Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 18. Juni 2014
  • Unternehmen

    Haftbefehl gegen Middelhoff vom Tisch

    Der frühere Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, kann aufatmen: Das Thema Haftbefehl ist vom Tisch. Der Arcandor-Insolvenzverwalter Hans-Gerd Jauch habe die Vollstreckungsaufträge gegen den Manager zurückgezogen, nachdem Middelhoffs Managerversicherung eine Haftungsgarantie für 3,4 Millionen Euro übernommen habe, berichtete ein Jauch-Sprecher. Damit sei auch das Thema Haftbefehl erledigt. Nach einem Bericht des "Spiegel" hat eine Gerichtsvollzieherin den Haftbefehl beantragt, um den Manager im Zusammenhang mit Zahlungsforderungen des Insolvenzverwalters zur Offenlegung seiner Vermögensverhältnisse zu zwingen. Das Essener Landgericht hatte Middelhoff im September vergangenen Jahres in einem Zivilverfahren verurteilt, rund 3,4 Millionen Euro an den Insolvenzverwalter zu zahlen. Es geht vor allem um Bonuszahlungen, die Middelhoff nach Auffassung der Richter zu Unrecht erhalten hat. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, da beide Seiten Revision eingelegt haben. Middelhoff hatte bereits am Wochenende berichtete, dass eine Einigung zwischen der Managerversicherung und dem Insolvenzverwalter erzielt worden sei. Der Insolvenzverwalter hatte dies jedoch zunächst nicht bestätigt. (dpa)

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  • Samstag, 24. Februar 2018
  • Konjunktur
    Saudi-Arabien will Öl-Förderbremse lockern

    Saudi-Arabien geht nach Worten von Ölminister Chalid al-Falih davon aus, dass die Förderbremse der Opec und anderer Staaten im kommenden Jahr abgemildert wird. Die Organisation erdölexportierender Länder und andere Staaten wollten den Markt stabilisieren, sagte Al-Falih bei einem Besuch in Indien. Der nächste Schritt könnte eine Lockerung der Förderbremse sein. "Nach meiner Einschätzung wird das im Laufe von 2019 geschehen, aber wir wissen nicht wann und wie." Die Opec und andere Exportnationen wie Russland hatten sich darauf geeinigt, ihre Produktion um 1,2 Millionen Barrel Öl am Tag zu kürzen. Die Vereinbarung ist bis Ende 2018 gültig. Hintergrund ist ein Preisverfall auf dem Ölmarkt. So kostete ein Fass der Nordseesorte Brent vor zwei Jahren weniger als 30 Dollar. Inzwischen hat sich der Preis mehr als verdoppelt. (rts)

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  • Konjunktur
    Fitch stuft Brasilien herab

    Fitch hat das Rating Brasiliens um eine weitere Stufe gesenkt. Die langfristigen Verbindlichkeiten würden jetzt nur noch mit "BB-" bewertet nach zuvor "BB", teilten die Bonitätswächter am Freitag mit. Damit rutscht die Bewertung des südamerikanischen Landes tiefer in den Ramschbereich. Grund für den Schritt seien das hohe Haushaltsdefizit, die steigenden Staatsschulden und Verzögerungen bei den Sozialreformen. Der Ausblick sei dagegen auf "stabil" von zuvor "negativ" angehoben worden. Die US-Ratingagentur S&P hatte die größte Volkswirtschaft Südamerikas im Januar ebenfalls herabgestuft. Trotz politischer Unsicherheit hat sich die Wirtschaft des Landes zuletzt erholt. (rts)

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