Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 25. März 2016
  • Staatshaushalt

    Frankreich senkt Defizit 2015 stärker als geplant

    Frankreich hat sein Staatsdefizit im vergangenen Jahr stärker reduziert als zunächst gedacht. Allerdings waren die Schulden des Landes noch nie so hoch. Wie das französische Statistikamt mitteilte, lag der Fehlbetrag im Staatshaushalt 2015 bei 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. Das war die kleinste Lücke seit der weltweiten Finanzkrise 2008. Angepeilt und der EU zugesagt hatte Frankreich ein Defizit von 3,8 Prozent. Trotz der besseren Entwicklung reißt die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone nach Deutschland erneut die EU-Defizitgrenze von maximal drei Prozent. 2017 soll Frankreich sie wieder einhalten. Der Schuldenberg wuchs indes im letzten Jahr auf den Rekordwert von 95,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes an. Ein Jahr zuvor lag er noch bei 95,3 Prozent. (rts)

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  • Dienstag, 12. Dezember 2017
  • Übernahmen
    Franzosen schlucken Westfield

    Der französische Immobilienkonzern Unibail-Rodamco übernimmt Westfield, einen australischen Betreiber von US-Einkaufszentren. Der Kaufpreis liegt bei 20,8 Milliarden australische Dollar (umgerechnet 13,3 Milliarden Euro), wie Unibail-Rodamco mitteilte. Westfield betreibt in den USA unter anderem die Ladenpassage im World Trade Center in New York. Die Australier hätten der Übernahme zugestimmt, hieß es. Die Offerte in bar und Aktien von Unibail-Rodamco bewertet die Westfield-Anteile mit 10,01 australischen Dollar je Stück. Das entspricht einem Aufschlag von fast 18 Prozent auf den jüngsten Schlusskurs in Höhe von 8,50 Dollar. Die Westfield-Aktie war bei Börsenöffnung am Dienstag vor Bekanntgabe des Deals vom Handel ausgesetzt. (DJ)

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  • Luftfahrt
    Flughafen Frankfurt wächst

    Der Flughafen Frankfurt hat im November etwas mehr als fünf Millionen Fluggäste verzeichnet. Das ist ein kräftiges Plus von 21,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie der Flughafenbetreiber Fraport mitteilte. Allerdings mussten im November 2016 wegen Streiks zahlreiche Flüge gestrichen werden. Bereinigt um diesen Sondereffekt lag der Zuwachs aber immer noch bei 11,8 Prozent. Bezogen auf das laufende Gesamtjahr liegen die Passagierzahlen mit 59,9 Millionen um 6 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Das Frachtaufkommen kletterte im Zeitraum Januar bis November um 4,3 Prozent auf rund 2,05 Millionen Tonnen. (DJ)

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  • Unternehmen
    Milliardendeal: Atos will Gemalto kaufen

    Der französische IT-Dienstleister Atos will den niederländischen Chipkarten-Hersteller Gemalto übernehmen. Atos will nach eigenen Angaben für den Anbieter von Produkten zur digitalen Sicherheit insgesamt 4,3 Milliarden Euro auf den Tisch legen. Pro Gemalto-Aktie offeriere Atos 46 Euro. Das ist ein Aufschlag von 42 Prozent verglichen mit dem Schlusskurs vom Freitag. Mit dem Zukauf will Atos zu einem führenden globalen Anbieter von Cyber-Sicherheit und digitalen Dienstleistungen aufsteigen. Zu den Geschäftsfeldern von Atos gehören Zahlungstransaktionen, Beratungs- und Technologiedienstleistungen, Systemintegration sowie Outsourcing-Dienstleistungen. Der IT-Dienstleister ist in Bezons bei Paris ansässig. Gemalto stellt unter anderem Chip- und Magnetstreifenkarten wie SIM-Karten für Handys, Kreditkarten sowie Gesundheitskarten her. (rts)

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