Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 16. Oktober 2014
  • Unternehmen

    Roche bleibt weiter auf Kurs

    Der Pharmakonzern Roche hat in den ersten neun Monaten dank der Nachfrage nach seinen Krebsmedikamenten mehr umgesetzt. Von Januar bis Ende September stieg der Umsatz unter Ausschluss von Wechselkurseffekten um 5 Prozent. Der Erlös ging allerdings leicht auf 34,76 Milliarden Schweizer Franken (28,79 Milliarden Euro) von vorher 34,87 Milliarden Franken zurück.
    Die Gesamtjahresprognose haben die Schweizer bekräftigt. Roche rechnet mit einem Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich zu konstanten Wechselkursen. Der bereinigte Gewinn je Genussschein und Inhaberaktie soll stärker als der Umsatz zulegen. Zudem stellte der Konzern seinen Aktionären weiterhin eine Anhebung der Dividende in Aussicht.
    Die Division Pharma legte bereinigt um 4 Prozent und die Division Diagnostics um 6 Prozent zu. In der Pharmasparte waren die Krebsmedikamente, insbesondere Herceptin, Perjeta und Kadcyla zur Behandlung von Brustkrebs die Hauptwachstumsträger. Bei Diagnostics beruhten die Zuwächse vor allem auf der weiterhin starken Nachfrage nach Produkten des Geschäftsbereichs Professional Diagnostics.
    Die Schweizer berichten als erster großer Pharmakonzern über den Geschäftsverlauf nach drei Quartalen. Gewinnzahlen veröffentlicht das Unternehmen nur zum Halbjahr und am Jahresende. (DJ/rts)

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  • Freitag, 15. Dezember 2017
  • Arbeitskampf
    IG Metall in NRW beschließt Warnstreiks im Januar

    Im Tarifstreit für die 700.000 Metall-Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen will die Gewerkschaft im Januar mit Warnstreiks den Druck erhöhen. Das beschloss die Tarifkommission der IG Metall am Freitag in Bochum. Die Arbeitskämpfe sollen am 8. Januar beginnen, die dritte Verhandlungsrunde ist für den 18. Januar 2018 in Neuss angesetzt. Auch in Baden-Württemberg hat die IG Metall Warnstreiks in der zweiten Januarwoche geplant. Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde zwei Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung angeboten. Die IG Metall fordert bundesweit sechs Prozent und individuelle Regelungen zur Verkürzung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich. (dpa)

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  • Autobranche
    BMW errichtet Erprobungsgelände in Tschechien

    BMW investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in den Bau eines Erprobungsgeländes in Tschechien. Das rund 500 Hektar große Areal soll in Sokolov, nahe des Grenzübergangs Waldsassen, entstehen, wie der Autobauer mitteilte. Es liegt etwa zweieinhalb Autostunden vom BMW-Hauptentwicklungsstandort in München entfernt. Das neue Erprobungsgelände soll Anfang des nächsten Jahrzehnts in Betrieb gehen. Es sollen mehrere hundert Arbeitsplätze entstehen. Am geplanten Erprobungsstandort sollen zukunftsweisende Themen wie Elektrifizierung, Digitalisierung und automatisiertes Fahren vorangetrieben und beispielsweise Assistenzsysteme unter dem Aspekt der Fahrsicherheit erprobt werden. Die vorhandenen Erprobungsflächen in Aschheim bei München, Miramas (Frankreich) und Arjeplog (Schweden) reichen für die erforderlichen Erprobungsumfänge nicht mehr aus. (DJ)

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  • Unternehmen
    H&M kündigt Schließungen an

    Der Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) will nach überraschenden Umsatzeinbußen Läden schließen und das Onlinegeschäft ausbauen. Das schwedische Unternehmen kündigte am Freitag an, die Verzahnung von stationären mit Onlinehandel beschleunigen zu wollen. Zudem soll das Ladenportfolio überprüft werden - was zu mehr Schließungen und weniger Neueröffnungen führen werde. Die Kooperation mit der chinesischen Onlinehandelsplattform Alibaba soll erweitert werden. H&M hat im Schlussquartal Einbußen verbucht und schnitt deutlich schlechter ab als erwartet. Die Umsätze (ohne Mehrwertsteuer) sanken um 4 Prozent auf 50,4 Milliarden schwedische Kronen (rund 5,1 Milliarden Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten mit 53,9 Milliarden Kronen gerechnet. (dpa)

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  • Banken
    Russische Notenbank rettet nächstes Geldhaus

    In Russland rettet die Zentralbank einem Insider zufolge das nächste strauchelnde Geldinstitut vor dem Aus. Dabei gehe es um die Promsvyazbank, die zu den größten privatwirtschaftlichen Kreditgebern des Landes gehöre. Demnach stellte die Notenbank deren Eigentümer zuvor vor die Wahl: Entweder sie schießen dem Geldhaus 100 Milliarden Rubel (rund 1,45 Milliarden Euro) frisches Geld zu, um dessen Kapitalbasis zu stärken - oder die Notenbank übernimmt. Nach dem Standardprozedere würde das Institut zunächst vorübergehend der Notenbank unterstellt, anschließend bekäme es Hilfsgelder aus einem speziellen Fonds der Notenbank zugeschossen. Die Notenbank und auch ein Vertreter der Promsvyazbank wollten sich zu den Informationen nicht äußern. Im September hatte die Zentralbank bereits die B&N Bank gerettet, das gemessen an der Bilanzsumme zwölftgrößte Geldinstitut Russlands. Kurz zuvor hatte die Zentralbank der strauchelnden Großbank Otkritie unter die Arme gegriffen. (rts)

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  • Konjunktur
    Stimmung in Japans Industrie hellt weiter auf

    Die Stimmung unter den Managern der japanischen Großindustrie hat sich im fünften Quartal in Folge verbessert und ist so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Wie aus einer Quartalsumfrage ("Tankan") der Bank von Japan (BoJ) unter rund 10.000 Firmen hervorgeht, stieg der darin ermittelte Stimmungsindex für die großen Produktionskonzerne im Dezember um weitere 3 Punkte im Vergleich zum September auf jetzt plus 25. Ein positiver Index im Tankan-Bericht bedeutet, dass die Optimisten in der Mehrheit sind. Allerdings verharrte der Index für die nicht produzierenden Unternehmen des Landes weiter bei plus 23. Der schwache Yen und eine steigende globale Nachfrage haben den Unternehmen der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt, die weiterhin vom Exportmotor abhängt, zwar teils Rekordgewinne beschert. Die privaten Haushalte, deren Konsumausgaben rund 60 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes ausmachen, bekommen davon laut Kritikern jedoch noch nicht allzu viel zu spüren. Sie halten ihr Geld weiter zusammen. (dpa)

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