Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 13. Februar 2018
  • Konjunktur

    Frankreichs Jobmarkt boomt wie seit Jahren nicht mehr

    Die Beschäftigung in Frankreich wächst durch den Konjunkturboom so kräftig wie seit dem Beginn der Finanzkrise vor zehn Jahren nicht mehr. 2017 wurden 253.500 Jobs geschaffen, wie das Statistikamt Insee mitteilte. Das sei der stärkste Zuwachs seit 2007, bevor die Rezession 2008/09 auch in Frankreich Hunderttausende Arbeitsplätze vernichtete. Inzwischen hat sich die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone wieder erholt: Im vergangenen Jahr wuchs das Bruttoinlandsprodukt mit 1,9 Prozent so kräftig wie seit 2011 nicht mehr, befeuert von niedrigen Zinsen und der Weltkonjunktur. Fast alle neuen Stellen gehen auf das Konto des Dienstleistungssektors. (rts)

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  • Samstag, 26. Mai 2018
  • Tarifverhandlungen
    IG Bau nimmt Schlichterspruch an

    Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat dem Schlichterspruch für die rund 800.000 Beschäftigten in der Branche zugestimmt. Das teilte die Gewerkschaft am Samstag nach einem Treffen der Tarifkommission in Frankfurt mit. Das Schlichtungsergebnis vom 12. Mai sieht rückwirkend zum 1. Mai ein Plus beim Gehalt im Westen von 5,7 Prozent und im Osten von 6,6, Prozent vor. Für 2019 gibt es im Osten einen weiteren Schritt von 0,8 Prozent. Vereinbart wurden zudem Einmalzahlungen: Für den Westen betragen sie bis Ende kommenden Jahres insgesamt 1100 Euro für jeden Beschäftigten, für den Osten 250 Euro. Der Schlichterspruch sieht auch einen stufenweisen Einstieg in ein 13. Monatseinkommen vor. Die Laufzeit beträgt 26 Monate. Der Schiedsspruch sei der beste Abschluss aller Branchen in Deutschland und spiegele damit die Hochkonjunktur am Bau wider, erklärte IG Bau-Vorsitzender Robert Feiger. "Wir erwarten jetzt von den Arbeitgebern, dass sie dem Kompromiss ebenfalls zustimmen." Zuvor hatten die Arbeitgeber um eine Verlängerung der ursprünglich am Samstag endenden Erklärungsfrist gebeten. Sie läuft den Angaben zufolge nun noch bis zum 1. Juni. (AFP)

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  • Unternehmen
    Pepsico setzt auf Gemüse-Chips

    Der Getränke- und Snack-Konzern Pepsico baut mit einem Zukauf seine Produktpalette in Richtung gesünderer Angebote aus. Wie der Hersteller von Chips der Marken Lays und Doritos mitteilte, übernimmt er das Startup Bare Foods, das Gemüse- und Obstchips unter der Marke Bare Snacks im Programm hat. Einen Kaufpreis nannte Pepsico nicht. Pepsico versucht seit geraumer Zeit, nahrhaftere Produkte anzubieten und den Zusatz von Zucker, Salz und gesättigten Fetten zu reduzieren. "Bare Snacks passt perfekt zu dieser Vision", sagte Konzernchefin Indra Nooyi. (DJ)

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  • Ratingagenturen
    Moody´s droht Italien mit Herabstufung

    Die Ratingagentur Moody's prüft nach Bekanntgabe der Ausgaben- und Steuerkürzungspläne der nächsten italienischen Regierung eine mögliche Herabstufung der Bonität des Landes. Man sehe ein "beträchtliches Risiko" einer deutlichen Verschlechterung der Finanzlage Italiens, teilte Moody's am Freitag mit. Derzeit wird das Land mit "Baa2" bewertet. Damit bescheinigt die Agentur Italien eine befriedigende Bonität, das heißt eine angemessene Deckung von Zins und Tilgung, aber auch mangelnden Schutz gegen wirtschaftliche Veränderungen. Bei einer Herabstufung dürften sich die Kreditkosten Italiens verteuern. In dem Land haben sich die beiden populistischen Parteien 5 Sterne und Lega auf eine Koalition geeinigt. Sie planen unter anderem höhere Sozialausgaben, Steuersenkungen und eine Rücknahme der Rentenreform, mit der das Rentenalter heraufgesetzt werden sollte. Die EZB, die EU-Kommission sowie die Bundesregierung warnten bereits vor den Risiken. (rts)

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