Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 12. Juli 2018
  • Konjunktur

    Inflation im Juni erneut über zwei Prozent

    Die Inflation in Deutschland hat den zweiten Monat in Folge mehr als zwei Prozent betragen. Das Statistische Bundesamt bestätigte die bereits vorläufig genannte Jahresteuerung von 2,1 Prozent. Verantwortlich waren vor allem die stark gestiegenen Energiepreise. Im Mai hatte die Preissteigerung bei 2,2 Prozent im Jahresvergleich gelegen. In den Monaten Februar bis April hatte jeweils eine 1 vor dem Komma gestanden. Im Vergleich zum Mai 2018 legten die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent zu. (dpa)

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  • Mittwoch, 14. November 2018
  • Unternehmen
    Gerry Weber zückt den nächsten Rotstift

    Der in eine Krise geratene Modekonzern Gerry Weber muss zusätzliche Stellen abbauen und weitere Läden schließen. Nach Informationen des "Westfalen-Blatts" will das Management nach mehreren Sparprogrammen nochmals weltweit 900 von 6500 Jobs streichen. Zusätzlich sollen bis zu 200 Filialen geschlossen werden. Die Zeitung beruft sich auf Informationen aus einer Mitarbeiterversammlung. Auch die Zentrale in Halle in Westfalen und das Logistikzentrum seien von dem Stellenabbau betroffen. Das Unternehmen äußerte sich nicht zu den Zahlen. Gerry Weber hatte erst am Dienstag vor einem größeren Verlust gewarnt. (dpa)

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  • Quartalszahlen
    BVB mit schwächerem Quartal

    Die außergewöhnlich hohen Transfereinnahmen aus der Vorsaison haben bei Borussia Dortmund für rückläufige Zahlen im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019 gesorgt. So fiel der Gewinn mit 5,1 Millionen Euro von Juli bis Ende September deutlich geringer aus als im Vorjahreszeitraum, wie der Fußballklub mitteilte. Vor einem Jahr hatten Spielerverkäufe viel Geld in die Kasse gebracht, der Überschuss erreichte 52,6 Millionen Euro. Auch der Umsatz ging nun wie erwartet von 224,8 auf 132,1 Millionen Euro zurück. Die Transfererlöse sanken von 136,2 auf 41 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung der Transferzahlen stieg der Umsatz des BVB-Konzerns um knapp 3 Prozent auf 91,1 Millionen Euro. Die Aktie des einzigen an der Börse gelisteten Fußballclub in Deutschland hat wegen der sportlichen Erfolge im Jahresverlauf bereits 60 Prozent an Wert gewonnen. Nach Veröffentlichung des Quartalsberichts gab der Aktienkurs im Kleinwerteindex SDax bis zum Mittag um knapp 3 Prozent nach. (dpa)

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  • Konjunktur
    Gebremstes Wachstum in der Eurozone

    Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone hat sich im dritten Quartal verlangsamt. Das Statistikamt der EU, Eurostat, bestätigte eine entsprechende erste Schätzung von Ende Oktober. Demnach nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 19 Länder der Währungsunion im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 Prozent zu. In den ersten beiden Quartalen war die Wirtschaft noch jeweils um 0,4 Prozent gewachsen. Maßgeblich verantwortlich für die Verlangsamung sind die Zahlen aus Deutschland. Dort sank das BIP um 0,2 Prozent. Neben Deutschland ging demnach lediglich in Litauen die Wirtschaftsleistung zurück. Allerdings lagen die Daten von sechs Euro-Ländern noch nicht vor. Die Berechnung basiert laut Eurostat auf Daten, die 96 Prozent des BIP der Eurozone abdecken. In Italien gab es ein Nullwachstum. Dort erhöht die stagnierende Wirtschaft den Druck auf die Regierung, die ihre Budgetpläne an einen optimistischen Wirtschaftsausblick knüpft. Sie plant in ihrem Haushaltsentwurf für 2019 eine deutlich höhere Neuverschuldung als mit Brüssel vereinbart. (AFP)

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  • Quartalszahlen
    Leoni verzeichnet Gewinneinbruch

    Der Autozulieferer Leoni hat nach einem Gewinnrückgang im dritten Quartal Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität eingeleitet. Das Unternehmen will mit dem Programm seine Wachstumschancen stärker auf die "Ergebnisqualität" ausrichten. Konkrete Maßnahmen wurden bisher nicht mitgeteilt. Den vor rund drei Wochen gesenkten Jahresausblick bestätigte das SDax-Unternehmen. Im dritten Quartal stieg der Umsatz gestützt vom hohen Kupferpreis um 1,5 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro. Das Ergebnis nach Steuern brach um 13 Prozent auf 23 Millionen Euro ein. Das vorläufig gemeldete Ebit von 38 (45) Millionen Euro bestätigte das Unternehmen. Wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht, sank das Nettoergebnis auf 23,4 Millionen von 27,2 Millionen Euro. Der Nürnberger Zulieferer hatte wegen eines schwächeren Automarktes in China und den Auswirkungen aus dem neuen Abgastest die Ziele für dieses Jahr vor kurzem gesenkt. (DJ)

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  • Quartalszahlen
    Deutsche Wohnen hebt den Ausblick an

    Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat in den ersten neun Monaten 2018 dank steigender Mietern und eine niedrige Leerstandsquote mehr verdient als im Vorjahr. Der Berliner MDax-Konzern hob vor diesem Hintergrund die Prognosen für das Gesamtjahr an. Für die zweite Jahreshälfte rechnet das Unternehmen zudem mit einer weiteren Aufwertung des Immobilienbestands um bis zu 1,5 Milliarden Euro. Per Ende September umfasste das Portfolio der Deutsche Wohnen rund 166.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten mit einem Wert ("Fair Value") von rund 20,1 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn kletterte im Zeitraum von Januar bis September von 706 Millionen auf 756,7 Millionen Euro. Die durchschnittliche monatliche Vertragsmiete im Gesamtbestand betrug nach Angaben des Unternehmens zum Stichtag 6,55 Euro je Quadratmeter. Der Leerstand lag weiter bei 1,9 Prozent. (DJ)

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  • Konjunktur
    Japans Wirtschaftsmotor stottert

    Die japanische Wirtschaft ist im dritten Quartal stärker geschrumpft als erwartet. Eine Reihe von Naturkatastrophen haben die Exporte und den Tourismus belastet, und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging in dem Zeitraum von Anfang Juli bis Ende September annualisiert um 1,2 Prozent zurück, wie aus den Daten der Regierung hervorgeht. Im Vorquartal legte das BIP um 3 Prozent zu. Analysten hatten für das dritte Quartal mit einem Rückgang von 1 Prozent auf annualisierter Basis gerechnet. Im vergangenen Jahresviertel ging der private Konsum, der fast 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, um 0,1 Prozent zurück. Die Verbraucher seien wegen des schlechten Wetters zu Hause geblieben, und der Preisanstieg bei frischen Lebensmitteln und Energie habe die anderen Konsumausgaben belastet. (DJ)

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