Donnerstag, 17. Dezember 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
17:57 Uhr

Kauflaune hält an: Dax flirtet mit Rekordhoch

Dax
Dax 13.815,06

Die vorweihnachtliche Kauflaune der Anleger hält an. Der Dax steigt um ein knappes Prozent auf 13.667 Punkte und liegt damit nur etwa 130 Zähler unter seinem bisherigen Rekordhoch. Das Umfeld bleibt für Aktien günstig. Positiv wurde gewertet, dass die Notenbanken an Lockerungen festhalten, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Daneben mehren sich die Hinweise, dass es bei den Brexit-Verhandlungen zwischen Brüssel und London bald zu einer Einigung kommen wird. Und in den USA stehen die Chancen gut für ein neues Konjunkturprogramm.

Die Nachrichtenlage auf Unternehmensebene dünnt mit dem nahenden Jahresultimo zunehmend aus. Gute Nachrichten kamen noch von Unternehmen aus der zweiten Reihe, die ihre Prognosen nach oben nehmen. So hat Villeroy & Boch (plus 6,3 Prozent) erneut die Jahresprognose erhöht. Der Badausrüster und Steinguthersteller sprach von einem "sehr guten vierten Quartal". Beim operativen Ergebnis werden nun mindesten 45 Millionen Euro erwartet nach zuvor 30 bis 35 Millionen Euro.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 9,71

Das Kursplus von 11,3 Prozent bei Thyssenkrupp war nach Einschätzung aus dem Handel gleich auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Die Pläne für den Aufbau eines weltweit führenden Wasserstoffgeschäfts kämen bei den Anlegern gut an, hieß es. Etwas stützend wirkten auch Medien-Berichte, wonach FLSmidth für Teile des Anlagenbaus von Thyssen bieten soll. Hinzu kam, dass die Stimmung für den Stahlsektor zuletzt gedreht hat, nachdem einige Unternehmen aus dem Sektor ihre Ziele angehoben haben in Kombination mit positiven Analystenstimmen.

Der Einstieg von Fielmann in Spanien schickte die Aktie um 4,2 Prozent nach oben. Im Handel war von einem "klugen Schachzug" die Rede. Fielmann übernimmt eine 80-prozentige Mehrheit an der drittgrößten Optikerkette Spaniens, der Optica del Penedes. Im Rahmen der Transaktion werden die 80 Prozent an dem spanischen Unternehmen mit 185 Millionen Euro bewertet. Der Einstieg in Spanien kommt nicht unerwartet. In Italien ist Fielmann bereits aktiv.

17:21 Uhr

Warum steigen die Aktienkurse trotz Lockdown?

Der zweite harte Lockdown ist für die Wirtschaft keine gute Nachricht. An den Börsen aber führt das zu keinem Stimmungstief. Im Gegenteil: Die Kauflaune der Anleger scheint ungebremst, sowohl Dax als auch Dow Jones steigen weiter. Doch wie passt das zusammen? Und wie geht es 2021 weiter?

16:48 Uhr

Reisekonzern tritt auf die Kostenbremse

Deutschlands zweitgrößter Reisekonzern DER Touristik tritt in der Corona-Krise auf die Kostenbremse und streicht Stellen. Die Zahl der Führungspositionen wird um 14 verringert, 253 Vollzeitstellen sollen abgebaut werden, wie DER Touristik Deutschland mitteilte. Das Unternehmen strebt dabei ein freiwilliges Ausscheiden der Mitarbeiter mit Abfindungen an. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung sei abgeschlossen worden.

Zentraleuropa-Chef Ingo Burmester bedauerte die Entscheidung, "doch lassen uns die massiven Reisebeschränkungen infolge der Covid-19-Pandemie keine andere Wahl". DER Touristik Deutschland mit den Veranstalter-Marken Dertour, Meiers Weltreisen, ITS, Jahn Reisen und Travelix rechnet im kommenden Jahr noch nicht mit einer vollständigen Erholung des Reisemarktes, wie Burmester sagte. Das Unternehmen stelle sich jetzt schlank auf, löse Doppelstrukturen auf und optimiere und digitalisiere die Abläufe. Die Reisewirtschaft zählt zu den am härtesten von der Corona-Krise getroffenen Branchen.

16:18 Uhr

Fielmann wagt sich auf spanischen Markt

Fielmann
Fielmann 71,30

Die Optikerkette Fielmann baut das internationale Geschäft mit einem Zukauf in Spanien aus. Zum Ende des Jahres würden 80 Prozent an der drittgrößten Optikerkette Spaniens, Óptica & Audiología Universitaria, übernommen, teilte Fielmann mit. Mit dem Schritt sei Fielmann dann in 15 europäischen Märkten vertreten.

Einen Kaufpreis nannte das Unternehmen nicht. Den Angaben nach vertreibt Óptica & Audiología Universitaria jährlich rund 400.000 Brillen bei einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019. In der Corona-Pandemie habe die Kette ihre Marktanteile ausbauen können. Geplant sei, langfristig die Anzahl der verkauften Brillen mehr als zu verdoppeln und Erlöse von rund 250 Millionen Euro zu erzielen.

15:43 Uhr

Investmenttrends 2021 im Fokus der Anleger

Die Corona-Krise und auch der kürzlich in Kraft getretene zweite Lockdown machen zahlreichen Branchen weiterhin schwer zu schaffen. Andererseits rücken große Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung durch die Pandemie weiter in den Fokus. Wo in diesen Bereichen die Investmenttrends 2021 liegen und welche Chancen sie bieten, darüber spricht Bianca Thomas mit Thilo Wolf von BNY Mellon Investment Management.

15:13 Uhr

Thyssenkrupp klettern auf höchsten Stand seit März

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 9,71

Am deutschen Aktienmarkt gehört Thyssenkrupp mit einem Kursplus von zeitweise gut 13 Prozent zu den Favoriten. Einem Bericht des "Manager Magazins" zufolge hat der dänische Konzern FLSmidth eine Offerte für Teile des Anlagenbaus vorgelegt. Dazu kommen Hoffnungen auf ein starkes Wachstum des Wasserstoffgeschäfts. Der Markt setze darauf, dass mit einer entschlossenen Sanierung das Ruder bei dem Traditionskonzern noch herumgerissen werden könne, sagte ein Börsianer. FLSmidth-Titel fallen in Kopenhagen um ein halbes Prozent.

14:42 Uhr

Bitcoin-Rally geht mit Sprung über 23.000 Dollar weiter

Bitcoin
Bitcoin 35.326,50

Die Digitalwährung Bitcoin hat gestern erstmals den Wert von 21.000 US-Dollar überschritten. Am späten Mittwochabend kostete die älteste und bekannteste Kryptowährung auf der Handelsplattform Bitstamp knapp 21.340 Dollar. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht: Der Bitcoin springt heute sogar locker über die 23.000er-Marke und steht im Moment bei 23.165.

Der Bitcoin profitiert schon seit einiger Zeit von mehreren Entwicklungen. Grundsätzlich scheint das Interesse an Digitalwährungen in den vergangenen Monaten nach einer längeren Flaute wieder gestiegen zu sein. Als ein Grund für den Aufmerksamkeitsschub wird immer wieder eine Art Ritterschlag durch Paypal genannt. Der große Bezahldienst will es seinen Kunden ermöglichen, mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen zu bezahlen. Generell scheint das Interesse professioneller Investoren größer geworden zu sein, nachdem sich lange Zeit vor allem Privatanleger mit kleinerer Kasse für digitale Währungen interessiert haben.

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14:15 Uhr

Schweizer Behörde erhebt Anklage gegen Credit Suisse

Credit Suisse
Credit Suisse 11,29

Die Schweizer Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen die Credit Suisse. Die Behörde wirft der Großbank vor, nicht alle erforderlichen organisatorischen Vorkehrungen getroffen zu haben, um Geldwäsche von Vermögenswerten einer kriminellen Organisation zu verhindern, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte.

Die Anklage sei das Ergebnis umfangreicher Ermittlungen zu den schweizerischen Geschäftstätigkeiten einer im internationalen Betäubungsmittelhandel tätigen kriminellen Organisation aus Bulgarien. Die Bank wies in einer Stellungnahme die Vorwürfe hinsichtlich angeblicher Organisationsmängel zurück. Credit Suisse werde ihre Position entschlossen verteidigen. Das Schweizer Bundesstrafgericht könne in einem solchen Verfahren neben einer Gewinneinziehung eine Buße von höchstens fünf Millionen Franken verhängen.

13:25 Uhr

Villeroy & Boch hebt spät im Jahr noch die Prognose an

Die Nachrichtenlage dünnt mit dem nahenden Jahresultimo so langsam aus. Gute Nachrichten kommen noch von Unternehmen aus der zweiten Reihe, die ihre Prognosen nach oben nehmen. So hat Villeroy & Boch (plus 5,9 Prozent) erneut die Jahresprognose erhöht. Der Badausrüster und Steinguthersteller spricht von einem "sehr guten vierten Quartal". Beim operativen Ergebnis werden nun mindesten 45 Millionen Euro erwartet nach zuvor 30 bis 35 Millionen Euro.

Auch Stemmer Imaging (plus 2,7 Prozent) hatte kurz nach regulärem Handelsschluss am Vortag den Ausblick angehoben. Das Unternehmen begründet den verbesserten Ausblick mit einem größeren höhermargigen Serviceanteil bei Projekten.

12:53 Uhr

Bayer-Chef kündigt Rückzug an

Bayer
Bayer 53,44

Bayer-Chef Werner Baumann will sich 2024 von der Konzernspitze zurückziehen. Er werde sich nicht über die Dauer seines erst im September verlängerten Vertrags hinaus an das Unternehmen binden, sagte er dem Manager Magazin. Eine weitere Verlängerung seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender sei ausgeschlossen. Er will auch nicht in den Aufsichtsrat, sondern sich "aus der Wirtschaftsöffentlichkeit weitestgehend zurückziehen", so Baumann. Er strebe weder Aufsichtsratsjobs noch Beratungsmandate an: "Ich werde einfach etwas komplett anderes machen."

Baumann steht seit 1. Mai 2016 an der Konzernspitze. Sein Vertrag war im September um drei Jahre verlängert worden. Ein Jahr weniger, als es nach den Unternehmensstatuten möglich ist. Zahlreiche Aktionäre hatten den Bayer-Aufsichtsrat für diese Entscheidung kritisiert, weil sie Baumann vorwerfen, mit der Übernahme des Monsanto-Konzerns die falsche strategische Entscheidung getroffen und Bayer in die mit milliardenschweren Risiken behafteten gerichtlichen Auseinandersetzungen, um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat hineingezogen zu haben.

12:02 Uhr

Gastro schon vor November-Lockdown mit heftigem Umsatzeinbruch

Im deutschen Gastgewerbe hat sich bereits vor dem jüngsten Lockdown der Umsatzeinbruch verschärft. Die Hotels und Restaurants hatten im Oktober gut 27 Prozent weniger in der Kasse als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bereinigt um steigende Preise lag das Minus real sogar bei 31 Prozent.

In den Sommer- und Ferienmonaten Juli, August und September lag das inflationsbereinigte Minus zwischen gut 20 und knapp 25 Prozent. Im Oktober und damit rund um die Herbstferien hatten Beherbergungsverbote in einzelnen Bundesländern das Geschäft der Branche belastet.

11:06 Uhr

Wohnungsbau boomt

Die deutsche Bauindustrie erwartet nach einem guten Jahr trotz Corona-Krise 2021 schwierigere Zeiten. Im kommenden Jahr werde der Umsatz der Branche voraussichtlich stagnieren und bereinigt um Preissteigerungen um zwei Prozent sinken, erklärten der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe am Donnerstag in Berlin. Unternehmen und die öffentliche Hand dürften sich mit Investitionen zurückhalten. Der Wohnungsbau werde hingegen stark bleiben.

Dieses Jahr zählte die Bauindustrie mit ihren 880.000 Beschäftigten zu den wenigen Branchen, die dem Wirtschaftseinbruch in der Corona-Pandemie trotzten - auch wenn Hygieneauflagen, Abstandsregeln und vorsichtigere Geldgeber die Geschäfte erschwerten. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe werde 2020 um drei Prozent auf 139 Milliarden Euro wachsen, schätzen die Branchenverbände. Die Zahl der Beschäftigten sei um 10.000 gestiegen und werde auch 2021 noch leicht zulegen. Als Stütze erwies sich erneut der Wohnungsbau. Dort rechnet die Baubranche mit einem Umsatzplus von vier Prozent in diesem Jahr und von drei Prozent 2021. Erwartet werden dann fast 53 Milliarden Euro Umsatz.

10:44 Uhr

Ladenschließungen können Adidas nichts anhaben

Adidas
Adidas 289,30

Adidas-Chef Kasper Rorsted ist trotz des Lockdowns in Deutschland und Teilen Europas für das Weihnachtsgeschäft zuversichtlich. Weltweit seien weit mehr als 90 Prozent aller eigenen Sportartikelgeschäfte geöffnet, sagte Rorsted dem US-Wirtschaftssender CBNC. Das vierte Quartal laufe "entsprechend den Erwartungen". Das machte die Adidas-Aktie mit einem Plus von 2,7 Prozent auf 298 Euro zum größten Kursgewinner im Leitindex Dax.

Im Frühjahr hatte Adidas massiv unter den Ladenschließungen in der Corona-Krise gelitten. Inzwischen lasse sich viel davon durch den Verkauf über das Internet wettmachen. Der Online-Umsatz werde im laufenden Jahr "deutlich über vier Milliarden Euro liegen", sagte Rorsted dem Sender. Adidas profitiere davon, dass viele Menschen zu Hause arbeiten. "Im Home Office trägt man keinen Anzug", sagte Rorsted. Er hatte die Erwartungen für das vierte Quartal wegen der zweiten Corona-Welle im November gedrosselt. Der operative Gewinn soll zwischen 100 und 200 (Vorjahr: 245) Millionen Euro liegen, der Umsatz um bis zu fünf Prozent sinken.

10:13 Uhr

Europas Automarkt bricht weiter ein

Der Absatz der von der Corona-Krise gebeutelten Autobranche bricht in Europa im November abermals ein. Die Zahl der Neuzulassungen in der EU fiel binnen Jahresfrist um zwölf Prozent auf 898.000 Fahrzeuge, wie der Branchenverband ACEA am Donnerstag mitteilte. Damit schrumpfte der Absatz im bisherigen Jahresverlauf um 25,5 Prozent auf rund neun Millionen Fahrzeuge.

Einen besonders starken Einbruch verzeichneten die Hersteller von Januar bis November in Spanien mit einem Minus von 35,3 Prozent. Im Mittelfeld lagen Italien (minus 29,0 Prozent) und Frankreich (minus 26,9 Prozent). Deutschland kam mit einem Rückgang um 21,6 Prozent vergleichsweise glimpflich durch die Krise.

09:45 Uhr

Douglas macht einen Rückzieher

Die Parfümeriekette Douglas nimmt ihre Entscheidung, im Lockdown Filialen geöffnet zu halten, mit sofortiger Wirkung zurück. "Für viele Menschen war unsere Entscheidung, einige Filialen mit Drogeriesortimenten offenzuhalten, nicht nachvollziehbar", sagte Douglas-Chefin Tina Müller. "Wir bitten diejenigen um Entschuldigung, die wir mit unserem Vorgehen befremdet oder vor den Kopf gestoßen haben", fügte sie hinzu.

"Unser Online-Shop bleibt selbstverständlich offen", betonte sie. Noch am Vortag hatte Douglas erklärt, ein Teil der Filialen sei für die Verbraucher auch im Lockdown geöffnet, denn diese böten den Großteil des klassischen Drogeriesortiments. Die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Schließung des Einzelhandels sähen Ausnahmen vor. Danach dürften Drogerien auch weiterhin geöffnet bleiben: "Der Begriff Drogerie selbst ist rechtlich nicht spezifiziert." Nun sind die Filialen alle zu. Die Gewerkschaft Verdi in Hessen hatte Douglas ein Unterlaufen des Lockdowns vorgeworfen.

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09:24 Uhr

Dax hat Rekordhoch fest im Blick

Dax
Dax 13.815,06

Der Dax nähert sich weiter dem Rekordhoch. Am Vortag hatte es der Leitindex nach langer Zeit endlich geschafft, den Corona-Crash-Verlust vollständig wieder aufzuholen. Er hatte es dabei aber letztlich noch nicht über die 13.600 Punkte geschafft, was ihm nun aber gelang. Er kam dem bisherigen Rekord von 13.795 Punkten vom Februar nahe.

In den Anfangsminuten stieg der Leitindex um 0,88 Prozent auf 13 684,76 Punkte, in der Spitze fehlten ihm nur noch gut 70 Punkte für einen Rekord. Der MDax setzte sich weiter über den 30 000 Punkten ab, die er am Vortag erstmals überschritten hatte. Er stieg zuletzt um 0,49 Prozent auf 30 119,79 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,69 Prozent auf 3567,57 Zähler zu.

08:57 Uhr

Euro setzt Höhenflug fort

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,21

Der Euro hat seinen jüngsten Höhenflug fortgesetzt und ist im asiatischen Handel auf den höchsten Stand seit April 2018 gestiegen. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung stieg in der Nacht auf 1,2235 Dollar und konnte damit die kurze Schwäche vom Mittwochabend nach der US-Notenbank-Entscheidung wieder abschütteln.

Im Jahresverlauf konnte der Euro seine Kursgewinne inzwischen auf rund zehn Cent ausbauen. Ende 2019 hatte der Euro noch rund 1,12 Dollar gekostet. Im Zuge des coronabedingten Crashs an den Finanzmärkten war der Euro im März bis fast auf 1,06 Dollar abgesackt, befindet sich aber seit Mitte Mai in einem starken Aufwärtstrend.

08:17 Uhr

Ölpreise klettern auf höchsten Stand seit Corona-Ausbruch

Die Ölpreise haben weiter zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit der ersten Corona-Welle im Frühjahr gestiegen. Mit der Pandemie waren die Ölpreise drastisch abgestürzt.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 56,20

Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostete im frühen Handel 51,66 US-Dollar. Das waren 58 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 59 Cent auf 48,41 Dollar.

Unterstützung erhalten die Ölpreise derzeit vor allem aus zwei Richtungen. Zum einen sorgt der schwache US-Dollar für eine rege Rohölnachfrage. Ausschlaggebend ist, dass der Rohstoff Öl international in der amerikanischen Währung gehandelt wird.

Fällt der Dollarkurs, wird Erdöl für Investoren aus anderen Währungsgebieten günstiger, was deren Nachfrage tendenziell belebt. Hinzu kommt die Aussicht auf eine allmähliche Besserung der Corona-Lage.

07:45 Uhr

Asien-Börsen nehmen Kurs auf "Santa-Rally"

Die asiatischen Aktien sind erneut auf Rekordkurs. Monetäre Unterstützung der US-Notenbank Fed und die Hoffnung auf fiskalische Anreize in den Vereinigten Staaten versetzten die Händler in Kauflaune. "Mein Verdacht ist, dass die Märkte aus zwei Gründen diese Rally verlängern", sagte Vishnu Varathan, Chefökonom bei Mizuho in Singapur, mit Verweis auf die geldpolitische Unterstützung in den USA und die guten Impf-Nachrichten der vergangenen Wochen. Solange die Infektionszahlen stabil blieben, gebe es "einen gewissen Spielraum für eine sogenannte Santa-Rally bis Ende des Jahres".

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent höher bei 26.803 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,3 Prozent und lag bei 1792 Punkten.
  • Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 0,9 Prozent.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1,1 Prozent und erreichte ein Allzeithoch.
07:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht