Montag, 30. Dezember 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
16:38 Uhr

US-Anleger nehmen Gewinne mit - Dow & Co geben nach

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(Foto: picture alliance/dpa)

Am vorletzten Tag des Jahrzehnts haben die Anleger in den USA noch einmal Gewinne mitgenommen. Der Dow Jones notierte am späten Nachmittag (MEZ) 0,7 Prozent schwächer bei 28.438 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq notierten leicht im Minus bei 3237 beziehungsweise 8993 Punkten. Allerdings sind die meisten Händler im Urlaub, die Umsätze sind gering. Für gute Stimmung bei Investoren sorgte ein Bericht, wonach der chinesische Vize-Regierungschef Liu He noch in dieser Woche in die USA reisen will, um das Handelsabkommen mit den USA zu unterzeichnen.

Die Papiere des Tesla-Rivalen Nio schnellten um ein Viertel in die Höhe. Der chinesische Elektroautohersteller profitiert derzeit von der starken Nachfrage nach seinen Fahrzeugen und hat mehr Umsatz erwirtschaftet als erwartet.

Verehrte Leserinnen und Leser, das war der letzte Börsen-Tag in diesem Jahr. Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins Jahr 2020. Möge es Ihnen nur Gutes bringen.

16:20 Uhr

Fonds kauft Call-Center-Tochter von Thomas Cook

Hunderte Menschen können aufatmen: Der insolvente Reiseveranstalter Thomas Cook hat eine weitere Tochter verkaufen können. Ein Fonds übernahm die Gesellschaft für Reisevertriebssysteme (GfR), die als Call Center Kunden von Online-Reiseportalen und Reisebüros betreut, wie der Insolvenzverwalter am Montag mitteilte. Die Zukunft der rund 500 Beschäftigten in Bochum und Berlin sei damit gesichert. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Käufer ist der Fonds Leo II. mit Sitz in München. Er sei ein "finanzstarker und erfahrener Investor", erklärte der Insolvenzverwalter Ottmar Hermann.

15:54 Uhr

China und USA unterzeichnen wohl Handelsabkommen binnen Tagen

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(Foto: imago images / Christian Ohde)

Die USA und China wollen ihre Teileinigung auf ein Handelsabkommen einem Medienbericht zufolge in den kommenden Tagen besiegeln. Chinas stellvertretender Ministerpräsident Liu He werde diese Woche nach Washington fliegen, um den Vertrag zu unterzeichnen, berichtete die "South China Morning Post" unter Berufung auf eine nicht näher bezeichnete Quelle. Die US-Regierung habe eine Einladung geschickt, die China angenommen habe. Die chinesische Delegation werde voraussichtlich bis Mitte kommender Woche in den USA bleiben.

Die USA und China hatten sich Mitte Dezember auf ein erstes Teilabkommen in ihrem seit Monaten anhaltenden Handelsstreit geeinigt.

15:25 Uhr

Beschwerden über Zustelldienste häufen sich

Egal wieviel zurück geht, es kostet beim Online-Shoping meist nichts. Das könnte sich nun ändern. Foto: Stefan Sauer

(Foto: dpa)

Bei der Bundesnetzagentur gehen immer mehr Beschwerden über verspätet zugestellte Post ein. Bis zum 15. Dezember seien 17.167 Beschwerden über die Branche eingegangen, teilte die Börde mit. Im gesamten Jahr 2018 seien es 12.615 gewesen nach 6100 im Jahr zuvor.

Mit knapp 55 Prozent sei mehr als die Hälfte der Beschwerdegründe auf den Briefbereich entfallen. Rund 34 Prozent der Beschwerdegründe betrafen Pakete. Häufigster Grund für die Beschwerden seien verspätet, falsch oder gar nicht zugestellte Briefe gewesen. Auch sei beklagt worden, dass Boten nicht versucht hätten, Pakete direkt an der Empfängeradresse abzugeben.

14:52 Uhr

Bitcoin-Anleger konnten in diesem Jahr aufatmen

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(Foto: picture alliance / Jens Kalaene/)

Die Bitcoin-Anleger können zufrieden sein: Das Jahr 2019 ist trotz der Kursrückgänge ab dem Sommer für sie unter dem Strich doch noch versöhnlich ausgegangen. Die Cyberwährung kostete heute mit 7551 US-Dollar fast doppelt so viel wie noch Ende 2018.

  • "Alle Abgesänge auf die federführende Kryptowährung sind ein Jahr später nahezu verstummt", sagte Timo Emden, Bitcoin-Experte beim Analysehaus Emden Research.

Allerdings würden die Anleger aus dem Börsenjahr 2019 nicht wirklich schlau. Im Sommer hatte die Cyberdevise zeitweise noch ein Hoch bei mehr als 12.000 Dollar markiert. Insgesamt stieg die zusammengerechnete Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen im zu Ende gehenden Jahr laut dem Branchendienst CoinMarketCap.com auf knapp 200 Milliarden Dollar von knapp 130 Milliarden Dollar vor Jahresfrist.

14:17 Uhr

Dax beschließt Jahr mit Minus - 2019 aber sehr erfolgreich

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(Foto: imago/Sven Simon)

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am letzten Handelstag des Jahres Kasse gemacht. "Die Anleger können zum Jahresausklang die Sektkorken knallen lassen und den letzten Handelstag im Jahr festlich begehen", sagte ein Analyst. Mit einem Plus von etwa 26 Prozent seit Jahresbeginn könne sich der Dax sehen lassen. Am heutigen verkürzten Handelstag ging es mit den Frankfurter Indizes nach unten. Der Dax verlor 0,7 Prozent und verließ das Jahr 2019 mit 13.249 Punkten. Der MDax fiel um 0,8 Prozent auf 28.313 Zähler. Der TecDax sackte um 0,7 Prozent auf 3015 Stellen ab. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,3 Prozent auf 3770 Punkte nach unten.

Im Dax waren die Papiere des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) mit einem Minus von 1,0 Prozent unter den größten Verlierern. Das Dax-Ende zierten heute MTU mit minus 1,7 Prozent. Dax-Gewinner waren Wirecard mit plus 1,1 Prozent. Daneben verzeichneten nur noch RWE, Deutsche Bank, Heidelbergcement, Merck und Fresenius Gewinne.

Der nächste Handelstag in Frankfurt ist am Donnerstag, 2. Januar 2020.

13:55 Uhr

Deutscher Arbeitsmarkt geht stabil ins nächste Jahr

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hat sich im Dezember auf seinem Vormonatswert behauptet. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegt bei 102,0 Punkten und signalisiert damit weiterhin eine gute Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland, wie das Institut mitteilte. Die Einschätzungen der Arbeitsagenturen im Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit haben sich noch einmal leicht um 0,1 Punkt auf 99,4 Punkte verbessert. Bereits im Vormonat hatte sich die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers deutlich erholt.

Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers verlor im Dezember leicht um 0,1 Punkt auf 104,6 Punkte. Damit bleibt der Beschäftigungsausblick trotz der konjunkturellen Schwäche deutlich positiv.

13:25 Uhr

Lufthansa-Aktie verliert - Streik bei Germanwings belastet

Abwärts ist es heute auch mit der Aktie von Lufthansa gegangen – sie verlor am frühen Nachmittag 0,5 Prozent auf 16,35 Euro. Im Streit zwischen der Flugbegleitergewerkschaft Ufo und der Konzerntochter Germanwings blieben die Fronten verhärtet. Zum Auftakt des dreitägigen Streiks schloss Ufo-Vizechef Daniel Flohr eine Verlängerung des Ausstands nicht aus. Germanwings fliegt für die Lufthansa-Tochter Eurowings. Ein Eurowings-Sprecher betonte, das aktuelle Tarifangebot des Unternehmens sei das "beste, das man in der Branche bekommen kann".

Der Streik der Flugbegleiter begann um Mitternacht und soll bis Mittwoch um Mitternacht dauern. Germanwings fliegt mit 30 Maschinen für Eurowings und bestreitet damit rund 20 Prozent des Flugbetriebs. Rund 180 Flüge insgesamt mussten gestrichen werden.

Lufthansa
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12:53 Uhr

Deutschlands Mittelstand sieht 2020 positiv

Der deutsche Mittelstand zeigt sich zum Jahreswechsel in guter Stimmung: 59 Prozent der Unternehmer bewerten ihre aktuelle Geschäftslage positiv, nur neun Prozent schätzen sie negativ ein. Das geht aus der Befragung kleiner und mittlerer Unternehmen hervor, die der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Berlin vorlegte. Vier von fünf Mittelständlern erwarten demnach außerdem im kommenden Jahr eine Verbesserung der Lage.

Nur jeder zehnte Befragte plant einen Stellenabbau, 40 Prozent wollen zusätzliche Beschäftigte einstellen. Allerdings gaben nur neun Prozent der Befragten an, für alle offenen Positionen auch "problemlos" die geeigneten Fachkräfte zu finden. Bei der Suche nach Auszubildenden beklagten 75 Prozent ein abnehmendes Bildungsniveau der Bewerber.

12:27 Uhr

Wenig Bewegung an der Wall Street erwartet

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(Foto: REUTERS)

Kaum verändert dürfte die Wall Street in die letzte Woche des Jahres 2019 starten. Weiter stützend dürfte sich die Aussicht auf die baldige Unterzeichnung eines "Phase-eins"-Handelsabkommens zwischen den USA und China auswirken. Der chinesische US-Botschafter hatte dem Staatsfernsehen am Wochenende gesagt, Peking werde seine Zusagen für das Handelsabkommen einhalten und dies sei auch von Washington zu erwarten. Gleichwohl gibt es weiterhin kein konkretes Datum für eine Unterzeichnung.

Der Future auf den S&P-500 notierte aktuell kaum verändert. Die Agenda der US-Konjunkturdaten zeigt sich übersichtlich. Kurz nach Handelseröffnung wird lediglich der Index Einkaufsmanager Chicago für Dezember veröffentlicht. Hier wird mit einer leichten Verbesserung gerechnet.

12:04 Uhr

Brillenkonzern deckt Betrug in eigenem Werk auf

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(Foto: imago images / ZUMA Press)

Der für seine Kernmarke Ray-Ban bekannte Brillenkonzern EssilorLuxottica hat in einem seiner Werke in Thailand betrügerische finanzielle Aktivitäten aufgedeckt. Das teilte der französische Konzern mit. Unter anderem in Thailand sei bereits Anzeige erstattet worden, heißt es weiter. Zudem habe man Maßnahmen ergriffen, um "zweckentfremdete Gelder zurückzugewinnen" und so den Schaden möglichst zu begrenzen.

Den finanziellen Schaden schätzt das Management auf 190 Millionen Euro vor möglichen Versicherungsleistungen. Die Kosten würden in den Zahlen für 2019 verbucht.

11:39 Uhr

US-Milliardär wirft Auge auf den AS Rom

AS Rom
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Interessante Entwicklung im italienischen Fußball: Der US-Milliardär Daniel Friedkin hat ein Auge auf den börsennotierten Fußballclub AS Rom geworfen. Wie der defizitäre Verein mitteilte, gebe es Gespräche mit einem Konsortium unter Führung Friedkins über den Verkauf. Eine Entscheidung gebe es aber noch nicht. Zunächst werde die Gruppe um den Milliardär die Bücher prüfen.

Die "Financial Times" hatte zuvor berichtet, dass das Konsortium den rekordverdächtigen Betrag von 750 Millionen Euro für die Roma zahlen werde. Derzeit wird der aktuelle Tabellenvierte der Serie A von einer Gruppe von US-Investoren kontrolliert. In der vergangenen Saison (per Ende Juni) verbuchte der AS Rom einen Nettoverlust von 24,3 Millionen Euro. Die Chance auf einen finanzkräftigen neuen Eigner ließ Anleger zugreifen: Die Aktien schnellten zeitweise 9,6 Prozent nach oben, gaben dann aber einen Großteil der Gewinne wieder ab und notierten noch 4,5 Prozent fester.

10:52 Uhr

Das erwarten Experten für das Börsenjahr 2020

Handelsstreit, Brexit, angespanntes Zinsumfeld: Eigentlich waren die Voraussetzungen für das Börsenjahr 2019 alles andere als positiv. Umso überraschender ist die Performance beim Dax: Der Leitindex steigt um fast 25 Prozent. Ganz so erfolgreich dürfte 2020 laut Experten aber nicht werden.

10:27 Uhr

Dax verliert am letzten Handelstag des Jahres

Am Ende eines starken Börsenjahres haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt zurückgehalten. Da viele große Investoren ihre Bücher für 2019 bereits geschlossen haben, verlief der Handel bei niedrigen Umsätzen ruhig. Der Dax notierte am Vormittag 0,6 Prozent tiefer bei 13.260 Punkten. Der MDax verlor 0,5 Prozent auf 28.403 Zähler. Der TecDax sackte um ebenfalls 0,5 Prozent auf 3020 Stellen ab. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,4 Prozent auf 3770 Punkte nach unten.

Auf Unternehmensseite waren kursbewegende Nachrichten rar. In der Nacht begann der dreitägige Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa-Tochter Germanwings. Die Lufthansa-Aktie gewann geringfügig um 0,1 Prozent. Am Dax-Ende fanden sich indes FMC mit minus 1,9 Prozent wieder. An der Dax-Spitze notierten Wirecard mit plus 1,0 Prozent.

Dax
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10:10 Uhr

Tesla feiert E-Auto-Auslieferung in China

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In Shanghai wird das Fahrzeug Model 3 hergestellt.

(Foto: REUTERS)

In der Rekordzeit von 357 Tagen nach Baubeginn des zwei Milliarden US-Dollar teuren Werkes hat der US-Elektroautobauer Tesla heute die ersten Fahrzeuge ausgeliefert. 15 Mitarbeiter erhielten in Shanghai die ersten in China produzierten Tesla-E-Autos. Einer von ihnen nutzte die Chance und machte seiner Freundin bei der Übergabezeremonie einen Heiratsantrag. Ein Tesla-Manager sagte, der Absatz für die in China hergestellte Limousine sei bislang "sehr gut" gewesen. Das Werk habe ein Produktionsziel von 1000 Einheiten pro Woche oder 280 Autos pro Tag erreicht. Die Auslieferungen würden im Januar daher vorangetrieben.

Der Bau der ersten Tesla-Produktion außerhalb der USA begann im Januar 2019. Mit der Fertigung startete der E-Auto-Pionier im Oktober. Pro Jahr sollen dort künftig 250.000 Autos hergestellt werden, die vor Subventionen umgerechnet 45.000 Euro kosten.

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09:43 Uhr

Dax-Konzerne rutschen an Weltbörsen weiter ab

SAP
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Die größten Dax-Unternehmen spielen an den Weltbörsen eine immer geringere Rolle. Mit SAP, Siemens und Linde finden sich zum Ende des Jahres nur noch drei von ihnen unter den 100 am höchsten bewerteten Konzernen der Welt. Das geht aus einer Erhebung der Unternehmensberatung EY und aus Daten des Anbieters Refinitiv hervor. Vor einem Jahr gehörte auch die Allianz zu den Top 100.

Der teuerste gelistete Konzern überhaupt kommt aber erstmals aus Saudi-Arabien: Der Öl-Riese Saudi Aramco wird nach seinem Börsengang im Herbst mit 1,88 Billionen US-Dollar bewertet (Stand: 27. Dezember) - doch ist nur ein Bruchteil der Aramco-Aktien handelbar.

Apple
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Dominiert wird die Börsen-Rangliste ansonsten wie gehabt von den USA. Von dort kommen sieben der zehn am höchsten bewerteten Unternehmen der Welt: Apple hat mit einem Börsenwert von 1,29 Billionen Dollar Microsoft (1,21 Billionen) überholt, das die Top Ten vor zwölf Monaten noch angeführt hatte. Dahinter folgen die Internet-Riesen: Die Google-Mutter Alphabet mit 933 Milliarden, Amazon mit 927 Milliarden und Facebook mit 593 Milliarden Dollar.

09:15 Uhr

Dax verliert leicht - Haaland hievt BVB-Aktie hoch

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Erling Haaland spielt nun für Borussia Dortmund.

(Foto: dpa)

Am letzten Handelstag des Jahres haben sich Anleger in Frankfurt mit Käufen zurückgehalten. Der Dax notierte kurz nach Handelsstart 0,2 Prozent schwächer bei 13.310 Punkten. Seit Jahresauftakt liegt er aber gut 26 Prozent im Plus und steuert damit auf den stärksten Jahresgewinn seit 2012 zu. Heute endet der Handel in Frankfurt bereits um 14.00 Uhr. An Silvester und an Neujahr bleibt die Börse dann geschlossen, bevor am Donnerstag das neue Börsenjahr eingeläutet wird.

Gefragt waren die Aktien von Borussia Dortmund, die knapp 2 Prozent zulegten. Der deutsche Fußball-Vizemeister hat den umworbenen norwegischen Nachwuchsstürmer Erling Haaland unter Vertrag genommen.

09:10 Uhr

Immobilien verteuern sich in Deutschland weiter rasant

Die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland steigen weiter kräftig. Im dritten Quartal verteuerten sich Immobilien durchschnittlich um 4,9 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Vor allem in den größten sieben deutschen Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf schossen die Preise nach oben: Dort mussten Käufer für Wohnungen 9 Prozent mehr bezahlen als im dritten Quartal 2018. Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten 7,5 Prozent mehr. In den übrigen deutschen Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnern verteuerten sich Wohnungen um 5,8 Prozent und Häuser um 7,8 Prozent. In städtischen Kreisen außerhalb von kreisfreien Großstädten kletterten die Preise für Wohnungen und Häuser um rund 5 Prozent, so die Wiesbadener Statistiker.

Wie geht es heute den Immoaktien? Vonovia gaben im Dax um 0,3 Prozent nach. Im MDax verloren Deutsche Wohnen ebenfalls 0,3 Prozent und Grand City Properties 0,4 Prozent.

09:02 Uhr

Euro gegenüber US-Dollar auf höchstem Stand seit August

Der Euro hat zu Wochenbeginn deutlich an Festigkeit gewonnen. Der Kurs stieg über die Marke von 1,12 Dollar gestiegen und erreichte den höchsten Stand seit vier Monaten. Erneut wurde die Gemeinschaftswährung durch eine Schwäche der US-Währung gestützt. Zeitweise stieg der Kurs bis auf fast 1,1211 US-Dollar und stand damit so hoch wie seit August nicht mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1153 Dollar festgesetzt.

Am Devisenmarkt zeigte sich bereits den dritten Handelstag in Folge eine breit angelegte Dollar-Schwäche, die dem Euro im Gegenzug Auftrieb verlieh. Marktbeobachter erklärten den schwachen Dollar mit Positionsanpassungen großer institutioneller Anleger kurz vor dem Jahresende. Seit den Weihnachtsfeiertagen hat die Dollar-Schwäche dem Euro einen Kursgewinn von etwa einem Prozent beschert.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

08:45 Uhr

Gewinnmitnahmen in Japan - dickes Plus in China

Die Anleger in Japan haben am letzten Handelstag des Jahrzehnts Kasse gemacht. Der Nikkei schloss 0,8 Prozent schwächer bei 23.657 Zählern. Seit Jahresbeginn legte er 18,2 Prozent zu. Die Tokioter Börse ist wegen des Neujahrsfestes den Rest der Woche geschlossen.

In China legte der Leitindex 1,4 Prozent zu. Die Kurse profitierten von einem Bericht, wonach mit einem Plus beim Einzelhandelsumsatz im zu Ende gehenden Jahr um acht Prozent gerechnet werde. Zudem spielten Erwartungen eine Rolle, dass die Kreditkosten verringert werden könnten. Binnen Jahresfrist gewannen die chinesischen Aktien trotz der Turbulenzen rund um den Handelskonflikt mit den USA rund ein Drittel.

08:34 Uhr

Preis für Nordsee-Öl auf höchstem Stand seit September

Brent Rohöl
Brent Rohöl 47,74

Die Ölpreise sind im frühen Handel etwas hochgegangen. Der Preis für Rohöl aus der Nordsee erreichte den höchsten Stand seit drei Monaten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 68,40 US-Dollar und damit so viel wie seit September nicht mehr, als ein Angriff auf die Ölindustrie in Saudi-Arabien einen starken Preissprung ausgelöst hatte. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg zuletzt um acht Cent auf 61,80 Dollar.

Gestützt wurden die Ölpreise durch einen unerwartet starken Rückgang der Ölreserven in den USA. Am Freitag hatte die US-Regierung gemeldet, dass die Lagerbestände an Rohöl zuletzt um 5,5 Millionen Barrel auf 441,3 Millionen Barrel gesunken waren. Analysten hatten zwar einen Rückgang der Lagerbestände erwartet, waren aber nur von einem Abschmelzen um 1,5 Millionen Barrel ausgegangen.

08:03 Uhr

Nordkorea belastet Asien-Börsen

Die ostasiatischen Aktienbörsen zeigen sich im späten Geschäft zweigeteilt. Während die chinesischen Aktienplätze im Plus notieren, überwiegen an die übrigen Börsen Abgaben. Als Belastungsfaktor wird Nordkorea bewertet, wo Diktator Kim Jong Un wieder mit Kriegsrhetorik aufwartet.

Nikkei
Nikkei 26.537,31

In Tokio sinkt der Nikkei-225 um 0,6 Prozent auf 23.687 Punkte - belastet von einer Aufwertung des Yen. Dieser erfährt mit den Drohungen aus Nordkorea großen Zuspruch, gilt er doch als vermeintlich sicherer Hafen in unsicheren Zeiten. Der US-Dollar fällt auf 109,13 Yen nach Wechselkursen um 109,50 am Freitagabend. Energie- und Rohstoffwerte führen das Feld der Verlierer an.

In China steigen der HSI in Hongkong um 0,4 Prozent und der Schanghai-Composite gar um 0,9 Prozent, Shenzhen meldet Gewinne von 0,8 Prozent. Händler sprechen von der Hoffnung, dass China kurzfristig mehr Liquidität ins Bankensystem pumpen werde. In Hongkong stehen Immobilienwerte ganz oben auf den Kaufzetteln der Anleger.

In Seoul fällt der Kospi mit der Verschärfung der politischen Krise mit dem Norden um 0,3 Prozent. Taiwan, Singapur und Indonesien zeigen sich indes wenig verändert. Der australische S&P/ASX-200 hat mit Abschlägen von 0,3 Prozent geschlossen.