Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 28. Januar 2016
  • Arbeitsmarkt

    Arbeitsmarktlage könnte sich bald ändern

    Bei deutschen Jobvermittlern schwindet der Arbeitsmarktoptimismus. Die Chefs der 156 Arbeitsagenturen rechnen in den kommenden drei Monaten kaum noch mit sinkenden Arbeitslosenzahlen, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in seinem Arbeitsmarktmonitor für Januar mitteilt. Zum Jahresauftakt sinkt der entsprechende Indikator im Vergleich zum Dezember um 0,4 Punkte auf 100,2 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit Mai 2015. Insgesamt sei der Arbeitsmarkt aber noch in guter Form, betonen die Arbeitsmarktforscher.

    "Die Erwartungen der Arbeitsagenturen haben einen Dämpfer erhalten, liegen aber noch nicht im negativen Bereich", kommentierte der IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber die aktuelle Entwicklung. Gründe dafür seien weltwirtschaftliche Rückschläge und die Flüchtlingssituation. Zudem hätten sich die konjunkturellen Aussichten vor allem mit Blick auf die Wirtschaftsturbulenzen in China zuletzt etwas eingetrübt. Außerdem werde sich der Effekt der Flüchtlingszuwanderung in den nächsten Monaten bei der Arbeitslosigkeit stärker bemerkbar machen. (dpa)

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  • Mittwoch, 17. Januar 2018
  • Unternehmen
    Carrefour erlöst im Abschlussquartal weniger

    Der französische Einzelhandelskonzern Carrefour hat im Schlussquartal 2017 unter dem starken Wettbewerb auf seinem Heimatmarkt gelitten. Auf Basis konstanter Wechselkurse fielen die Umsätze mit 23,3 Milliarden Euro um 0,2 Prozent geringer aus als im Vorjahr. In Frankreich verringerten sich die Erlöse um 0,5 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro.

    Im Gesamtjahr 2017 setzte Carrefour mit 88,2 Milliarden Euro drei Prozent mehr um als im Jahr davor. Das bereinigte operative Ergebnis dürfte nach vorläufigen Schätzungen rund zwei  Milliarden Euro erreicht haben - zu konstanten Wechselkursen ein Rückgang um rund 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016. (DJ)

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  • Ernährungsindustrie
    Lebensmittelindustrie erwartet Rekordumsatz

    Die Lebensmittelindustrie erwartet für das abgelaufene Jahr einen Rekordumsatz: Laut Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) stieg der Umsatz ersten Schätzungen zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent auf 181 Milliarden Euro.

    BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff bezeichnete die Lebensmittelexporte dabei als den "Wachstumsmotor der Branche". Diese seien um 6,9 Prozent auf 60,4 Milliarden Euro gestiegen, erklärte er. Dabei entwickelte sich das EU-Binnengeschäft besonders gut. Das Wachstum beim Export in Drittländer würde jedoch durch Handelsbarrieren gedämpft. (AFP)

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  • Gewerkschaften
    DGB zählt weniger Mitglieder

    Die Mitgliederzahl des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) ist einem Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich unter die Marke von sechs Millionen gerutscht. Dies zeige eine Umfrage unter den Mitgliedsgewerkschaften, berichtete das "Handelsblatt". Zur Jahrtausendwende hatte der DGB noch knapp 7,8 Millionen Mitglieder. Die größten Einzelgewerkschaften IG Metall, Verdi und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) hatten ihre Zahlen bereits veröffentlicht und unter dem Strich Verluste gemeldet, wie die Zeitung weiter berichtete. So hatte Verdi Ende 2017 erstmals weniger als zwei Millionen Mitglieder. (AFP)

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  • Siemens-Rivale
    GE denkt an die Spaltung

    Der US-Industriekonzern General Electric (GE) erwägt offenbar eine Aufspaltung. "Wir suchen aggressiv nach der besten Struktur oder den besten Strukturen (...), um das Potenzial unserer Geschäfte zu maximieren", sagte Vorstandschef John Flannery bei einer Telefonkonferenz mit Investoren. GE sei bereits dabei, eine Zerschlagung in einzelne Geschäftsteile in die Wege zu leiten, berichtete der US-Sender CNBC unter Berufung auf Insider. Eine Aufspaltung könnte schon im Frühjahr verkündet werden. (dpa)

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