Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 03. Januar 2018
  • Unternehmen

    Steuerreform brockt American Express Verluste ein

    Die Steuerreform in den Vereinigten Staaten kommt den US-Kreditkartenanbieter American Express teuer zu stehen. Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben einen Verlust im vierten Quartal im Zuge einer Belastung von 2,4 Milliarden Dollar. Das Ergebnis für das Gesamtjahr 2017 dürfte zudem unter dem bislang prognostizierten Gewinn von 5,8 bis 5,9 Dollar je Aktie liegen. Langfristig sollte die Steuerreform jedoch positive Auswirkungen haben. US-Präsident Donald Trump hatte die größte US-Steuerreform seit mehr als 30 Jahren am 22. Dezember durch seine Unterschrift in Kraft gesetzt. Unter anderem sinkt die Körperschaftssteuer auf 21 von bisher 35 Prozent. (rts)

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  • Freitag, 20. April 2018
  • Unternehmen
    General Electric schreibt Milliardenverlust

    Altlasten haben der kriselnden US-Industrie-Ikone General Electric zu Jahresbeginn die Bilanz verhagelt. Eine hohe Rückstellung aufgrund von Ermittlungen der US-Justiz wegen zweifelhafter Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise sorgten im ersten Quartal für einen Verlust von 1,2 Milliarden Dollar (1,0 Milliarden Euro). Das teilte der Konzern in Boston mit.

    Dank harter Sparmaßnahmen und Fortschritte in einigen Sparten legte der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft allerdings im Jahresvergleich von 122 Millionen auf 369 Millionen Dollar zu. Die Erlöse konnte der Siemens-Rivale trotz anhaltender Probleme in der Kraftwerksparte um sieben Prozent auf 28,7 Milliarden Dollar steigern. Die Geschäftsziele für 2018 wurden bestätigt. "Das erste Quartal war ein Schritt nach vorne", sagte Konzernchef John Flannery. General Electric steckt schon seit Jahren in einem tiefgreifenden Umbau. Nach schlechten Erfahrungen in der Finanzkrise wurde das Geschäft mit Finanzdienstleistungen, zu dem auch die zweifelhaften Hypotheken-Deals gehörten, weitgehend aufgegeben.

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  • Quartalszahlen
    Ericsson profitiert vom Sparkurs

    Hoffnungsschimmer für den kriselnden schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson: Der Umsatzrückgang hat sich zum Jahresauftakt abgeschwächt, der Sparkurs einschließlich des Abbaus Tausender Stellen zahlt sich aus. Im ersten Quartal sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 43,4 Milliarden Kronen (4,2 Milliarden Euro), teilte der Nokia-Konkurrent in Stockholm mit. Bereinigt um Währungseffekte und Spartenverkäufe betrug das Minus zwei Prozent. Unter dem Strich stand ein Verlust von rund 700 Millionen Kronen. Zum Jahresauftakt 2017 und auch im Vorquartal hatte das Unternehmen noch ein zweistelliges Milliardenminus verbucht. Die Verbesserungen im ersten Quartal seien ermutigend, sagte Vorstandschef Börje Ekholm. (dpa)

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  • Quartalszahlen
    Reckitt Benckiser bekommt Preisdruck zu spüren

    Der Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser ist zu Jahresbeginn weniger stark gewachsen als erwartet. Als belastend erwies sich der anhaltende Preisdruck in der Hygienesparte. Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf vergleichbarer Basis - also bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe - im Jahresvergleich um 2 Prozent auf 3,1 Milliarden britische Pfund (3,6 Milliarden Euro), wie das Unternehmen in London mitteilte. Analysten hatten mit einem Plus von 2,6 Prozent gerechnet. An seiner Jahresprognose hält der Konsumgüterkonzern mit Marken wie Clearasil, Calgon und Sagrotan jedoch fest. Der Umsatz soll um 2 bis 3 Prozent zulegen. Damit will Reckitt Benckiser wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren, nachdem das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr erstmals in seiner Firmengeschichte einen stagnierenden Umsatz hinnehmen musste. (dpa)

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  • Unternehmen
    Qualcomm baut 4,4 Prozent seiner Stellen ab

    Der US-Chipkonzern Qualcomm beginnt mit dem Abbau von Stellen, um seine Kosten wie versprochen um eine Milliarde Dollar zu senken. Der Konzern aus San Diego teilte mit, er habe zuerst andere Wege zur Kostensenkung erwogen und biete den betroffenen Mitarbeitern Abfindungspakete an. Ab Juni sollen insgesamt 4,4 Prozent der Arbeitsplätze gestrichen werden. Von dem Stellenabbau betroffen sind demnach 1231 Mitarbeiter in San Diego, wo Qualcomm seinen Hauptsitz hat, sowie 269 in San Jose und Santa Clara. Stand September 2017 beschäftigte der Konzern weltweit 33.800 Mitarbeiter. (DJ)

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  • Notenbank
    SNB verändert ihre Geldpolitik nicht

    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sieht trotz der jüngsten Abschwächung des Frankens keinen Grund, an ihren Negativzinsen von minus 0,75 Prozent zu rütteln. "Wir sind überzeugt, dass die derzeitige Geldpolitik noch immer nötig ist", sagte SNB-Präsident Thomas Jordan zu Bloomberg TV. Es sei nicht die Zeit, um über eine Änderung der Geldpolitik zu sprechen. Zuvor hatte der Franken erstmals seit Aufhebung der Euro-Anbindung Anfang 2015 die Mindestkursmarke von 1,20 Franken je Euro erreicht. "Das geht in die richtige Richtung. Das ist genau das, was wir erwarten", sagte Jordan. Doch trotz der jüngsten Abschwächung sei der Franken nach Einschätzung der SNB weiterhin ein sicherer Hafen. (rts)

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