Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 11. August 2017
  • Konjunktur

    Chinas Automarkt erholt sich

    Der Autoabsatz in China hat im Juli wieder deutlich angezogen. Insgesamt wurden mit 1,97 Millionen Fahrzeugen 6,2 Prozent mehr verkauft als im Jahr zuvor, wie der Herstellerverband CAAM mitteilte. Damit erholt sich der weltgrößte Automarkt weiter von seiner Schwächephase im April und Mai, als der Absatz jeweils rückläufig war. Im Juni hatte es bereits wieder ein Plus von 4,5 Prozent gegeben. Experten machten als Grund dafür zuletzt unter anderem Rabatte aus.

    In den ersten sieben Monaten des Jahres summierten sich die Verkäufe auf 15,3 Millionen Wagen. Das entspricht einem Zuwachs von 4,1 Prozent. Der Verband hatte Anfang des Jahres mitgeteilt, 2017 von einer Steigerung von fünf Prozent auszugehen. 2016 hatten Steuerbegünstigungen beim Verkauf von Kleinwagen noch zu einem Plus von 13,7 Prozent gereicht.

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  • Sonntag, 17. Dezember 2017
  • Cyber-Sicherheit
    Thales gewinnt Rennen

    Der französische Rüstungskonzern Thales hat den IT-Dienstleister Atos im Bieterkampf um den Chipkarten-Hersteller Gemalto ausgestochen. Gemalto nahm das 4,8 Milliarden Euro schwere Thales Angebot an, teilten die beiden Unternehmen mit. Mit dem Kauf entstehe ein führender globaler Anbieter von Cyber-Sicherheit mit einem Jahresumsatz von 3,5 Milliarden Euro. Thales will zusätzlich auch 800 Millionen Euro an Schulden von Gemalto übernehmen.

    Atos - ebenfalls aus Frankreich - hatte zuvor 4,3 Milliarden Euro für Gemalto geboten. Der niederländisch-französische Konzern wies die Offerte jedoch als unerwünscht zurück. Gemalto stellt unter anderem Chip- und Magnetstreifenkarten wie SIM-Karten für Handys, Kreditkarten sowie Gesundheitskarten her. (rts)

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  • Freitag, 15. Dezember 2017
  • Arbeitskampf
    IG Metall in NRW beschließt Warnstreiks im Januar

    Im Tarifstreit für die 700.000 Metall-Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen will die Gewerkschaft im Januar mit Warnstreiks den Druck erhöhen. Das beschloss die Tarifkommission der IG Metall am Freitag in Bochum. Die Arbeitskämpfe sollen am 8. Januar beginnen, die dritte Verhandlungsrunde ist für den 18. Januar 2018 in Neuss angesetzt. Auch in Baden-Württemberg hat die IG Metall Warnstreiks in der zweiten Januarwoche geplant. Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde zwei Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung angeboten. Die IG Metall fordert bundesweit sechs Prozent und individuelle Regelungen zur Verkürzung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich. (dpa)

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  • Autobranche
    BMW errichtet Erprobungsgelände in Tschechien

    BMW investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in den Bau eines Erprobungsgeländes in Tschechien. Das rund 500 Hektar große Areal soll in Sokolov, nahe des Grenzübergangs Waldsassen, entstehen, wie der Autobauer mitteilte. Es liegt etwa zweieinhalb Autostunden vom BMW-Hauptentwicklungsstandort in München entfernt. Das neue Erprobungsgelände soll Anfang des nächsten Jahrzehnts in Betrieb gehen. Es sollen mehrere hundert Arbeitsplätze entstehen. Am geplanten Erprobungsstandort sollen zukunftsweisende Themen wie Elektrifizierung, Digitalisierung und automatisiertes Fahren vorangetrieben und beispielsweise Assistenzsysteme unter dem Aspekt der Fahrsicherheit erprobt werden. Die vorhandenen Erprobungsflächen in Aschheim bei München, Miramas (Frankreich) und Arjeplog (Schweden) reichen für die erforderlichen Erprobungsumfänge nicht mehr aus. (DJ)

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  • Unternehmen
    H&M kündigt Schließungen an

    Der Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) will nach überraschenden Umsatzeinbußen Läden schließen und das Onlinegeschäft ausbauen. Das schwedische Unternehmen kündigte am Freitag an, die Verzahnung von stationären mit Onlinehandel beschleunigen zu wollen. Zudem soll das Ladenportfolio überprüft werden - was zu mehr Schließungen und weniger Neueröffnungen führen werde. Die Kooperation mit der chinesischen Onlinehandelsplattform Alibaba soll erweitert werden. H&M hat im Schlussquartal Einbußen verbucht und schnitt deutlich schlechter ab als erwartet. Die Umsätze (ohne Mehrwertsteuer) sanken um 4 Prozent auf 50,4 Milliarden schwedische Kronen (rund 5,1 Milliarden Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten mit 53,9 Milliarden Kronen gerechnet. (dpa)

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  • Banken
    Russische Notenbank rettet nächstes Geldhaus

    In Russland rettet die Zentralbank einem Insider zufolge das nächste strauchelnde Geldinstitut vor dem Aus. Dabei gehe es um die Promsvyazbank, die zu den größten privatwirtschaftlichen Kreditgebern des Landes gehöre. Demnach stellte die Notenbank deren Eigentümer zuvor vor die Wahl: Entweder sie schießen dem Geldhaus 100 Milliarden Rubel (rund 1,45 Milliarden Euro) frisches Geld zu, um dessen Kapitalbasis zu stärken - oder die Notenbank übernimmt. Nach dem Standardprozedere würde das Institut zunächst vorübergehend der Notenbank unterstellt, anschließend bekäme es Hilfsgelder aus einem speziellen Fonds der Notenbank zugeschossen. Die Notenbank und auch ein Vertreter der Promsvyazbank wollten sich zu den Informationen nicht äußern. Im September hatte die Zentralbank bereits die B&N Bank gerettet, das gemessen an der Bilanzsumme zwölftgrößte Geldinstitut Russlands. Kurz zuvor hatte die Zentralbank der strauchelnden Großbank Otkritie unter die Arme gegriffen. (rts)

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