Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 16. Oktober 2014
  • Unternehmen

    Abbvie will Shire nicht mehr

    Der US-Pharmakonzern Abbvie bläst die Übernahme des Konkurrenten Shire ab. Abbvie empfahl seinen Aktionären, den Deal auf der Hauptversammlung zum Scheitern zu bringen. Strategisch mache ein Zusammenführen der beiden Firmen weiterhin Sinn, allerdings sei dieses angesichts der geänderten Steuerregeln in den USA nicht mehr im besten Sinne der Aktionäre, sagte Abbvie-Chef Richard Gonzales. Weil eigentlich bereits eine Kaufvereinbarung getroffen wurde, wollen die Amerikaner den Deal nun über ein Veto der Aktionäre zum Platzen bringen.

    Abbvie hatte ursprünglich vorgehabt, Shire für 51 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Der US-Konzern wollte durch die Verlagerung seines Firmensitzes Steuern sparen. Dieser bislang gängigen Praxis, mittels einer Firmenübernahme im Ausland der Steuerlast in den USA zu entkommen, hatte im September aber der US-Fiskus einen Riegel vorgeschoben. Für Abbvie wird der Deal dadurch uninteressant. Beim Zurücktreten von der bereits geschlossenen Vereinbarung wird der Konzern nun allerdings 1,6 Milliarden Dollar als Entschädigung an Shire überweisen müssen. (dpa)

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  • Mittwoch, 17. Januar 2018
  • Autoindustrie
    Europas Automarkt legt zu

    Der europäische Automarkt ist im abgelaufenen Jahr trotz eines Rückgangs im Dezember insgesamt gewachsen. Die Zahl der Neuzulassungen in den EU-Ländern sei im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 15,14 Millionen Fahrzeuge gestiegen, teilte der Branchenverband Acea mit. Im Dezember rutschten die Verkäufe hingegen um 4,9 Prozent auf 1,09 Millionen Stück ab. Dem Verband zufolge entwickelten sich 2017 fast alle wichtigen Automärkte in der Europäischen Union positiv. Lediglich in Großbritannien sanken die Zulassungen um 5,7 Prozent, der erste Rückgang in 6 Jahren. In Deutschland legte der Absatz mit 2,7 Prozent nur unterdurchschnittlich zu. (dpa)

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  • Gewerkschaften
    DGB zählt weniger Mitglieder

    Die Mitgliederzahl des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) ist einem Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich unter die Marke von sechs Millionen gerutscht. Dies zeige eine Umfrage unter den Mitgliedsgewerkschaften, berichtete das "Handelsblatt". Zur Jahrtausendwende hatte der DGB noch knapp 7,8 Millionen Mitglieder. Die größten Einzelgewerkschaften IG Metall, Verdi und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) hatten ihre Zahlen bereits veröffentlicht und unter dem Strich Verluste gemeldet, wie die Zeitung weiter berichtete. So hatte Verdi Ende 2017 erstmals weniger als zwei Millionen Mitglieder. (AFP)

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  • Siemens-Rivale
    GE denkt an die Spaltung

    Der US-Industriekonzern General Electric (GE) erwägt offenbar eine Aufspaltung. "Wir suchen aggressiv nach der besten Struktur oder den besten Strukturen (...), um das Potenzial unserer Geschäfte zu maximieren", sagte Vorstandschef John Flannery bei einer Telefonkonferenz mit Investoren. GE sei bereits dabei, eine Zerschlagung in einzelne Geschäftsteile in die Wege zu leiten, berichtete der US-Sender CNBC unter Berufung auf Insider. Eine Aufspaltung könnte schon im Frühjahr verkündet werden. (dpa)

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  • Jahresbilanz
    Zalando verzeichnet Umsatzsprung

    Europas größter Online-Modehändler Zalando will seine Geschäfte im laufenden Jahr weiter steigern. "Unser Fokus liegt nach wie vor auf starkem Wachstum und dem Ausbau unseres Marktanteils", sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter. Im vierten Quartal stieg der Umsatz vorläufigen Zahlen zufolge in einer Spanne von 21,2 bis 23,2 Prozent auf maximal 1,345 Milliarden Euro. Damit erzielte der Berliner Konzern im wichtigen Weihnachtsquartal einen bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) zwischen 107 und 120 Millionen Euro. Trotz eines schwierigen Oktobers sei der Endspurt stark gewesen, sagte Ritter. Im Gesamtjahr kam Zalando bei einem Erlös von maximal 4,5 Milliarden Euro auf einen bereinigten Betriebsgewinn von höchstens 222 Millionen Euro. Details will das im MDax notierte Unternehmen am 1. März bekanntgeben. (rts)

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