Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 14. Februar 2018
  • Steuerpolitik

    Steuerhilfe für Schweizer Banken

    Die Schweiz will systemrelevanten Banken beim Aufbau von Krisen-Kapital entgegenkommen. Der Bundesrat leitete nach eigenen Angaben Schritte in die Wege, um zusätzliche Steuerbelastungen für die Großbanken bei der Emission von frischem Kapital zu verhindern. Die Institute - neben UBS und Credit Suisse auch die Zürcher Kantonalbank, Raiffeisen und Postfinance - können über ihre Konzernobergesellschaften spezielle Kapitalinstrumente begeben, um sich für den Krisenfall zu wappnen. Das erhöht jedoch die Gewinnsteuerbelastung auf Beteiligungserträgen. "Mehr Steuern mindern die Eigenmittel und stehen somit im Widerspruch zu den Zielen", erklärte die Regierung. Dies solle mit Änderungen bei der Steuerberechnung verhindert werden. (rts)

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  • Samstag, 26. Mai 2018
  • Ratingagenturen
    Moody´s droht Italien mit Herabstufung

    Die Ratingagentur Moody's prüft nach Bekanntgabe der Ausgaben- und Steuerkürzungspläne der nächsten italienischen Regierung eine mögliche Herabstufung der Bonität des Landes. Man sehe ein "beträchtliches Risiko" einer deutlichen Verschlechterung der Finanzlage Italiens, teilte Moody's am Freitag mit. Derzeit wird das Land mit "Baa2" bewertet. Damit bescheinigt die Agentur Italien eine befriedigende Bonität, das heißt eine angemessene Deckung von Zins und Tilgung, aber auch mangelnden Schutz gegen wirtschaftliche Veränderungen. Bei einer Herabstufung dürften sich die Kreditkosten Italiens verteuern. In dem Land haben sich die beiden populistischen Parteien 5 Sterne und Lega auf eine Koalition geeinigt. Sie planen unter anderem höhere Sozialausgaben, Steuersenkungen und eine Rücknahme der Rentenreform, mit der das Rentenalter heraufgesetzt werden sollte. Die EZB, die EU-Kommission sowie die Bundesregierung warnten bereits vor den Risiken. (rts)

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  • Freitag, 25. Mai 2018
  • Konjunktur
    Weniger Bestellungen bei langlebigen US-Wirtschaftsgütern

    Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im April gesunken. Wie das US-Handelsministerium berichtete, fielen die Orders auf Monatssicht um 1,7 Prozent. Ökonomen hatten mit einem Rückgang von 1,5 Prozent gerechnet. Der Vormonatswert wurde auf plus 2,7  Prozent leicht nach oben revidiert.

    Der Rückgang wurde durch ein Minus um 29 Prozent im volatilen Segment der zivilen Flugzeuge verursacht. Für den Ordereingang ohne den Transportbereich wurde ein Plus von 0,9 Prozent gemeldet. Bei den Auftragseingängen außerhalb des Rüstungsbereichs ergab sich eine Abnahme um 1,9 Prozent. Die Bestellungen für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge, die als wichtige Messgröße für die Unternehmensausgaben gelten, kletterten um 1,0 Prozent. (DJ)

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  • Konjunktur
    Auftragsdelle am Bau

    Nach einem Rekordstart ins laufende Jahr hat das Bauhauptgewerbe im März eine Auftragsdelle verzeichnet. Bereinigt um Preissteigerungen und Kalendereffekte blieb der Wert um 15,1 Prozent hinter dem aus dem Februar zurück, wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete. Es gingen Aufträge im Wert von 7,1 Milliarden Euro bei den Betrieben mit mindestens 20 Mitarbeitern ein. Das waren 3,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Insgesamt lief das erste Quartal aber erneut hervorragend: In den ersten drei Monaten bekamen die Unternehmen Aufträge, deren Wert 6,8 Prozent höher war als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. (dpa)

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  • Konjunktur
    Europäischer Automarkt wächst robust

    In der EU sowie Island, Norwegen und der Schweiz sind im März 206.819 Nutzfahrzeuge neu zugelassen worden. Der Markt wuchs damit robust um 9,9 Prozent, nachdem er im März geschrumpft war, wie der Herstellerverband ACEA mitteilte. Während die Nachfrage in Großbritannien mehr oder weniger stabil blieb, legten die anderen großen europäischen Märkte zu. Spanien und Deutschland wiesen mit einem Plus von 22 Prozent bzw. 14,5 Prozent die prozentual stärksten Zuwächse auf, in Frankreich legten die Neuzulassungen um 6,9 Prozent und in Italien um moderate 1,3 Prozent zu. (DJ)

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