Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 01. März 2016
  • Löhne & Gehälter

    Mindestlohn gilt für Gebäudereiniger

    Gebäudereiniger haben ab 1. März Anspruch auf einen tariflichen Mindestlohn. In der untersten Lohngruppe verdienen Reinigungskräfte künftig 9,80 Euro pro Stunde in Westdeutschland und 8,70 Euro in den ostdeutschen Bundesländern, wie die Gewerkschaft IG BAU mitteilte. "Ab sofort darf keine Reinigungskraft weniger verdienen", erklärte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux. Die Branche hat rund 600.000 Beschäftigte. Auch für den ebenfalls zur Gebäudereinigung zählenden Bereich der Glas- und Fassadenreinigung gilt seit Dienstag ein höherer Mindestlohn: Im Westen beträgt er 12,98 Euro die Stunde, im Osten 11,10 Euro. (AFP)

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  • Montag, 11. Dezember 2017
  • Unternehmen
    Autoteilehändler Stahlgruber in die USA verkauft

    Der Autoteilehändler Stahlgruber wird amerikanisch. Der US-Rivale LKQ übernimmt Stahlgruber aus Poing bei München für knapp 1,5 Milliarden Euro. Wie die LKQ Corporation mitteilte, will sie damit ihre führende Position im europäischen Handel mit Kfz-Teilen stärken. Stahlgruber verfügt über 228 Verkaufszentren, sechs Lagerhäuser und ein knapp 128.000 Quadratmeter großes, modernes Logistikzentrum. Knapp 6600 Stahlgruber-Mitarbeiter werden zu LKQ wechseln. Stahlgruber wird 2017 voraussichtlich einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro erzielen. (DJ)

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  • Tourismus
    Lidl übernimmt Reiseveranstalter

    Die Discounter-Kette Lidl baut ihr Reisegeschäft aus. Das Unternehmen übernimmt den insolventen Veranstalter JT Touristik, wie Insolvenzverwalter Stephan Thiemann mitteilte. Stimmen die Kartellbehörden zu, will Lidl den Kauf Anfang 2018 abschließen. Die Marke JT Touristik bleibe erhalten, ebenso alle 60 Stellen bei der Berliner Firma, hieß es.  Die Gründerin Jasmin Taylor verlasse das Unternehmen. "Das Know-how von JT ergänzt sich hervorragend mit den Kompetenzen, die wir in den letzten zehn Jahren aufgebaut haben", sagte Christoph Hahn, Reise-Chef bei Lidl E-Commerce International. Gebuchte Reisen finden den Angaben zufolge wie geplant statt. (dpa)

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  • Schnee behindert den Flugverkehr
    Fraport kämpft gegen den Winter

    Wetterchaos im deutschen Flugverkehr: Nach den ergiebigen Schneefällen vom Wochenende beginnt sich der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen allmählich wieder zu normalisieren.

    Am Morgen fielen wegen Eis und Schnee zwar noch 77 der für diesen Tag geplanten Flüge aus, wie eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport sagte. Es könne auch noch zu Verzögerungen kommen. Der Großteil der Flugbewegungen sollte demnach aber pünktlich sein.

    Die Lage hat sich nach Angaben der Sprecherin im Vergleich zum Wochenende beruhigt. Am Sonntag waren demnach insgesamt 405 Flüge witterungsbedingt ausgefallen. Auf dem Vorfeld und den Landebahnen kämpften Flughafenmitarbeiter mit Räumfahrzeugen und Enteisungsmaschinen gegen Schnee und Eis auf Pisten, Rollbahnen und Tragflächen.

    Die Flugausfälle vom Wochenende wirbelten die Pläne vieler Reisender durcheinander. Am Frankfurter Flughafen strandeten hunderte Passagiere. 200 Personen mussten im Flughafen auf Feldbetten übernachten, weil ihre Anschlussflüge ausfielen.

    "Alles zugeschneit"

    Starke Schneefälle und Glatteis hatten dort den Flugplan durcheinandergebracht. Die Räum- und Enteiser-Teams waren im Dauereinsatz. "Bei unseren langen Start- und Landebahnen mussten die Räumfahrzeuge, wenn sie hinten fertig waren, vorne wieder anfangen, weil wieder alles zugeschneit war", erklärte die Sprecherin.

    Die witterungsbedingten Schwierigkeiten bleiben nicht auf Deutschlands größten Airport beschränkt. Am Münchner Flughafen kommt es nach heftigen Schneefällen und Eisregen ebenfalls zu Verspätungen und Flugausfällen. 185 von 1000 Flügen seien am Sonntag gestrichen worden, teilte ein Flughafen-Sprecher mit. Einige Maschinen hätten München wegen zu großer Verspätung nicht mehr angeflogen und konnten dort am Montagmorgen entsprechend nicht starten.

    Für den Wochenbeginn rechnet der Sprecher daher mit weiteren 50 Annullierungen. Bis zum Nachmittag sollte sich die Situation wieder beruhigen, hieß es. Aufgrund der Wetterlage war am Sonntag über Stunden nur eine von zwei Start- und Landebahnen freigegeben gewesen, während die andere enteist wurde. Zudem mussten die startenden und landenden Flugzeuge einen größeren Abstand zueinander einhalten als sonst.

    Am Himmel über Deutschland treffen derzeit zwei Wettersysteme aufeinander: Während das Sturmtief "Yves" von Südwesten her Richtung Ostsee zieht, strömen feuchtwarme Luftmassen von Süden her nach Deutschland. Nach den ergiebigen Schneefällen muss mit Tauwetter, Starkwinden und einem deutlichen Temperatursprung gerechnet werden, wie n-tv Meteorologe Björn Alexander warnt. Für die Region am Alpenrand gilt eine Unwetterwarnung.

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