Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 26. Mai 2018
  • Ratingagenturen

    Moody´s droht Italien mit Herabstufung

    Die Ratingagentur Moody's prüft nach Bekanntgabe der Ausgaben- und Steuerkürzungspläne der nächsten italienischen Regierung eine mögliche Herabstufung der Bonität des Landes. Man sehe ein "beträchtliches Risiko" einer deutlichen Verschlechterung der Finanzlage Italiens, teilte Moody's am Freitag mit. Derzeit wird das Land mit "Baa2" bewertet. Damit bescheinigt die Agentur Italien eine befriedigende Bonität, das heißt eine angemessene Deckung von Zins und Tilgung, aber auch mangelnden Schutz gegen wirtschaftliche Veränderungen. Bei einer Herabstufung dürften sich die Kreditkosten Italiens verteuern. In dem Land haben sich die beiden populistischen Parteien 5 Sterne und Lega auf eine Koalition geeinigt. Sie planen unter anderem höhere Sozialausgaben, Steuersenkungen und eine Rücknahme der Rentenreform, mit der das Rentenalter heraufgesetzt werden sollte. Die EZB, die EU-Kommission sowie die Bundesregierung warnten bereits vor den Risiken. (rts)

    +
  • Mittwoch, 20. Juni 2018
  • Unternehmen
    Deutsche Bank zahlt Millionenstrafe in den USA

    Die Deutsche Bank zahlt in den USA eine Geldstrafe von 205 Millionen Dollar. Grund sei ein Verstoß gegen Bankengesetze, teilte die New Yorker Finanzbehörde mit. Sie warf dem Finanzinstitut vorschriftswidriges Gebaren bei Devisengeschäften von 2007 bis 2013 vor. Zudem soll die Bank Kunden in die Irre geführt haben. Die Deutsche Bank habe der Zahlung der Strafe zugestimmt. Das Institut werde nun Maßnahmen ergreifen, um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden. Ein Sprecher der Bank sagte, dass die Strafe komplett durch bestehende Rückstellungen gedeckt sei. (rts)

    +
  • Unternehmen
    VW-Truck-Sparte heißt jetzt Traton

    Die Lkw-Sparte von Volkswagen ändert ihren Namen in Traton Group. Das Unternehmen erhofft sich von dem neuen Markenauftritt größere Unabhängigkeit von dem Wolfsburger Mutterkonzern und will für den Kapitalmarkt attraktiver werden. "Für die Gruppe ist der neue Markenauftritt ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu größerer Unabhängigkeit und zur Kapitalmarktfähigkeit", teilte Volkswagen Bus & Truck mit. Die offizielle Namensänderung werde voraussichtlich im dritten Quartal umgesetzt. "TRA" steht für Transport, Transformation oder Tradition, "TON" für Tonnage oder "immer ON sein". Die traditionsreichen Marken MAN, Scania, Volkswagen Caminhoes e Onibus und RIO sollen unter der Dachmarke der Traton Group ihre eigenen Identitäten behalten. (DJ)

    +
  • IPO
    Xiaomi will Milliarden erlösen

    Der chinesische Smartphonehersteller Xiaomi will bei seinem Börsengang in Hongkong Insidern zufolge bis zu 6,1 Milliarden US-Dollar einnehmen. Geplant sei, rund 2,18 Milliarden Aktien zwischen 17 und 22 Hongkong-Dollar auszugeben, sagten mehrere Insider. Damit wäre es eins der größten Börsendebüts eines Technologiekonzerns der vergangenen Jahre. Den Insidern zufolge werden der US-Chiphersteller Qualcomm, der chinesische Lieferkonzern SF Holding sowie der Telekomkonzern China Mobile und die staatliche China Merchants Group Ankerinvestoren, die insgesamt rund 15 Prozent der auf den Markt kommenden Aktien kauften. Am Donnerstag würden die Bücher geöffnet. (rts)

    +
  • Telekombranche
    Telstra entlässt Tausende Mitarbeiter

    Australiens größter Telekomkonzern Telstra streicht jede vierte Stelle. Insgesamt müssten 8000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, teilte der frühere Staatsmonopolist mit. Es ist die größte Entlassungswelle einer australischen Firma seit dem Zusammenbruch der Fluggesellschaft Ansett vor 17 Jahren. Die Telstra-Aktie fiel auf ein Sieben-Jahres-Tief. Mit der Maßnahme will Telstra rund eine Milliarde Australische Dollar (umgerechnet 637 Millionen Euro) einzusparen. Dem Unternehmen machen der Wettbewerb sowie Probleme im Festnetz-Geschäft zu schaffen. (rts)

    +
  • Konjunktur
    Energiepreise treiben deutsche Erzeugerpreise

    Steigende Energiepreise haben im Mai für höhere Produzentenpreise in Deutschland gesorgt. Im Vergleich zum Vormonat legten die Erzeugerpreise um 0,5 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,4 Prozent erwartet. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich eine Steigerung um 2,7 Prozent. Die Prognose hatte auf ein Plus von 2,6 Prozent gelautet. Die Energiepreise erhöhten sich um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ohne Energie ist der Index der Erzeugerpreise lediglich um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Bei dieser Statistik werden die Preise ab Fabrik erhoben, also bevor die Produkte und Rohstoffe in den Handel kommen. (DJ)

    +
Themenseiten Wirtschaft