Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 14. März 2018
  • Personalie

    Spohr bis 2023 Lufthansa-Chef

    Carsten Spohr soll nach 2018 weitere fünf Jahre Chef der Deutschen Lufthansa bleiben. Der Aufsichtsrat verlängerte den Vertrag mit dem 51-Jährigen bis Ende Dezember 2023, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Der Wirtschafsingenieur mit Flugkapitänslizenz steuert die Kranich-Airline bereits seit 2014. "Carsten Spohr hat die Modernisierung der Lufthansa Group in den vergangenen Jahren konsequent und sehr erfolgreich vorangetrieben", warb Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley für die Entscheidung. Spohr genieße höchstes Vertrauen seines Gremiums, das sich in großer Einigkeit für die Vertragsverlängerung ausgesprochen habe. (rts)

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  • Freitag, 22. Juni 2018
  • Haushalt
    EU-Defizitverfahren gegen Frankreich eingestellt

    Nach neun Jahren ist das EU-Verfahren gegen Frankreich wegen zu hoher Haushaltsdefizite offiziell beendet. Dies beschlossen die EU-Finanzminister in Luxemburg. Sie bestätigten, dass das Haushaltsdefizit des Eurolandes nun wieder unter dem vereinbarten Grenzwert von drei Prozent der Wirtschaftsleistung liegt. Damit endet ein jahrelanger Dauerstreit zwischen Paris und Brüssel über zu hohe Staatsausgaben bei zu geringem Wirtschaftswachstum. Das EU-Defizitverfahren gegen Frankreich lief seit 2009. Die EU-Partner hatten dem Land drei Mal mehr Zeit gegeben, seine Finanzen in Ordnung zu bringen. Für 2017 wies das Land einen Wert von 2,6 Prozent der Wirtschaftskraft aus und lag damit erstmals seit 2007 unter der Drei-Prozent-Schwelle. (dpa)

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  • Handel
    Auch Indien erhebt Zusatzzölle auf US-Produkte

    Nach China und der Europäischen Union hat auch Indien seine Importzölle auf einige US-amerikanische Produkte hochgeschraubt. Das indische Finanzministerium verkündete erhöhte Abgaben auf 29 Produkte - darunter viele landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Kichererbsen und Walnüsse, aber auch bestimmte Eisen- und Stahlprodukte. Die Maßnahme betreffe größtenteils aus den USA importierte Produkte, erklärte ein Sprecher des Handelsministeriums in Neu Delhi. Die meisten neuen Zölle sollen am 4. August in Kraft treten. Medienberichten zufolge haben die Zusatzzölle einen jährlichen Gesamtwert von rund 240 Millionen US-Dollar. Sie sollen demnach die von US-Präsident Donald Trump erhobenen Sonderabgaben auf Stahl- und Aluminiumprodukte in derselben Höhe ausgleichen. (dpa)

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  • Unternehmen
    Delivery Hero verkauft Schweiz-Geschäft

    Der weltgrößte Online-Essenslieferdienst Delivery Hero trennt sich von seinem Geschäft in der Schweiz. Die dort agierende Marke Foodarena werde an den niederländischen Konkurrenten Takeaway.com verkauft, kündigte der Berliner MDax-Konzern an. Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden. Der Erwerb von Foodarena stärke die Marktposition in der Schweiz und helfe Takeaway.com, die Marktführerschaft auf dem Kontinent auszubauen, teilte der fürs operative Geschäft zuständige Takeaway.com-Manager Jörg Gerbig mit. Beobachter gehen davon aus, dass es in der hart umkämpften Branche zu weiteren Zusammenschlüssen kommen wird. (rts)

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  • Unternehmen
    Auch bei Teslas Solartochter wird gespart

    Von den Sparmaßnahmen bei Tesla ist Konzernunterlagen und Insidern zufolge auch die Solartochter massiv betroffen. Von den etwa 60 Filialen sollten bis zu 14 geschlossen werden, wie aus insgesamt drei Tesla-Dokumenten hervorging, aus denen Reuters zitiert. Zudem solle die Partnerschaft mit Home Depot beendet werden. Über die Pläne berichteten auch sieben gegenwärtige und ehemalige Tesla-Mitarbeiter, die namentlich nicht genannt werden wollten. Der E-Auto-Bauer erklärte, die Stellenkürzungen bei der Sparte würden langfristig wie bei anderen Teilen des Konzerns bei neun Prozent der Belegschaft liegen. Tesla hatte vor zwei Jahren die damalige Firma SolarCity für 2,6 Milliarden Dollar übernommen. Das Geschäft war unter Experten umstritten. (rts)

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  • Banken
    Fitch senkt Ausblick der Deutschen Bank auf "negativ"

    Fitch hat seinen Ausblick für die Deutsche Bank auf "negativ" von "stabil" gesenkt. Dies spiegle das substanzielle Risiko für das Geldhaus bei der Umsetzung seiner Restrukturierung wider, erklärte die US-Ratingagentur. Fitch gehe davon aus, dass ein Versagen bei der Stärkung des Geschäftsmodells zu einer Herabstufung führen würde. Das Rating von "BBB+" wurde nicht angetastet. Eine Deutsche-Bank-Sprecherin lehnte am späten Abend eine Stellungnahme ab. Vor etwa drei Wochen hatte Standard & Poor's ihre Bonitätsnote des größten deutschen Geldhauses gesenkt: Die Bewertung der Kreditwürdigkeit wurde um eine Stufe auf "BBB+" von "A-" gekappt. Moody's hatte Ende April den Ausblick für das langfristige Einlagenrating auf "negativ" von "stabil" gesenkt. Bei einer Herabstufung drohen dem Geldhaus höhere Finanzierungskosten. Für Banken spielen diese eine wichtige Rolle: Je günstiger sie sich refinanzieren können, desto höher sind die Margen bei den ausgereichten Krediten. (rts)

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