Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 13. Februar 2016
  • Bargeld

    Aus für 500-Euro-Schein?

    Geht es nach EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Coeuré, dann dürften die Tage des lilafarbenen 500ers gezählt sein. "Wir haben heute weniger Gründe als bei Einführung des Euros, den 500-Euro-Schein beizubehalten, weil der elektronische Zahlungsverkehr heute viel wichtiger ist", sagte Coeuré der Zeitung "Rheinische Post". "Uns wird gesagt, dass der Schein zunehmend kriminellen Geschäften dient. Deshalb glaube ich, dass der 500-Euro-Schein letztendlich abgeschafft wird, aber das muss auf bedachte Weise geschehen", sagte der Franzose. Allerdings gehen die Meinungen zu diesem Thema unter den führenden Notenbankern der Eurozone auseinander - und eine Abschaffung der größten der insgesamt sieben Euro-Banknoten müsste der EZB-Rat beschließen. In diesem obersten Entscheidungsgremium der Europäischen Zentralbank sitzen die sechs Mitglieder des EZB-Direktoriums sowie die Chefs der 19 nationalen Notenbanken der Eurozone. Und in deren Reihen gibt es auch Gegner der Abschaffung. So ist Bundesbank-Präsident Jens Weidmann skeptisch, ob eine Abschaffung der 500ers wie auch ein Verbot größerer Bargeldgeschäfte tatsächlich kriminelle Aktivitäten eindämmen können. Die EU-Finanzminister hatten bei ihrem jüngsten Treffen am Freitag in Brüssel deutlich gemacht, dass sie von der EZB "angemessene Maßnahmen" mit Blick auf den 500-Euro-Schein erwarten. (dpa)

    +
  • Samstag, 25. November 2017
  • Insolvenz
    Schlecker-Verfahren zieht sich hin

    Der Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz rechnet damit, dass das Insolvenzverfahren noch lange nicht beendet sein wird. Das Verfahren werde sich wahrscheinlich noch vier bis fünf Jahre hinziehen, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters dem "Tagesspiegel". Die Forderungen der mehr als 22.000 Gläubiger belaufen sich auf über eine Milliarde Euro. Im nächsten Frühling werde über die Klagen von Geiwitz gegen Hersteller von Süßigkeiten, Zucker, Waschmittel, Röstkaffee und Drogeriewaren verhandelt. Sie sollen jahrelang Preise mit Schlecker abgesprochen und so dem Handel geschadet haben. Mehr als 300 Millionen Euro will der Insolvenzverwalter dafür zurückhaben. "Dieses Geld käme auch den Schlecker-Frauen zugute", betonte der Sprecher. Arbeitnehmer und die Bundesagentur für Arbeit, die einen dreistelligen Millionenbetrag als Insolvenz- und Überbrückungsgeld gezahlt hat, haben bislang noch kein Geld aus der Insolvenzmasse bekommen. (fhe)

    +
Themenseiten Wirtschaft
Empfehlungen