Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 21. Oktober 2014
  • Energie

    Gazprom will mehr in Asien investieren

    Der russische Energiekonzern Gazprom spielt wegen der Sanktionen des Westens höhere Investitionen in Asien durch. Es werde erwogen, mehr Geld in andere Märkte umzuschichten, teilte das Unternehmen mit. Die gegenseitigen Strafen im Zuge des Ukraine-Konflikts treffen auch Gazprom. Dieses Jahr will der vom Kreml kontrollierte Konzern ein Viertel mehr investieren als ursprünglich geplant, umgerechnet nunmehr 19,6 Milliarden Euro. Im Mai hatte Russland mit China einen umfangreichen Gas-Vertrag ausgehandelt, dessen Volumen auf 400 Milliarden Dollar geschätzt wird. Ab 2018 liefert Gazprom bis zu 38 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr in die Volksrepublik. Russland will sich damit unabhängiger von Lieferungen nach Europa machen. (rts)

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  • Montag, 22. Januar 2018
  • Luftfahrt
    Airbus verkauft weniger Hubschrauber

    Im Geschäft mit Hubschraubern hat der Luftfahrtkonzern Airbus 2017 weniger weniger Neubestellungen erhalten als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Auslieferungen entwickelte sich rückläufig, wie Airbus Helicopters mitteilte. Angesichts der anhaltenden Schwäche des Segments will der europäische Hersteller nun die Effizienz seiner Helikoptersparte steigern. Insgesamt fertigte Airbus im vergangenen Jahr 409 Hubschrauber, im Jahr zuvor hatte der Boeing-Konkurrent 418 Stück an Kunden übergeben. Der Auftragseingang erreichte netto 335 Hubschrauber, 2016 hatte Airbus 353 Neubestellungen in die Bücher genommen. Gedämpft wurden die negativen Folgen des Order-Rückgangs dadurch, dass mehr größere und lukrativere Modelle bei Airbus bestellt wurden. So erhielt das Unternehmen 54 Bestellungen für das Modell "Super Puma", vor allem von staatlichen Kunden, und 19 Aufträge für sein mittelgroßes Modell H175. Das Helikopter-Geschäft trägt derzeit rund 10 Prozent zum Konzernumsatz bei. (DJ)

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  • Übernahme
    Sanofi schluckt US-Bluterspezialisten

    Der französische Pharmakonzern Sanofi übernimmt die US-Pharmafirma Bioverativ für 11,6 Milliarden Dollar. Wie die Franzosen am Morgen mitteilten, bezahlt Sanofi 105 Dollar je Bioverativ-Aktie, was einem Aufschlag von 64 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag entspricht. Mit dem Kauf werde die eigene Stellung im Bereich der seltenen Krankheiten gestärkt und der Gewinn gesteigert, heißt es. Bioverativ ist auf die Behandlung der Bluterkrankheit spezialisiert. (rts)

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  • Privatisierungen
    PPC lockt Investoren an

    Fünfzehn Investoren haben ihr Interesse an den zum Verkauf stehenden Kohlekraftwerken des griechischen Stromversorgers PPC bekundet. Die geplante Veräußerung der Anlagen sei auf großes Interesse gestoßen, sagte Griechenlands Energieminister George Stathakis, ohne Details zu nennen. PPC ist der größte Stromversorger des krisengeschüttelten Landes. Griechenland soll auf Geheiß seiner internationalen Geldgeber den Strommarkt privatisieren. PPC gehört zu 51 Prozent dem Staat. Das Unternehmen soll Anlagen veräußern, die rund 40 Prozent seiner Kapazität entsprechen. Der Versorger kontrolliert in Griechenland 90 Prozent des Privatkundenmarkts und 60 Prozent des Großhandelsmarktes. (rts)

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