Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 11. Februar 2016
  • Geldpolitik

    Schwedische Zentralbank senkt Zinsen unerwartet deutlich

    Die schwedische Zentralbank hat ihren Leitzins überraschend deutlich gesenkt. Der Zinssatz werde von minus 0,35 auf minus 0,5 Prozent zurückgenommen, teilte die Riksbank mit. Ökonomen hatten lediglich eine Senkung auf minus 0,45 Prozent erwartet. "Angesichts niedrigerer Energiepreise und Mieterhöhungen dürfte die Inflation 2016 geringer ausfallen als im Dezember vorausgesagt", begründete die Zentralbank ihren Schritt. Sie signalisierte zudem "ein hohes Maß an Bereitschaft", die Geldpolitik bei hartnäckig niedriger Teuerung weiter zu lockern. Die Riksbank will bei Bedarf zudem in den Devisenmarkt einzugreifen. Sollte die heimische Krone so stark aufwerten, dass dadurch die Inflation gedrückt werde, sei man zum Handeln bereit. Je stärker die Währung, desto günstiger können Waren importiert werden. (rts)

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  • Montag, 18. Dezember 2017
  • Konjunktur
    Inflation im Euroraum bleibt unter EZB-Zielmarke

    Der Preisdruck in der Eurozone ist im November leicht gestiegen, aber insgesamt verhalten geblieben. Die jährliche Inflationsrate kletterte auf 1,5 von 1,4 Prozent im Vormonat. Die Statistikbehörde Eurostat bestätigte damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre erste Schätzung vom 30. November. Damit liegt die Inflation immer noch deutlich unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp 2 Prozent. Die sogenannte Kernteuerung, die besonders volatile Preise außen vor lässt, blieb im November stabil auf einem niedrigen Niveau. Die Kernrate (ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak) verharrte bei 0,9 Prozent. Binnen Monatsfrist stiegen die Verbraucherpreise im November in der Gesamtrate um 0,1 Prozent, die Kernrate sank indessen um 0,1 Prozent. Die Daten entsprachen den Prognosen von Volkswirten. Die EZB erreicht ihr Inflationsziel schon seit Jahren nicht mehr; nach den aktuellen EZB-Prognosen dürfte sie ihr Ziel sogar bis zum Jahr 2020 verfehlen. Derzeit kaufen die Zentralbanken des Eurosystems monatlich Anleihen für 60 Milliarden Euro, ab Januar wird es auf 30 Milliarden reduziert. (DJ)

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  • Konjunktur
    Gastgewerbe schwächelt im Oktober

    Deutschlands Hoteliers und Gastwirte bleiben trotz etwas schwächerer Geschäfte im Oktober auf Wachstumskurs. Preisbereinigt (real) sanken die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Zu unveränderten Preisen (nominal) verzeichnete das Gastgewerbe dagegen einen Anstieg um 1,6 Prozent. Insgesamt war die Entwicklung in den ersten zehn Monaten positiv. Die Branche setzte real 1,0 Prozent und nominal 3,0 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum. (dpa)

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  • Konjunktur
    Japans Handelsüberschuss verringert sich

    Japans Handelsüberschuss ist wegen steigender Kosten für Ölimporte im November deutlich gesunken. Wie die Regierung in Tokio bekanntgab, lag der Überschuss bei 113,4 Milliarden Yen (854 Millionen Euro) und damit um 22,6 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt konnte jedoch immerhin im sechsten Monat in Folge schwarze Zahlen in ihrer Bilanz ausweisen. Viele Ökonomen hatten mit einem Defizit gerechnet. Die Ausfuhren stiegen unter anderem dank guter Nachfrage nach japanischen Autos in den USA um 16,2 Prozent auf 6,9 Billionen Yen. Die Importe zogen aber noch stärker um 17,2 Prozent auf 6,8 Billionen Yen an. Dazu trugen Rohöleinfuhren aus Saudi Arabien sowie Smartphones aus China bei. (dpa)

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