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Marktfokus Managed Futures

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(Foto: picture alliance / dpa)

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Nach einem schwierigen Marktjahr 2009 mit Verlusten auf Eurobasis von -6,32 Prozent beim Managed Future Index MFX, herausgegeben von Alternative Index, haben Managed Futures neuen Tritt gefasst.

2010 ist der MFX +3,39 Prozent gestiegen. Weltweit waren laut Barclay per 3. Quartal 2010 rund 250 Milliarden US-Dollar in diesen alternativen Investments platziert, 54 Milliarden US-Dollar mehr als im Vorjahr.

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In Deutschland sind Hedgefonds laut BVI per 30. November 2010 rund 790 Millionen Euro zugeflossen. Damit kumulieren sie Kapital von 2,08 Milliarden Euro. Managed Futures folgen mit computergestützten Handelssystemen Markttrends auf Basis derivater Terminkontrakte. Der Rohstoff-Schwerpunkt ist anhand der US-Bezeichnung Commodity Trading Advisors (CTA) erkennbar.

Praktisch beziehen Managed Futures alle Terminmärkte von Aktien, Währungen und Staatsanleihen bis zu Industriestoffen oder Agrargütern ein. Diese Diversifizierung hält die Korrelation niedrig. Der Managed Future Barclay CTA Index korreliert über zehn Jahre mit US Treasuries mit 0,30. Die Korrelation zum US-Aktienindex S&P 500 fällt mit -0,23 sogar negativ aus.

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Fallen Aktien, tendieren Managed Futures also zur Gegenläufigkeit. Laut Bloomberg kann die Beimischung von Managed Futures zu einem ausgewogenen Portfolio aus Aktien und Renten die Volatilität senken. Verantwortlich für die positive Nachfragewende bei den Managed Futures 2010 war ein unsicheres Marktumfeld.

Liquiditätspolitische Maßnahmen der Notenbanken schürten Inflationsängste. Daraus resultierte eine steigende Nachfrage nach Sachwerten wie Gold, Rohstoffen und Aktien. Als zusätzlicher Preistreiber gelten asiatische Konsumenten. Das Ergebnis: Unter anderem haben Future-Kontrakte für Palmöl, Gold, Orangensaft, Sojabohnen oder Zucker per 31. Dezember 2010 neue Zweijahreshöchststände erreicht.

Insgesamt eine Gemengelage aus fundamental nachfragegetriebenem und spekulativ liquiditätsgetriebenem Kursanstieg. In dieser bringen Managed Futures ihre eigene Defensivtaktik mit. Als alternatives Investment partizipieren sie sowohl an steigenden (long) als auch an fallenden (short) Kursen. Wo Trends ausgemacht werden, folgt die Platzierung oder das Verlassen des Markts leidenschaftslos den Vorschriften des Handelssystems.

SJB Fazit: Managed Futures. Doppelschutz dank Diversifikation und Long/Short-Strategie.

 

 

Quelle: n-tv.de