Freitag, 13. November 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
16:03 Uhr

Corona-Furcht bremst Börsenrally

Zum Abschluss der zweiten starken Börsenwoche in Folge verliert die Aktienrally an Schwung. "Gedeckelt werden weitere Aufwärtsambitionen durch die nach wie vor bestehende Unsicherheit über die Wirksamkeit des Coronavirus-Impfstoffs und ein neues Rekordhoch an Neuinfektionen", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Dax und EuroStoxx50 notieren jeweils knapp im Plus bei 13.059 beziehungsweise 3431 Punkten.

15:25 Uhr

Panasonic trennt sich von Musk-Unterstützer


Panasonic ernennt den Chef seiner Autosparte zum Vorstandsvorsitzenden. Yuki Kusumi werde zum 1. April Nachfolger von Kazuhiro Tsuga, teilte der japanische Elektronikkonzern mit.

Tsuga gilt als Unterstützer von Tesla-Chef Elon Musk. Seit Jahren beliefert Panasonic den weltgrößten Elektroautobauer mit Batterien. Die Partnerschaft mit den US-Amerikanern stand im Mittelpunkt der Strategie von Tsuga, sich stärker auf die Produktion von Batterien und Maschinen für Fabriken zu konzentrieren und vom wenig rentablen Geschäft mit Verbraucherelektronik wie Fernsehern wegzukommen. Dieser Prozess und die damit einhergehende Konzentration auf Geschäftskunden soll nun von Kusumi fortgesetzt werden.

Insider halten eine weitere Überprüfung der breit gefächerten Geschäfte, die von der Herstellung von Gesichtsreinigern bis zu Fahrrädern reichen, für wahrscheinlich. Panasonic kündigte bereits an, im übernächsten Jahr die Firmenstrukturen zu verändern.

14:47 Uhr

Disney-Aktien steigen kräftig

Anleger an der Wall Street packen sich Aktien von Walt Disney ins Depot. Die Papiere steigen vorbörslich um 4,3 Prozent, nachdem die Umsatzeinbußen des Unterhaltungskonzerns in der Corona-Krise geringer ausfielen als befürchtet. Einzelne Sparten profitierten von der Lockerung der Einschränkungen im Berichtszeitraum, wie etwa der Sportsender ESPN von der Wiederaufnahme von Live-Sportveranstaltungen. Auch die Themenparks in den USA eröffneten wieder, wenn auch nicht mit voller Kapazität.

Disney
Disney 123,84

13:22 Uhr

Schlechte Nachrichten aus Südkorea - Delivery-Hero-Aktie bricht ein

Die Aktie von Delivery Hero rauscht um 11 Prozent nach unten. Der Hintergrund: Südkoreas Kartellbehörde hat dem um die milliardenschweren Woowa-Übernahme kämpfenden Essenslieferdienst empfohlen, seine Südkorea-Tochter Yogiyo zu verkaufen. Das wäre die Bedingung für die Genehmigung des Gemeinschaftsunternehmens mit Woowa, geht aus einem Prüfungsbericht der Kartellbehörde KFTC hervor.

Delivery Hero hatte den vier Milliarden Dollar schweren Kauf des südkoreanischen Marktführers Woowa vergangenen Dezember bekanntgegeben. Seither wird die Übernahme geprüft.

Delivery Hero
Delivery Hero 97,32

12:59 Uhr

Manchester United schreibt rote Zahlen

Der Lockdown aufgrund der Pandemie hat den Fußballclub Manchester United voll im Griff. Der Verein meldete einen deutlichen Umsatzrückgang und einen Verlust für das erste Geschäftsquartal. Der Club versicherte gleichzeitig, trotz der neuen Lockdown-Maßnahmen in England weiterhin in der Liga und auf europäischer Ebene zu spielen.

Manchester United verbuchte im Quartal bis Ende September einen Verlust von 30 Millionen Pfund (umgerechnet 33,4 Millionen Euro) nach einem Gewinn von 1,1 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um knapp ein Fünftel auf 109 Millionen Pfund.

Manchester United
Manchester United 15,43

12:17 Uhr

Wirecard: Knapp 500 Geschäfte von Bafin-Mitarbeitern bekannt

Der Finanzaufsicht Bafin sind mittlerweile fast 500 private Geschäfte ihrer Mitarbeiter mit Bezug zum Skandalunternehmen Wirecard bekannt. Das geht aus einer Auskunft des Bundesfinanzministeriums an den FDP-Abgeordneten Frank Schäffler hervor.

Die Bafin prüft derzeit private Börsengeschäfte ihrer Mitarbeiter, bei denen der Kurs der Wirecard AG eine Rolle spielte, also zum Beispiel Kauf oder Verkauf von Aktien des Unternehmens. Im Raum steht der Verdacht, dass Mitarbeiter der Finanzaufsicht einen möglichen Informationsvorsprung zum privaten Vorteil genutzt haben könnten.

Der inzwischen insolvente frühere Dax-Konzern Wirecard hatte im Juni Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt und in der Folge Insolvenz angemeldet. Die Firma saß als Dienstleister für bargeldlose Zahlungen an Ladenkassen und im Internet an der Schnittstelle zwischen Händlern und Kreditkartenfirmen. Die Münchener Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Unternehmen seit 2015 Scheingewinne auswies, und ermittelt wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs. Um die politische Aufklärung bemüht sich ein Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages.

Wirecard
Wirecard ,53

11:41 Uhr

Wework verbrennt mehr als eine halbe Milliarde Dollar

Wework schreibt hohe Verluste und verbrennt weiter viel Kapital. Im dritten Quartal flossen 517 Millionen Dollar ab, wie der US-Bürovermieter in einem Schreiben an die Mitarbeiter bekannt gab. Der Konzern habe rund 3,6 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln und sei in der Lage die Corona-Krise zu überstehen.

Wework mietet Immobilien langfristig an und vermietet Büroflächen an Firmen, Unternehmer und Startups, die kurzlaufende Mietverträge abschließen.

Die Zahl der Kündigungen sei im September auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch der Corona-Pandemie gesunken, hieß es. Zudem trennte sich Wework von Standorten und einigte sich mit zahlreichen Immobilienbesitzern auf niedrigere Mieten.


11:00 Uhr

Deutsche Flughäfen leiden

Der Flugbetrieb an deutschen Flughäfen ist mit Beginn des Teil-Lockdowns weiter eingebrochen. Die Zahl der Passagiere lag in der ersten Novemberwoche 88 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, wie der Branchenverband ADV mitteilte. Alle Verkehrskennzahlen seien rückläufig, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. "Das betrifft die Sitzplatzangebote, die Auslastung in den wenigen noch fliegenden Flugzeugen sowie die Luftverkehrsnachfrage und Buchungszahlen insgesamt." Vor allem der Winter werde zum Belastungstest. Bund und Länder wollen kommende Woche über Finanzhilfen für die Flughäfen von rund einer Milliarde Euro beraten.

10:32 Uhr

Deutsche Wohnen profitiert von Immobilienboom

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen kann 2020 wie schon in den Jahren zuvor mit einem hohen Sonderertrag durch die Neubewertung seiner Immobilien rechnen. Der Vorstand des seit Juni im Dax notierten Unternehmens geht davon aus, dass die Bewertung des Wohnimmobilienbestands zum 31. Dezember voraussichtlich zu einer Aufwertung von rund sechs Prozent der bislang bilanzierten Werte führen wird. "Die positive Wertentwicklung beruht in erster Linie auf der anhaltend hohen Nachfrage und Preisdynamik am Transaktionsmarkt für Wohnimmobilien in deutschen Metropolregionen", teilte das Unternehmen mit.

Derweil profitiert Deutsche Wohnen weiter von steigenden Mieten. Allerdings drückten unter anderem höhere Zinsaufwendungen auf das operative Ergebnis. Das Jahresziel bestätigte der Dax-Konzern bei Vorlage der Neunmonatszahlen. Demnach erwartet der Konkurrent von Vonovia, LEG Immobilien und TAG Immobilien einen operativen Gewinn von rund 540 Millionen Euro und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Immobilienbestand des Konzerns umfasst rund 162.000 Wohnungen und 2900 Gewerbeeinheiten. Im vergangenen Jahr wurde der Wert der Immobilien um 1,4 Milliarden Euro auf rund 25,4 Milliarden Euro aufgewertet. Ausgehend von diesem Wert würde die Aufwertung im laufenden Jahr bei rund 1,5 Milliarden Euro liegen.

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 40,30

10:01 Uhr

Tui-Chef erwartet rasche Normalisierung des Reisemarktes

Tui-Chef Friedrich Joussen zeigt sich angesichts der jüngsten Meldungen um einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus erleichtert. "Wenn die Impfung wirklich erfolgreich ist und ausreichend Dosen zur Verfügung stehen, wird vieles wieder zur Normalität zurückkehren: Kultur, Sport und auch das Reisen", sagte Joussen dem "Spiegel". 2021 werde für Tui ein Übergangsjahr sein, 2022 soll die Nachfrage wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Bis dahin schließt Joussen weitere Staatshilfen für seinen von der Corona-Krise schwer getroffenen Konzern jedoch nicht aus.

Tui
Tui 5,84

09:34 Uhr

Dax kämpft um 13.000er Marke

Zum Wochenschluss haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt angesichts der weiter hohen Corona-Neuinfektionen zurückgezogen. Der Dax fällt um 0,4 Prozent auf 13.010 Punkte. "Auf die Impfstoff-Euphorie folgt an den Börsen der Realitätscheck", sagt Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Die entscheidende Frage auf dem Parkett lautet: Welchen wirtschaftlichen Schaden wird Covid-19 noch anrichten, bevor es von einem Impfstoff besiegt wird."

Bei den Einzelwerten steigen die Aktien von Deutsche Wohnen um 2,2 Prozent. Der Immobilienkonzern spürt die Auswirkungen der Corona-Krise bislang kaum. Nach wie vor hätten sich mit knapp über einem Prozent nur wenige Mieter gemeldet und krisenbedingte Unterstützung angefragt.

Mehr als vier Prozent abwärts geht es hingegen für Stabilus. Der Auto- und Industriezulieferer verbuchte in dem im September abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang um über 60 Prozent auf 30 Millionen Euro.

Dax
Dax 13.237,25

09:09 Uhr

Corona-Sorgen machen Öl billiger

Die Ölpreise sind gefallen und haben damit an die Kursverluste von gestern angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 43,02 kostet US-Dollar, das sind 51 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 61 Cent auf 40,51 Dollar.

Nach einem starken Preisanstieg im Verlauf der Woche stehen die Ölpreise seit Donnerstagnachmittag unter Druck. An den Finanzmärkten rückt die Hoffnung auf einen wirksamen Corona-Impfstoff kurz vor dem Wochenende etwas in den Hintergrund und der starke Anstieg der Neuinfektionen wieder stärker in den Vordergrund.

Außerdem war am Markt bekannt geworden, dass die Ölreserven in den USA in der vergangenen Woche überraschend zugelegt hatten. Steigende Ölreserven können ein Hinweis auf ein zu hohes Angebot oder eine sinkende Nachfrage sein und belasten in der Regel die Ölpreise.

08:03 Uhr

Analysten erwarten schwächelnden Dax

Zum Wochenschluss dürften sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt angesichts der weiter hohen Corona-Neuinfektionen kaum aus der Deckung wagen. Der Dax dürfte Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge erneut niedriger starten. Am Donnerstag hatte der Dax bereits 1,2 Prozent auf 13.052 Punkte nachgegeben.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Morgen 23.542 nachgewiesene Ansteckungen binnen 24 Stunden - ein erneuter Rekordwert.

Aus den USA kommen am Freitagnachmittag Daten zum Verbrauchervertrauen und Erzeugerpreise. Zudem warten Anleger auf einige Firmenbilanzen. Im Blick behalten Investoren auch die seit Wochen stockenden Brexit-Verhandlungen. Nach dem offiziellen EU-Austritt ist Großbritannien bis Ende 2020 in einer Übergangsphase, in der noch EU-Regeln gelten. Über die künftigen Beziehungen samt Freihandelsabkommen wird seit Monaten gerungen - bislang ohne Ergebnis.

07:29 Uhr

Euro tritt auf der Stelle

Der Euro hat sich zunächst wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1804 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1791 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Am Devisenmarkt rückt die Hoffnung auf einen wirksamen Corona-Impfstoff kurz vor dem Wochenende etwas in den Hintergrund und die weiter steigende Zahl an Neuinfektionen wieder stärker in den Vordergrund. So war am Morgen bekannt geworden, dass die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht hat.

Im weiteren Tagesverlauf dürften Konjunkturdaten stärker in den Fokus rücken und für neue Impulse am Devisenmarkt sorgen. Auf dem Programm stehen unter anderem Daten zur Wirtschaftsleistung der Eurozone im dritten Quartal. Nach dem Corona-Einbruch im Frühjahr wird mit einer starken Konjunkturerholung in den Sommermonaten gerechnet.

06:47 Uhr

Corona schwächt Asien-Börsen erneut

Nachdem die Corona-Krise schon die Aktienmärkte in Europa und den USA belastet hat, tendiert auch die Börse in Tokio schwächer. Die hohen Zahlen an Neuinfektionen und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Einschränkungen im Kampf gegen das Virus rückten nach der Euphorie über vielversprechende Impfstoff-Daten wieder in den Vordergrund, sagten Analysten.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,1 Prozent tiefer bei 25.254 Punkten.
  • Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,6 Prozent und lag bei 1699 Punkten.
  • Die Börse in Shanghai lag 0,8 Prozent im Minus.
  • Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1 Prozent.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,2 Prozent.
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht