Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 12. Februar 2018
  • Diesel-Skandal

    TÜV will Abgas-Software kontrollieren

    Der TÜV-Verband (VdTüv) pocht darauf, künftig bei Abgaskontrollen auch die Fahrzeug-Software prüfen zu dürfen. Eigene Erfahrungen der Prüfer sowie Studien hätten ergeben, dass mit der aktuellen Prüfordnung Defekte und Manipulationen bei modernen Fahrzeugen nicht verlässlich aufgedeckt werden können, berichtete das "Handelsblatt". Demnach schrieb der VdTüv deshalb einen Brief ans Wirtschaftsministerium. Urheber der Manipulationen seien nicht nur die Autokonzerne; auch Transport- oder Taxiunternehmen nähmen defekte oder manipulierte Abgasanlagen in Kauf, um sich finanzielle Vorteile zu verschaffen, zitierte die Zeitung aus dem Brief. Der Verband schätzt, dass in Deutschland bis zu 4,5 Millionen Fahrzeuge mit defekter oder manipulierter Abgasreinigung fahren. (AFP)

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  • Samstag, 18. August 2018
  • Bundesbank
    Weidmann beklagt negative Realrendite der Sparer

    Der Wert der Sparvermögen in Deutschland nimmt wegen niedriger Zinsen in Verbindung mit der Inflation erstmals nicht mehr zu, sondern ab. Darauf wies Bundesbank Präsident Jens Weidmann in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" hin. Demnach sinkt im laufenden Jahr die reale Rendite, die ein durchschnittlicher Haushalt mit seinem Depot erzielt, unter Null. Das Finanzvermögen der Bevölkerung werde also jeden Tag weniger. "Den Unmut der Sparer über die Niedrigzinsen kann ich gut verstehen", sagte Weidmann dazu der "F.A.S." Die Zahlen, auf die sich die Aussage zu der Negativ-Rendite stützt, finden sich demnach im neuen Monatsbericht der Bundesbank, der am Montag erscheint. Darin heißt es dem Bericht zufolge, dass bisher Negativrenditen in einem Durchschnittsdepot noch durch Erträge älterer Anleihen mit höheren Renditen, vor allem aber durch Gewinne mit Aktien ausgeglichen wurden. Dies habe sich nun jedoch erstmals geändert. Ursache sei neben der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) dabei auch, dass die Aktienkurse aufgrund weltpolitischer Entwicklungen wie derzeit der Währungskrise in der Türkei aktuell nicht mehr weiter ansteigen. (AFP)

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  • Verkehr
    Keine "nennenswerten" Maut-Folgen für Landstraßen

    Nach der Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen erwartet das Bundesverkehrsministerium keine "nennenswerte" Verlagerung des Lastwagenverkehrs auf Landstraßen. Damit werde nicht gerechnet, da die Kostenersparnis bei der Maut die zusätzliche Fahrzeit nicht aufwiege, teilte das Ministerium in Berlin mit. "Da die Maut auf allen Bundesstraßen inklusive der Ortsdurchfahrten erhoben wird, ist zu erwarten, dass Ausweichverkehre noch weiter auf die Autobahnen zurückverlagert werden." Allerdings sei es für belastbare Aussagen zu eventuellen Ausweichverkehren - also dem Ausweichen auf Straßen, die nicht mautpflichtig sind - noch zu früh. Die Lkw-Maut gilt seit Anfang Juli gut 13 Jahre nach ihrer Einführung auf den Autobahnen auch auf allen Bundesstraßen in Deutschland. Dies soll noch mehr Geld für Verkehrsinvestitionen einbringen. Bisher mussten Laster ab 7,5 Tonnen schon für rund 2300 Kilometer Bundesstraße zahlen, inzwischen gilt die Mautpflicht auch für das ganze, 39.000 Kilometer lange Bundesstraßen-Netz. Das Verkehrsministerium verwies bei Ausweichverkehren auch auf Erfahrungen bei der Einführung der Lkw-Maut auf den Autobahnen. (dpa)

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