Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Erdogans bettelt vergeblich: Türkische Lira bleibt schwach

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Historisch gesehen erreichte die türkische Lira im August 2018 mit 7,21 ein Allzeithoch.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der jüngste Appell des türkischen Präsidenten Recep Tayyib Erdogan hilft der türkischen Lira nicht auf die Beine. Für einen Dollar werden weiterhin 5,75 Lira fällig. Allein seit
Jahresauftakt hat die Lira zum Dollar knapp neun Prozent eingebüßt. Bei der Lira-Schwäche spielen die angespannten Beziehungen zu den USA eine Rolle, aber auch Ankaras Einflussnahme auf die  Notenbank.

Türkische Lira / US-Dollar
Türkische Lira / US-Dollar ,17

Am Dienstag hatte Erdogan erneut an seine Landsleute appelliert, harte amerikanische Devisen in heimische Lira zu tauschen. "Gebt den Dollar und den Rest auf", sagte er bei einem Treffen mit Parlamentariern der regierenden AK-Partei. Einen ähnlichen Appell hatte Erdogan bereits Mitte 2018 an die Türken gerichtet.

Laut Devisenstrategen der Rabobank bleibt das Risiko einer Abwertung bestehen. Laut Berichten plant das türkische Militär einen Test des kürzlich in Russland erworbenen Flugabwehrsystems. US-Parlamentarier würden wohl auf solche Berichte irritiert reagieren, sagte Stratege Priotr Matys von der Rabobank. Viele befürworteten Strafmaßnahmen gegen das NATO-Mitglied Türkei wegen des Waffenkaufs in Russland. Sollte es Anzeichen für eine Veränderung der bislang positiven Haltung von US-Präsident Donald Trump zur Türkei

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Quelle: ntv.de