Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 12. Februar 2018
  • Diesel-Skandal

    TÜV will Abgas-Software kontrollieren

    Der TÜV-Verband (VdTüv) pocht darauf, künftig bei Abgaskontrollen auch die Fahrzeug-Software prüfen zu dürfen. Eigene Erfahrungen der Prüfer sowie Studien hätten ergeben, dass mit der aktuellen Prüfordnung Defekte und Manipulationen bei modernen Fahrzeugen nicht verlässlich aufgedeckt werden können, berichtete das "Handelsblatt". Demnach schrieb der VdTüv deshalb einen Brief ans Wirtschaftsministerium. Urheber der Manipulationen seien nicht nur die Autokonzerne; auch Transport- oder Taxiunternehmen nähmen defekte oder manipulierte Abgasanlagen in Kauf, um sich finanzielle Vorteile zu verschaffen, zitierte die Zeitung aus dem Brief. Der Verband schätzt, dass in Deutschland bis zu 4,5 Millionen Fahrzeuge mit defekter oder manipulierter Abgasreinigung fahren. (AFP)

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  • Donnerstag, 22. Februar 2018
  • Konjunktur
    Großbritannien korrigiert Wachstum nach unten

    Die Wirtschaft Großbritanniens ist im vierten Quartal 2017 schwächer gewachsen als zunächst berichtet. Die nationale Statistikbehörde revidierte die Wachstumsrate für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 0,4 von zuvor 0,5 Prozent herunter. Binnen Jahresfrist wuchs das BIP nur um 1,4 anstatt 1,5 Prozent. Die Stilllegung eines großen Ölfeldes für Reparaturen im Dezember traf die Öl- und Gasproduktion härter als zunächst angenommen, erklärten die Statistiker.

    Die Abwärtsrevision bedeutet, dass Großbritannien im vierten Quartal eine der schwächsten Wachstumsraten in der Gruppe der sieben wichtigsten Industrieländer (G7) verzeichnet hat. Lediglich Japan und Italien haben sich schlechter geschlagen. (DJ)

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  • Jahreszahlen
    Steuern schmälern Überschuss bei Fielmann

    Die höhere Zahl an Feiertagen hat sich kaum auf das Geschäft von Fielmann ausgewirkt. Der Absatz der Optikerkette kletterte im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent auf 8,1 Millionen Brillen, wie das börsennotierte Familienunternehmen mitteilte. Der Umsatz kletterte im Gesamtjahr um 3,7 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro, der Vorsteuergewinn legte um 3,1 Prozent auf 249 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Jahresüberschuss von 173 Millionen Euro, der nur leicht über dem des Vorjahres lag. Fielmann begründete dies mit einer überproportional gestiegenen Steuerquote. Die Aktionäre sollen eine um fünf Cent auf 1,85 Euro je Aktie erhöhte Dividende erhalten. Insgesamt schüttet das Unternehmen 155,4 Millionen Euro an seine Eigner aus, rund 90 Prozent des Überschusses. (rts)

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  • Unternehmen
    Athen untersucht Novartis-Deals

    Nach Vorwürfen einer mutmaßlichen Begünstigung des Schweizer Pharmakonzerns Novartis soll das Parlament in Athen Korruptionsvorwürfe gegen zehn griechische Politiker untersuchen. Dafür votierten die Abgeordneten mehrheitlich nach einer mehrstündigen und zum Teil stürmisch verlaufenen Debatte, wie das Staatsfernsehen berichtete. Unter dem Schutz der Justiz stehende Zeugen werfen dem Pharmakonzern vor, zahlreiche Menschen bestochen zu haben, um die Preise für seine Medikamente in die Höhe zu treiben und durch die zügige Genehmigung eigener Produkte den Markt zu beherrschen. Unter den angeblich Bestochenen sind auch die ehemaligen Regierungschefs Antonis Samaras und Panagiotis Pikramenos, Zentralbankchef Ioannis Stournaras, EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos und sechs andere ehemalige Minister und Vizeminister sowie Tausende Ärzte. "Das hat Griechenland drei Milliarden Euro gekostet", sagte Regierungschef Alexis Tsipras im Parlament. (dpa)

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