Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Nun auch Honda: Japaner schließen Werk in Großbritannien

Nun ist es amtlich:  Der japanische Autobauer Honda wird seine Fabrik mit 3500 Beschäftigten in Großbritannien 2021 schließen. Das Werk in Swindon ist Hondas einzige Fertigungsstätte in Europa.

Die Entscheidung habe nichts mit dem geplanten Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union zu tun, betonte Konzernchef Takahiro Hachigo am Dienstag in Tokio. Man reagiere damit vielmehr auf "globale Veränderungen", teilte der sechstgrößte Autobauer der Welt mit.

Honda Motor
Honda Motor 20,58

Was auch immer das genau heißen mag, Honda ist damit ein weiterer Autobauer, das die Geschäfte auf der Insel zurückfährt. Zuletzt hatte Nissan - nur wenige Wochen vor dem am 29. März anstehenden EU-Austritt Großbritanniens - mitgeteilt, die nächste Generation seines SUV-Modells X-Trail für den europäischen Markt werde in Japan statt in England gebaut. Man wolle die Produktion des X-Trails im Werk in Kyushu zusammenführen, hieß es. Hier mehr

Zur Einordnung: Die Furcht vor dem Brexit hat in der britischen Autoindustrie bereits tiefe Spuren hinterlassen. 2018 ging die Fahrzeugproduktion auf der Insel laut Branchenverband um mehr als neun Prozent zurück. Damit markierte sie das stärkste Minus seit der Rezession während der Bankenkrise 2008/2009.

Insgesamt ist der Brexit für Unternehmen eine riesige Herausforderung. Lesen Sie hier, welche Szenarien drohen und was in den Führungsetagen zur Abwehr eines großen Schadens geplant ist:

Quelle: n-tv.de

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