Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 14. März 2018
  • Autobau

    Ford startet Nordamerika-Rückruf

    Der US-Automobilkonzern Ford ruft in Nordamerika 1,38 Millionen Fahrzeuge zurück. Wie der Hersteller mitteilte, können sich bei den betroffenen Wagen Teile von der Halterung des Lenkrades lockern. Die Modelle der Marken Ford und Lincoln, bei denen der Defekt möglicherweise auftritt, wurden demnach zwischen 2014 und 2018 in Michigan und Mexiko gebaut. (rts)

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  • Dienstag, 18. September 2018
  • Unternehmen
    DHL erhöht Paketpreise

    Die Deutsche Post-Tochter DHL stemmt sich mit höheren Paketpreisen für Geschäftskunden gegen schrumpfende Gewinne. Ab 1. Januar 2019 sollen die individuell vereinbarten Konditionen stärker als in den Jahren zuvor angepasst werden, teilte DHL Paket mit. Weitere Angaben zur Höhe des Preisaufschlags wollte ein Sprecher nicht machen. Damit reagiert das Unternehmen auf deutlich gestiegene Transport- und Personalkosten. Insbesondere die Preise für Sperrgut sollen deutlich steigen. Die Zunahme von sperrigen und schweren Sendungen habe die Kosten besonders stark nach oben getrieben. Auch große Schwankungen bei der Menge der versendeten Pakete sollen sich künftig stärker im Preis niederschlagen. Einen pauschalen Zuschlag etwa für viele Paketsendungen im Weihnachtsgeschäft soll es aber nicht geben. Die Post hat unter anderem damit zu kämpfen, dass durch den Online-Handel zwar ihr Paket-Service floriert, die dafür notwendigen Zusteller und ihre Fahrten aber auch immer mehr kosten. (rts)

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  • Nutzfahrzeuge
    Lkw-Hersteller verzeichnen Wachstum

    Die Nutzfahrzeughersteller starten mit weltweit steigenden Absatzzahlen in die Branchenmesse IAA. Die Märkte hätten in den ersten sieben Monaten in Westeuropa um zwei Prozent, in China um acht Prozent und in den USA sogar um 18 Prozent zugelegt, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) im Vorfeld der Messe mit. Die IAA beginnt in diesem Jahr am 20. September. In Brasilien, Sorgenkind in den vergangenen Jahren, stiegen die Verkäufe um mehr als 50 Prozent, hieß es. In Indien wachse die Nachfrage ebenfalls. Sorgen bereite der Branche allerdings der Trend zu Protektionismus, Zöllen und Handelshemmnissen, erklärte VDA-Chef Bernhard Mattes. Kritik äußerte der Verband an den EU-Plänen zur Verschärfung der Klimavorgaben. (rts)

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  • Welthandel
    Australier fürchten Trumps Zölle

    Der Handelskonflikt zwischen den USA und China löst ernste Sorgen bei den australischen Währungshütern aus. "Die Richtung der internationalen Handelspolitik der Vereinigten Staaten ist weiterhin eine Quelle der Unsicherheit für die Aussichten der Weltwirtschaft", betonte die Zentralbank Australiens. Es gebe "nach wie vor erhebliche Spannungen in der globalen Handelspolitik, die ein erhebliches Risiko für den Ausblick darstellen". China ist der wichtigste Handelspartner des Landes, die USA sind Nummer drei. Das rohstoffreiche Australien blickt inzwischen auf 27 Jahre ohne Rezession zurück - kein anderer großer Industriestaat kommt auf eine so lange Erfolgsserie. (rts)

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  • Unternehmen
    FedEx-Aktie sinkt trotz Gewinnsteigerung

    Der US-Paketdienst FedEx hat im abgelaufenen ersten Quartal mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn sei um 40 Prozent auf 835 Millionen US- Dollar gestiegen, teilte der Rivale der Deutschen Post am Montagabend mit. Das Unternehmen profitierte von der guten Konjunktur und höheren Auslieferungsmengen. Beim Gewinn verfehlte der Konzern die Erwartungen der Analysten. Die Erlöse erhöhten sich um zwölf Prozent auf 17,1 Milliarden US-Dollar. Der Konzern hatte zuletzt viel Geld in die Ausweitung des Zustellnetzes investiert, insbesondere auf dem Heimatmarkt. Das Unternehmen gilt wie sein heimischer Rivale UPS auch als Barometer der US-Wirtschaft, da es Waren aus den verschiedensten Branchen befördert. Im nachbörslichen Handel gab die FedEx-Aktie dennoch um 3,4 Prozent nach. (rts)

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  • Montag, 17. September 2018
  • Unternehmen
    Brenntag-Rivalen fusionieren

    In den USA schließen sich zwei Rivalen des deutschen Chemikalien-Händlers Brenntag zusammen. Univar übernimmt den kleineren Konkurrenten Nexeo für rund 1,05 Milliarden US-Dollar in bar und Aktien, wie die beiden Unternehmen am Montag nach Börsenschluss in den USA mitteilten. Das Gebot entspricht einem Aufschlag von 16 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag. Zusammen mit Schulden belaufe sich das Volumen des Geschäfts auf zwei Milliarden US-Dollar. Brenntag selbst ist in den vergangenen Jahren durch Zukäufe stark gewachsen. (rts)

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  • Der Börsen-Tag
    Euro-Inflation geht zurück

    Die Inflation in der Euro-Zone hat im August leicht nachgelassen. Die Verbraucherpreise lagen in den 19 Ländern des Währungsraums um durchschnittlich 2,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistikamt ihre vorläufigen Berechnungen bestätigte. Im Juli hatten die Teuerungsrate noch 2,1 Prozent betragen. Die Europäische Zentralbank sieht mittelfristig Werte von knapp zwei Prozent als ideal für die Konjunktur im Euro-Raum an. Dieses Ziel dürfte sie noch eine ganze Weile verpassen. Die Inflationsrate soll 2018, 2019 und 2020 bei jeweils 1,7 Prozent liegen, sagen die EZB-Ökonomen voraus. Die Währungshüter steuern daher nur in Trippelschritten auf ein Ende ihrer extrem lockeren Geldpolitik zu. Die vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe will sie ab Oktober auf 15 Milliarden Euro je Monat halbieren. (rts)

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  • Unternehmen
    Vodafone denkt über Funkmast-Verkauf nach

    Der designierte neue Chef von Vodafone erwägt den Verkauf von Zehntausenden von Mobilfunkmasten, um den Schuldenberg des Unternehmens von 31 Milliarden Euro zu verringern. Auf einer Goldman-Sachs-Konferenz in New York versuchte Nick Read, Sorgen über die hohe Verschuldung und die Nachhaltigkeit der Dividendenzahlungen des britischen Telekomkonzerns zu zerstreuen. Assetverkäufe könnten diese Last verringern, der Verkauf der Mobilfunkmasten sei "eine Überlegung", sagte Read laut einem Bericht der "Financial Times" (FT). Aktuell gebe es aber nichts zu verkünden.

    Der Telekomkonzern verfügt laut der Zeitung in ganz Europa über 110.000 Mobilfunkmasten. Der amtierende Konzernchef sei aber immer gegen eine Veräußerung gewesen. Laut Berechnungen von Barclays könne sich der Wert der Masten auf 12 Milliarden Euro belaufen. (DJ)

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  • Konjunktur
    Industrie stellt Beschäftigungsrekord auf

    Ungeachtet der aktuellen Auftragsflaute eilt die deutsche Industrie von einem Beschäftigungsrekord zum nächsten. Zuletzt zählten die Betriebe mehr als 5,6 Millionen Mitarbeiter. "Damit erreichte das Verarbeitende Gewerbe im Juli 2018 erneut einen Höchststand bei der Zahl der Beschäftigten seit Beginn der Zeitreihe im Januar 2005", teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Binnen eines Jahres stieg sie um rund 150.000 oder 2,7 Prozent. Dabei lief es zuletzt für die exportabhängige Industrie nicht mehr richtig rund: Sie sammelte in sechs der vergangenen sieben Monate weniger Aufträge ein. Ein Grund dafür dürften weltweit zunehmende Handelshemmnisse sein. Der näher rückende EU-Austritt Großbritanniens und die Krise großer Schwellenländer wie der Türkei könnten die Auftragsflaute verlängern. (rts)

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  • Der Börsen-Tag
    Knorr-Bremse geht noch 2018 an die Börse

    Der Bremsenhersteller Knorr-Bremse will noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Das Münchner Traditionsunternehmen kündigte den seit Monaten erwogenen Schritt nun offiziell an. Platziert werden sollen nur Aktien aus dem Besitz von Mehrheitsaktionär Heinz Hermann Thiele und seiner Familie, wie Knorr-Bremse mitteilte. Dem Unternehmen selbst fließt damit kein Geld zu. Der 77-jährige Thiele will mit dem Börsengang sein Erbe regeln. Er will zunächst aber zusammen mit seiner Tochter die Mehrheit behalten. Insidern zufolge könnten 25 bis 30 Prozent der Knorr-Bremse-Anteile verkauft werden. Mit mehr als drei Milliarden Euro wäre die Emission, die in den nächsten vier Wochen über die Bühne gehen dürfte, dann einer der größten in Deutschland in diesem Jahr. Federführend begleitet wird der Börsengang von der Deutschen Bank, JP Morgan und Morgan Stanley. (rts)

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