Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Schwache Autokonjunktur erschwert Leonie Sanierung

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Kabel-Spezialist leidet unter hausgemachten Problemen.

(Foto: picture alliance / Daniel Karman)

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Nach einem dreistelligen Millionenverlust im ersten Quartal braucht der Nürnberger Autozulieferer Leoni für seine Sanierung Geld. Wir prüfen alle Optionen, um unsere langfristige Finanzierungsbasis zu sichern", sagte Vorstandschef Aldo Kamper.

Zunächst gehe es um die Refinanzierung eines Schuldscheindarlehens über 200 Millionen Euro, das in zehn Monaten fällig ist. Allein von Januar bis März schrumpfte die Liquidität um 260 Millionen auf 740 Millionen Euro. Davon sind nur 120 Millionen Barmittel, der Rest Bankkredite. Allein der Abbau von rund 2000 Arbeitsplätzen kostet 120 Millionen Euro.

Leoni leidet - neben den hausgemachten Problemen - unter der schwächeren Autokonjunktur in China und Europa. Der Umsatz ging im ersten Quartal um fünf Prozent auf 1,26 Milliarden Euro zurück. Analysten von Hauck & Aufhäuser nannten die Entwicklung "alarmierend". Händler spekulierten über eine Kapitalerhöhung. Die Leoni-Aktie bricht im Kleinwerteindex SDax um zehn Prozent auf 15,40 Euro ein.

Quelle: n-tv.de