Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 20. Mai 2014
  • Unternehmen, Auto

    Produktion bei Saab ruht

    Ein halbes Jahr nach der Wiederaufnahme der Produktion beim schwedischen Autobauer Saab stehen die Bänder wieder still. Das Konsortium National Electric Vehicle Sweden (Nevs), seit 2012 Saab-Eigner, kündigte einen "kurzzeitigen Stopp der Produktion" wegen Liquiditätsproblemen an. Verantwortlich macht das Konsortium dafür einen Aktionär, der seiner vertraglichen Pflicht zur Finanzierung des Unternehmens nicht nachgekommen sei. Der Haupteigner National Modern Energy Holdings habe sich daher entschlossen, die Finanzierung allein zu übernehmen, kurzfristig aber nicht genügend Kapital zusammenbekommen. Um den Engpass zu überbrücken, werde die Produktion der bislang sechs Autos pro Tag angehalten. (dpa)

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  • Donnerstag, 15. November 2018
  • Quartalszahlen
    Autovermieter Sixt baut auf Wachstum in den USA

    Deutschlands größter Autovermieter Sixt setzt in den nächsten Jahren vor allem auf die Expansion in den USA. "Ich glaube, dass die USA für viele Jahre unser Wachstumstreiber sein werden", sagte Vorstandschef Erich Sixt. Schon jetzt sei das Land das zweitwichtigste für Sixt geworden, drei der zehn größten Sixt-Stationen weltweit lägen dort. 55 sind es insgesamt in den USA. "Wir könnten schon 1000 haben, aber wir sind hier limitiert im Management", sagte der 74-Jährige. Der amerikanische Autovermiet-Markt sei rund 30 Milliarden Dollar schwer. Zuletzt habe Sixt eine Station auf der Pazifik-Insel Hawaii eröffnet. "Im Sixt-Imperium geht jetzt die Sonne nicht mehr unter." In den ersten neun Monaten des Jahres wuchs Sixt im Ausland mit fast 23 Prozent im Ausland deutlich stärker als im Inland (knapp sechs Prozent). Der Auslandsanteil am Umsatz im Vermiet-Geschäft von 1,62 Milliarden Euro wuchs auf 58,5 (Vorjahr: 54,9) Prozent. Für das Gesamtjahr hat sich Erich Sixt ein operatives Umsatzplus - also ohne die Verkaufserlöse für Gebrauchtwagen - von "um die zehn Prozent" vorgenommen. Von Januar bis September lag das Plus bei knapp 14 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern soll um "15, vielleicht sogar bis zu 20 Prozent" steigen - ohne die 196 Millionen Euro, die der Verkauf der Anteile am Car-Sharing-Anbieter DriveNow eingebracht hat. Nach neun Monaten lag der bereinigte Gewinn vor Steuern mit 286 Millionen Euro 27 Prozent über Vorjahr - und war damit fast so hoch wie im ganzen Jahr 2017. Dabei seien die Preise zuletzt nur leicht gestiegen. "Immerhin sehe ich zurzeit niemanden, der Marktanteile mit aggressiven Preisen einzukaufen versucht." Sixt habe die Auslastung seiner Flotte in Deutschland gesteigert. Mit dem Aufbau eines eigenen Car-Sharing-Angebots will sich Sixt Zeit lassen. "Wir haben verschiedene Tests am Laufen. Wir wollen erst einmal sehen: Wie läuft das?" Ergebnisse sollen im nächsten Jahr vorgestellt werden. "Wir werden die Konkurrenz überraschen", kündigte Erich Sixt an. Autovermietung, Leasing und Car-Sharing wüchsen ohnehin zusammen. Über den Fahrdienst Uber, der in der Nacht zum Donnerstag über einen Verlust von 1,07 Milliarden Dollar im abgelaufenen Quartal berichtet hatte, spottete Sixt: "In der Branche tummeln sich einige Verlustmaximierer." (rts)

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  • Quartalszahlen
    K+S dampft die Prognose ein

    Der Dünger- und Salzproduzent K+S ist wie befürchtet im dritten Quartal in die Verlustzone gerutscht und hat seine Gewinnerwartung für das Gesamtjahr gesenkt. Die starke Trockenheit führe zu höheren Kosten, da wegen der niedrigen Wasserstände weniger Bergbau-Abwasser in die Werra entsorgt werden könne, hieß es. Auch eine höhere Kali-Produktion im neuen kanadischen Werk konnte nicht verhindern, dass sich das Vorsteuerergebnis (Ebitda) auf 36,4 Millionen Euro mehr als halbierte, wie der Kasseler Rohstoffkonzern mitteilte. Das bereinigte Ergebnis im fortgeführten Geschäft rutschte nach Steuern auf minus 60,6 Millionen Euro ab. Analysten hatten hier allerdings mit einem etwas höheren Verlust gerechnet. Im Vorjahreszeitraum hatte K+S noch 1,5 Millionen Euro verdient. Der Umsatz stieg um 15,6 Prozent auf 840 Millionen Euro. (DJ)

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  • Unternehmen
    Uber weitet Verlust aus

    Der Fahrdienstvermittler Uber ist US-Medienberichten zufolge im dritten Quartal tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Verglichen mit dem vorherigen Vierteljahr sei der Verlust von 891 Millionen Dollar auf 1,07 Milliarden Dollar angewachsen, schrieben unter anderem das "Wall Street Journal" und die "New York Times" unter Berufung auf den jüngsten Geschäftsbericht. Der Umsatz stieg demnach auf 2,95 Milliarden Dollar, was einem Plus von 38 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Damit hat sich das Wachstum deutlich verlangsamt. Uber will wie Rivale Lyft im ersten Halbjahr 2019 an die Börse. Da die Firma bislang privat ist, muss sie keine Geschäftsberichte veröffentlichen. Bestimmte Zahlen werden aber Investoren vorgelegt und dringen stets über US-Medien nach draußen. (dpa)

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  • Mittwoch, 14. November 2018
  • Unternehmen
    Cisco überrascht

    Der US-Netzwerk-Spezialist Cisco hat Anleger mit einem überraschend gut verlaufenen Geschäftsquartal erfreut. Der Aktienkurs legte nach der Veröffentlichung in einer ersten Reaktion im nachbörslichen Handel um mehr als zwei Prozent zu. Cisco hatte den Umsatz im ersten Jahresviertel um 8 Prozent auf 13,1 Milliarden US-Dollar gesteigert, wie das Unternehmen mitteilte. Der Gewinn legte unter dem Strich gar um 48 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten bei beiden Kenngrößen mit weniger gerechnet. Im zweiten Geschäftsquartal erwartet Cisco ein Umsatzplus von fünf bis sieben Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 71 bis 73 US-Cent liegen. Beides liegt in etwa im Rahmen der Erwartungen von Experten. (dpa)

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