Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 13. Februar 2018
  • Arbeitsplätze

    Amazon erwägt Kürzungen in Seattle

    Der US-Konzern Amazon will nach Informationen eines Insiders hunderte Stellen am Hauptstandort in Seattle abbauen. Der Schritt sei im Verbrauchergeschäft geplant, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle. Der weltgrößte Online-Händler wolle seine Ressourcen auf seine schnell wachsenden Bereiche wie den Sprachassistenten Alexa konzentrieren, hieß es. Es blieb zunächst unklar, welche Bereiche genau von dem Stellenabbau betroffen sind. Im vergangenen Jahr schuf der Konzern weltweit 130.000 Stellen. Insgesamt beschäftigt das US-Unternehmen 566.000 Mitarbeiter. Amazon plant seit längerem den Aufbau einer zweiten Firmenzentrale in Nordamerika für bis zu 50.000 Mitarbeitern. Das Vorhaben soll rund fünf Milliarden Dollar kosten. (rts)

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  • Samstag, 21. April 2018
  • Leitzinsen
    Türkische Zentralbank zeigt Bereitschaft zu Zinserhöhung

    Die türkische Zentralbank signalisiert angesichts einer hohen Inflation ihre Bereitschaft zu Gegenmaßnahmen. Das Preisgebaren werde genau verfolgt und eine weitere geldpolitische Straffung - falls notwendig - umgesetzt, teilte Notenbankchef Murat Cetinkaya mit. Die Zentralbank dürfte nach einer Umfrage unter Experten die Leitzinsen bei ihrer nächsten Sitzung Ende April um 0,5 Prozent auf 13,25 Prozent anheben. Der türkische Präsident Erdogan drängt seit längerem darauf, zur Ankurbelung der Konjunktur die Zinsen zu senken. Experten zufolge müsste die Zentralbank die Geldpolitik aber straffen, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Höhere Zinsen machen eine Währung attraktiver und lassen sie tendenziell aufwerten, was wiederum Importe verbilligen und so die Inflation dämpfen kann. (rts)

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  • Weltwirtschaft
    IWF warnt vor Gefahren für Weltwirtschaft

    Trotz allgemein guter Konjunkturaussichten hält der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Warnungen vor drohenden Gefahren für die Weltwirtschaft aufrecht. "Wachsende finanzielle Verwundbarkeiten, wachsende Spannungen im Handel und der Geopolitik und ein historisch hoher Schuldenstand bedrohen die globalen Wachstumsaussichten", hieß es bei der Frühjahrstagung des IWF in Washington in der Abschlusserklärung des IWF-Finanzkomitees. Der IWF hatte in dieser Woche ein globales jährliches Wachstum von 3,9 Prozent vorhergesagt. Schulden und Protektionismus bedrohten dieses. Investitionen und Handel seien die Treiber eines breiten Wachstums, so der IWF. (dpa)

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  • China-Investor
    HNA senkt Anteil an Deutscher Bank

    Der chinesische Mischkonzern HNA hat seinen Anteil an der Deutschen Bank von 8,8 auf 7,9 Prozent gesenkt. Ein Sprecher der HNA sagte, das Unternehmen habe "beschlossen, einen Teil der Finanzierungsstruktur für unsere Beteiligung an der Deutschen Bank nicht zu erneuern" und zitierte "das aktuelle Marktumfeld". Im Jahr 2017 hatte die HNA mit Milliarden von US-Dollar über Finanzierungen und komplexe Derivate ihre Beteiligung aufgebaut, bis sie mit knapp 10 Prozent der größte Anteilseigner der Deutschen Bank wurde. Seit der Bekanntgabe dieser Position vor fast einem Jahr ist die Deutsche-Bank-Aktie um mehr als 30 Prozent zurückgegangen. Sie handelte am Freitag um 11,57 Euro in Frankfurt. Die Reduzierung der Beteiligung wurde in einem Zulassungsantrag bekannt gegeben. Die HNA wolle "ein wichtiger Investor der Deutschen Bank bleiben", sagte der Sprecher. Der Mischkonzern hatte zuvor erklärt, er habe keine Pläne, seinen Anteil an der Deutschen Bank zu reduzieren. (DJ)

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  • Beteiligungsverkauf
    FMC trennt sich von Ärzte-Netzwerk

    Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) verkauft seine Mehrheitsbeteiligung am US-Ärztenetzwerk Sound Inpatient Physicians Holdings für 2,15 Milliarden US-Dollar (1,76 Mrd Euro). Käufer sei eine Investorengemeinschaft unter der Leitung des US-Investmentfonds Summit Partners, teilte FMC mit. Das Geschäft solle bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Es werde ein Buchgewinn von etwa 800 Millionen Euro erwartet. Den Erlös wolle FMC in "andere Wachstumsinitiativen" stecken. Der zum Bad Homburger Gesundheitskonzern Fresenius gehörende Dialyseanbieter hatte die Mehrheit an Sound Mitte 2014 übernommen und zahlte damals rund 600 Millionen US-Dollar. Sound wiederum übernahm wenig später den Mitbewerber Cogent Healthcare für eine nicht genannte Summe. Sound ist ein Netzwerk aus Ärzten, das medizinische Dienstleistungen in der gesamten Akutversorgung anbietet - von Notfallmedizin, Intensivmedizin, Krankenhausmedizin bis hin zur medizinischen Nachbetreuung. Für FMC brummt das Geschäft mit Dienstleistungen rund um die Blutwäsche in Nordamerika. Im vergangenen Jahr konnte der Dialyseanbieter seinen Umsatz kräftig steigern und erzielte dabei ein Rekordergebnis. Die Erlöse stiegen um 7 Prozent auf knapp 17,8 Milliarden Euro. Unter dem Strich konnte FMC seinen Gewinn 2017 um 12 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro steigern. (dpa)

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