Mittwoch, 14. Oktober 2020Der Börsen-Tag

17:38 Uhr

Dax steckt "zwischen Baum und Borke"

Nach Gewinnen am Montag und Verlusten am Dienstag zeigt sich der deutsche Aktienmarkt zu Handelsschluss kaum verändert. "Insgesamt ist die Stimmung schwierig", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Der Dax steckt zwischen Baum und Borke." Der Dax schloss 0,1 Prozent fester mit 13.028 Punkten

"Die Händler staunen aber über die Robustheit des Dax", führt Meyer weiter aus. Zwischen Baum und Borke. "Bremsklötze sind Reiseunternehmen, Luftfahrt und Gastronomie: Da wächst die Sorge, dass sich die Aussichten noch einmal verdüstern. Demgegenüber stehen die Notenbanken mit ihrer nach wie vor lockeren Geldpolitik – und stützen."

Größter Dax-Gewinner sind die Titel von Delivery Hero, die um rund vier Prozent zulegen. Konkurrent Just eat hatte zuvor mit seinen Quartalszahlen überzeugt. Auf der Verliererseite stehen etwa Heidelbergcement, Merck und Münchner Rück.

Dax
Dax 12.629,61

17:27 Uhr

Fed: US-Wirtschaft wird für Erholung noch einige Zeit brauchen

Trotz der Aufholjagd nach der Corona-Krise wird die US-Wirtschaft nach Ansicht eines führenden Währungshüters noch längere Zeit für die vollständige Erholung brauchen. Seit Mai seien die Konjunkturdaten zwar "überraschend stark" ausgefallen, sagt der Vizechef der US-Notenbank Fed, Richard Clarida. Doch noch immer stecke die Wirtschaft in einem tiefen Tal und werde bis zum Erreichen des Vorkrisenniveaus "vielleicht noch ein Jahr" benötigen. Für die in der Krise stark angestiegene Arbeitslosenquote seien dafür sogar drei Jahre zu veranschlagen. "Zusätzliche Unterstützung von der Geldpolitik - und wahrscheinlich auch von der Haushaltspolitik - werden benötigt werden", so Clarida. Die Fed stehe bereit, ihr gesamtes Instrumentarium zur Stützung der Wirtschaft einzusetzen.

Bei neuen Konjunkturhilfen der Politik hakt es jedoch vor den Präsidentschaftswahlen Anfang November: Die Verhandlungen sind festgefahren. Die US-Regierung hatte dem Kongress zuletzt nur stark abgespeckte Soforthilfen vorgeschlagen.

17:07 Uhr

Wird die EZB-Geldpolitik infolge einer strikteren Corona-Politik laxer?

EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann hält eine geldpolitische Reaktion der Europäischen Zentralbank bei einer Verschärfung der staatlichen Corona-Eindämmungsmaßnahmen für nötig. Falls diese "dauerhafter, breiter oder strikter" gehandhabt würden, sei wohl eine Konjunktur stimulierendere Linie der Notenbank vonnöten, sagt der Chef der Österreichischen Nationalbank. Das gelte allerdings auch für die Haushaltspolitik der Staaten. Mit einem solchen Vorgehen könne kurzfristig Preis- und Finanzstabilität gewahrt werden. Doch "ohne den Silberstreif" eines wirksamen Corona-Impfstoffs werde diese Vorgehensweise wohl langfristig keinen nachhaltigen Erfolg haben, warnte er.


An den Börsen spekulieren viele Investoren derzeit darauf, dass die EZB noch in diesem Jahr ihr Krisen-Anleihenkaufprogrammm PEPP erneut aufstockt. Es ist inzwischen auf 1,35 Billionen Euro angelegt. Manche Volkswirte erwarten eine Ausweitung um 500 Milliarden Euro und eine Verlängerung der Käufe bis Ende 2021.

16:45 Uhr

Jahresendrally: Was spricht dafür, was dagegen?

2019 legt der Dax im Schlussquartal einen starken Endspurt hin. Wie stehen die Chancen - mitten in der Coronavirus-Pandemie -, dass der Leitindex auch in diesem Jahr die Anleger mit einer Jahresendrally beglückt? Mögliche Rally-Strategien bespricht Bianca Thomas mit Matthias Hüppe von der HSBC.

15:58 Uhr

Technologiewerte stützen US-Markt

Gestützt von Kursgewinnen bei den Techwerten sind die US-Börsen am Mittwoch etwas fester in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index eröffnet 0,2 Prozent fester bei 28.731 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewinnt 0,1 Prozent auf 3515 Zähler. Der Nasdaq Composite rückt 0,2 Prozent vor auf 11.889 Stellen.

"Die Rotation aus den zyklischen in Richtung Techwerte hält an", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Markus Koch. "Die Banken stehen auf der Verliererseite. Der Gesamtmarkt hält sich insgesamt ganz gut." Schwindende Hoffnungen auf weitere Corona-Hilfen in den USA drückten aber auf die Stimmung, so ein weiterer Marktteilnehmer:

15:23 Uhr

Weiterhin hohe Rückstellungen belasten Wells Fargo

Wells Fargo
Wells Fargo 19,48

Drohende Kreditausfälle in der Corona-Krise und niedrige Zinsen belasten die US- Großbank Wells Fargo weiterhin stark. Im dritten Quartal verdiente das Geldhaus eigenen Angaben zufolge 1,7 Milliarden Dollar - umgerechnet 1,5 Milliarden Euro - und damit rund 57 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Erträge sanken um 14 Prozent auf 18,9 Milliarden Dollar. Die Bank legte weitere 769 Millionen Dollar an Finanzreserven als Krisenvorsorge für ausfallbedrohte Kredite zur Seite. Wells Fargo litt angesichts seines großen Kreditgeschäfts zudem stark unter dem niedrigen Zinsniveau. Analysten hatten mit besseren Zahlen gerechnet, die Aktie notierte vorbörslich im Minus.

14:45 Uhr

Börsenhandel beschert Goldman Sachs nahezu Gewinnverdopplung

Goldman Sachs
Goldman Sachs 173,66

Der florierende Börsenhandel in der Corona-Krise hat der US-Investmentbank Goldman Sachs ein starkes drittes Quartal beschert. Der Gewinn kletterte im Jahresvergleich um 94 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar - umgerechnet etwa drei Milliarden Euro, wie der Finanzkonzern mitteilt.

Die Erträge steigerte Goldman Sachs um 30 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar. Besonders rund lief es in der für den Wall-Street-Riesen so wichtigen Handelssparte mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen. Hier legten die Erlöse um 49 Prozent zu. Gute Zuwächse verbuchten auch die Vermögensverwaltung und das klassische Investmentbanking, zu dem die Betreuung und Beratung von Unternehmen bei Börsengängen zählt. Die Aktie reagierte mit deutlichen Kursgewinnen.

14:28 Uhr

Staatsverschuldung: IWF malt düsteres Bild

Die Staatsverschuldung wird einer IWF-Prognose zufolge in diesem Jahr rasant steigen und ein Rekordhoch erreichen. Der Schuldenstand werde sich Ende 2020 voraussichtlich auf knapp 100 Prozent der Wirtschaftsleistung summieren, heißt es in einem Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF). Zum Vergleich: 2019 waren es erst 83 Prozent. Der beispiellose Zuwachs geht auf die in der Coronavirus-Krise massiv gestiegenen Ausgaben bei parallel einbrechender Konjunktur zurück. Mittelfristig sind die Perspektiven aber nicht so schlecht. Laut IWF wird sich der Schuldenstand bis 2025 bei rund 100 Prozent stabilisieren.

Vor allem in reicheren Staaten haben die Regierungen mit massiven Hilfsprogrammen auf die Pandemie reagiert. Bis zum 11. September 2020 waren es laut IWF-Zählung 11,7 Billionen Dollar, was zwölf Prozent der globalen Wirtschaftskraft entspricht. Das habe Leben gerettet, sei aber auch sehr kostspielig gewesen. Trotz der hohen Verschuldung rät der IWF, die Hilfen nicht zu früh zu beenden. Sie müssten mindestens 2021 noch fortgesetzt werden, um die erwartete Konjunkturerholung zu unterstützen. Viele Arbeiter seien noch erwerbslos, vor allem kleinere Firmen unter Druck und bis zu 90 Millionen Menschen würden dieses Jahr wahrscheinlich in extreme Armut abrutschen, so der IWF.

14:12 Uhr

Bank of America überrascht - aber nicht positiv

Etwas erstaunt zeigen sich Händler in ersten Kommentaren zu den Zahlen von Bank of America (BoA). Die US-Großbank habe nicht so positiv überrascht wie die Konkurrenten Citigroup und JP Morgan am Dienstag. "Bei JPM wurde die geringe Risikovorsorge kritisiert als Bilanzbeschleuniger", sagt ein Händler: "Vielleicht wird es hier ja umgekehrt." Denn die Risikovorsorge liege hier bei 1,4 Milliarden Dollar, was realistischer erscheine.

13:46 Uhr

Rauf oder runter? Quartalszahlen bewegen Wall Street

An der Wall Street signalisieren die Futures auf die Aktienindizes zum Start am Mittwoch kleine Gewinne. Allerdings kann es noch Bewegung geben, da vorbörslich weitere US-Großbanken ihre Zahlen zum dritten Quartal präsentieren. Am Dienstag hatten JP Morgan und Citigroup zwar die Konsensprognosen übertroffen, aber auch gewarnt, dass die Wirtschaft noch nicht aus dem Schneider sei und Kreditausfälle in größerem Ausmaß drohten.

Daneben schwelt weiter die Coronavirus-Krise mit steigenden Infektionszahlen. Unter den Marktteilnehmern geht die Angst um, dass es auf lokaler Ebene zu neuen Beschränkungen für die Wirtschaft kommen könnte. Sorgen bereitet auch, dass Johnson & Johnson wie auch Eli Lilly die Tests ihres Corona-Impfstoffs ausgesetzt haben.

13:44 Uhr

Covestro stößt auf Interesse

Am deutschen Aktienmarkt gehören Covestro mit einem Kursplus von etwas mehr als einem Prozent zu den Favoriten - obwohl der Chemiekonzern mit einer Kapitalerhöhung 447 Millionen Euro eingesammelt hat. Mit einem Verkaufspreis der neuen Anteilsscheine von jeweils 43,85 Euro sei der Abschlag vergleichsweise gering, kommentiert Analyst Markus Mayer von der Baader Helvea Bank. Das signalisiere ein starkes Investoren-Interesse und unterstreiche seine positive Einschätzung des Unternehmens.

Covestro
Covestro 44,21

12:43 Uhr

Corona pusht "Lieferando" - Delivery Hero zieht mit

Delivery Hero
Delivery Hero 92,54

Der Essenslieferant Just eat profitiert von den Restriktionen in Corona-Zeiten und hat im dritten Quartal 46 Prozent mehr Essen ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. "Wir haben weiterhin ein starkes bereinigtes Ebitda erzielt, während wir aggressiv investiert haben, und sind für Herbst und Winter, unsere traditionelle Wachstumssaison, gut positioniert", sagt Vorstandschef Jitse Groen, ohne weitere finanzielle Details zu nennen.

An der Börse konnte die Firma damit punkten: Just-eat-Aktien steigen in Amsterdam um fast fünf Prozent und steuern auf den größten Tagesgewinn seit vier Monaten zu. Im Dax gewinnen Delivery Hero rund ein Prozent.

12:20 Uhr

Der Dax und die 13.000

Der deutsche Aktienmarkt bleibt am Mittag seiner bislang eingeschlagenen Linie treu - und pendelt weiterhin um die Marke von 13.000 Punkten. Aktuell notiert der Leitindex mit einem Aufschlag von 0,2 Prozent und einem Stand von 13.035 Zählern darüber. ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel verweist etwa auf die wiederauflammende Coronavirus-Pandemie mit ihren europaweit steigenden Infektionszahlen und den damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen. "Das trübt die Kauflaune", so Dofel.

Am Mittag führen Delivery Hero und Coevestro mit Aufschlägen von jeweils etwa 1,5 Prozent die Gewinnerliste an. Auf der Verliererliste notieren Münchener Rück, Deutsche Bank und Heidelcement an der Spitze.

11:54 Uhr

Bleibt Gold weiterhin gefragt?

Die "Antikrisen-Währung" Gold ist angesichts weltweit steigender Corona-Infektionszahlen gefragt. Das Edelmetall verteuert sich um 0,3 Prozent auf 1896,71 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Da die wirtschaftlichen Belastungen durch die Pandemie länger anhalten dürften als zunächst gedacht und die Zinsen auf absehbare Zeit niedrig blieben, sei mit weiteren Kursaufschlägen bei Gold zu rechnen, prognostiziert Harshal Barot, Analyst bei der Beratungsfirma Metal Focus

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11:25 Uhr

Corona drückt Nachfrage: "Ölpreis ist angeschlagen"

Aus Furcht vor einem erneuten Nachfrage-Rückgang durch verschärfte Pandemie-Restriktionen ziehen sich Anleger aus dem Rohölmarkt zurück. "Der Ölpreis ist angeschlagen, da sich das Coronavirus weiter wie ein Buschbrand ausbreitet", sagt Analyst Edward Moya vom Brokerhaus Oanda. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um ein halbes Prozent auf 42,24 Dollar je Barrel.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 42,21

10:52 Uhr

Ergebnis binnen weniger Minuten: Siemens-Tochter bringt Corona-Schnelltest

Siemens Healthineers
Siemens Healthineers 38,61

Die Medizintechnik-Tochter von Siemens bringt einen Schnelltest zum Nachweis des neuen Coronavirus auf den Markt. Der Antigen-Test soll binnen 15 Minuten zeigen, ob ein Mensch mit dem Covid-19-Virus infiziert ist, deutlich schneller als die herkömmlichen PCR-Tests. In der EU könne er ab sofort eingesetzt werden, eine Notfall-Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA sei geplant, teilt Siemens Healthineers mit. Schnelltests gelten als wichtiger Baustein der Teststrategie, weil sich damit vor Ort und ohne medizinisches Fachpersonal feststellen lässt, ob etwa Flugzeugpassagiere oder Schüler infektiös sind.

Die Ankündigung treibt den Aktienkurs von Siemens Healtineers an: Er steigt um mehr als drei Prozent. Damit steht der Kurs wieder unmittelbar am Widerstand von 38,82 Euro. Darüber wäre der Weg Richtung 40 Euro aus technischer Sicht frei, wie ein Händler sagt.

10:23 Uhr

Erst Rezession, dann Boom? Wirtschaftsforscher stellen BIP-Ausblick vor

Die führenden Forschungsinstitute erwarten in diesem Jahr für Deutschland einen geringeren Konjunktureinbruch als zum Höhepunkt der Finanzkrise. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2020 wohl um 5,4 Prozent einbrechen und somit nicht ganz so stark schrumpfen wie 2009 mit damals 5,7 Prozent, teilen die Ökonomen in ihrem Herbstgutachten für die Bundesregierung mit. Im nächsten Jahr soll die Konjunktur dann um 4,7 Prozent anziehen. "Ein Gutteil des Einbruchs aus dem Frühjahr ist zwar schon aufgeholt, aber der verbleibende Aufholprozess stellt die mühsamere Wegstrecke zurück zur Normalität dar", sagt der Konjunkturchef des IfW Kiel, Stefan Kooths.

Für 2022 erwarten die Forscher einen BIP-Anstieg von 2,7 Prozent. "Erst Ende 2022 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder normal ausgelastet sein." Gebremst werde die Erholung durch Branchen, die in besonderem Maße auf soziale Kontakte angewiesen seien - etwa Gaststätten und Tourismus, das Veranstaltungsgewerbe oder der Luftverkehr. "Dieser Teil der deutschen Wirtschaft wird noch längere Zeit unter der Corona-Pandemie leiden", so Kooths. Eine Belebung werde es hier erst geben, "wenn Maßnahmen zum Infektionsschutz weitgehend entfallen, womit wir erst im nächsten Sommerhalbjahr rechnen".

09:33 Uhr

Huawei plant Verkauf von Smartphone-Marke Honor

Der chinesische Netzwerkausrüster und Smartphone-Konzern Huawei ist Insidern zufolge in Gesprächen mit Digital China über den Verkauf von Teilen seiner Smartphone-Marke Honor. Das könnte Huawei bis zu 3,7 Milliarden Dollar in die Kassen spülen, sagen die mit der Situation vertrauten Personen. Andere potenzielle Käufer könnten aber auch der chinesische Elektronikhersteller TCL und der konkurrierende Smartphone-Hersteller Xiaomi sein.

09:13 Uhr

Dax starrt auf die 13.000

Am Montag Gewinne, am Dienstag Verluste - und zur Wochenmitte? "Große Sprünge macht der Dax nicht", erwartet ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Er hält sich aber über der Marke von 13.000 Punkten." Kurz nach dem Start notiert der Dax 0,1 Prozent im Minus bei 13.005 Zählern.

Ein Pendeln um die 13.000er Marke erwarten auch andere Marktteilnehmer. Mit Ausnahme der psychologischen Bedeutung sei es für den Markt irrelevant, ob er knapp über oder unter der 13.000 handele, so ein Händler. Im Blick dürften Anleger das am Vormittag anstehende Herbstgutachten haben sowie weiterhin die steigenden Corona-Infektionszahlen. Das Thema Corona hatte bereits in Asien auf die Stimmung der Börsianer gedrückt.

08:56 Uhr

Corona-Krise belastet Asien-Börsen

Nikkei
Nikkei 23.525,89

Scnwindende Hoffnungen auf eine rasche Marktreife eines Corona-Impfstoffs und ein baldiges neues US-Konjunkturpaket haben den asiatischen Aktienbörsen zu schaffen gemacht. Die Börse Shanghai büßte zur Wochenmitte 0,7 Prozent auf 3334 Punkte ein. Der japanische Nikkei-Index kam kaum vom Fleck und notierte bei 23.630 Zählern.

Zuvor hatten die US-Pharmakonzerne Johnson & Johnson (J&J) und Eli Lilly die Tests ihrer jeweiligen Corona-Impfstoffe wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt beziehungsweise gestoppt. "Das ist ein Hinweis darauf, dass die Markteinführung einer Impfung länger dauern könnte als bislang erhofft", sagte Analyst Tom Piotrowski vom Brokerhaus Crommes. Am chinesischen Aktienmarkt gehörten Immobilienfirmen zu den größten Verlierern. Viele von ihnen müssen sich frisches Geld besorgen, um die neuen Verschuldungsobergrenzen einzuhalten. Vor diesem Hintergrund brachen die Titel von China Evergrande in Hongkong um gut 17 Prozent ein. Der am höchsten verschuldete Immobilienentwickler des Landes hatte bei seiner Kapitalerhöhung mit umgerechnet 473 Millionen Euro gerade einmal halb so viel eingenommen wie angepeilt.

08:43 Uhr

Angebotsengpass? Kupferpreis im Aufwind

Wegen des Tarifstreits in der weltgrößten Kupfermine decken sich Anleger mit dem Industriemetall ein. Es verteuert sich um 0,3 Prozent auf 6712 Dollar je Tonne. Die Betreiber der Mine Escondida verlängerten ihre Verhandlungen mit den Arbeitnehmern, um einen Streik abzuwenden. Mögliche Angebotsausfälle träfen auf eine anhaltend hohe Nachfrage des weltgrößten Kupfer-Abnehmers China, konstatieren die Analysten der ANZ Bank.

07:52 Uhr

Euro weiter unter 1,18 US-Dollar

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,18

Der Euro hat im frühen Handel weiterhin klar unter der Marke von 1,18 US-Dollar gehandelt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1740 Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1787 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte stehen nur wenige Konjunkturdaten auf der Agenda, die am Devisenmarkt eine Kursbewegung auslösen könnten. Größtes Interesse dürften Produktionszahlen aus den Industrieunternehmen der Eurozone auf sich ziehen. Außerdem melden sich einige hochrangige Notenbanker zu Wort, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde und der Vizechef der US-Notenbank Fed, Richard Clarida.

06:27 Uhr

Probleme bei Impfstoff-Entwicklung drücken Kauflaune an Asiens Börsen

Rückschläge bei der Impfstoff-Entwicklung und bei Behandlungsmethoden gegen das Coronavirus drücken die Kauflaune der asiatischen Anleger. Wegen einer ungeklärten Erkrankung eines Probanden musste der US-Konzern Johnson & Johnson (J&J) die Tests für einen Corona-Impfstoff aussetzen. Auch der US-Pharmahersteller Eli Lilly unterbrach wegen Sicherheitsbedenken die klinische Studie einer experimentellen Antikörper-Therapie gegen das Virus.

  • Die Börse in Tokio hat sich zunächst schwächer gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent tiefer bei 23.589 Punkten.
  • Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent und lag bei 1641 Punkten.
  • Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,4 Prozent.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,1 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 105,38 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,7412 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9147 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1742 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0742 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2936 Dollar.

06:10 Uhr

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