Dienstag, 03. Dezember 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:41 Uhr

Dax kratzt von unten an der 13.000

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Nach einem Plus von 750 Prozent im Verlauf von zehn Jahren stieg die MTU-Aktie am 23. September 2019 vom MDax in den Dax auf.

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Der deutsche Leitindex ist wegen weiterer US-Zollandrohungen wieder unter die Marke von 13.000 Punkten gefallen. Die frühen Gewinne schmolzen fast vollständig ab, nachdem US-Präsident Donald Trump Pläne neue Strafzölle auf französische Produkte offiziell bestätigte und Frankreich daraufhin mit europäischen Vergeltungsmaßnahmen drohte. 

Bei Handelsschluss notierte der Dax nur noch 0,1 Prozent höher bei 12.989 Punkten. Der MDax für mittelgroße Werte gab 0,4 Prozent auf 26.897 Punkte nach. Der EuroStoxx 50 verlor ebenfalls 0,4 Prozent.

Unter den Einzelwerten im Dax waren die Aktien der Triebwerksbauers MTU mit plus 3,5 Prozent der größte Gewinner. Nach dem Kapitalmarkttag des Triebwerksherstellers am Donnerstag gab es zahlreiche positive Analystenkommentare. Die Analysten der britischen Großbank HSBC erhöhten ihr Kursziel auf 255 von 253 Euro.

17:22 Uhr

Deutscher Automarkt legt im November kräftig zu

Der Pkw-Absatz in Deutschland ist im November überraschend stark gestiegen. Im vergangenen Monat kamen 299.200 Neuwagen auf die Straßen, zehn Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilte.

Als Grund für das Zulassungsplus nannte der VDA die Umstellung auf die neue Abgaszertifizierung WLTP, die im vergangenen Jahr noch zu Engpässen bei den Auslieferungen geführt hatte.

Branchenexperten gehen aber auch davon aus, dass die Autobauer jetzt noch viele große Fahrzeuge wie SUV mit hohen Rabatten in den Markt drücken, damit diese Wagen im neuen Jahr ihr CO2-Konto nicht belasten. Denn ab 2020 gelten in der EU schärfere Grenzwerte für klimaschädliches Kohlendioxid. Wer die Grenzwerte mit seiner Fahrzeugflotte nicht einhalten kann, muss dann hohe Strafen zahlen.

17:00 Uhr

Staatsanwaltschaft zu Besuch bei VW in Wolfsburg

Ermittler der Staatsanwaltschaft Braunschweig haben heute Geschäftsräume von Volkswagen in Wolfsburg durchsucht. Hintergrund seien Ermittlungen gegen Einzelbeschuldigte, die sich auf Dieselfahrzeuge mit Motoren des Typs EA 288 bezögen, teilte der Konzern mit.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 176,60

Den Vorwürfen lägen technische Sachverhalte zugrunde, die der Autobauer den zuständigen Ermittlunges- und Zulassungsbehörde selbst frühzeitig offengelegt habe. Volkswagen kooperiere mit der Staatsanwaltschaft, obwohl das Unternehmen deren Rechtsauffassung und die daraus resultierenden Ermittlungen für unbegründet halte.

16:54 Uhr

Xerox mit Gewinnwarnung

Der Kopiererhersteller Xerox kann seine Jahresprognose nicht mehr halten. Statt eines bereinigten Gewinns je Aktie von 4,00 bis 4,10 US-Dollar traut sich der Konzern jetzt nur noch 3,30 bis 3,40 Dollar zu. Unbereinigt sollen es jetzt nur noch 2,50 bis 2,60 Dollar Gewinn werden statt 3,10 bis 3,20 Dollar.

Die Gewinnwarnung ist doppelt ungünstig für Xerox, will der Druckerhersteller doch seinen Wettbewerber HP übernehmen und einen Teil der Summe in eigenen Aktien zahlen. Xerox, die auf einen Marktwert von 9 Milliarden Dollar kommt, hatte am 5. November 17 Dollar in bar sowie 0,137 eigene Aktien je HP-Aktie geboten. HP lehnt die Offerte jedoch ab.

16:22 Uhr

Wall Street kapituliert vor Unwägbarkeiten in US-Handelspolitik

Die US-Aktienmärkte sind nach dem schwachen Vortag auch heute mit einem kräftigen Minus gestartet. Im frühen Handel verliert der Dow-Jones-Index 1,4 Prozent auf 27.378 Punkte, der S&P-500 und der Nasdaq-Composite fallen um jeweils 1,1 Prozent.

Die Teilnehmer stehen weiter im Bann der US-Handelspolitik. US-Präsident Donald Trump äußerte auf einer Pressekonferenz in London Zweifel an einem baldigen Deal mit China. Anleger fragten sich nun, ob es überhaupt zu einer Einigung kommt, sagte Randy Frederick vom Broker Charles Schwab.

S&P 500
S&P 500 3.146,75

15:56 Uhr

Lufthansa baut Vorstand um: Arbeitsdirektorin muss gehen

Die Lufthansa baut ihren Vorstand um. Dabei verlässt die Arbeitsdirektorin Bettina Volkens nach sechs Jahren im "beiderseitigen Einvernehmen" zum Jahresende das Unternehmen, wie der Aufsichtsrat in Frankfurt beschlossen hat. Ihre Aufgaben übernimmt Michael Niggemann, bislang Finanzchef bei der Tochter Swiss.

Lufthansa
Lufthansa 17,04

Einzige Frau im neu formierten und um einen Posten erweiterten Vorstand wird die bisherige Chefin von Brussels Airlines, Christina Foerster. Sie soll unter anderem Marketing sowie gesellschaftliche und Klima-Aspekte bearbeiten. Thorsten Dirks verliert seine Zuständigkeit für die Billigtochter Eurowings und soll sich künftig um IT und Digitalisierung kümmern. Die Airlines des Dax-Konzerns werden künftig allein vom Vorstand Harry Hohmeister geführt.

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15:38 Uhr

Tauziehen um Osram: AMS trifft sich mit Hedgefonds

Der österreichische Sensor-Spezialist AMS kommt mit seinem Übernahmeangebot für Osram weiterhin nur schleppend voran. Bis zum Montagabend - drei Tage vor Ablauf der Übernahmefrist - haben acht Prozent der Osram-Aktionäre ihre Papiere angedient, wie AMS mitteilte.

Osram Licht AG
Osram Licht AG 38,50

Einschließlich der knapp 20 Prozent, die die Österreicher selbst am Markt gekauft haben, kommen sie nun auf 28,85 Prozent. Bis Donnerstag (24 Uhr) muss AMS 55 Prozent erreichen, sonst wäre auch ihre zweite Übernahmeofferte für Osram gescheitert.

Schlüssel zum Erfolg sind Hedgefonds und Arbitragehändler, die sich im Übernahmepoker Finanzkreisen zufolge mittlerweile knapp die Hälfte der Osram-Anteile gesichert haben. Sie pokern um mehr Geld - wenn nicht sofort, dann später, wenn AMS seine Anteile in einem zweiten Schritt auf mindestens 75 Prozent aufstocken will. Um sie zur Annahme des Angebots zu bewegen, ist AMS-Chef Alexander Everke in New York und London zu Gesprächen mit den Spekulanten unterwegs. Am Montag hatte sich auch Osram-Chef Olaf Berlien in die Gespräche eingeschaltet.

Warum die Zocker jetzt das Sagen haben, lesen Sie hier:

14:00 Uhr

Cyber-Monday vs. Singles Day: Alibaba hängt Amazon locker ab

Die Jagd nach Schnäppchen im Internet hat US-Onlinehändlern am "Cyber Monday" einen Rekordumsatz beschert. Kunden gaben in den USA Schätzungen laut der Marktforscher von Adobe Analytics am Montag nach Thanksgiving Online-Bestellungen über 9,2 Milliarden Dollar auf. Das waren rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

Trotz der Rekordzahlen lief es für US-Branchenprimus Amazon nicht reibungslos. Vor dem Penthouse von Amazon-Chef Jeff Bezos in der Fifth Avenue in New York zogen am Montag Demonstranten vorbei und protestierten mit Plakaten gegen die Arbeitsbedingungen - auf einem war zu lesen: "Wir sind Menschen, keine Roboter".

Zudem verblassen die Rekordzahlen aus den USA angesichts der in China erzielten Internetverkäufe am wichtigsten Online-Shopping-Tag. Am sogenannten "Singles Day", dem 11. November, hatte der chinesische Amazon-Rivale Alibaba 38,4 Milliarden Dollar umgesetzt und damit mehr als viermal so viel wie die gesamten US-Online-Verkäufe am "Cyber Monday".

12:59 Uhr

Insider: Chinesen wollen Lackieranlagenbauer Eisenmann kaufen

Der insolvente Anlagenbauer Eisenmann soll laut einem Medienbericht von dem staatlichen chinesischen Maschinenbau-Konzern Sinomach übernommen werden. Der Kauf solle durch die deutsche Sinomach-Tochter AE Industry abgewickelt werden, schreibt die "Automobilwoche" unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Sinomach
Sinomach 5,63

Derzeit würden letzte vertragliche Details der Übernahme wie eine einjährige Beschäftigungssicherung für die Mitarbeiter von Eisenmann verhandelt. Sinomach hatte bereits vor zwei Jahren Interesse an dem Unternehmen aus Böblingen bekundet.

Eisenmann hatte im Juli Insolvenz angemeldet, nachdem sich das württembergische Familienunternehmen mit einigen Großprojekten verhoben hatte und in die roten Zahlen gerutscht war. Das Unternehmen, das in 15 Ländern zuletzt mehr als 3000 Mitarbeiter beschäftigte, sucht seither einen strategischen Partner. Alle Anteilspapiere des Unternehmens befinden sich zurzeit noch in Familienbesitz.

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12:48 Uhr

Dax steckt Trump-Aussagen locker weg

Am deutschen Aktienmarkt setzt der Dax seinen Stabilisierungsversuch nach weiteren Äußerungen von Donald Trump fort.

DAX
DAX 13.166,58

Der Leitindex verbucht zuletzt ein Plus von 0,5 Prozent auf 13.034 Punkte, nachdem er kurzzeitig unter die Marke von 13.000 Punkten gerutscht war. Der US-Präsident hatte am Dienstag seine Pläne für neue Strafzölle auf französische Produkte noch einmal offiziell bestätigt. Zugleich erklärte er, dass er es nicht eilig habe, ein Handelsabkommen mit China unter Dach und Fach zu bringen.

Der MDax für mittelgroße Werte kann seine frühen Gewinne nicht halten und notiert zuletzt unverändert bei 27.047. Größter Favorit im Dax ist Wirecard mit einem Aufschlag von knapp 2 Prozent.

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 260,30

Den MDax führen die Papiere von MTU mit einem Plus von 2,2 Prozent an. Die Münchner MTU Aero Engines und der französische Konkurrent Safran haben ihren Streit über die Aufgabenverteilung bei der Entwicklung des neuen Triebwerks für das künftige deutsch-französischen Kampfflugzeug beigelegt. Die beiden Triebwerksbauer wollen nun auf "auf Augenhöhe" zusammenarbeiten.

12:30 Uhr

Chemiebranche köchelt weiter auf kleiner Flamme

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Der Branchenverband VCI vertritt die Interessen von knapp 465.000 Beschäftigten hierzulande. Die Chemie ist die drittgrößte Industriebranche in Deutschland nach dem Auto- und Maschinenbau.

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Handelskonflikte und die eingetrübte Konjunktur belasten die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie. 2020 erwarte die Branche lediglich geringe Zuwächse, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt mit. Demnach dürfte die Produktion um 0,5 Prozent zulegen. Der Umsatz soll bei stagnierenden Chemikalienpreisen ebenso schwach um 0,5 Prozent auf 194 Milliarden Euro klettern. Bis es besser wird, dürfte es noch dauern.

"Die geringe wirtschaftliche Dynamik wird sich noch weit ins kommende Jahr ziehen", meinte VCI-Präsident Hans Van Bylen. Die Handelskonflikte hätten 2019 das Wirtschaftswachstum in den USA, China und zunehmend auch Europa gedämpft. Besonders stark sei der Abschwung in der Industrie gewesen. Für dieses Jahr senkte der VCI seine Prognose für die Produktion das vierte Mal auf nun minus 7,5 Prozent.

12:09 Uhr

US-Futures im China-Blues

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Die Präsidentenwahl in den USA ist im November 2020.

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Die US-Futures stehen kräftig unter Druck, nachdem Donald Trump es nach eigenem Bekunden nicht eilig hat, ein Handelsabkommen mit China unter Dach und Fach zu bringen. Der China-Deal hänge davon ab, "ob ich es machen will", sagte er am Morgen in London.

*Datenschutz

In gewisser Hinsicht gefalle ihm die Idee, "bis nach der Wahl auf den China-Deal zu warten", sagte Trump zudem mehrfach vor Reportern. Der Dow-Jones-Future verliert daraufhin 0,4 Prozent auf 27.672 Zähler und der S&P 500-Future weist mit 3102 Zähler ein Minus von 0,3 Prozent aus. Für den Terminkontrakt des Nasdaq 100 geht es um 0,5 Prozent nach unten.

Trump sendet in dem Streit gerne widersprüchliche Zeichen. Vor rund einem Monat beklagte er noch die Geschwindigkeit der Handelsgespräche mit den Worten, sie gingen "viel zu langsam für mich". Der US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross sagte gestern in einem Interview mit Fox News, dass Trump wohl die am 15. Dezember geplanten Zölle erlassen werde, wenn es zu keinem Handelsdeal kommt.

"Diese Zölle würden praktisch alle chinesischen Waren mit einschließen, auch jene des alltäglichen Bedarfs vieler Amerikaner", erklärte Alex Douedari, Marktanalyst beim deutschen Brokerhaus Naga in Hamburg.

11:33 Uhr

Trump-Aussage zu China-Deal lässt EuroStoxx50 abdrehen

Der EuroStoxx50 dreht nach einer Äußerung von US-Präsident Donald Trump zum Zollstreit mit China leicht ins Minus. Kurs vor dem Nato-Gipfel in London sagte Trump, er habe keine Frist für ein Handelsabkommen mit China.

*Datenschutz

Womöglich sei es besser, bis nach der US-Wahl im November 2020 zu warten.

Trump bestätigte auch die Pläne für hohe Strafzölle auf französische Produkte. Geplant sei eine "sehr hohe Steuer auf Wein" und andere Waren. Die USA würden nicht zulassen, dass Frankreich US-Firmen besteuere. "Wenn irgendwer sie besteuert, dann sind wir das", sagte der US-Präsident.

Bei dem zweitägigen Gipfel geht es unter anderem um die Positionierung der Allianz gegenüber Russland und China und den Stand bei der Steigerung der Verteidigungsausgaben. Zudem will das Bündnis den Weltraum zum militärischen Einsatzgebiet erklären. Der Nato-Gipfel beginnt am Abend mit einem Empfang bei der britischen Königin Elizabeth II.

Euro Stoxx 50
Euro Stoxx 50 3.692,34

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11:04 Uhr

Spekulationen treiben Ferrari-Aktien nach oben

Der Flirt zwischen Lewis Hamilton und Ferrari nimmt immer stärkere Konturen an.

Ferrari
Ferrari 150,65

Die Ferrari-Aktien geben schon mal vorab Gas und notieren 2,4 Prozent fester. Laut einem Händler spielen dabei die Spekulationen eine Rolle, dass Formel-1-Weltmeister Hamilton zu der italienischen Sportwagenschmiede wechseln könnte.

Dazu komme, dass die Investmentbank Goldman Sachs ihre Kaufempfehlung bekräftigt und das Kursziel auf 170 Euro nach oben geschraubt habe.

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10:52 Uhr

Frankreichs Luxus-Aktien unter Druck

Die neuen US-Zolldrohungen gegen Frankreich lasten auf den Aktienkursen der französischen Luxusunternehmen. Die Papiere des Handtaschenherstellers Hermes sackten 1,3 Prozent ab, die Aktien von LVMH 1,5 Prozent, die Kering-Titel 1,5 Prozent.

LVMH
LVMH 401,65

Auch die Anteilsscheine des Glasflaschen-Spezialisten Verallia, der unter anderem den Champagner-Hersteller Dom Perignon beliefert, standen auf der Verkaufsliste.

Als Reaktion auf die französische Digitalsteuer hatte die US-Regierung am Montag damit gedroht, französische Importwaren im Wert von 2,4 Milliarden Dollar mit Strafzöllen von bis zu 100 Prozent zu belegen. Dabei geht es um Waren wie Käse, Champagner und Handtaschen.

10:38 Uhr

Paris: US-Champagnersteuer ist "inakzeptabel"

Frankreich hat die neuen US-Zolldrohungen scharf verurteilt und schließt Gegenmaßnahmen der EU nicht aus. Die Drohungen seien "inakzeptabel", sagte Finanzminister Bruno Le Maire dem Sender Radio Classique. "Im Falle neuer amerikanischer Sanktionen wäre die Europäische Union zur Gegenwehr bereit."

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Wirtschaftsstaatsekretärin Agnes Pannier-Runacher kündigte an, dass die Regierung von der neuen Digitalsteuer nicht abrücken werde, die von den USA als Grund für die Zolldrohung bezeichnet wurde. Sie sei wirtschaftlich sinnvoll. "Wir müssen in diesem Punkt kämpferisch sein", sagte sie dem Sender Sud-Radio.

Die US-Regierung hatte am Montag angekündigt, als Reaktion auf die Digitalsteuer die Einführung von Strafzöllen von bis zu hundert Prozent auf französische Waren wie Champagner, Handtaschen und Käse im Volumen von rund 2,4 Milliarden Dollar zu prüfen.

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10:24 Uhr

Luxuswagen per App: Daimler und Geely starten Chauffeurdienst

Daimler hat zusammen mit seinem chinesischen Großaktionär Geely einen Limousinen-Fahrdienst in der Volksrepublik an den Start gebracht.

Der Taxi-Dienst mit Fahrzeugen der S-, E- und V-Klasse von Mercedes-Benz sowie speziell geschulten Chauffeuren wird zunächst in der chinesischen Metropole Hangzhou angeboten,teilen die Konzerne mit. Die Flotte umfasse 100 Autos. Im kommenden Jahr soll der "StarRides" genannte Fahrdienst auf weitere chinesische Großstädte ausgedehnt werden.

Die Daimler Mobility AG und die Geely Technology Group gründeten dazu eine Gemeinschaftsfirma, an der beide je zur Hälfte beteiligt sind.

Die beiden Autobauer reagieren damit auf den Trend, dass auch in China verstärkt Mitfahrdienste und Car-Sharing genutzt werden. Auf dem Markt für neue Mobilitätsdienste im Reich der Mitte tummeln sich bereits mehrere chinesische Konkurrenten.

09:49 Uhr

Türkische Inflation springt wieder deutlich an

Nach einer leichten Entspannung in den Monaten Oktober und September steigt die Inflationsrate im November wieder in den zweistelligen Bereich. Im Jahresvergleich seien die Verbraucherpreise um 10,6 Prozent gestiegen, teilt die Statistikbehörde der Türkei in Ankara mit. Damit hat sich die Teuerung in dem Schwellenland erstmals seit Juli wieder verstärkt. Im Oktober lag die Teuerungsrate bei 8,55 Prozent. Der Rückgang wurde von Experten allerdings auch mit einem Basiseffekt wegen der Lira-Krise vor einem Jahr erklärt.

Türkische Lira / US-Dollar
Türkische Lira / US-Dollar ,17

Im Monatsvergleich fiel der Anstieg im November mit 0,38 Prozent allerdings deutlich niedriger aus als im Oktober mit 2 Prozent. Ökonomen hatten im November mit einer Preissteigerung um 11,01 Prozent bzw. im Monatsvergleich mit 0,8 Prozent gerechnet. Insofern sind die neuen Daten für die Lira gemischt zu bewerten.

In den kommenden Monaten rechnen Experten mit einem weiteren Anstieg der Teuerung. So gehen Ökonomen der US-Bank Morgan Stanley davon aus, dass die Inflationsrate im Dezember bei 11,3 Prozent liegen dürfte. Im kommenden Jahr rechnet Morgan Stanley mit weiteren Inflationsraten im zweistelligen Bereich.

Während die Inflation wieder steigt, schwächelt die türkische Wirtschaft. Zu Beginn der Woche war bekannt geworden, dass die Konjunktur in den Sommermonaten deutlich an Fahrt verloren hat.

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09:38 Uhr

Da läuft's nicht rund: Jobabbau bei Unicredit

Etwas höher als erwartet fallen bei der Unicredit die geplanten Stellenstreichungen aus. Vom laufenden Kapitalmarkttag der italienischen Bank waren Aussagen zur Strategie und entsprechenden Einschnitten erwartet worden.

"Das ist aber mehr als erwartet und erweckt nicht den Eindruck, dass das Geschäft rund läuft", meint ein Händler. Die Bank will rund 8000 Stellen bis 2023 streichen und 500 Filialen schließen.

Gut dürfte allerdings die Ankündigung ankommen, den Gewinn je Aktie bis dahin pro Jahr um rund 12 Prozent steigern zu wollen. Zudem soll es Aktienrückkäufe bis zu 2 Milliarden Euro geben, wobei insgesamt bis 2023 rund 8 Milliarden Euro an die Aktionäre fließen sollen.

Unicredit-Chef Mustier verordnet seiner Bank eine Schrumpfkur. Lesen Sie hier:

09:18 Uhr

Dax fängt sich nach Ausverkauf

Die Anleger in Deutschland nutzen den Ausverkauf vom Wochenauftakt zum Einstieg.

DAX
DAX 13.166,58

Der Dax klettert zum Auftakt um 0,7 Prozent auf 13.056 Punkte. Börsianer sehen aber noch keine Entwarnung nach den jüngsten Zöllen auf Stahl und Aluminium aus Brasilien und Argentinien von US-Präsident Donald Trump.

"Viele Anleger sorgen sich nun, dass Sanktionen, Strafzölle und Gegenmaßnahmen die Weltkonjunktur bremsen könnten", sagt Christian Henke, Analyst beim Brokerhaus IG Market. "Die Rezessionsängste könnten dann ganz schnell wieder ein Thema werden."

07:29 Uhr

Trumps neueste Volten belasten Asienmärkte

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Die asiatischen Aktien sind in einen Abwärtstrend geraten. US-Präsident Donald Trump hatte die Märkte mit Zöllen gegen Importe aus Brasilien und Argentinien verblüfft - die Sorgen über die globalen Handelsspannungen traten bei den Anlegern damit wieder in den Vordergrund. Hinzukommen erneute Spannungen mit China wegen der Protestbewegung in Hongkong: Die Volksrepublik erklärte, US-Militärschiffe und Flugzeuge würden Hongkong nicht besuchen dürfen, und kündigte Sanktionen gegen mehrere US-Regierungsorganisationen an.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,7 Prozent tiefer bei 23.360 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent und lag bei 1706 Punkten.
  • Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,2 Prozent.