Freitag, 09. April 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger und Thomas Badtke
17:43 Uhr

Leichtes Dax-Plus: Bären bringen sich in Stellung

Der Dax verabschiedet sich mit Gewinnen aus dem Freitagshandel ins Wochenende. Der deutsche Börsenleitindex, der bereits am Dienstag zum Start in die verkürzte Handelswoche ein neues Allzeithoch bei 15.312 Punkten markiert hatte, konnte im weiteren Verlauf diese Aufwärtsdynamik aber nicht halten. Am Mittwoch und Donnerstag folgte eine Stabilisierung auf dem Niveau um 15.200 Zähler. Am Freitag setzt der Dax diesen Trend fort, schließt erneut mit einem leichten Aufschlag von 0,2 Prozent mit 15.234 Punkten. Selbst frische Rekorde von Dow Jones und S&P-500 konnten nicht für mehr Dynamik sorgen.

"Die Stimmung ist verhalten", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta. "In der jüngsten Umfrage unter Dax-Anlegern gab es mehr Bären als Bullen. Da die Mehrheit an der Börse aber selten recht behält, zeigt sich der Dax letzten Endes doch sehr stabil."

Dax
Dax 15.417,08

Bei den Einzelwerten im Dax gewinnen Deutsche Post nach einem Gewinnsprung und einer Anhebung des Ausblicks mehr als 1,5 Prozent. Einen größeren Kurszuwachs weisen nur Delivery Hero mit fast drei Prozent auf. Auf der Verliererseite stehen die Titel von Deutsche Wohnen und Continental in der Spitzengruppe mit Abschlägen von um 1,7 Prozent.

Continental
Continental 114,44
Delivery Hero
Delivery Hero 104,20

 

16:37 Uhr

Gewinnsprung: Deutsche Post erhöht Prognose

Nach einem Gewinnsprung im ersten Quartal hat die Deutsche Post ihre Prognose für 2021 erhöht. Das vorläufige Konzern-EBIT der ersten drei Monate habe 1,9 Milliarden Euro erreicht, nach 592 Millionen Euro im Vorjahresquartal, das von 234 Millionen Euro an Einmaleffekten belastet war, teilt die Post mit. Die anhaltend positive Geschäftsentwicklung werde durch die Steigerung beim Free Cash Flow unterstrichen, der sich im Quartal auf rund eine Milliarde von minus 409 Millionen Euro ein Jahr zuvor verbesserte. Das Konzern-EBIT im Gesamtjahr werde nun "deutlich über" 5,6 Milliarden Euro - bisher "mehr als" 5,6 Milliarden Euro - erwartet. Die Aktien der Post ziehen rund 1,5 Prozent an.

Deutsche Post
Deutsche Post 51,44

16:23 Uhr

Boeing warnt vor neuem Problem bei 737 Max

Der US-Luftfahrtriese Boeing weist Fluggesellschaften auf ein Produktionsproblem bei bestimmten Versionen des Krisenmodells 737 Max hin. Der Airbus-Rivale empfahl 16 Kunden laut eigenen Angaben, den Betrieb der Maschinen auszusetzen, bis mögliche Mängel am Stromversorgungssystem ausgeschlossen werden können. Boeing arbeite eng mit der US-Luftfahrtaufsicht FAA zusammen.

Die 737 Max ist Boeings meistverkauftes Modell und ein wichtiger Gewinnbringer. Die Baureihe war nach zwei Abstürzen mit 346 Toten rund 20 Monate mit Flugverboten belegt und erst im November wieder in den USA zum Betrieb zugelassen worden. Als Grund für die Unglücke galt eine defekte Steuerungssoftware. Das aktuelle Problem stehe nicht im Zusammenhang damit, sagt eine Boeing-Sprecherin. Boeing-Aktien geben an der Nyse in einem positiven Marktumfeld rund zwei Prozent ab.

Boeing
Boeing 188,10

 

16:08 Uhr

Rekordjagd an der Wall Street: Dow und SP-500 glänzen mit Allzeithochs

Die Rekordjagd an der Wall Street setzt sich zum Wochenausklang fort. Sowohl der Dow-Jones-Index als auch der S&P-500 markieren kurz nach der Startglocke neue Allzeithochs. Damit belastet der überraschend starke Anstieg der US-Erzeugerpreise nicht. Die US-Notenbank hat in der jüngsten Vergangenheit immer wieder erklärt, dass sich Preisanstiege als vorübergehend erweisen dürften und dass sie gegen solche nicht vorgehen werde.

Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach dem Start 0,3 Prozent auf 33.618 Punkte. Für den S&P-500 geht es um 0,1 Prozent nach oben. Der Nasdaq-Composite verliert dagegen 0,4 Prozent.

S&P 500
S&P 500 4.166,75

Tendenziell werde der Markt weiter von Aussagen aus den Reihen der US-Notenbank gestützt, die an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalten wolle, heißt es. Erst am Vortag hatte Fed-Chairman Jerome Powell deutlich gemacht, dass es noch einer kräftigen Konjunktur-Erholung bedürfe, bevor die Fed ihre unterstützende Geldpolitik zurückfährt.

"Die gamz große Dynamik fehlt diese Woche. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte in New York. "Es war eine weitere Woche, die uns daran erinnert hat, wie abhängig wir von politischer Unterstützung sind", so Georgina Taylor, Multi-Asset-Fondsmanagerin bei Invesco. "Einige der Kommentare aus den USA haben die Ansicht des Marktes zementiert, dass die Politik nicht so bald umschwenken kann, und das hat den Aktienmarkt unterstützt."

15:21 Uhr

Stichwort Vola: Anleger-Nervosität auf niedrigstem Stand seit Corona-Ausbruch

Die Hoffnung auf eine kraftvolle Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie wächst immer weiter. Im Gegenzug fallen die Volatilitätsindizes VDax und VStoxx, die die Nervosität der Anleger messen, auf 17,18 beziehungsweise 15,96 Punkte. Das ist der niedrigste Stand seit Ende Februar 2020, als die Corona-Krise die weltweiten Börsen erfasste. Gleiches gilt für den US-Volatilitätsindex, der auf 16,20 Punkte zurückgeht.

VDax
VDax 20,76

15:04 Uhr

Italienische Anleiherenditen auf Fünfwochenhoch

Die Warnung der Europäischen Zentralbank (EZB) vor Verzögerungen bei der Auszahlung des EU-Wiederaufbaufonds zur Bewältigung der Coronavirus-Folgen löst Verkäufe italienischer Staatsanleihen aus. Dies treibt die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Fünf-Wochen-Hoch von 0,755 Prozent. Die Regierung in Rom scheine aber entschlossen, die Wirtschaft notfalls mit Hilfe neuer Schulden anzukurbeln, sagt Analystin Annalisa Piazza vom Vermögensverwalter MFS.

14:39 Uhr

Influencerin verpflichtet: Schuhhersteller-Aktie im Höhenflug

Die Verpflichtung der italienischen Influencerin Chiara Ferragni für den Verwaltungsrat beflügelt Tod's. Die Aktien des Schuhfabrikanten steigen in Mailand um gut zehn Prozent. Ferragni gibt ihren mehr als 23 Millionen Followern auf Instagram unter anderem Modetipps. Sie soll dem Unternehmen zufolge die Marke unter jüngeren Verbrauchern attraktiver machen.

Tod's
Tod's 47,50

14:12 Uhr

Autoabsatz in China schießt um drei Viertel nach oben

Der Autoabsatz in China hat im März den zwölften Monat in Folge zugelegt. Mit 2,53 Millionen Autos wurden 75 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als vor Jahresfrist, wie der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) mitteilt. Besonders gefragt waren elektrifizierte Fahrzeuge: Hier lag das Plus bei 239 Prozent. Inzwischen ist fast jedes zehnte verkaufte Auto in der Volksrepublik ein Elektroauto, ein Plug-In-Hybrid oder ein Wasserstofffahrzeug. Firmen wie Nio, Xpeng oder Tesla bauen derzeit ihre Produktionskapazitäten in China aus. Auch Deutschlands Autobauer profitieren derzeit von der anziehenden Autonachfrage in der Volksrepublik.

13:56 Uhr

Puma-Aktie springt auf Rekordhoch

Eine Reihe positiver Analystenkommentare beflügelt Puma. Die Aktien des Sportartikel-Herstellers steigen zeitweise fast fünf Prozent auf ein Rekordhoch von 94,36 Euro. DZ Bank-Analyst Herbert Sturm und seine UBS-Kollegin Zuzanna Pusz trauen dem Unternehmen starke Zahlen zum ersten Quartal zu. Vor diesem Hintergrund hebt Pusz ihr Kursziel auf 100,20 von 94,40 Euro an. Andere Analysten äußerten sich ähnlich optimistisch.

Puma
Puma 90,92

13:04 Uhr

Auslieferungen pushen Airbus-Aktien

Auf den ersten Blick läuft das Geschäft bei Airbus gut. So verweist ein Marktteilnehmer darauf, dass die Auslieferung im März mit 72 Maschinen deutlich oberhalb der jüngsten Schätzung liege. Allerdings kommt es nach Aussage eines Analysten auf den Mix an, was die Profitabilität betreffe. Und hier sei die Produktionsrate des A-320 im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger, was sich negativ auf die Rentabilität auswirken dürfte. Die Anleger bewerten die Entwicklung positiv, der Kurs steigt um rund zwei Prozent.

Airbus
Airbus 97,77

12:51 Uhr

S&P-500 setzt Rekordjagd fort

Mit einer uneinheitlichen Tendenz dürfte die Wall Street in den letzten Handelstag der Woche starten. Dabei könnte der S&P-500 erneut auf ein Rekordhoch klettern. Für den Nasdaq-Composite dürfte es nach dem kräftigen Vortagesplus dagegen leicht nach unten gehen.

Der Markt werde weiter von Aussagen aus den Reihen der US-Notenbank gestützt, die an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalten will. Erst am Vortag hatte Fed-Chairman Jerome Powell klar gemacht, dass es noch einer deutlichen Konjunktur-Erholung bedürfe, bevor die Fed ihre unterstützende Geldpolitik zurückfährt.

Für einen Impuls könnten auch die vorbörslich anstehenden US-Erzeugerpreise sorgen. Bei den Einzelwerten geht es für die Aktie von Levi Strauss vorbörslich um 3,9 Prozent nach oben. Der Jeans-Hersteller hatte besser als erwartete Geachäftszahlen vorgelegt und sich zudem optimistisch für das laufende zweite Quartal geäußert.

11:58 Uhr

Babcock leiden unter möglichen Wertberichtigungen

Für die Aktie von Babcock geht es rund acht Prozent nach unten. Als belastend wird im Handel eine Kreisemeldung in der "Financial Times" eingestuft, der zufolge Wertberichtigungen von bis zu 700 Millionen Pfund bei dem britischen Rüstungskonzern anstehen könnten. Dieser Schritt könne im Zusammenhang mit dem CEO-Wechsel bei Babcock stehen; auf eine Überprüfung hatte das Unternehmen bereits in dem Zwischenbericht im Januar hingewiesen.

BABCOCK INTL
BABCOCK INTL 3,30

11:15 Uhr

Suess Microtec rechnet mit mehr Aufträgen

Der Halbleiter-Ausrüster Suess Microtec rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit Zuwächsen. Der Umsatz solle in einer Spanne von 270 Millionen Euro bis 290 Millionen Euro liegen, teilte das Unternehmen mit. 2020 stiegen die Erlöse auf rund 252 Millionen Euro von 214 Millionen Euro im Vorjahr. Auch der Auftragseingang, der im vergangenen Jahr 281 Millionen Euro erreichte, solle nach einem soliden Start in das Jahr ebenfalls steigen. Suess Microtec schaffte im vergangenen Jahr die Rückkehr in die Gewinnzone und will 2021 profitabler werden. Das operative Ergebnis betrug 20,4 Millionen Euro, nach einem Minus von 13,8 Millionen Euro 2019. Das entspreche einer Ebit-Marge von 8,1 Prozent. Diese solle 2021 zwischen neun Prozent und elf Prozent liegen.

Süss Microtec
Süss Microtec 24,30

10:50 Uhr

Deutscher Handel mit Großbritannien bricht ein

Die deutschen Exporteure leiden nach dem Brexit-Handelsabkommen unter schweren Einbrüchen im Geschäft mit Großbritannien. Die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich fielen in den ersten beiden Monaten 2021 um 20,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 9,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Zum Vergleich: Die gesamten deutschen Ausfuhren sanken im Januar/Februar nur um 4,5 Prozent. Noch teurer kommt der Brexit allerdings die britischen Exporteure zu stehen: Die deutschen Importe von der Insel brachen im Januar und Februar zusammen um 39,6 Prozent ein auf 4,4 Milliarden Euro.

Großbritannien ist 2020 aus der EU ausgetreten. Seit Anfang 2021 gilt vorläufig das erst an Weihnachten ausgehandelte Handels- und Kooperationsabkommen, das für Unternehmen zahlreiche Änderungen und oftmals einen höheren bürokratischen Aufwand mit sich bringt. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht davon aus, dass allein deutsche Unternehmen künftig rund zehn Millionen Zollanmeldungen pro Jahr einreichen müssen. Das dürfte etwa 400 Millionen Euro kosten.

Seit 2016 – dem Jahr des Brexit-Referendums – haben die deutschen Exporte in das Vereinigte Königreich stetig abgenommen. 2015 hatten sie noch 89 Milliarden Euro betragen, 2020 waren es nur noch knapp 67 Milliarden Euro.

10:39 Uhr

Deutsche Exporte wachsen zehnten Monat in Serie

Die deutschen Unternehmen haben trotz der anhaltenden Corona-Krise bei wichtigen Handelspartnern ihre Exporte im Februar bereits den zehnten Monat in Folge gesteigert. Ihre Ausfuhren wuchsen um 0,9 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg von 1,6 Prozent im Januar. Die Importe wuchsen ebenfalls, und zwar um 3,6 Prozent.

Die exportabhängige deutsche Industrie kann in den kommenden Monaten von der Erholung des Welthandels von der Corona-Krise profitieren. Nach dem historischen Einbruch 2020 dürfte die Weltwirtschaft dieses Jahr um 6,0 Prozent zulegen und damit so stark wie seit 1976 nicht mehr, sagt der Internationale Währungsfonds (IWF) voraus. Treiber sollen die beiden wichtigsten Abnehmer von Waren "Made in Germany" sein: die USA und China. Unter den Exporteuren breitet sich deshalb große Zuversicht aus: Die Exporterwartungen der deutschen Industrie kletterten im März von 11,9 Punkten auf 24,9 Punkte und damit auf den höchsten Wert seit Januar 2011, wie das Ifo-Institut bei seiner Umfrage herausfand.

10:20 Uhr

Ausblick beflügelt Aktienkurs von Personaldienstleister

Ein optimistischer Ausblick hievt die Aktien von Page auf den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. Die Titel des Personaldienstleisters steigen in London mehr als neun Prozent auf 547,5 Pence. Das Unternehmen stellt für 2021 einen Betriebsgewinn von umgerechnet 104 bis 115 Millionen Euro in Aussicht, rund fünf Mal so viel wie im vergangenen Jahr. Im Windschatten von Page gewinnen die Papiere der Konkurrenten Hays und Adecco bis zu 2,2 Prozent.

09:38 Uhr

Tui bietet 4,5 bis 5 Prozent: Wandelanleihe drückt Aktie ins Minus

Für die Aktie von Tui geht es im frühen Handel um 5,5 Prozent nach unten. Belastend wirkt sich die Ankündigung einer Wandelanleihe mit einem Volumen von bis zu 400 Millionen Euro bei einem Zins im Bereich 4,5 bis 5 Prozent aus. Mit Blick auf die unverändert geringe Liquidität des Unternehmens angesichts des Rückerstattungsrisikos, der hohen Verschuldung und der erheblichen Fälligkeiten im Jahr 2022 ist dies nach Einschätzung der Jefferies-Analysten eine sehr kurzfristige und unzureichende Liquiditätslösung.

Tui
Tui 4,93

09:16 Uhr

Der Dax ist im "Pendel-Modus"

Am Dienstag knackt der Dax die 15.300er Marke und schiebt sich auf den Rekordstand von 15.312 Punkten. Zur Wochenmitte geht es leicht abwärts, am Donnerstag im gleichen Maße wieder bergauf für den deutschen Börsenleitindex. Zum Start in den Wochenschluss notiert der Dax 0,1 Prozent im Minus bei 15.183 Zählern.

"Nach dem Rekordhoch am Dienstag pendelt der Dax bei einem leeren Terminkalender um seinen Vortagesschluss", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Dass die US-Notenbank weiter locker bleibt - wie jede Notenbank der Welt -, ist weiterhin die Hauptstütze für die Aktien", erläutert er. "Dass die Commerzbank Strafzinsen für Sparer unterhalb der 100.000-Euro-Grenze in Erwägung zieht, steht stellevertretend für einen Trend, der das Geld von den zinslosen Konten an die Börse treibt."

08:55 Uhr

Öl wird billiger

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picture alliance/dpa/ARPS/Shell

Die Ölpreise sind leicht gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 62,89 US-Dollar. Das sind 31 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 17 Cent auf 59,43 Dollar.

Auch auf Wochensicht sind die Ölpreise gesunken. Am Markt wurde auf Aussagen aus Saudi-Arabien verwiesen. Das führende Opec-Land verteidigte den jüngsten Beschluss der in der Opec+ zusammengefassten Förderstaaten zur schrittweisen Ausweitung der Fördermenge. Gestern Abend hatte der saudische Energieminister Abdulaziz bin Salman bekräftigt, dass die Opec+ die richtige Entscheidung getroffen habe.

In der vergangenen Woche hatte die Opec+ nach monatelangem Festhalten an einem Förderlimit ihren Kurs für viele Experten überraschend geändert. Für die Monate Mai, Juni und Juli will die aus 23 Staaten bestehende Öl-Allianz trotz der Unwägbarkeiten der Corona-Krise ihre Produktion steigern. Im Mai und Juni sollen 350 000 Barrel am Tag mehr auf den Markt gebracht werden, im Juli dann 450 000 Barrel.

08:34 Uhr

Commerzbank schließt Strafzinsen für weitere Sparer nicht aus

Die Commerzbank schließt Strafzinsen auf weitere Einlagen nicht aus. "An die breite Privatkundschaft werden wir keine Negativzinsen weitergeben", sagte Commerzbank-Vorständin Sabine Schmittroth dem "Handelsblatt". "Aber die Frage ist, wo das Ende der Breite ist. Daher werden wir uns die Höhe der Freibeträge immer wieder anschauen." Bei der Commerzbank müssen Kunden Strafzinsen zahlen, wenn sie mehr als 100.000 Euro auf dem Konto liegen haben.

Commerzbank
Commerzbank 6,44

Auch viele andere Banken und Sparkassen haben diese Summe als Grenze gesetzt, ab der Kunden für ihre Guthaben Gebühren zahlen müssen. Die Sparda-Bank West ist vor Kurzem vorgeprescht und hat die Grenze auf 25.000 Euro reduziert.

Banken zahlen seit 2014 Strafzinsen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Derzeit liegt der sogenannte Einlagensatz bei minus 0,5 Prozent. Zugleich werden viele Banken und Sparkassen in der Corona-Krise von Einlagen überflutet, so dass der Druck zur Weitergabe der Kosten steigt.

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08:02 Uhr

Wichtiges Konjunkturbarometer auf höchstem Stand seit 1991

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REUTERS

Die Produktionserwartungen der deutschen Industrie sind so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr. Der entsprechende Indikator stieg im März um 8,9 auf 30,4 Punkte, wie das Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage unter Unternehmen mitteilte. Dies ist der höchste Stand seit 1991. "Die Auftragsbücher füllen sich, und es gibt immer noch einen Nachholbedarf nach dem Krisenjahr", sagt Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

Nahezu alle Branchen kündigen Produktionssteigerungen an. "Insbesondere die Auto- und die Elektroindustrie wollen ihre Produktion stark ausweiten", so Wohlrabe.

Die exportabhängige deutsche Industrie kann in den kommenden Monaten von der Erholung des Welthandels von der Corona-Krise profitieren. Nach dem historischen Einbruch 2020 dürfte die Weltwirtschaft dieses Jahr um 6 Prozent zulegen und damit so stark wie seit 1976 nicht mehr, sagt der Internationale Währungsfonds (IWF) voraus. Treiber sollen die beiden wichtigsten Abnehmer von Waren "Made in Germany" sein: die USA und China.

07:41 Uhr

Dax vor erfreulichem Start

Zum Abschluss der verkürzten Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Neben der Diskussion über einen neuen Lockdown in Deutschland richten Börsianer ihre Aufmerksamkeit auf die Zahlen zur deutschen Industrieproduktion. Experten rechnen für Februar mit einem Plus von 1,5 Prozent, nach einem Rückgang von 2,5 Prozent im Vormonat.

Daneben warten Investoren auf mögliche Impulse vom Frühjahrestreffen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank. In diesem Rahmen will der IWF unter anderem seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft anheben. Weitere Themen sind die Ausbau der Impfstoff-Produktion zur Überwindung der Coronavirus-Pandemie und die Verteilung der Vakzine an ärmere Länder.

Dax
Dax 15.417,08

07:23 Uhr

In Japan dominiert die Zuversicht

Die Indizes an den ostasiatischen Börsen geben heute mehrheitlich nach. Der an den Vortagen wenig bewegte Nikkei-Index in Tokio macht allerdings eine Ausnahme und zeigt ein Plus von 0,4 Prozent auf 29.826 Punkte. "Dies ist erst der Anfang des Aktien-Zyklus. Er wird investitionsgetrieben sein und ein größerer Zyklus als bisher. Japanische Unternehmen sind bei Investitionsgütern sehr stark. Im Allgemeinen sollte der Maschinensektor davon profitieren", sagt Junichi Inoue, Leiter des Bereichs japanische Aktien bei Janus Henderson Investors.

Nikkei
Nikkei 27.824,83

Der HSI in Hongkong und der Shanghai-Composite kommen um 0,7 Prozent zurück. Hinter der Abwärtstendenz sehen Marktteilnehmer zum einen Gewinnmitnahmen nach den jüngsten von Konjunkturzuversicht ausgelösten Aufschlägen, zum anderen dürften in der Nacht gemeldete stärker als erwartet gestiegene Erzeuger- und Verbraucherpreise aus China etwas auf die Stimmung drücken. Die Sorge ist, dass dies die chinesische Notenbank auf den Plan rufen könnte, die Geldpolitik zu straffen, um einer überbordenden Inflation zu begegnen. Zu hören ist aber auch von belastenden geopolitischen Spannungen. So hätten die USA weitere chinesische Unternehmen auf eine schwarze Liste exportbeschränkter Firmen genommen.

Unter den Einzelwerten gewinnen SK Bioscience im südkoreanischen Seoul fast 5 Prozent. Hier dominiert den zweiten Tag in Folge die Spekulation, dass der Auftragsfertiger des Astrazeneca-Impfstoffs einen eigenen Covid-19-Impfstoff entwickeln könnte. Sony ziehen um 2,8 Prozent an, nachdem Sony und Netflix ein auf fünf Jahre angelegtes Lizenzabkommen über Kinofilme der Japaner geschlossen haben. Darunter sind künftige Spider-Man-Filme und andere auf Charakteren aus Marvel-Comics basierende Filme enthalten, an denen Sony die Rechte hält. Nach neuen, kurz nach dem Handelsende gestern vorgelegten Geschäftszahlen verlieren Fast Retailing 3,8 und Seven & I Holdings 2,3 Prozent.

06:55 Uhr

Nike legt Streit über satanische Schuhe bei

Nike hat in den USA mit einer Klage wegen Markenrechtsverletzung gegen ein kleines Unternehmen Erfolg gehabt. Die Firma, MSCHF Product Studio, einigte sich mit dem Sportartikelhersteller und bietet an, die an Verbraucher verkauften Schuhe zurückzuerwerben, wie Nike mitteilte.

Nike
Nike 112,14

MSCHF hatte in Zusammenarbeit mit dem Rapper Lil Nas X ein individualisiertes Paar Sneaker mit satanischen Motiven herausgebracht. Die rot-schwarzen Schuhe sorgten in den sozialen Medien für Aufregung. 666 Paare waren zum Einzelpreis von 1018 Dollar schnell ausverkauft, wie die auf virales Produktmarketing spezialisierte Firma aus Brooklyn mitteilte.

Die Turnschuhe haben eine rote Flüssigkeit in der Sohle, die laut MSCHF einen Blutstropfen enthält. An der Seite ist ein Verweis auf die Bibelstelle Lukas 10, Vers 18, aufgenäht und ein bronzenes Pentagramm an den Schnürsenkeln abgebildet.

Nike hatte sich von dem Produkt distanziert. "Die Satan-Schuhe wurden ohne die Zustimmung oder Autorisierung von Nike produziert, und Nike steht in keiner Weise mit diesem Projekt in Verbindung", hatte es in einer Erklärung des Sportartikelherstellers geheißen. Nike habe auch keine Beziehung zu Lil Nas X oder MSCHF.

06:23 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Die Handelsspanne von rund 100 Punkten täuscht: Der Dax hat im Donnerstagshandel keine großen Sprünge gemacht. Er war im Plus gestartet, dann ins Minus gedreht und hatte sich am Ende mit einem Plus von 0,2 Prozent und 15.203 Zählern aus dem Handel verabschiedet. Auch ein Allzeithoch des S&P-500 an der Wall Street brachte den Dax nicht auf Touren. "Er beruhigt sich, er muss sich setzen", kommentierte ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta den Dax-Verlauf und verwies auf die an den Handelstagen zuvor erzielten deutlichen Aufschläge samt Rekord von 15.312 Punkten. Ob der Dax aber seine Mini-Konsolidierung bereits beendet hat und zum Wochenschluss wieder durchstartet, darf eher bezweifelt werden.

Von Konjunkturseite rücken in Deutschland die Handelsbilanz in den Blick sowie Daten zur Industrieproduktion. Umsatzzahlen der italienischen Einzelhändler stehen ebenso auf der Agenda wie der Quartalsbericht der Bank of England, der erste nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union. Am Nachmittag folgen aus den USA noch die Erzeugerpreise und frische Zahlen zu den Rohöl-Lagerbeständen. Kursbewegende Unternehmensnachrichten sind bislang dagegen kaum absehbar.

Welche Unternehmensnachrichten den Dax am Donnerstag bewegt haben, lesen Sie hier.

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