Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 05. November 2015
  • Quartalszahlen

    Billige Energie hilft HeidelCement

    Der Baustoffkonzern Heidelbergcement hat im dritten Quartal vor allem dank geringerer Energiekosten mehr verdient als ein Jahr zuvor. Zudem liefen die Geschäfte in den USA, West- und Nordeuropa sowie Afrika deutlich besser. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 520 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern in Heidelberg mitteilte. Das waren 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um drei Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Rechnet man allerdings die positiven Währungseffekte aufgrund der Euro-Schwäche heraus, dann wären die Erlöse um zwei Prozent geschrumpft. Die Heidelberger bestätigten ihre Ziele für 2015. Demnach peilt der Baustoffkonzern deutliche Zuwächse beim operativen Ergebnis und bereinigten Gewinn an. (dpa)

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  • Donnerstag, 14. Dezember 2017
  • Unternehmen
    Deutsche Bank verkauft Polen-Geschäft

    Die Deutsche Bank zieht sich aus dem Geschäft mit Privat- und Firmenkunden in Polen zurück. Die Sparte geht für 305 Millionen Euro an die drittgrößte Bank des Landes, Bank Zachodni WBK (BZ WBK), die mehrheitlich dem spanischen Finanzriesen Santander gehört. Im Investmentbanking, im Zahlungsverkehr und im Kreditgeschäft mit großen polnischen und internationalen Kunden will die Deutsche Bank in Polen aktiv bleiben. Auch das Geschäft mit Fremdwährungskrediten, die von der polnischen Politik kritisch gesehen werden, bleibt aus dem Verkauf ausgeklammert. Viele Polen hatten sich mit Krediten in Schweizer Franken verspekuliert. Die Deutsche Bank bekommt 80 Prozent des Kaufpreises in Form von 2,75 Millionen neuen Aktien der BZ WBK und hält damit 2,7 Prozent an dem Institut. Der Anteil von Santander sinkt damit auf 67,6 Prozent. Den Rest zahlen die Polen in bar. Laut BZ WBK verkauft die Deutsche Bank die Polen-Tochter deutlich unter dem Buchwert. (rts)

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  • Finanzmarkt
    Schweiz hält an Negativzinsen fest

    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält angesichts der fragilen Entwicklung an den Devisenmärkten an ihrer Geldpolitik fest. Das Zielband für den Referenzzins Dreimonats-Libor beließen die Währungshüter bei minus 1,25 bis minus 0,25 Prozent. Die Strafzinsen, die Banken ab einem gewissen Freibetrag der Nationalbank bezahlen, liegen unverändert bei 0,75 Prozent. Darüber hinaus ist die Zentralbank bei Bedarf weiterhin zu Interventionen am Devisenmarkt bereit, um eine wirtschaftsschädliche Aufwertung des Frankens zu verhindern. Dieser hat sich in den vergangenen Monaten zwar abgeschwächt, ist aber aus Sicht der Währungshüter weiterhin hoch überbewertet. (rts)

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  • Luftfahrt
    Airbus will weniger A380 bauen

    Airbus erwägt, die Produktion des Großraumflugzeugs A380 zu drosseln. Es werde über eine Verringerung auf sechs bis sieben Maschinen pro Jahr nachgedacht, sagte der Airbus-Manager Fabrice Bregier. Allerdings gebe es noch keine endgültige Entscheidung. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits vor wenigen Tagen unter Berufung auf Insider berichtet, Airbus prüfe derzeit, ob die Produktion bis auf sechs Maschinen pro Jahr gesenkt werden könne. Schon 2018 wolle Airbus nur noch zwölf und 2019 nur noch acht Jets des Typs herstellen, hieß es damals. In der Spitze lag die Jahresproduktion bei der A380 einst bei 30 Maschinen. Aus der Sicht vieler Fluggesellschaften lassen sich jedoch kleinere Flugzeuge flexibler und effizienter einsetzen als die A380. (rts)

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  • Konjunktur
    Chinas Zentralbank geht mit Zinsen hoch

    Nach der US-Notenbank hat auch die Zentralbank in China die Zinsen angehoben. Die kurz- und mittelfristigen Sätze wurden allerdings nur um jeweils fünf Basispunkte angehoben. Analysten hatten nicht mit dem Schritt gerechnet, verwiesen allerdings auf die nur sehr geringe Anhebung. Zuletzt hatte die chinesische Zentralbank im März angehoben. Die US-Notenbank hatte am Mittwoch gegen Ende der Ägide ihrer Chefin Janet Yellen die Zinsen ein drittes Mal in diesem Jahr angehoben und will die Zügel unter ihrem Nachfolger Jerome Powell weiter straffen. Die Fed setzte den Schlüsselsatz um einen Viertelpunkt hoch - auf die neue Spanne von 1,25 bis 1,50 Prozent. 2018 sollen drei weitere Anhebungen folgen. Die mächtigste Notenbank der Welt reagiert damit auf die brummende Wirtschaft in den USA. (rts)

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