Dienstag, 02. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:40 Uhr

Dax-Bullen wittern neue Allzeithochs

Am deutschen Aktienmarkt regieren auch am Dienstag die Bullen. Nachdem der Dax zum Wochenstart bereits 1,4 Prozent zulegen konnte, bewegt er sich im Dienstagshandel weitere 1,6 Prozent nach oben bis zu einem Schlusskurs von 13.835 Zählern. Sowohl aus Asien als auch von der Wall Street hat es keine Störfeuer gegeben - im Gegenteil.

"Der zweite Tag in Folge mit dicken, grünen Vorzeichen: Der Dax läuft wie am Schnürchen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Das Kursdebakel der letzten Woche war bislang nicht mehr oder weniger ein kurzer Test nach unten. Sollte der Dax die 13.800er Marke nachhaltig herausnehmen, steht neuen Allzeithochs nicht mehr viel im Weg", erläutert er. "Eine Hürde gibt es noch: Die Zahlenwerke von Amazon und Alphabet. Aber das ist für den Dax schon die Musik von morgen."

Dax
Dax 13.879,33

 

Bei den Einzelwerten ziehen konjunkturaffine Werte an die Spitze der Gewinner: Die Aktien von MTU, VW und Conti legen jeweils mehr als drei Prozent zu. An der Spitze der Verlierer finden sich FMC und Fresenius, wobei FMC etwa zehn Prozent einbüßen. Der Dialyse-Spezialist hatte mit seinem Geschäftsausweis enttäuscht.

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 199,75
FMC
FMC 57,36

 

17:26 Uhr

Online-Broker Flatexdegiro erlebt Kundenansturm

Der Frankfurter Online-Broker Flatexdegiro erhöht wegen des jüngsten Zustroms an Neukunden seine Wachstumserwartungen für dieses Jahr. Im Januar seien 130.000 Kunden hinzugekommen, gut viermal so viele wie ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen mit. Für 2021 erwartet Flatexdegiro nun 550.000 bis 750.000 (nach bisher 350.000) Neukunden. Das wären zum Jahresende 1,8 bis 2 Millionen Kunden nach 1,4 Millionen Ende Januar. Sie sollen in diesem Jahr 75 bis 90 Millionen Transaktionen über Flatexdegiro abwickeln, bisher hatte der Broker mit 65 bis 75 Millionen gerechnet. Allein im Januar seien es 11,4 Millionen gewesen. Das werde sich "deutlich positiv auf Umsatz, Ergebnis und Free Cash-flow auswirken", heißt es von Seiten der Bank.

16:51 Uhr

Ferrari will nach Gewinnrückgang wieder Gas geben

Der italienische Luxus-Autobauer Ferrari hat infolge der Corona-Krise einen Absatz- und Gewinnrückgang weniger verbucht. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sank um zehn Prozent auf 1,143 Milliarden Euro, der Umsatz um 8,1 Prozent auf 3,5 Milliarden. Der Absatz ging wegen der siebenwöchigen Produktionsunterbrechung zur Eindämmung der Pandemie auf unter 10.000 Fahrzeuge zurück. 2021 will der Vorstand wieder Gas geben und peilt einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro an sowie ein bereinigtes Ebitda zwischen 1,45 und 1,5 Milliarden.

Ferrari
Ferrari 162,50

16:34 Uhr

Tesla ruft 135.000 Model S und X "freiwillig" zurück

Der Elektroautobauer Tesla leistet der Anordnung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA Folge und ruft knapp 135.000 Fahrzeuge von Model S und Model X "freiwillig" zur Nachbesserung zurück. Ein Defekt bei der Steuerung des Touchscreens stellt nach Auffassung der Behörde ein Risiko dar, weil die Rückfahrkamera und das Beheizen der Windschutzscheibe gegen Beschlagen und Eis ausfallen könnte. Es geht um Baujahre bis 2018. Die NHTSA hatte im Juni eine Untersuchung begonnen. Tesla hatte auf Beschwerden von Kunden hin früher erklärt, statt auf den Bildschirm könnten die Fahrer in den Rückspiegel schauen und die Scheiben manuell putzen. Auch das Kraftfahrt-Bundesamt prüft einen Rückruf.

Tesla
Tesla 560,20

16:19 Uhr

20-Jahreshoch: TecDax zurück auf Hausse-Kurs

Der TecDax schwenkt wieder auf Hausse-Kurs ein. Mit knapp 3470 Punkten markierte er den höchsten Stand seit über 20 Jahren. Damals hieß er noch Nemax-50 und befand sich gerade inmitten der Milleniums-Baisse.

Im Unterschied zum Dax hat der TecDax mit dem neuerlichen Anstieg die jüngste Konsolidierung schon wieder nach oben aufgelöst. Aus technischer Sicht hatten die Commerzbank-Analysten bereits kürzlich mit einem Anstieg in Richtung 3600 gerechnet. Die Stimmung profitiert auch von der jüngsten starken Vorstellung der Nasdaq. Dort warten die Marktteilnehmer nun auf die Zahlen der Schwergewichte Amazon und Alphabet am Abend.

TecDax
TecDax 3.368,22

15:58 Uhr

Hedgefonds kauft sich bei Übernahmekandidat Siltronic ein

Der Hedgefonds Davidson Kempner hat sich bei dem Wafer-Hersteller Siltronic eingekauft. Er habe am 22. Januar 3,49 Prozent an Siltronic gehalten, seinen Anteil am 25. Januar aber wieder auf 2,55 Prozent reduziert, heißt es in einer Pflichtmitteilung. Dazwischen hatte Globalwafers sein Übernahmeangebot für Siltronic zweimal aufgestockt und die Annahmeschwelle auf 50 Prozent gesenkt. Der Hedgefonds Argonaut hatte auch das erhöhte Angebot als zu niedrig bezeichnet. Siltronic-Aktien zeigen sich kaum verändert, liegen in einem positiven Marktumfeld 0,2 Prozent im Plus.

Siltronic
Siltronic 138,50

15:16 Uhr

Dank Biontech-Kooperation: Pfizer bläst Umsatzziel auf

Der US-Pharmakonzern Pfizer erwartet in diesem Jahr einen Umsatzsprung durch den mit Biontech entwickelten Covid-19-Impfstoff. Für 2021 rechnet der Konzern insgesamt mit einem Umsatz von 59,4 Milliarden bis 61,4 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr setzte Pfizer noch 41,9 Milliarden Dollar um - ein Plus von zwei Prozent. Alleine von dem Covid-19-Impfstoff erwartet Pfizer 2021 einen Umsatz von rund 15 Milliarden Dollar, im vierten Quartal brachte das Vakzin dem Unternehmen 154 Millionen ein.

Pfizer
Pfizer 27,64

14:53 Uhr

Post-Rivale UPS glänzt mit Gewinnanstieg

Ein Boom bei Online-Einkäufen von Weihnachtsgeschenken über Lebensmittel bis hin zu Möbeln hat dem US-Paketdienst UPS einen Gewinnsprung beschert. Der bereinigte Quartalsgewinn kletterte im vierten Quartal um 26,6 Prozent auf 2,33 Milliarden Dollar, wie UPS mitteilt. Der Umsatz des weltgrößten Paketdienstes stieg im wichtigen Inlandssegment, das mit Paketen von Amazon.com und anderen Online-Händlern überschwemmt wurde, um 17,4 Prozent. Der Gesamtumsatz erhöhte sich auf 24,90 Milliarden Dollar von 20,57 Milliarden.

UPS
UPS 131,52

14:21 Uhr

Corona-Krise beschert Amazon-Rivalen Alibaba Umsatzboom

Der chinesische Onlinehändler Alibaba hat dank der durch die Corona-Krise gestiegenen Online-Käufe im dritten Geschäftsquartal 2020/21 einen Umsatzanstieg verzeichnet. Die Umsätze seien um 37 Prozent auf 221,08 Milliarden Yuan oder etwa 28,45 Milliarden Euro gestiegen, teilt Alibaba mit. Allein die Verkäufe während des "Singles' Day" im November, der sogar die US-Verkaufsaktionen "Black Friday" und "Cyber Monday" übertraf, brachten dem Unternehmen 74 Milliarden Yuan Umsatz ein. Der den Stammaktionären zurechenbare Nettogewinn belief sich auf 79,43 Milliarden Yuan, verglichen mit 52,31 Milliarden Yuan im Vorjahr.

Alibaba
Alibaba 24,99


14:03 Uhr

Kryptowährung Ripple ist nach 50-Prozent-Kursplus im Rückwärtsgang

Ähnlich wie bei Gamestop und Silber steigen Anleger auch bei Ripple aus. Die nach Bitcoin und Ethereum drittwichtigste Cyber-Devise fällt zeitweise um mehr als 30 Prozent. Am Montag hatte sie wegen spekulativer Käufer zeitweise um mehr als 50 Prozent zugelegt, dann aber 25 Prozent im Minus geschlossen.

13:44 Uhr

Euro-Inflationserwartung liegt auf höchstem Stand seit Mai 2019

Die Aussicht auf ein massives Corona-Hilfspaket beim wichtigen Handelspartner USA haben die Inflationserwartungen in der Euro-Zone steigen lassen. Das Barometer für die langfristigen Inflationserwartungen, der sogenannte Five-Year-Five-Year-Forward, klettert auf 1,3579 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Mai 2019. Der Wert bedeutet, dass Investoren an der Börse zwischen 2026 und 2031 mit einer Teuerung von durchschnittlich etwas mehr 1,35 Prozent rechnen.

US-Präsident Joe Biden will weiterhin mit Unterstützung seiner Demokraten und der Republikaner im Kongress ein 1,9 Billionen Dollar schweres Hilfspaket für die von der Corona-Pandemie gebeutelte Wirtschaft auf den Weg bringen. Bislang ist zwar noch kein Durchbruch erzielt worden. Das jüngste Treffen mit republikanischen Senatoren sei aber produktiv verlaufen, hatte das Präsidialamt am Montag erklärt.

Der Five-Year-Five-Year-Forward wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) genau verfolgt. Denn er liefert Aufschluss darüber, wie sich an der Börse die Inflationserwartungen entwickeln. Die EZB strebt knapp unter zwei Prozent Teuerung für die Wirtschaft an. Denn das sichert genügend Abstand zu einer Deflation - einer gefährlichen Spirale aus fallenden Preisen und sinkenden Investitionen, gegen die geldpolitisch nur schwer anzukommen ist. Allerdings verfehlt die EZB ihr Inflationsziel bereits seit Jahren. Im Dezember war die Teuerungsrate mit minus 0,3 Prozent sogar negativ.

13:02 Uhr

Wall Street nimmt Quartalsberichte in den Fokus

An den US-Börsen zeichnet sich eine Fortsetzung der Rally vom Vortag ab. Solide Zahlenausweise wichtiger US-Unternehmen und sinkende Corona-Fallzahlen ließen die Anleger wieder Mut fassen, heißt es aus dem Handel. Überdies bestehe nach wie vor Hoffnung auf ein weiteres Hilfspaket der US-Regierung, auch wenn ein Treffen des neuen US-Präsidenten Joe Biden mit Senatoren der oppositionellen Republikaner noch keinen Durchbruch brachte. Senatorin Susan Collins sprach zwar von einem "sehr guten Meinungsaustausch", jedoch sei keine Einigung auf ein Hilfspaket erreicht worden. Nach Angaben der Senatorin soll es weitere Gespräche geben.

Im Fokus dürften weiter die Quartalsberichte der Unternehmen stehen. Noch vor der Startglocke werden unter anderem Pfizer und Alibaba Geschäftszahlen vorlegen. Nach Börsenschluss folgen die Technologieschwergewichte Alphabet und Amazon sowie das Biotechnologie-Unternehmen Amgen.

12:37 Uhr

Schärfere Regeln: Silber-Preis sinkt deutlich

Silber-Anleger nutzen den jüngsten Kurssprung für Gewinnmitnahmen. Das Edelmetall verbilligt sich rund 3,5 Prozent und kostet 27,94 Dollar je Feinunze - nachdem sie am Montag auf ein Achtjahreshoch von 30,03 Dollar gestiegen war. Grund für die Verkäufe seien erhöhte Anforderungen an Sicherheitsleistungen bei Termingeschäften durch die US-Börse CME, sagt Analyst Kyle Rodda vom Brokerhaus IG. Damit würden spekulative Geschäfte unattraktiver. (Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter der Telefonnummer

Silber
Silber 22,42

12:21 Uhr

Test für Corona-Mutationen beflügelt Novacyt

Die Markteinführung eines Tests für die neuen Coronavirus-Varianten beflügelt Novacyt. Die Aktien des Diagnostik-Spezialisten steigen rund 5,5 Prozent.

12:04 Uhr

Eurozonen-Wirtschaftsleistung schrumpft Ende 2020

Die Wirtschaft der Eurozone ist inmitten der zweiten Corona-Welle Ende 2020 wieder ins Trudeln geraten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich im Zeitraum von Oktober bis Dezember zum Vorquartal um 0,7 Prozent, wie das Europäische Statistikamt Eurostat auf Basis einer vorläufigen Schätzung mitteilt. Experten hatten einen Einbruch um 1,0 Prozent erwartet, nachdem sich die Konjunktur im Sommer von den schweren Folgen der ersten Corona-Welle erholt hatte und um 12,4 Prozent gewachsen war. Im Gesamtjahr 2020 schrumpfte die Wirtschaft im Euro-Raum laut Eurostat-Schätzung um 6,8 Prozent. Damit fiel der Konjunktureinbruch heftiger aus als in den USA, wo die Wirtschaft um 3,5 Prozent schrumpfte. Die deutsche Wirtschaft hielt sich im vierten Quartal 2020 mit einem Plus beim BIP von 0,1 Prozent noch in der Wachstumszone. Auch Spaniens Bruttoinlandsprodukt legte zu - und zwar um 0,4 Prozent. Frankreichs Wirtschaftleistung schrumpfte hingegen um 1,3 Prozent. In Italien waren es sogar minus 2,0 Prozent.

11:26 Uhr

Dax springt über die 13.800

Der Dax kann seine Startgewinne im weiteren Handelsverlauf ausbauen. Am Mittag notiert der deutsche Börsenleitindex rund 1,3 Prozent oder 180 Punkte im Plus bei 13.804 Zählern – und damit auf dem Niveau des Tageshochs. "Hoffnung reibt die Kurse an", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Die erneuerten Impfstoff-Hoffnungen auf der einen und die Hoffnungen auf sich abzeichnende Lockdown-Lockerungen sind es, die die Stimmung der Anleger heben und zum Teil für dicke Pluszeichen bei konjunkturfühligen Titeln wie Conti oder MTU sorgen", erläutert sie.

11:07 Uhr

Analysten pushen Aurubis und Lenzing

Positive Analystenstimmen schieben die Kurse von Aurubis und Lenzing an. Lenzing legen 0,5 Prozent zu, Aurubis etwa 1,4 Prozent. Die Marktexperten von Morgan Stanley haben die Titel des Kupferkonzerns auf "Overweight" von "Equal-Weight" hochgestuft und das Kursziel auf 112 von 73 Euro angehoben. Die Analysten der Baader Helvea Bank haben die Papiere des Faser-Herstellers Lenzing auf "Buy" von "Add" hochgestuft und das Kursziel auf 123 von 67 Euro angehoben.

Aurubis
Aurubis 71,82

 

10:48 Uhr

Wacker Chemie-Kurs mit besseren Zahlen im Plus

Von besseren Geschäftszahlen ist im Handel mit Blick auf Wacker Chemie die Rede. Der Umsatz liegt leicht über den Schätzungen - ebenso das operative Ergebnis (EBITDA). Beim Nachsteuerergebnis wurde die Prognose sogar deutlich geschlagen. Vor allem eine starke Nachfrage aus der Bauindustrie im zweiten Halbjahr hat dazu beigetragen, die negativen Effekte aus der Corona-Pandemie aufzufangen. Im Handel heißt es, dass die Aktie nach der jüngsten Rally viel Positives bereits eingepreist habe. Der Kurs klettert dennoch rund ein Prozent.

Wacker Chemie
Wacker Chemie 108,20

10:16 Uhr

Gamestop-Kurs bricht ein

Die Talfahrt von GameStop geht weiter. Die in Frankfurt notierten Aktien fallen rund 38 Prozent. An der Wall Street waren sie am Montag ebenfalls um mehr als 30 Prozent eingebrochen, nachdem sie in den Wochen zuvor zeitweise mehr als 2000 Prozent zugelegt hatten.

 

GameStop Corporation
GameStop Corporation 111,40

09:54 Uhr

Anleger strafen BP ab

Nach schwachen Zahlen geht es für die Aktien von BP rund drei Prozent abwärts. Sie sind damit Topverlierer im Londoner FTSE-Index. Der britische Ölkonzern hatte auch im vierten Quartal die mauen Öl- und Gaspreise in der Corona-Krise zu spüren bekommen. Der bereinigte Überschuss brach von Oktober bis Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 115 Millionen US-Dollar ein - nach 2,57 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor, wie der Konzern mitteilt. Das war deutlich weniger als von Analysten erwartet. Im Gesamtjahr 2020 stand ein bereinigter Verlust von 5,7 Milliarden Dollar. 2019 hatte hier noch ein bereinigter Gewinn von fast 10 Milliarden Dollar gestanden.

BP
BP 304,55

09:32 Uhr

Benachteiligung von Frauen und Asiaten: Google muss Millionen zahlen

Der US-Internet-Riese Google muss nach einem Vergleich 3,8 Millionen Dollar wegen zu geringer Bezahlung und Benachteiligungen von Frauen und Asiaten zahlen. Der Mutterkonzern Alphabet teilt mit, man sei froh, die Angelegenheit geklärt zu haben. Ermittler des US-Arbeitsministeriums hatten festgestellt, dass Google von 2014 bis 2017 zeitweise 2783 Frauen in seiner Software-Engineering-Gruppe zu schlecht bezahlt hatte. Zudem seien Frauen und asiatische Bewerber 2017 bei Stellenausschreibungen in San Francisco und Kirkland benachteiligt worden. Der Vergleich umfasst eine Rückvergütung von 2,6 Millionen Dollar an 5500 Mitarbeiter und Bewerber und fordert eine Überprüfung der Einstellungs- und Gehaltspraktiken bei Google.

09:06 Uhr

Dax-Bullen sind heiß auf Techies

Am deutschen Aktienmarkt hält die positive Grundstimmung an. Nachdem der Dax zum Wochenauftakt bereits 1,4 Prozent zulegen konnte, setzt der deutsche Börsenleitindex zum Start in den Dienstagshandel seine Aufwärtsbewegung fort: Der Dax gewinnt 0,7 Prozent auf 13.714 Punkte. Positive Vorgaben von Seiten der Wall Street und aus Asien helfen dabei. Vor allem Technologiewerte waren gefragt, so legten etwa Sony und Samsung zu.

"Die Börsianer schauen bereits voraus, am Abend legen die Google-Mutter Alphabet und Amazon Zahlen vor", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Beide gelten als Profiteure der Corona-Krise - und als Wettermacher für den Markt: Dabei profitiert Amazon abgesehen von Online-Handel auch von seinen starken Cloud-Sparte - und Alphabet von Youtube und Googles Cloud-Dienstleistungen, die im Homeoffice und Homeschooling besonders gefragt sind."

08:57 Uhr

Euro erholt sich von Verlusten zum Wochenauftakt

Der Kurs des Euro sinkt zunächst leicht. Die Gemeinschaftswährung erholt sich damit etwas vom schwachen Wochenauftakt. Im frühen Handel wird sie bei 1,2076 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs am Vorabend zeitweise bis auf 1,2056 Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs des Euro zuletzt am Montagnachmittag auf 1,2084 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprechen von einer breitangelegten Dollar-Schwäche, die dem Euro im Gegenzug Auftrieb verlieh. Fortschritte bei Corona-Impfungen in den USA sorgten für eine allgemein freundliche Stimmung an den Aktienmärkten. Dies bremste die Nachfrage nach dem Dollar als Weltreservewährung.

Wenig verändert hält sich dagegen der Kurs des australischen Dollar nach geldpolitischen Entscheidungen der Notenbank des Landes. Die Zentralbank hat den Leitzins wie von Analysten erwartet unverändert belassen. Allerdings wurde das Kaufprogramm von Anleihen zur Stützung der australischen Wirtschaft um weitere 100 Milliarden australische Dollar (etwa 63 Mrd Euro) ausgeweitet.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,82

 

08:42 Uhr

Asiens Börsen setzen Erholungskurs fort

Tech-Werte powern Asien-Börsen

In der Hoffnung auf frischen Rückenwind für die weltweiten Börsen decken sich Anleger mit asiatischen Aktien ein. Der Nikkei-Index stieg am Dienstag um ein Prozent auf 28.362 Punkte und die Börse Shanghai um 0,8 Prozent auf 3535 Zähler. Die US-Konjunktur sei auf einem guten Weg, sagte Takashi Nishizawa, Chef-Analyst der Investmentbank Nomura. Außerdem setzten Investoren auf starke Firmenbilanzen im US-Technologiesektor und der japanischen Industrie.

Nikkei
Nikkei 29.405,37

Im Tagesverlauf öffnen unter anderem der Online-Händler Amazon und die Google-Mutter Alphabet ihre Bücher. Gestützt auf kräftige Kursgewinne des Technologie-Index Nasdaq gehörte Sony zu den Favoriten an der japanischen Börse. Die Aktien des Elektronik-Konzerns stiegen um 3,1 Prozent. In Seoul gewannen die Titel des südkoreanischen Konkurrenten Samsung 1,7 Prozent.

Sony
Sony 87,62
Samsung Electronics
Samsung Electronics 82.000,00

 

08:14 Uhr

Finanzmärkte verleihen Öl-Preis Auftrieb

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 63,17

Die Ölpreise steigen und haben damit die Bewegung vom Wochenauftakt fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 56,89 US-Dollar. Das waren 54 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 57 Cent auf 54,12 Dollar. Seit Beginn der Handelswoche ist der Preis für US-Öl damit mehr als vier Prozent gestiegen.

Marktbeobachter verwiesen auf eine zuletzt allgemein freundliche Stimmung an den internationalen Finanzmärkten, die am Morgen auch den Ölpreisen Auftrieb verlieh. Mit der stärkeren Risikofreude sank darüber hinaus die Nachfrage nach dem Dollar, was den Kurs der Weltreservewährung am Morgen belastete. Da Rohöl auf dem Weltmarkt in der amerikanischen Währung gehandelt wird, macht eine Dollar-Schwäche den Rohstoff in Ländern außerhalb des Dollarraums günstiger und stärkt somit die Nachfrage. Darüber hinaus stützte eine Nachfrageprognose des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco die Ölpreise. Die größte Erdölgesellschaft der Welt geht davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Rohöl noch im Verlauf des Jahres wieder das Niveau von vor der Corona-Krise erreichen dürfte.

07:42 Uhr

Anleger haben Silber und Amazon im Blick

In Erwartung einer weiteren Welle von Firmenbilanzen wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Im Tagesverlauf öffnen unter anderem der Online-Händler Amazon und die Google-Mutter Alphabet ihre Bücher.

Vor dem Hintergrund der Diskussion um die schleppenden Coronavirus-Massenimpfungen blicken Börsianer besonders aufmerksam auf die Zahlen von Pfizer, dem Partner des deutschen Impfstoff-Entwicklers BioNTech.

Mit einem Auge beobachten Aktienanleger zudem die Entwicklung am Silber-Markt. Dort hatten konzertierte Käufe von Kleinanlegern ähnlich unlängst wie bei den Anteilsscheinen des US-Videospielehändlers GameStop einen Kurssprung ausgelöst.

07:31 Uhr

Siemens Energy streicht Tausende Jobs - auch in Deutschland

Siemens Energy
Siemens Energy 30,12

Der Energietechnikkonzern Siemens Energy streicht bis 2025 rund 7800 seiner weltweit gut 90.000 Arbeitsplätze. Betroffen sei die Sparte Gas and Power. Drei Viertel der Jobs würden in der Verwaltung, dem Management und im Vertrieb gestrichen.

In Deutschland sollen 3000 Arbeitsplätze wegfallen, die Standorte blieben aber bestehen. In den USA sollen 1700 Jobs abgebaut werden. Die übrigen verteilen sich auf diverse Standorte weltweit. Siemens Energy will bis 2023 eine bereinigte Ebita-Marge vor Sondereffekten von 6,5 Prozent bis 8,5 Prozent erreichen. Im ersten Quartal lag sie bei 5,6 Prozent. Unter dem Strich fuhr das Unternehmen einen Gewinn von 99 Millionen Euro ein.

06:55 Uhr

Online-Broker Robinhood verhandelt über Milliardenkredit

GameStop Corporation
GameStop Corporation 111,40

Der wegen des Gamestop-Hypes in die Schlagzeilen geratene Online-Broker Robinhood verhandelt Insidern zufolge über Kredite im Volumen von einer Milliarde Dollar. Das Unternehmen spreche mit Banken über die Ausweitung bestehender oder die Genehmigung neuer Kreditlinien, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Wie viel sich Robinhood sichern kann, war unklar. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme ab.

Die bei Kleinanlegern beliebte Handelsplattform hatte erst in den vergangenen Tagen bei ihren Investoren insgesamt 3,4 Milliarden Dollar eingesammelt. Robinhood braucht das Geld, um die jüngste Flut an Kunden-Orders ausreichend abzusichern zu können. Robinhood-Chef Vlad Tenev hatte am Sonntag erklärt, die zuständige Clearingstelle habe angesichts erhöhter Schwankungen Sicherheiten von drei Milliarden Dollar verlangt. Deshalb habe sein Unternehmen entschieden, Transaktionen einzuschränken, so Tenev. Robinhood hatte vergangene Woche für Empörung unter Anlegern gesorgt, als der Online-Broker Käufe der seit Tagen nach oben schießenden Aktie des Videospiel-Anbieters Gamestop sperrte - Verkäufe dagegen weiter zuließ.

06:38 Uhr

Gespräche über US-Konjunkturpaket schürt Optimismus an Asien-Börsen

Verhandlungen in den USA über ein billionenschweres Konjunkturpaket haben den Optimismus der Anleger an den asiatischen Bösen auf eine Erholung der Weltwirtschaft beflügelt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent höher bei 28.350 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,7 Prozent und lag bei 1843 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,1 Prozent.

Nikkei
Nikkei 29.405,37

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 2,3 Prozent. US-Präsident Joe Biden hoffe, dass seine vorgeschlagenen Corona-Hilfen in Höhe von 1,9 Billionen Dollar mit Unterstützung beider Parteien im US-Kongress verabschiedet werden können, erklärte das Weiße Haus. Zu einem auf 618 Milliarden Dollar reduzierten Vorschlag der Republikaner sagte Biden, er werde sich nicht mit einem Paket zufriedengeben, das nicht den Herausforderungen unserer Zeit entspreche. "Die Debatte (um das Konjunkturpaket) wird wirklich interessant. Die Märkte werden ihr folgen", sagte Kyle Rodda, Marktanalyst bei IG. "Aber die Märkte haben eingepreist, dass bald ein Konjunkturpaket kommt."

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 104,93 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4597 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8962 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,2081 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0827 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,3690 Dollar.