Mittwoch, 02. September 2020Der Börsen-Tag

Mit Max Borowski
18:02 Uhr

Der Dax macht kräftigen Sprung über die 13.000

Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich im Windschatten der Rekordjagd an der Wall Street geradezu euphorisch. Die Neusortierung der europäischen Stoxx-Indizes sorgt bei einigen deutschen Einzelwerten für Kurssprünge. Schub für den Gesamtmarkt kommt auch von der Schwäche des Euro, der seine jüngste Korrektur fortsetzte.

Dax
Dax 13.224,52

Der Dax gewinnt bis Handelsschluss 2,1 Prozent auf 13.243 Punkte.

Positiv ist zu werten, dass der Dax deutlich über der 13.000er-Marke schloss, nachdem er in der jüngsten Vergangenheit immer wieder an der Marke gescheitert war. Das Geschäft wurde im Handel als ruhig beschrieben, Unternehmensnachrichten gab es kaum.

Ein schwacher ADP-Arbeitsmarktbericht, der ein Vorlaufindikator für den offiziellen Bericht sein kann, konnte den Börsen nichts anhaben. Die Reaktion an der Börse kann dahingehend erklärt werden, dass die Daten zusätzlichen Druck auf die US-Behörden ausüben, die Fiskal- und Geldpolitik weiter zu lockern.

Für Adidas ging es 4,5 Prozent nach oben. Völlig überraschend ersetzt die Aktie des Sportartikelherste llers Lloyds Banking im Stoxx-50. Neu im Euro-Stoxx-50 sind unter anderem auch Vonovia - die Aktie gewann 2,2 Prozent.

17:26 Uhr

US-Rohöllager leeren sich rapide

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 28. August viel stärker verringert als erwartet. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 9,362 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten nur einen Rückgang um nur 1,2 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 4,689 Millionen Barrel reduziert.

Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 4,32 Millionen Barrel ab. Die Ölproduktion in den USA war in der Woche mit 9,700 Millionen Barrel pro Tag um 1,100 Millionen niedriger als in der Vorwoche. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergab sich ein Rückgang von 2,700 Millionen Barrel.

Die Ölpreise geben am Nachmittag dennoch deutlich nach. Der Preis für ein Barrel WTI sinkt um fast zwei Prozent auf 42,06 Dollar.

17:08 Uhr

EZB holt Euro von Hoch zurück

Der Euro ist wieder deutlich unter die Marke von 1,19 Dollar gerutscht, nachdem er am Dienstag kurz über 1,20 Dollar gesprungen war.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,19

Die Deutsche Bank macht darauf aufmerksam, dass die Aufwertung des Euro am Dienstag erstmals seit einiger Zeit einen kritischen Kommentar von Seiten der EZB hervorgerufen hat. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane hatte gesagt, "wenn es Kräfte gibt, die den Euro-Dollar-Wechselkurs bewegen, dann beeinflusst das unsere globalen und europäischen Prognosen und das wiederum beeinflusst unsere Geldpolitik."

Allerdings zeigt der Dollar am Mittwoch auf breiter Front Stärke, abzulesen am 0,4 Prozent festeren Dollar-Index. Der Erholung hatte bereits am Dienstag eingesetzt nach einem gut ausgefallenen ISM-Einkaufsmanagerindex.

16:45 Uhr

Enspannung im Einzelhandel: Macy's und Guess haussieren

Unter den Einzelwerten an der Wall Street steigen die Aktien der Warenhauskette Macy's um rund 10 Prozent. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal einen höheren Umsatz als erwartet erzielt, wodurch der Verlust geringer ausfiel. Auch der Bekleidungshändler Guess ist nicht so tief in die roten Zahlen gerutscht wie befürchtet. Das wird mit einem Kursplus von 22 Prozent belohnt.

16:23 Uhr

Großaktionär stößt Tesla-Anteile in Milliardenumfang ab


Tesla sinken um 1,3 Prozent. Ins Minus gedrückt wird der Kurs von der Nachricht, dass der zweitgrößte Aktionär, die Investmentgesellschaft Baillie Gifford & Co, nach dem guten Lauf der Aktie seine Beteiligung reduziert hat.

Die in Schottland ansässige Investmentgesellschaft hat ihren Anteil an Tesla von 6,3 auf 4,25 Prozent abgebaut, wie Factset unter Berufung auf eine Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC meldet. Der Erlös dürfte einer hohen einstelligen Milliardensumme entsprechen, je nachdem wann genau verkauft wurde.

Baillie Gifford begründe dies mit den eigenen Regularien, die eine prozentuale Obergrenze für Beteiligungen an einzelnen Unternehmen vorsähen, schreibt das Wall Street Journal. Die Tesla-Aktie hat sich in den vergangenen drei Monaten fast verdreifacht, während der S&P-500 ein Plus von 14,5 Prozent verzeichnet hat.

Am Nachmittag geben die Ö

16:07 Uhr

Wall Street setzt Rekordjagd fort

Die Rekordserie der US-Börsen geht munter weiter. Die Allzeithochs, die S&P-500 und die Nasdaq-Indizes am Dienstag erklommen hatten, sind schon wieder Geschichte. Sie werden am Mittwoch gleich nach Handelsbeginn durch neue Rekordstände abgelöst. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,8 Prozent auf 28.646 Punkte. Der S&P-500 gewinnt 0,8 Prozent und der Nasdaq-Composite 1,4 Prozent.

Anleger setzen auf weitere Unterstützung der US-Regierung für die heimische Wirtschaft. US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte am Dienstag den Kongress gedrängt, mehr Geld zur Bewältigung der Coronavirus-Krise zu bewilligen. Mnuchin sagte auch, dass er bereit zu Verhandlungen mit den Demokraten sei. Neben dem Staat setzen die Investoren auf die Unterstützung der Notenbanken, die reichlich Liquidität bereitgestellt haben, und auf die baldige Marktreife eines Impfstoffs gegen das Coronavirus.

Die aktuellen Konjunkturdaten, der enttäuschende Stellenaufbau auf dem Arbeitsmarkt und der im Rahmen der Erwartungen liegnde Auftragseingang der US-Industrie haben kaum Auswirkungen auf die Kurse. Später am Tag steht noch der Wirtschaftsbericht "Beige Book" der US-Notenbank an.

15:37 Uhr

Deutsche Luxusmodemarke zum zweiten Mal pleite

Die gute Nachricht: Der in der Branche erfahrene Insolvenzverwalter kennt sich schon aus. Schließlich ist es schon das zweite Verfahren, dass Christian Gerloff bei Escada leitet.

Die schlechte Nachricht: Der Modehersteller ist zahlungsunfähig und hat einen Insolvenzantrag gestellt. Der Antrag sei am Dienstag beim Amtsgericht München eingereicht worden, teilte das Unternehmen mit. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde wieder Gerloff bestellt, der das Unternehmen schon bei der letzten Pleite vor zehn Jahren saniert hatte.

Der operative Geschäftsbetrieb soll bis auf Weiteres fortgesetzt werden. Andere Gesellschaften der Gruppe sind Escada zufolge nicht betroffen. Escada SE ist aber die zentrale operative Einheit der Gruppe.

Ziel des Managements sei die Fortführung des Geschäftsbetriebs im Rahmen einer bereits eingeleiteten Restrukturierung, erklärte Escada. "Wir werden versuchen, sehr schnell Klarheit zu schaffen über die Zukunftsoptionen, die das Unternehmen als wesentliche Gesellschaft der Escada Gruppe bei realistischer Betrachtung hat", erklärte der Insolvenzverwalter. Zudem will das Unternehmen "unverzüglich" Verhandlungen über eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für die betroffenen 180 Mitarbeiter in der Zentrale und in acht Geschäften in Deutschland aufnehmen.

15:16 Uhr

Am US-Arbeitsmarkt klafft eine riesige Lücke

Die US-Firmen haben im August weit weniger Stellen aufgebaut als erwartet. Unter dem Strich entstanden 428.000 Jobs, wie aus der Umfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgeht. Allerdings wurden die Zahlen für Juli auf 212.000 von zunächst ermittelten 167.000 nach oben revidiert.

Am Freitag folgt der Arbeitsmarktbericht der Regierung, in dem neben Jobs in der Privatwirtschaft auch Stellen im öffentlichen Dienst erfasst werden. Hierfür erwarten Experten für August ein Plus von 1,4 Millionen Stellen außerhalb der Landwirtschaft, nach einem Zuwachs von 1,76 Millionen im Juli. Trotz der Erholung am Jobmarkt klaffte zuletzt noch eine Lücke von rund 13 Millionen Arbeitsplätzen zum Niveau von vor der Corona-Krise.

14:45 Uhr

Investoren reißen sich um "grüne" deutsche Milliardenschulden

Deutschland hat die erste Grüne Bundesanleihe begeben. Analysten sprechen in ersten Einschätzungen von einer starken Nachfrage. Insgesamt wurden laut Konsortialbanken Stücke im Umfang von 6,5 Milliarden Euro platziert - inklusive zum Zwecke der späteren Marktpflege Papiere im Volumen von 500 Millionen Euro, die in den Eigenbestand des Bundes gingen. Nach Angaben des Konsortialführers überstiegen die Gebote die Summe von 33 Milliarden Euro. Die Zinsdifferenz gegenüber der konventionellen und mit null verzinsten Zwillings-Bundesanleihe mit Laufzeit August 2030 betrug minus einen Basispunkt.

"Deutschland ist mit der heutigen Platzierung seiner ersten Grünen Bundesanleihe auf dem besten Weg, nach anfänglicher Zurückhaltung auch auf dem Feld der Nachhaltigkeitsanleihen zum Benchmarkemittenten zu werden. An Nachfrage mangelt es jedenfalls nicht, denn die Anleger haben mit Geboten (...) des Fünffachen des zu erwartenden Begebungsvolumens ein klares Statement abgegeben", sagt Rentenanalyst Elmar Völker von der LBBW.

13:58 Uhr

"Dickes Ende" kommt für die Banken noch

Die Rally an Europas Börsen treibt vor allem konjunktursensible Werte nach oben. Stärkste Branche mit 2,9 Prozent Plus sind die Chemiewerte.

Klares Schlusslicht bilden jedoch die Banken mit nur 0,4 Prozent Aufschlag. Deutsche Bank notieren sogar minimal im Minus, während der Dax um 2,4 Prozent steigt. Als Grund führen Händler Verkäufe der Branche durch Indexfonds an. "Das Gewicht der Bankenbranche ist durch die Neuzusammensetzung der Stoxx-Indizes zurückgegangen", sagt ein Händler. BBVA fallen um 0,9 Prozent, Societe Generale um 0,1 Prozent und Santander büßen ebenfalls 0,1 Prozent ein.

Auch Bafin-Chef Hufeld warnte am Morgen auf einer "Handelsblatt"-Konferenz vor bevorstehenden schweren Zeiten für die Bankbranche. Die Branche müsse sich darauf einstellen, dass es zu einer Reihe von Kreditausfällen kommen werde: "Das dicke Ende steht noch aus."

13:34 Uhr

Kein Ende der US-Aktienrally in Sicht

Die Rekordserie der US-Börsen scheint nicht zu stoppen.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 3.359,60

Nachdem S&P-500 und die Nasdaq-Indizes am Dienstag neue Allzeithochs erklommen haben, zeichnen sich heute schon wieder weitere Kursgewinne ab. Die Futures auf die großen US-Aktienindizes tendieren vorbörslich freundlich.

Anleger setzen auf weitere Unterstützung der US-Regierung für die heimische Wirtschaft. US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte am Dienstag den Kongress gedrängt, mehr Geld zur Bewältigung der Coronavirus-Krise zu bewilligen. Mnuchin sagte auch, dass er bereit zu Verhandlungen mit den Demokraten sei. Neben dem Staat hoffen die Investoren auch auf die fortgesetzte Unterstützung der Notenbanken, die reichlich billiges Geld bereitgestellt haben, und auf die baldige Marktreife eines Impfstoffs gegen das Coronavirus.

Konjunkturdaten könnten zeigen, inwieweit die Maßnahmen von Regierung und Notenbanken schon Früchte getragen haben. Vor der Startglocke wird der Arbeitsmarktbericht des privaten Dienstleisters ADP veröffentlicht. Volkswirte schätzen, dass im vergangenen Monat im privaten Sektor der USA 1,17 Millionen Arbeitsplätze entstanden sind. Im Juli war ein Stellenaufbau von nur 167.000 verzeichnet worden. Der ADP-Bericht gilt als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag.

12:59 Uhr

An der Frankfurter Börse fällt ein Rekord nach dem anderen

Im Zuge der Rally am deutschen Markt klettern zahlreiche Werte auf Rekordhochs.

Unter anderem:

  • Linde,
  • Vonovia,
  • Symrise,
  • Compugroup,
  • Atoss Software,
  • Scout24,
  • Knorr-Bremse.
  • Das Plus von 4,6 Prozent bei den Aktien des Industriegaseherstellers Linde ist insofern beachtlich, als vom Kurs am heutigen Mittwoch die Quartalsdividende abgezogen wurde.
  • Spitzenreiter im Dax sind Adidas mit einem Aufschlag von 4,7 Prozent. Die Papiere wurden für viele Beobachter überraschend in den Eurostoxx50 aufgenommen.
  • Die Aktien der Deutschen Telekom profitierten von einer Kaufempfehlung von JPMorgan und verteuerten sich um 4,5 Prozent. Angesichts der starken Kursentwicklung der börsennotierten Tochter T-Mobile US sei die Bewertung niedrig, schrieben die Analysten.
12:06 Uhr

Bafin-Boss würde heute "Haufen Krimineller" bei Wirecard verhaften lassen

Bafin-Chef Felix Hufeld will trotz der scharfen Kritik an seiner Person im Wirecard-Skandal im Amt bleiben. "Wenn man Präsident der Bafin ist, muss man das aushalten oder sich einen anderen Job suchen", sagte Hufeld auf einer Bankenkonferenz.

Kritiker werfen Hufeld vor, seine Behörde habe bei der Kontrolle über Wirecard versagt. Diesen Vorwürfen widersprach er: "Wir haben unsere Pflichten erfüllt." Zugleich gab er sich aber auch selbstkritisch. "Wir haben uns zu lange auf die formal korrekten Verfahren verlassen. Wir haben vor lauter Bäumen den Wald nicht gesehen." Die Bafin habe es wie alle anderen auch erst zu spät für möglich gehalten, dass bei Wirecard ein so großes Maß an krimineller Energie herrschte. "Mit dem Wissen von heute hätten wir in fünf Minuten die Staatsanwaltschaft angerufen und gesagt: Verhaftet diesen Haufen Krimineller", sagte Hufeld.

11:50 Uhr

Dax geht vollends durch die Decke

Auf dem deutschen Aktienmarkt wird Party gefeiert! Der Dax springt um 2,4 Prozent und knackt kurzfristig sogar die 13.300-Punkte-Marke.

Treiber sind derzeit die US-Börsen, wo vor allem die Technologie-Indizes, aber auch der marktbreite S&P 500 von Rekord zu Rekord eilen. Ein intakter Abwärtstrend im US-Dollar gegenüber anderen Währungen sei zusammen mit der Rally bei den US-Technologieaktien der Treibstoff, analysierte Marktexperte Jochen Stanzl von CMC Markets.

11:02 Uhr

Eine Milliarde Euro mit Vokda und Whiskey verloren

Pernod Ricard SA hat eine Abschreibung in Höhe von 1 Milliarde Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr verbucht. Die Umsätze weltweit fielen wegen coronabedingt geschlossener Bars, Geschäfte an Flughäfen und stornierter Veranstaltungen.

Wie der Eigentümer von Absolut Vodka und Jameson Whiskey mitteilte, hat vor allem Absolut die Wertminderung verursacht - auf die schwedische Marke entfiel netto etwa 702 Millionen Euro des Impairments. Der Umsatz von Absolut Vodka ist stark abhängig von dem Verkauf an Flughäfen.

"Wir glauben, dass es einen anhaltenden Abschwung im Reiseeinzelhandel geben wird", sagte Alexandre Ricard, CEO von Pernod Ricard, in einem Interview.

Die Abschreibung trug dazu bei, den Nettogewinn für das Geschäftsjahr per 30. Juni um 77 Prozent auf 329 Millionen Euro zu drücken. Insgesamt sank der Umsatz bei Pernod im zweiten Geschäftshalbjahr um 26 Prozent auf 3 Milliarden Euro.

10:28 Uhr

Bayer kämpft vor Kaliforniens Oberstem Gericht für Glyphosat

Bayer zieht in einem Verfahren um mutmaßliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter vor das höchste Gericht des US-Bundesstaates Kalifornien.

Dabei geht es um den ersten Fall mit dem Krebsopfer Dewayne Johnson. Erst im Juli hatte ein Berufungsgericht in San Francisco den Schaden- und Strafschadenersatz, den ein Geschworenengericht Johnson im Jahr 2018 zugesprochen hatte, von ursprünglich 289 Millionen auf 20,5 Millionen Dollar (17,2 Mio Euro) gesenkt. Bayer hatte die Entscheidung als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnet, aber ebenso betont, das Urteil sei nicht mit der Rechtslage vereinbar.

10:05 Uhr

Mehrwertsteuersenkung verpufft - Warnung vor Pleitewelle im Handel

Die Senkung der Mehrwertsteuer hat den deutschen Einzelhändlern im Juli keinen Umsatzschub verliehen. Sie nahmen 0,3 Prozent weniger ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Preisbereinigt (real) fiel der Rückgang mit 0,9 Prozent noch größer aus.

Am 1. Juli wurde die Mehrwertsteuer befristet bis Jahresende von 19 auf 16 Prozent gesenkt, wovon sich die Regierung eine Belebung des Konsums erhofft. Viele Händler haben versprochen, die Senkung an die Kunden weiterzugeben. In den ersten sieben Monaten des Jahres haben die Einzelhändler ihren Umsatz trotz der Corona-Krise um 3,8 Prozent gesteigert.

Allerdings ist das Gefälle innerhalb der einzelnen Branchen riesig. So brach das Geschäft mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren um 27,7 Prozent ein, während der Internet- und Versandhandel auf ein Wachstum von 20,6 Prozent kam.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) blickt pessimistisch nach vorn und warnt vor einer Pleitewelle. Diese könnte vor allem dann zur Realität werden, wenn eine zweite Welle von Corona-Infektionen zu einem erneuten Lockdown mit Geschäftsschließungen komme.

09:36 Uhr

Deutschlands Wohnungsriese steigt in Eliteindex auf

Für Vonovia-Aktien ging es rund anderthalb Prozent nach oben. Das Unternehmen steigt zum 18. September in den europäischen Auswahlindex EuroStoxx50 auf. Vonovia ist damit der einzige Immobilienwert, in dem aus den fünfzig wertvollsten börsennotierten Unternehmen des Euroraums zusammengesetzten Börsenbarometer.

09:13 Uhr

US-Reserven sinken - Ölpreis steigt

Die Ölpreise bauen ihre Vortagesgewinne aus.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 43,39

Am Morgen kostet ein Barrel Brent 46,01 Dollar. Das sind 43 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI steigt in ähnlichem Ausmaß auf 43,19 Dollar.

Am Markt wurden die Preisaufschläge vor allem mit soliden Konjunkturdaten aus den USA erklärt. Am Dienstag war ein vielbeachtetes Wirtschaftsbarometer auf den höchsten Stand seit etwa zwei Jahren gestiegen. Das spricht für eine tendenzielle Erholung der US-Konjunktur von der Corona-Pandemie, was sich auch in einer etwas stärkeren Nachfrage nach Rohöl und Benzin niederschlagen dürfte. Auftrieb erhielten die Ölpreise auch durch neue Lagerdaten aus den USA. Das American Petroleum Institute (API) hatte am Dienstagabend einen weiteren Rückgang der US-Reserven an Erdöl gemeldet. Am Mittwoch erscheinen die wöchentlichen Daten des amerikanischen Energieministeriums.

09:11 Uhr

US-Börsenrally pusht Dax

Mit Rückenwind der Wall Street steigt der Dax die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten. Der deutsche Leitindex gewinnt rund ein Prozent auf 13.100 Punkte. Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA und China lassen die Anleger hoffen, dass sich die Weltwirtschaft schneller als erwartet von der Corona-Krise erholen wird.

"Für die Aktienmärkte, die bereits viel Positives eingepreist haben, ist dies ein wichtiges Signal", kommentiert Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader.

Ihr Hauptaugenmerk richten Börsianer am Mittwoch auf die US-Beschäftigtenzahlen der privaten Arbeitsagentur ADP am Nachmittag (MESZ), die einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag liefern. Experten erwarten den Aufbau von 950.000 Stellen. Das wäre mehr als fünf Mal so viel wie im Vormonat.

08:46 Uhr

Analysten erwarten Dax höher

In Erwartung wichtiger Konjunkturdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Dienstag hatte er knapp im Plus bei 12.974,25 Zählern geschlossen.

Dax
Dax 13.223,90

Ihr Hauptaugenmerk richten Börsianer auf die US-Beschäftigtenzahlen der privaten Arbeitsagentur ADP am Nachmittag (MESZ). Sie liefern einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag. Experten erwarten den Aufbau von 950.000 Stellen. Das wäre mehr als fünf Mal so viel wie im Vormonat.

Daneben beobachteten Investoren weiterhin die Entwicklung des Euro. Nachdem er am Dienstag erstmals seit zweieinhalb Jahren die Marke von 1,20 Dollar übersprungen hatte, notierte er am Morgen bei rund 1,19 Dollar. Die Stärke der Gemeinschaftswährung mindert die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte heimischer Firmen auf dem Weltmarkt.

07:54 Uhr

Tinder-Konkurrent plant Milliarden-Börsengang

Die Dating-App Bumble bereitet einem Bericht zufolge ihren Börsengang vor. Die Bewertung solle zwischen sechs und acht Milliarden Dollar liegen, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Das Börsendebüt könne Anfang nächsten Jahres erfolgen. Allerdings sei noch nichts endgültig beschlossen. Technologiekonzerne wie etwa Airbnb wollen die Erholung der US-Kapitalmärkte nach dem Einbruch zu Beginn der Corona-Krise nutzen, um an die Börse zu gehen.

Bumble wurde 2014 gegründet und konkurriert mit Tinder und dem Datingangebot von Facebook. Ende 2019 übernahm Blackstone die Mehrheit am Mutterkonzern MagicLab, der damals mit rund drei Milliarden Dollar bewertet wurde.

07:30 Uhr

Eurokurs gibt nach Höhenflug nach

Der Kurs des Euro hat am Morgen nachgegeben. Im frühen Handel fiel die Gemeinschaftswährung zeitweise unter die Marke von 1,19 US-Dollar. Zuletzt stand sie etwas höher bei 1,1905 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1987 Dollar festgelegt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Am Dienstag war der Euro erstmals seit gut zwei Jahren über die Marke von 1,20 Dollar gestiegen. Die Gewinne konnten aber nicht gehalten werden. Am Nachmittag sorgten solide Konjunkturdaten aus den USA für einen steigenden Dollar. Im Gegenzug wurde der Euro belastet.

Auch zur Wochenmitte dürften die stärksten Impulse für den Devisenmarkt aus den USA kommen. Zum einen werden einige beachtenswerte Wirtschaftsdaten veröffentlicht. Zum anderen steht am Abend der Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed auf dem Programm.

06:45 Uhr

An Asiens Börsen kehrt der Optimismus zurück

Die Anleger in Asien sind überwiegend zu ihrem Optimismus zurückgekehrt. Börsianer würden jetzt wahrscheinlich über die negative Konjunkturdaten hinausblicken, da neuere Daten darauf hindeuteten, dass die globale Erholung an Dynamik gewinnt, sagte Tom Piotrowski, Marktanalyst beim australischen Broker CommSec. "Das Gesamtbild passt ganz gut zusammen".

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent höher bei 23.187 Punkten.
  • Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent und lag bei 1618 Punkten.
  • Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Minus.
  • Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,9 Prozent.
    Nikkei
    Nikkei 23.360,30

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 106,04 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,8320 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,9109 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1900 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0841 Franken an. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,3372 Dollar.