Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 18. Mai 2018
  • Konjunktur

    Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet

    Die deutschen Produzenten haben ihre Preise im April stärker erhöht als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Erzeugerpreise um 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Anstieg um 2,0 Prozent. Die Prognose hatte auf ein Plus von 1,8 Prozent gelautet.

    Ohne Energie ist der Index der Erzeugerpreise im April um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Bei dieser Statistik werden die Preise ab Fabrik erhoben, also bevor die Produkte und Rohstoffe in den Handel kommen. Die Erzeugerpreise können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Inflation geben. (DJ)

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  • Montag, 28. Mai 2018
  • Konjunktur
    Chinas Industriebetriebe steigern kräftig Gewinne

    Die Gewinne der chinesischen Industriebetriebe sind zu Beginn des zweiten Quartals so kräftig wie seit einem halben Jahr nicht mehr gestiegen. Im April legten sie um 21,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf gut 90 Milliarden US-Dollar zu, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Das ist der kräftigste Anstieg seit Oktober 2017, wozu der relativ schwache Vergleichswert des Vorjahresmonats beitrug. In den ersten vier Monaten des Jahres zogen die Gewinne damit um 15 Prozent an. Die Entwicklung dämpft etwas die Sorgen von Ökonomen, wonach die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt merklich an Schwung verlieren könnte. Volkswirte rechnen in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von etwa 6,5 Prozent, nachdem es 2017 noch zu 6,9 Prozent gereicht hatte. (rts)

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  • Banken
    Neugeschäft der Helaba bricht ein

    Der harte Wettbewerb und die niedrigen Zinsen setzen der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) zu. Zins- und Provisionsüberschuss gingen im ersten Quartal zurück, das mittel- bis langfristige Neugeschäft brach ein, wie das Institut mitteilte. Dank Bewertungseffekten stieg der Gewinn vor Steuern dennoch um fünf Prozent auf 79 Millionen Euro. "Die Rahmenbedingungen waren im ersten Quartal unverändert schwierig", sagte Helaba-Chef Herbert Hans Grüntker. Das mittel- bis langfristige Neugeschäft - ohne das Fördergeschäft der WIBank - fiel um gut ein Drittel auf 2,9 Milliarden Euro. Neben saisonalen Effekten sei dies auf den verschärften Wettbewerb zurückzuführen. Der Zinsüberschuss ging im ersten Quartal um sieben Prozent auf 256 Millionen Euro zurück, der Provisionsüberschuss sank um 5,5 Prozent auf 86 Millionen Euro. (rts)

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  • Versicherer
    Softbank nimmt Abstand von Swiss Re

    Der Softbank-Konzern wird vorerst nicht beim Schweizer Rückversicherer Swiss Re einsteigen. Die beiden Unternehmen haben die Gespräche über eine Minderheitsbeteiligung des Technologie-Investors bei dem Konzern aus Zürich beendet, wie Swiss Re mitteilte. Swiss Re werde seine Technologiestrategie mit internen Entwicklungen und der Zusammenarbeit mit externen Partnern vorantreiben. "In diesem Zusammenhang wird Swiss Re auch mögliche Kooperationsideen zwischen ihren Geschäftseinheiten und Unternehmen in Softbanks Netzwerk prüfen." Swiss Re und Softbank hatte seit Februar über einen Einstieg der Japaner bei der Nummer zwei der Rückversicherungsbranche verhandelt. Im Gespräch war eine Beteiligung von höchstens zehn Prozent. (rts)

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