Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Studie: Neuer Sprit für Schiffe gefährdet Weltkonjunktur

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Der mit Schweröl betriebene Schiffsdiesel gehört zu den schadstoffreichen Verbrennungsmotoren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Welthandel wird maßgeblich von großen Containerschiffen am Laufen gehalten - diese werden bisher mit Schweröl betrieben. Allerdings hat die Internationale Seeschifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) bereits 2016 festgelegt, dass der Schwefelgehalt des Treibstoffs ab Januar 2020 nur noch maximal 0,5 Prozent betragen darf. Das kommt faktischen einem Verbot für Schweröl gleich.

Die Schifffahrt muss also bald auf schwefeldioxidärmere Treibstoffe umrüsten - nach Einschätzung von Ökonomen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ist diese jedoch eine Gefahr für die Weltwirtschaft.

Der Grund: Hohe Kosten der Umstellung und eine mangelhafte Vorbereitung der Reedereien. LBBW-Analyst Per-Ola Hellgren warnt: "Als Konsequenz könnte das Weltwirtschaftswachstum 2020 spürbar geringer ausfallen." Die geplante Einführung der neuen Vorgaben zum Jahreswechsel würde sogar die Gefahr einer weltweiten Rezession erhöhen, heißt es in der Studie.

Quelle: n-tv.de