Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Varta-Kurs sackt ab - trotz erstmaliger Dividende

Der schwäbische Batteriehersteller Varta rechnet für das laufende Jahr mit einer Abschwächung seines rasanten Wachstumstempos. Die Erlöse würden etwa um acht Prozent und das Ergebnis prozentual deutlich zweistellig zulegen, teilt das im Nebenwerteindex MDax notierte Traditionsunternehmen mit. Varta will auch mit erweiterten Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Zellen punkten. "Wir blicken sehr zuversichtlich in das Jahr 2021", sagt Finanzchef Armin Hessenberger. Die relative Marge des angepassten operativen Ergebnisses solle überproportional auf bis zu 30 Prozent vom Umsatz steigen.

Im vergangenen Jahr trumpfte Varta dank des Booms von kabellosen Minikopfhörern von Apple und Samsung auf. Der Umsatz schoss um 140 Prozent auf 870 Millionen Euro in die Höhe. Ein Großteil lässt sich auf den Rückkauf des Geschäfts mit den gleichnamigen Haushaltsbatterien und Taschenlampen vom US-Konzern Energizer zurückführen. Aber nicht nur: "Allein das organische Wachstum betrug knapp 50 Prozent - ein historisches Ergebnis", sagte Firmenchef Herbert Schein. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBITDA) kletterte um 145 Prozent auf 239 Millionen Euro. Das will Varta zum Anlass nehmen, erstmals eine Dividende zu zahlen und schlägt eine Ausschüttung von rund 2,50 Euro je Aktie vor. An der Börse sorgen die Ankündigungen zunächst für einen deutlichen Kursverlust von rund elf Prozent.

Varta AG
Varta AG 114,80

Varta produziert neben den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für Kopfhörer, Haushaltsbatterien, Knopfzellen für Hörgeräte und Energiespeicher für private Photovoltaikanlagen. Im vierten Quartal will das Unternehmen mit fast 4800 Mitarbeitern eine Pilotanlage zur automatisierten Produktion von größeren Batterieformaten in Ellwangen in Betrieb nehmen.

Quelle: ntv.de