Kurznachrichten

Energiewirtschaft Nord-Bundesländer wollen mehr Windparks auf See

Die Bundesländer im Norden Deutschlands wollen mehr Windparks in Nord- und Ostsee bauen. In einem gemeinsamen Appell verlangen Niedersachen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg und die Windenergiebranche, die bis 2030 gültige Ausbaubegrenzung zu beseitigen. Statt bis dahin Windfarmen mit einer Gesamtleistung von 15 Gigawatt zu errichten, sollen es nach dem Willen der Länder mindestens 20 Gigawatt sein. "Ohne die Nutzung der riesigen Potenziale in Nord- und Ostsee kann die Energiewende in Deutschland nicht gelingen. Die Bundesregierung muss jetzt handeln und die Rahmenbedingungen für einen zügigen Ausbau verbessern", erklärte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies. Die Länder begründen ihre Forderung damit, dass in den jüngsten Ausschreibungen die Förderung für den Ausbau der Offshore-Energie rapide gefallen ist und einige Energieversorger sogar ganz auf die Subvention verzichten wollen. Den Deckel von 15 Gigawatt, was der Leistung von 15 Atomkraftwerken entspricht, hatte die Bundesregierung eingezogen, weil die Windanlagen auf See bis vor kurzem noch sehr teuer waren. Die Stromkunden sollten nicht über Gebühr belastet werden durch steigende Ausgaben für teure Windräder. (DJ)

Quelle: n-tv.de