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Starke Investmentchancen Arabien im Blick

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(Foto: picture alliance / dpa)

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Die Staaten des 1981 gegründeten Golfkooperationsrates (GCC) – Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) – sind laut Außenwirtschaftsagentur Germany Trade and Invest viertstärkster Abnehmer für deutsche Exporte. Nachgefragt werden unter anderem Krankenhäuser, Pumpstationen, Solaranlagen, Wärmekraftwerke bis hin zu Beratungen für Windkanalanlagen und Justizfragen.

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Das Projektvolumen in der Region liegt laut MEED-Research 2010 bei rund 2,2 Billionen US-Dollar. Insgesamt haben die GCC-Märkte im abgelaufenen Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von 384 Milliarden US-Dollar importiert. Ein Plus von 11,0 Prozent gegenüber 2009. Für 2011 wird ein Anstieg auf 414 Milliarden US-Dollar prognostiziert, getrieben von einem dynamischen Wirtschaftswachstum. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für die Region mit BIP-Zuwächsen zwischen +3,2 und +11,5 Prozent. „Ausreißer“ ist Fifa-World-Cup 2022-Ausrichter Katar mit +18,6 Prozent.

Mit einer Belebung der arabischen Aktienmärkte ist zu rechnen. Per 31. Dezember 2010 gehören drei von zehn Aktienmärkten mit dem stärksten Aufwärtspotenzial zur Region Arabien. Darunter ist der MSCI UAE der unterbewertetste Länderindex. Er weist gegenüber seinem historischen Allzeithoch in Euro vom 30. September 2005 ein Aufwärtspotenzial von 369,24 Prozent auf. Platz zwei unter allen Märkten weltweit.

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Grundsätzlich müssen Anleger den reglementierten Zugang für internationale Investoren zu den Aktienmärkten beachten. Fondslösungen sind Einzelwerten vorzuziehen. Die Beziehungen zur Region sind keine Einbahnstraße. So sind die zum Teil seit den 50er Jahren bestehenden milliardenschweren Staatsfonds arabischer Länder aktive Nachfrager europäischer Industriebeteiligungen.

Dass die knapp 65 Milliarden US-Dollar starke Qatar Investment Authority per 16. Dezember ihre Beteiligung am Essener Baukonzern Hochtief auf 9,09 Prozent aufgestockt hat, ist strategisch naheliegend. Allein in den kommenden fünf Jahren dürften die Investitionen in Katar einem dreistelligen Milliardenbetrag entsprechen. Unter anderem sind Großprojekte wie die Errichtung eines Schienennetzes (25 Milliarden US-Dollar), eines neuen Flughafens (11 Milliarden US-Dollar) und eines neuen Tiefseehafens (5,5 Milliarden US-Dollar) geplant. SJB Fazit: Arabien. Starke Investmentchancen. Sechs Flugstunden entfernt.

Quelle: n-tv.de