ersten Teilabkommen im Handelsstreit vom klaren Wahlsieg des britischen Premierministers Boris Johnson, der den Weg zu einem geordneten Brexit ebnet.

08:12 Uhr

Überraschend gute Daten aus China

Die chinesische Wirtschaft hat sich in wichtigen Bereichen im vergangenen Monat besser entwickelt als von Ökonomen erwartet. Sowohl die Industrieproduktion als auch der Einzelhandelsumsatz kletterten im November teils deutlich stärker als geschätzt. Damit mehren sich nach der Teileinigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China die Anzeichen, dass die Abwärtsrisiken für die zweitgrößte Volkswirtschaft abnehmen.

Die Industrieproduktion wuchs im November um 6,2 Prozent nach 4,7 Prozent im Oktober. Volkswirte hatten nur mit einem Zuwachs von 5 Prozent gerechnet. Der Einzelhandelsumsatz stieg um 8 Prozent nach 7,2 Prozent im Oktober. Hier hatten Volkswirte ein Plus von 7,6 Prozent erwartet.

China hat angekündigte neue Strafzölle auf US-Produkte ausgesetzt. Die chinesische Regierung verzichte auf die Einführung von Aufschlägen in Höhe von zehn und fünf Prozent auf bestimmte US-Importe, wie das Finanzministerium mitteilte. Die USA haben indes einem Bericht zufolge zwei chinesische Diplomaten wegen des Vorwurfs der Spionage ausgewiesen. 

07:54 Uhr

Sydney reißt nach oben aus

Das von den USA und China offenbar gefundene erste Zwischenabkommen zur Beilegung des Handelsstreits reißt an den asiatischen Aktienmärkten kaum noch jemanden vom Hocker. Zum einen hatte bereits an den Tagen zuvor vieles darauf hingedeutet, zum anderen misstrauen Anleger der Vereinbarung auch, zumal es kaum Details dazu gibt bislang und auch, weil die Nachhaltigkeit angezweifelt wird. Zudem gilt sie als fragil und ist auch noch nicht unterzeichnet.

S&P/ASX 200
S&P/ASX 200 6.994,50

In diesem Umfeld bewegen sich die Indizes kaum, mit einer Ausnahme: In Sydney schoss der S&P/ASX-200 um 1,6 Prozent nach oben, wozu die Kurse der Schwergewichte aus dem Rohstoffsektor ebenso beitrugen wie die der ebenfalls stark gewichteten Bankenwerte. In Tokio liegt der Nikkei-225 dagegen mit 24.022 Zählern praktisch auf dem gleichen Stand wie zum Schluss am Freitag. Ähnlich sieht es an den anderen Plätzen aus, auch in Schanghai. Dass die Industrieproduktion im November in China besser als erwartet ausgefallen ist, hilft den Kursen ebenfalls nicht auf die Beine.